Durch Zufall habe ich im Zimmer meines Sohnes (15) zwei halbvolle Weinflaschen gefunden.Natürlich war ich ziemlich platt,zumal er das auch von uns nicht kennt.Wir trinken höchst selten mal ein Glas Wein o.Bier.Obwohl ich ihn ruhig u.sachlich darauf angesprochen habe, reagierte er ziemlich aufbrausend u.meinte, in seinem Zimmer könnte er lagern was er wolle.Ein vernünftiges Gespräch z.B. auch über die Folgen von Alkoholkonsum,war mit ihm nicht möglich.Auch rückte er nicht damit heraus, wer ihm den Wein besorgt hat.Natürlich weiß ich auch,dass das ein schwieriges Alter ist, in dem vieles ausprobiert wird.War bei uns nicht anders. Wie reagiert man am besten?Will auch nicht ständig kontrollieren

Bitte kein grosses Trara machen und mit dem Jungen darüber reden...! Ist ja wohl normal und kein Verbrechen, wenn junge Menschen Alkohol ausprobieren. Haben wir doch auch gemacht, oder etwa nicht? Gruss Solf

Ich finde es ja schon mal ganz gut, dass die Flaschen noch halb voll waren. Und was ändert es, wenn du weisst, von wem er den Wein hat? Heute sind die Kids etwas früher dran als wir, ich hab erst mit 18 das erste mal Wein getrunken. Er probiert einfach was aus, was ihn von seinen Eltern unterscheidet. Ich will damit nicht die Gefahren des Alkohols verniedlichen, aber etwas irritiert bin ich von der Aussage, du hast den Wein "gefunden".
Ansonsten, Gelassenheit und Vertrauen auf das, was du ihm beigebracht hast....
Wieso irritiert, weil ich den Wein gefunden habe? Hin u. wieder mach ich auch mal im Zimmer meines Sohnes gründlich sauber,bevor sich die Kakerlaken dort die Messer wetzen.Sie standen halt in einer Ecke, kein sonderlich gutes Versteck!Ich gehöre nicht zu den Müttern, die heimlich die Schränke ihrer Kinder durchsuchen.
Raimund1 am 22. August 2007 10:14 Ich fand das wichtig, zu wissen. Wenn er die Flaschen so offen stehen lässt, sie also nicht "versteckt", dann ist bestimmt kein Grund zu großer Sorge. Ich denke, es ist das Ausprobieren, das einfach zur Pubertät gehört. Und die "Ordnung" unserer Kinder scheint auch überall gleich zu sein ;-)
Mit 15 ist man schwierig, aber auch nicht doof. Ich würde eine klare Ansage machen und ihm sagen, welche Sorgen dich damit plagen, dann kann er dich und dein Verhalten wenigstens verstehen und sich im besten Fall auch dananch verhalten.
Danke dir.
Natürlich ist man sauer und besorgt. Vielleicht auch mal die Eltern der Freunde ansprechen. Herausfinden was die Kinder so am Tag oder abends treiben. Einfach mal zwischendurch kontrollieren. Hier gab es auch diese Diskussion, weil auf Parties Bier getrunken worden ist, teilweise auch härtere Sachen. Wir möchten jetzt immer wissen wer dabei ist, wo was stattfindet und ich frage auch nach, ob Eltern sich auch mal drum kümmern. Leider bin auch auf Eltern getroffen, denen ist es egal, auch bei jüngeren Kindern. Kommt unser Sohn nach Hause, so muß er uns immer anhauchen. Auch ein Kaugummi kann den Geruch nicht wirklich vertreiben. Allerdings bekommen heute 15jährige leider oft ganz problemlos den Alkohol in Läden.
Danke dir, ja du hast recht. Vielen Eltern ist es wirklich egal, was ihre Kinder treiben.
Voll drauf einsteigen, nicht locker lassen mit Gespräch suchen. Insgeheim wirst du sowieso kontrollieren. Aus bitterer Erfahrung weiss ich was daraus werden kann, wenn man meint es wären Jugendsünden. Nehme an, du bist die Mutter, drum denke ich, auch den Vater einbeziehen. Der Jugendalkolismus hat dermassen um sich gegriffen, dass es oft zu spät ist für die Präventation in diesem Alter. Oft bleibt es nicht "nur" am Wein, es wird härter, Wodka z.B. riecht man nicht so schnell. Oft haben die Jugendlichen Stress in der Schule, mit Familie mit Freunden, forsche nach; kennst du seine Freunde? Ich könnte dir heute unzählige Sachen auflisten, was wir versäumt haben. Was uns erst durch Gruppentherapien nahegelegt wurde. Jetzt ist unser Sohn anerkannter Alk. Wer weiss ob er da jemals wieder rauskommt.
Auch ich dir ein herzliches Dankeschön. Bin diesbezüglich auch übersensibel. Meine Schwiegermutter trinkt seit ca. 40 Jahren. Da haben wir einiges schon mitgemacht.
Das ist wirklich ein schwieriges Alter. Lass eine Weile vorübergehen, dann ergibt sich eine Gelegenheit, wo Du ihn und vieleicht ein paar Freunde einläds. Zu einem Essen und einer Flasche Bier. Denke daran er ist 15 Jahre. Kläre die Jungens auf, was alles durch Alkohol vorkommt. Führerschein, Auto, Schule, Arbeit, Familie usw. Das Gespräch langsam einfädeln. Wenn er ein normaler Junge ist, wird er es auch verstehen, dass Du Dir Sorgen machst. Glaube mir das geht, ich habe auch drei Kinder gehabt. Habe das gleich mitgemacht. Nur nicht locker lassen, das Gespräch suchen. Die probieren alles aus.
Danke für deine Tipps

