Frage von DerDorschden, 24

Wein in der Literatur?

Wie wird Wein in der Literatur dargestellt und welche Position hat er inne?

Antwort
von LiloB, 13

Auf Anhieb fällt mir nur "der fröhliche Weinberg" von Zuckmayer ein,- und da geht es ziemlich albern zu. In der Literatur der Vergangenheit wurde Wein nicht besonders erwähnt,- weder als "Gefahr - " noch als Stimulanz oder Ersatzdroge.

Antwort
von Ghostwriter2, 17

Eine Spontanidee:

Gabriele Keiser: Goldschiefer. Ein Wein-Krimi

Antwort
von Dichter1Denker, 9

Da fällt mir eine Strophe aus Die Braut von Korinth  von Goethe ein:

Eben schlug die dumpfe Geisterstunde,
Und nun schien es ihr erst wohl zu sein.
Gierig schlürfte sie mit blassem Munde
Nun den dunkel blutgefärbten Wein;
Doch vom Weizenbrot,
Das er freundlich bot,
Nahm sie nicht den kleinsten Bissen ein.

In diesem Fall steht der Rotwein für Blut und damit auch als eine Art Lebenstrunk. In vielen Krimi-Romanen gilt der Rotwein in Form einerverschütteten Weinflasche oder eines zerbrochenes Weinglas als ein Sinnbild für das Blutvergießen während des Mordes. Dies gilt ganz besonders dann, wenn während der Tat kein oder nur wenig Blut geflossen ist.

Ferner beschrieb Goethe den Wein auch so:


Ob der Koran von Ewigkeit sei?
Darnach frag’ ich nicht! ...
Daß er das Buch der Bücher sei
Glaub’ ich aus Mosleminen-Pflicht.

Dass aber der Wein von Ewigkeit sei,Daran zweifl’ ich nicht;Oder dass er vor den Engeln geschaffen sei,Ist vielleicht auch kein Gedicht.Der Trinkende, wie es auch immer sei,Blickt Gott frischer ins Angesicht.

Hierbei handelt es sich um einen Auszug aus dem West-östlichen Divan, einer Gedichtsammlung in der das lyrische Ich auschließlich aus muslimischer Perspektive spricht. Auch im Christentum gilt der Rotwein während der heiligen Messe als ein Symbol für Blut und Lebenskraft. Das Blut Christi,  durch dessen mäßigen Genuss der Gläubige man Gott ein Stück weit näher kommt.

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