Frage von Neko1985, 61

Kann man Weihnachtsgeld zurück fordern?

Bräuchte mal Rat zu nachfolgendem Fall:

Ich habe am 3.12. fristgerecht zum 31.1. gekündigt. Ende November habe ich zusammen mit dem Gehalt Weihnachtsgeld erhalten ( also noch vor der Kündigung ). Nun hat der AG mit der letzten Gehaltsabrechnung das Weihnachtsgeld verrechnet ( vom Bruttogehalt abgezogen ). In meinem Arbeitsvertrag gibt es keine Rückzahlungsklausel. Darf mein Ex Chef das Weihnachtsgeld einfach so abziehen / zurückfordern ohne oben genannte Rückzahlungsklausel? Ich vermute dass die Firma mir , nach einem halben Jahr Mobbingterror, nochmal eins reinwürgen will. :( Wie kann ich hier am besten vorgehen ?

Antwort
von weelah, 24

Hallo,

wenn im Arbeitsvertrag keine Stichtagsregelung vorgesehen ist, würde ich

den Arbeitgeber in Zahlungsverzug setzen und auffordern den restlichen Lohn mit kurzer Fristsetzung zu zahlen.

Kommt er dem nicht nach, forderst du die Restsumme vor dem Arbeitsgericht ein (solange du keinen Anwalt nimmst, entstehen dir keine Kosten - keine Anwaltspflicht). Beim Aufsetzen des Antrag ist dir die Geschäftsstelle des Arbeitsgericht behilflich.

Alternativ gehst du zu deiner zuständigen gewerkschaft und läßt dich beraten. Dies setzt jedoch eine Mitgliedschaft voraus. Stimmt der Geschäftsstellenführer einer Rückdatierung des Mitgliedsantrag von drei Monaten zu, bist du sofort Vollmitglied und dies beinhaltet auch die rechtliche Vertretung.

Ansonsten nur beraterisch.

LG

Kommentar von Neko1985 ,

Vielen Dank !! :)

In Zahlungsverzug kam der AG ohnehin schon, da das Gehalt nicht pünktlich zum Ende des Monats auf dem Konto war. Zudem wurden mir noch offene Urlaubstage ebenfalls nicht vergütet. 

Kommentar von weelah ,

Hallo,

beachten, das man bei einer eventuellen Klage den Bruttolohn einklagt, da man davon ausgehen muss, das die Sozialversicherungsabgaben nicht ordnungsgemäß entrichtet wurden. Die werden dann von dem Betrag abgezogen. Also nicht den reinen Nettowert angeben!

Viel Erfolg

Antwort
von auchmama, 31

Es dabei belassen!

Ich kenne eine Zahlung von Weihnachtgeld nur so, dass man dem Unternehmen mindestens bis zum 31.03. des Folgejahres treu bleiben muss, sonst ist eine Rückforderung angemessen.

Schau mal im allgemeinen Arbeitsrecht!

Kommentar von Neko1985 ,

Im Arbeitsrecht steht dass eine explizite Rückzahlungsklausel im Vertrag bestehen muss. Diese ist bei mir ja gar nicht erst vorhanden. Weder eine Klausel noch eine Fristnennung.

Kommentar von auchmama ,

Du kannst Dich beim Arbeitsgericht erkundigen!

Ich sehe da aber keine Chance, weil ich nur diese Regelung kenne, die ich in meiner Antwort erwähnt habe!

Deinen Frust kann ich durchaus nachvollziehen. Gehst Du aber zum Anwalt, bezahlst Du noch oben drauf ;-)

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