Ich finde das auch erschreckend. Wie kann er halbvolle Weinflaschen aufheben; möglicherweise sogar über längere Zeit: Der Wein wird doch schlecht, wenn die Flasche geöffnet ist! Solcher Umgang mit Wein ist verantwortungslos.
krauthexe am 22. August 2007 10:08 Das ist nicht witzig!
Solf am 22. August 2007 10:16 finds auch nicht sonderlich witzig!
Bin in letzter Zeit schon ziemlich enttäuscht, welche Antworten man hier teilweise bekommt. Dumme Antworten kann ich mir selber geben.Grad von dir, Wolf, hätte ich das nicht erwartet!!!
Na ja, nun mal nicht allzu puritanisch reagieren. Wenn man dem Jungen so gegenübertritt, wird er in kürzester Zeit zum Trinker.
Allein aus Trotz, um den Meckereltern eins auszuwischen.
Hallo!Wie ich bereits oben schrieb,habe ich versucht ruhig u.sachlich mit ihm zu reden, was leider nicht möglich war.Das hat nichts mit Mecker-Eltern zu tun, bitte!!
demosthenes am 22. August 2007 10:27 @krauthexe, solf1, kiramarie:
Also, ich finde die Antwort von WolfRichter schon witzig.
Etwas Ironie darf doch mal sein, wenn es nicht gerade um ein lebensbedrohliches Thema geht - und das schreibe ich, obwohl ich seit Jahrzehnten keinen Alkohol trinke.
Solf am 22. August 2007 10:39 @demosthenes.. Ich merke es mir! Werde den Bonus schon wieder mal brauchen können..:-))
WolfRichter am 22. August 2007 10:43 Danke, demosthenes. Ich selbst trinke übrigens selten Alkohol, da ich oft fahre - und das passt nach meiner Auffassung wirklich nicht zusammen.
Sascha manop M. am 23. August 2007 22:32 Sicher kann man die Antwort ernst oder ironisch auffassen. Das Problem ist, dass man Ironie in Schrift schwerer wiedergeben kann. Ich frage mich aber, demosthenes, warum das Thema Alkohol und Alkoholismus nicht in den Bereich lebensgefährlich gehören soll ?! Denn übermässiger Alkoholkonsum ist für den Konsumenten selbst sehr wohl lebensgefährlich und er stellt bei aktiver Teilnahme am Strassenverkehr im betrunkenen Zustand auch eine Bedrohung für seine Mitmenschen dar.

Trink doch am Besten mal mit dem Jungen ein Schlückchen. Dann weiß er, dass er es nicht heimlich machen muß. Vielleicht liegt es am Freundeskreis..
Is klar, am besten jeden Abend, oder wie?
Das Alter und vor allem das Problem ist äusseret schwierig.Hat er denn eine ältere Vertrauensperson,die mit ihm sprechen könnte?Als Eltern ist das ziemlich kompliziert,da er sie wahrscheinlich momentan als jemanden sieht,der ihm den "Spass" am Leben vermiesen möchte.Ich würde auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen um mich zu informieren.Es gibt Selbsthilfegruppen,die sich auf Jugendliche spezialisiert haben.Allein können sie das Problem denke ich nicht in den Griff bekommen und bevor alles den Bach runter geht,lieber Profis fragen,die etwas davon verstehen.Von dem Vorschlag der vorangegangenen Antwort würde ich definitiv Abstand nehmem,da es nur noch mehr Barrieren aufbaut und er sich sicher nur noch mehr verschliesst.Das hat ja seine Reaktion schon gezeigt.
Danke dir.
Ich meine das mit dem Gespräch führen und ernsthaft verhandeln ist gut.
Andererseits ist es ganz normal, wenn sich Jugendliche ab 15 ab und an die Kante geben. Das kann mit zunehmendem Alter immer schlimmer werden. Und vebieten klappt nicht mehr. Jetzt kommts drauf an, dass die wesentlichen Ziele doch noch erreicht werden, z.B. schulisch. Weiter ist wichtig, dass der Freundeskreis, der ja auch aus "Trinkern" bestehen wird, ebenfalls ansonsten sozial gefestigt ist.
Wenn nämlich hier wirklich prekäre Vorbilder bestehen, drohen stärkere Drogen und Abgleiten.

mit ihm ein gespräch führen aber nicht laut werden.dann mit ihm verhandeln oder ein ultimatum stellen z.b. wenn du noch mal wein ohne meine erlaubnis trinkst darfst du deine anderen freunde die trinken nicht mehr sehen.wenn er sich entschuldigt und bei dem ultimatum einverstanden ist müssen sie darauf achten dass er es wirklich ernst gemeint hat
Solf am 22. August 2007 10:06 Mit Verlaub, aber bei dieser Antwort bin ich auch platt!
Raimund1 am 22. August 2007 10:06 ich auch
KubaLibre am 22. August 2007 10:09 Dann macht er das nur noch heimlich! Er ist 15, in der Pubertät und wahrscheinlich verdammt trotzig! Das ist ein schlimmes Alter! Als ich 17 war und meine Eltern mir verboten haben, mich mit meinen damaligen Freunden zu treffen, weil die Alk getrunken haben und so viel Mist gebaut haben, bin ich dann aus trotz von zu Hause abgehauen und war 3 Tage in Holland! Keine lustige Geschichte! Ich habe dann daraus gelernt! Und bin seit dem ein Vorzeigesohn! :D
Sascha manop M. am 23. August 2007 22:39 Da gratuliere ich Dir ganz ehrlich. Du hast daraus gelernt. Aber sowas hätte auch ganz schön schief gehen können.

Setzt euch alle mal mit der ganzen Familie zusammen! Egal ob jung oder alt. Nöch besser wäre es, wenn er kleinere Geschwister hat. Dann stellt ihr eine Pulle Whiskey auf den Tisch. (Füllt diese aber vorher mit Apfelsaft!)
Und dann trinkt ihr und er wird euch dabei irgendwann zuschauen und denken, wie dumm ihr seid! (Nicht angegriffen fühlen, er würde nur in diesem Moment so denken!!!)
Verbieten wird man ihm das nicht können, denn dann macht er es aus trotz!
Sascha manop M. am 23. August 2007 22:43 Mit verlaub, ich finde das persönlich eine ganz dumme Idee. Denn sollte er dann später mal auf die Geschwister aufpassen, könnte er ja auf die Idee kommen, einen mit den "Kleinen" zu trinken. Und wenn er ja nicht weiss, dass es nur Apfelsaft war und ihnen dann echten Whiskey gibt, wird er schnell merken, dass seine Eltern ihn verarscht haben. Das wäre dann ein Vertraunsbruch und für ihn ein Grund mehr, nicht seinen Eltern zu vertrauen !!!
KubaLibre am 24. August 2007 12:23 Das wird natürlich später aufgeklär, das es Apfelsaft war! ;) Es soll nur verdeutlich, wie lächerlich das trinken ist! :)
ich finde das sehr merkwürdig. wenn du jetzt sagst mein sohn kommt hackebreit von der disco heim oder ich hab unterm bett ein sixpack bier gefunden oder alcopops würd ichs verstehen. aber wein? is doch total unüblich. das ist nicht "in" und das is auch bei jugendlichen nicht "angesagt". auch noch zwei halbleere flaschen. wieso nicht eine leere. sehr misteriös. das er es offen rumstehen lässt ist auch komisch. entweder hat er so viel vertrauen zu euch, dass ihr nicht rumschnüffelt oder er wollte, dass es entdeckt wird. habt ihr das gefühl euer sohn kriegt vielleicht nicht genug aufmerksamkeit. sorry für die blöde frage. aber ich bin noch nicht weit weg von dem alter insofern versuche ich das logisch zu verfolgen. hat er vielleich mal freunde eingeladen auf dem zimmer?

