Frage von tztanja, 287

Weihnachtsgeld Probezeit?

Hallo, erstmal kurz die Situation: seit August arbeite ich bei meinem aktuellen Arbeitgeber. Nun gefällt es mir dort nicht und arbeite ab dem 01.01.16 wieder woanders. Habe davon aber noch nichts meinem Arbeitgeber mitgeteilt. Ich befinde mich auch noch in der Probezeit. Auf meiner Abrechnung für den November steht halt auch anteiliges Weihnachtsgeld drauf. Jetzt meine Frage: wenn ich zB nächste Woche kündige, habe ich dann trotzdem Anspruch auf das Weihnachtsgeld oder muss ich dieses evtl zurückzahlen?

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Antwort
von KlausM1966, 287

Du solltest unbedingt mal deine Vertrag zur Hand nehmen!! Dort stehen neben den Kündigungsfristen, den auch in der Probezeit gibt es u.U. welche, auch normalerweise Angaben zu Sonderzahlungen.

Zumindest sollte aber ein Hinweis auf Tarfiverträge etc.dort stehen. Von der Gestaltung deines Arbeitsvertrages und /oder von dem Tarifvertrag hängt es nämlich ab, ob und in welcher Höhe dir Weihnachtsgeld zu steht und an welche Bedingungen es geknüpft ist.

Benutz mal eine Suchmaschine und gib folgendes ein:

"weihnachtsgeld zurückzahlen bei kündigung probezeit"

Dann findest du Informationen wie diese:

http://www.arbeitsrecht.de/newsletter/archiv/2003/wann-muss-der-arbeitnehmer-wei...

Antwort
von Chefelektriker, 229

Das mußt Du zurück zahlen.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist so nicht richtig!

Es kommt darauf an, ob dazu etwas - und wenn: was - arbeits- oder tarifvertraglich oder über eine Betriebsvereinbarung oder Betriebsordnung geregelt ist!

Kommentar von Chefelektriker ,

Normal wird das Weihnachtsgeld für das ganze Jahr berechnet.

Da der Fragesteller kein ganzes Jahr bei der Firma war,bekommt er nur anteilig für die Zeit berechnet.

Hinzu kommt,das der Fragesteller in der Probezeit ist und noch in diesem Jahr kündigen will.Möglicherweise darf er das W-Geld für die Zeit,in der er für diese Firma tätig war behalten.Das wird dann bestimmt anteilig vom Restlohn abgezogen oder er muß das ganze W.-Geld zurück zahlen,schenken wird ihm niemand was.

Kommentar von Familiengerd ,

Da der Fragesteller kein ganzes Jahr bei der Firma war,bekommt er nur anteilig für die Zeit berechnet.

Wer sagt das, und wo steht das?!?!

Noch einmal - und gaaaanz langsam, weil ich es schon erklärt habe und das offensichtlich ignoriert wird:

Der Arbeitgeber kann eine Zahlung nur dann zurück fordern, wenn diese Möglichkeit zur Rückforderung vertraglich vereinbart worden ist! Und die Tatsache der Probezeit ist dafür auch völlig belanglos!

Ohne eine entsprechende vertragliche Vereinbarung kann der Arbeitgeber das gezahlte Weihnachtsgeld nicht zurück fordern (oder verrechnen)!

Kommentar von Chefelektriker ,

Wenn Du nur z.B. 1 Monat für eine Firma tätig warst,bekommst Du,wenn überhaupt,auch nur Weihnachtsgeld für 1 Monat und nicht für 12 Monate.Das braucht nirgends zu stehen,das ist übliche Praxis oder willst Du andere Arbeitnehmer benachteiligen,die das ganze Jahr gearbeitet haben?

Und die Probezeit ist nicht belanglos,denn der Arbeitgeber kann ohne Angaben von Gründen jederzeit fristlos kündigen.

Und das Weihnachtsgeld ist kein bestandteil des Vertrages,sondern eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers,die er jederzeit rückgängig machen kann.

Kommentar von Chefelektriker ,

 Bei Zahlungen von über 100€ bis zu einem Monatsgehalt.

Bindung bis zum 31.03. des Folgejahres bei Zahlung des Weihnachtsgeldes zum Jahresende. Es besteht also eine Rückzahlungspflicht, wenn der Arbeitnehmer den Betrieb vor dem 31.03. des Folgejahres verlässt.

Kommentar von Familiengerd ,

Das braucht nirgends zu stehen

Das ist totaler Unsinn! Wie kommst Du bloß darauf???

Noch einmal, zum wiederholten Mal: Eine Rückzahlungsverpflichtung (mit den entsprechenden Modalitäten) gibt es nur, wenn sie vertraglich vereinbart worden ist.

Siehe (nur als Beispiel)  http://www.arbeitsrecht.de/newsletter/archiv/2003/wann-muss-der-arbeitnehmer-wei... :

Eine Rückzahlungsverpflichtung besteht aber auch hier nur dann, wenn der Arbeitgeber diese wirksam vereinbart hat. Das heißt, die Rückzahlungsverpflichtung muss entweder individuell im Arbeitsvertrag vereinbart worden sein oder in einer Betriebsvereinbarung bzw. in einem Tarifvertrag vorgesehen sein.

Was die Probezeit angeht: Was hat die mit dem Weihnachtsgeld zu tun?!?

Und die Probezeit ist nicht belanglos,denn der Arbeitgeber kann ohne Angaben von Gründen jederzeit fristlos kündigen.

