Frage von zetra, 80

Weil es keine Mehrheiten für die Zustimmung für die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung gab bleibt alles offen. Ist das gut so?

Die SPD ist aufgewacht, der Wähler -Schwund gibt ihr zu denken, somit legten sie ihr Veto ein. Frankreich/Italien u.A. Länder machen da auch nicht mehr mit. Bayer, die Aktie geht in den Keller, der große Reibach scheint in weiter Ferne zu rücken, denn Glyphosat könnte schon in einem Jahr verboten werden.

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Agronom, 49

Du stellst immer viele Behauptungen auf, ich würde dir mal zur Wahl des Konjunktiv raten.

Was die Beweggrpnde der SPD sind ist unklar, eine Taktik für Wählerbesänftigung ist sicher wahrscheinlich.

Die Bayer-Aktie ist gerade wohl im Wesentlichen durch die Übernahmegespräche mit Monsanto und deren schlechtem Image verbunden. Bayer würde tendenziell eher von einem Auslaufen der Zulassung profitieren, selber stellen sie keine glyphosatbasierten Produkte her, vertreiben solche nur und das macht auch keinen großen Anteil an ihrem Umsatz aus. Die Monsantoübernahme könnte dadurch auch erleichtert werden, denn für Monsanto würde ein größerer Teil des Geschäftes wegfallen und Bayer wird hauptsächlich an dem Biotech/Saatgut Geschäftsbereich interessiert sein sowie der guten Stellung auf den amerikansichen Kontinenten.

Kommentar von Agronom ,

Die Glyphosatentscheidung liegt wieder bei der Kommission, sie könnte selbst entscheiden, ohne Parlamanet, wird dies aber voraussichtlich nicht tun, also wird es eine der folgenden Optionen sein, die Zulassung könnte wieder vorläufig hinausgeschoben werden, sie könnte einfach auslaufen oder auf die Vorschläge des Parlaments wird stärker eingegangen und eine neue Abstimmung könnte dann eindeutige Ergebnisse liefern.

Kommentar von zetra ,

Meine Antwort ist weg, sicher kannst du dir denken was ich geschrieben hatte?

Meine Einlassungen waren Berichte im Internet, sie stellen nur eine

Kommentierung aus meiner Sicht dar, Behauptungen habe ich nicht nötig, durch die Vergiftung mit Roundup hätte ich beinahe meine Frau verloren. Somit muss klar sein, in dieser Richtung ist mit mir kein Kirschen-Essen möglich. 

Kommentar von Agronom ,

Ungefähr kann ich mir das wohl denken. Der hinweis mit dem Konjunktiv galt jetzt auch nicht nur speziell für diese Frage, manche Aussagen wirken wie Tatsachenbehauptungen.

Die Vergiftung ist natürlich eine unschöne Sache, ich gehe aber mal davon aus, dass es nicht durch eine Sach- und Fachgerechte Anwendung bedingt war, sollte ich da irren, bitte gern aufklären.

Ich habe vermutlich auch schon an anderer Stelle einmal ausgeführt, dass ein (direkter) Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln ganz allgemein eigentlich immer vermieden werden sollte und begrüße auch die Forderungen seitens einiger Vertreter der Politik, dass mindestens die Anwendungsbestimmungen im Falle Glyphosat weiter eingeschränkt werden sollten, um die Zulassung bestehen zu lassen.

Kommentar von zetra ,

Mit meiner Andeutung halte ich nicht hinter den Berg.Wir sind Weltbürger, haben in fünf Länder gelebt, u.A. vier Jahre in Uruguay. Hier wurde ein Angriff mit Roundup auf meinen Garten geführt. Auch die Polizei war der Meinung, hier wollte jemand seine Sicht auf den Rio de la Plata verbessern. Im Vorfeld schnupperte meine Frau an einem benetzten Ast. Vier mal viel sie auf offener Straße um. Später, als zwei unabhängige Labore Roundup als den Verursacher für das eingehen der Pflanzen bestätigten (Protokoll liegt vor), mussten wir einen Bodenaustausch vornehmen lassen (erstmalig hatten Gärtner Schutzkleidung an, denn das Roundop war pur eingebracht worden)

Daraufhin wurde meine Frau untersucht, alle normalen Blutuntersuchungen wurden gemacht, die Ausweitung auf Roundup wurde verweigert, die Ärzte hatten Angst vor den Rechtsanwälten Monsantos. Das gleiche Spiel in SA, jetzt kannst du nachvollziehen, dass ich nicht sanft mit dieser Truppe umgehen Kann. 

Kommentar von Agronom ,

Ja, durchaus nachvollziehbar. Solch eine missbräuchliche Verwendung hätte aber an sich auch mit anderen Herbiziden geschehen können, deren Auswirkungen wären unter diesen Umständen jedenfalls nicht weniger bedenklich gewesen.