Also es gibt hier eine Menge guter und schlechter Antworten. Hier also noch meine Meinung.
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Ich bin erstaunt, und erleichtert, dass du Weinflaschen gefunden hast. Aussagen wie z.B. unüblich oder nicht normal unter Jugendlichen treffen nicht zu! Grund: Es ist leichter, an Wein als an "harten Stoff" zu kommen. Schlimm genug, dass bei den harten Sachen, nicht der Verkauf kontrolliert wird. Bei Wein wird so gut wie nie kontrolliert. Vielleicht hat aber Dein Sohn auch einfach nur gefallen an Wein gefunden und mag keine Schnäpse, Brände, etc...
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Wichtig ist ein ruhiges Gespräch. Dieses muss absolut frei von Vorwürfen sein, auch wenn es vielleicht schwer fällt. Wenn ihr sagt, dass auch ihr ab und an Wein oder Bier trinkt, bietet ihm an, mit euch gemeinsam zu trinken. Sag welche Sorgen dich/euch quälen. Kurz, begründet euer Verhalten. 15 ein schwieriges Alter für viele. Man sucht seinen Platz im Leben und nach Anerkennung. Ihr solltet die ersten sein, die ihm diese Anerkennung geben.Meine Eltern haben mir immer folgendes gesagt, und auch so gemeint (sehr wichtig!): "Wenn du dich mal richtig betrinken möchtest oder rauchen willst, um zu wissen wie das ist, dann sprich mit uns und mach es ruhig in unserem beisein. Denn wenn etwas ist (bewusstlosigkeit, kreislaufkollaps, etc. dann können wir dir helfen. Und wer in der Gruppe trinkt, weil es alle tun hat nur keinen Mumm seinen eigenen Weg zu gehen." Genau so wichtig, als ich meinen eigenen Führerschein hatte: "Wenn du etwas getrunken hast, dann ruf uns an und wirt holen dich ab. Bitte fahre nicht selbst und lass dich nicht von betrunkenen Freunden fahren. Das ist Dein Leben nicht Wert !"
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Dadurch kam ich nie in Versuchung, mich heimlich zu betrinken oder zu rauchen. Wurde immer zu Diskothekenbesuchen eingeladen und bekam alle Getränke (Cola und Wasser) spendiert. Dafür habe ich am Ende nur meine Freunde auf dem Heimweg zu Hause abgesetzt und wusste sie wohlbehalten zurück. Auch kam ich mit den wirklich süßen Mädchen super zurecht, da ich nicht einer von den vielen war - ein wichtiger Pluspunkt, wie ich finde :-)
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Ich bin bis heute dem Alkohol eher abgeneigt (also kein betrinken, sondern wenn es hochkommt etwa 4x im Jahr einen kleinen Likör), und rauche nicht - denn ich bin stark.
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Also zeig ihm, wieviel er Dir bedeutet, meine auch was du sagst.
Vielen Dank für deine Antwort.
Gordon Oester-barkey am 22. Juli 2008 14:36 Dh

Sprich mit ihm darüber und versuche, ihm keine Vorhaltungen zu machen oder Verbote auszusprechen; dann gewinnt die Sache an Dimension. Und du weißt, Verbotenes wird reizvoller.
sie sollten ihn sicgh schnappen und mit ihm in ruhe reden
Danke Solf! Klar, ich will auch kein großes Trara machen. Auch ich war nicht anders.Aber weißt du, ich mach mir halt schon Sorgen-zumal meine Schwiegermutter schon seit knapp 40 Jahren Alkoholikerin ist.