Erstens: Das habe ich auch nicht behauptet; mein "belanglos" bezog sich nur auf den von Dir hergestellten Zusammenhang mit dem Weihnachtsgeld! Du solltest schon aufmerksamer lesen und mir meine Aussagen nicht praktisch "im Munde umdrehen"!

Zweitens: Außerdem ist Deine Aussage, in der Probezeit könne jederzeit fristlos gekündigt werden, selbstverständlich ebenfalls Unsinn! Auch in der Probezeit eines Arbeitsverhältnisses muss die gesetzliche (Bürgerliches Gesetzbuch BGB § 622 Abs. 3) oder vereinbarte Frist eingehalten werden (außer bei Kündigung aus wichtigem Grund). Die fristlose Kündigung als "normale" Kündigung ist nur in der Probezeit eines Ausbildungsverhältnisses erlaubt (Berufsbildungsgesetz BBiG § 22).

Und das Weihnachtsgeld ist kein bestandteil des Vertrages,sondern eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers,die er jederzeit rückgängig machen kann.

Das ist wieder Unsinn hoch zwei!

Selbstverständlich kann es eine vertragliche Verpflichtung des Arbeitgebers zur Zahlung von Weihnachtsgeld geben! Die Zahlung ist dann nicht mehr freiwillig und kann nicht mehr jederzeit rückgängig gemacht werden, wie Du völlig irrig behauptest! Bevor ich selbst weiter aushole, hier ein Zitat aus  finanztip.de/arbeitsvertrag/weihnachtsgeld/  :

Ein Anspruch auf Weihnachtsgeld kann sich für Sie aus Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, betrieblicher Übung oder dem Gleichheitsgrundsatz ergeben. Aus dem Gesetz ergibt er sich nicht.

Für so viel völlige Unkenntnis, wie Du sie trotz gegenteiliger Informationen und Hinweise in Deinen Kommentaren und Erwiderungen beharrliche dokumentierst, lehnst Du Dich sehr weit - zu weit - aus dem Fenster!

Kommentar von Chefelektriker ,

Nicht jeder Betrieb ist verplichtet Weihnachtsgeld zu zahlen.Mancher Arbeitgeber zahlt dennoch freiwillig Weihnachtsgeld,um seine guten Leute zu behalten.Neue Arbeitnehmer bekommen dann anteilig Weihnachtsgeld.Wenn die wirtschaftliche Lage es erfordert,zahlt er eben kein Weihnachtsgeld,das kann der Arbeitgeber selbst entscheiden,aber ein Anspruch darauf besteht dann nicht.Bindung bis zum 31.03. des Folgejahres bei Zahlung des Weihnachtsgeldes zum Jahresende.Unter 100€ kann er nichts zurück fordern,über 100€ bis zu einem Monatsgehalt,kann er es schon,wenn der Arbeitnehmer zum Jahresende kündigt.Das wüßtest Du,wenn mal richtig gearbeitet hättest und nicht nur auf Betriebsratsessel den Hintern breit gedrückt hättest.

Nicht jeder Betrieb hat auch einen Betriebsrat,das vergißt Du andauernd bei dem erhobenen Finger den Du dauernd zeigen willst.

Ende der Durchsage!

Kommentar von Familiengerd ,

Das wüßtest Du,wenn mal richtig gearbeitet hättest und nicht nur auf Betriebsratsessel den Hintern breit gedrückt hättest.

Wenn das nicht so dumm-primitiv-dämlich wäre, würde ich drüber lachen!   :-))   Ist Dir das nicht peinlich?

Offensichtlich hast Du vom Arbeitsrecht soviel Ahnung wie ein Kindergartenkind von höherer Mathematik: bei 1+1 ist Schluss!

Soll ich es noch laaaaangsamer sagen? Die von Dir genannten Modalitäten einer Rückzahlung gelten nur, wenn es überhaupt eine vertragliche Vereinbarung zu einer Rückzahlung mit diesen Modalitäten dazu gibt (Du verstehst hoffentlich, was ich meine - oder ist Dir das zu kompliziert?)! Ohne vertraglich geregelte Verpflichtung zur Rückzahlung gibt es auch keine Rückzahlung!!!

das vergißt Du andauernd bei dem erhobenen Finger

Es gibt keinen erhobenen Zeigefinger: ich sage Dir nur, dass Deine Antwort - so pauschal, wie Du sie gegeben hast - und Deine Erwiderungen falsch sind oder nur unter den genannten bestimmten Voraussetzungen gelten!

Aber offensichtlich übersteigt das Deine geistigen Fähigkeiten, wenn Du noch nicht einmal in der Lage bist, den Inhalt der von mir geposteten Links und die daraus wiedergegebenen Zitate zu verstehen - vielleicht willst Du das auch einfach nur nicht, weil sie Deine beschränkte bloße Meinung widerlegen!

Kommentar von Chefelektriker ,

Beleidigungen, mehr bekommst Du nicht hin.Ob DU was sagst oder in China fällt ein Sack Reis um.

Kommentar von Familiengerd ,

Beleidigungen

Das sagt der Richtige, denn: "Wer im Glashaus sitzt, usw. ...!":

mehr bekommst Du nicht hin

Im Gegensatz zu Dir vernünftige Auskünfte mit Hand und Fuß!

Ob DU was sagst oder in China fällt ein Sack Reis um.

Der Sack Reis in China ist aber jedenfalls wichtiger als Deine krausen Aussagen es sind!

Antwort
von Leonelm97, 209

Nein dann hast du kein recht mehr darauf

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist so nicht richtig!

Es kommt darauf an, ob dazu etwas - und wenn: was - arbeits- oder tarifvertraglich oder über eine Betriebsvereinbarung oder Betriebsordnung geregelt ist!

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