Der Punkt mit der Angst vor rechtlichen Konsequenzen ist dann noch wieder ein ganz anderer, der nicht weniger einer (globalen) einheitlichen Regelung bedarf, wobei die Lage hierzulande sicher auch noch wieder anders ausgesehen hätte.

Hier werden die Bestimmungen für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln schon immer weiter verschärft, das ist zu begrüßen, zuletzt mit der neuen Regelung zur Sachkunde, mindestens ein Verbot von glyphosatbasierten mitteln für den Gebrauch außerhalb der Landwirtschaft halte ich für durchaus realistisch. Aber auch innerhalb der Landwirtschaft müssten Kontrollen verschärft werden, da aber z.B. die amtlichen Pflanzenschutzdienste immer stärkere Mittelkürzungen hinnehmen müssen ist das eher weniger zu erwarten.

Kommentar von zetra ,

Agronom, du bist mir mindestens noch zwei Beispiele schuldig, wo meine Behauptungen keinen Wahrheitsgehalt haben?

Kommentar von Agronom ,

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-aus-roundup-und-co-ein-rohrkrepierer-wird-w...

Diese Mittel sind ja jetzt nur für 7 Jahre zugelassen

Das war einfach ein Missverständnis der entsprechenden Meldung.

https://www.gutefrage.net/frage/ist-eine-wertung-die-durch-korruption-zustande-k...

Ist eine Wertung, die durch Korruption zustande kam ungültig, bzw. sogar strafbar?

Hier ist z.B. klar, das es keine Behauptung ist, aber es impliziert, wie ich finde, dass dabei definitiv Korruption stattgefunden habe. Ein Wahrheitsgehalt könnte vorhanden sein, aber ist so nicht nachweisbar.

Kommentar von zetra ,

Dann lassen wir es mal so stehen, Krümelkackerei ist ohnehin nicht mein Ding. Dich schätze ich als sehr vorsichtigen User ein, du findest bei der größten Schweinerei noch eine positive Seite. -lach-

Kommentar von Agronom ,

War auch nur als ein Ratschlag angedacht.

Ja, ich bin tendenziell vorsichtig und versuche mich nicht gleich von jeder Meldung mitreißen zu lassen, sondern erstmal gründlich die Hintergründe zu prüfen.

Ich bin auch bemüht mich der Thematik gänzlich rational anzunähern, bei dir ist da verständlicherweise eben auch eine emotionale Note mit drin.

Antwort
von AntwortMarkus, 59

Menschen denken nicht Rational. Sie unterhalten sich bei einer Flasche Bier und einer Zigarette  über eine angebliche Bedrohung  durch das Pflanzenschutzmittel, während sie bei einem Zug an der Zigarette ein 100. 000  mal höheres Krebsrisiko  haben,  als in 30 Jahren Glyphosat.  

Kommentar von zetra ,

Schlechtes Beispiel, Raucher u.A. Genießer haben es selber in der Hand sie könnten auch anders leben. Das flächendeckende einbringen von Ruondop kann aber der normale Bürger nicht aus dem Wege gehen. Wenn man Nutzen aus dieser Sache zieht, dann verteidigt man diese Vorgänge natürlich, allerdings kann in ein paar Jahren dieses Roundup uns alle gemeinsam zu schaffen machen.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Ich ging neulich durch eine Fußgängerzone. Dr Wind stand ungünstig, und der giftige Tabakrauch eines Tabaksüchtigen schlug mir direkt ins Gesicht.  Hatte es also  nicht in der Hand.

Kommentar von zetra ,

Ich kann mit dir fühlen, bin selber Nichtraucher.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Ich bin nicht für Glyphosat.  Nur sollte man die Relation  im Auge behalten. Es gibt viele gefährlichere Gefahren, die einfach hingenommen werden. VW hat mit dem Abgasbetrug  sehr wahrscheinlich vielen Menschen Lungenkrebs  beschert. Nicht nur bei VW  Kunden. Aber der Deutsche kauft weiter fleißig  DieselAutos. 

Kommentar von zetra ,

Jetzt fehlt nur noch die Osterweiterung der Nato. Unter diesem Gesichtspunkt ist natürlich Roundup das kleinere Übel.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Man kann natürlich mit solchen Themen wie Glyphosat herrlich von wichtigen Themen ablenken.

Kommentar von Agronom ,

Das Thema Glyphosat wäre wohl eher jenen zuzuordnen, welche durch andere Nachrichten überschattet werden sollen. Es ist das wohl wichtigste Pflanzenschutzmittel weltweit, ein überaus schwieriges und kontroverses Thema in der Öffentlichkeit und viele Politiker wären sicher froh wenn keine ihrer Aussagen und Taten in diesem Kontext öffentliche Aufmerksamkeit erhalten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten