Weihnachtsbaum, wieso?

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10 Antworten

Das ist ein alter Brauch, der ursprünglich nichts mit Weihnachten zu tun hatte.

Weihnachten ist am 25. Dezember, der 24. Dezember ist der "heiligen Abend" vor Weihnachten. Und im katholischen Heiligenkalender der Gedenktag von Adam und Eva.

Im Mittelalter wurden deshalb am 24. Dezember zuweilen "Mysterienspiele" (alter Ausdruck für fromme "Theaterstücke") aufgeführt, bei der es um Adam und Eva, den Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies ging. Und da im Lateinischen "böse" und Apfel gleich lauten (malus), ist aus dem Baum zur (intimen) Kenntnis von gut und Böse ein Apfelbaum geworden (kommt ja heute noch vor, dass jemand meint, der Apfelbaum würde da in der Bibel stehen). Für den 24. Dezember wurde also ein grüner Baum mit Äpfeln benötigt, und wg. Beleuchtung auch mit Kerzen.

Im Elsass wurde daraus der Brauch, in der Vorweihnachtszeit einen Baum aufzustellen, mit Äpfeln und anderem Naschwerk. Im 18. und 19. Jh. wurde daraus ein Bäumchen für jedes Familienmitglied, dann ein Baum pro Familie. Der breitete sich vom Elsass aus in Deutschland aus, kam mit deutschen Auswanderern in die USA und von den USA in die ganze Welt.

Und auch warum man die Geschenke genau unter die Tanne stellt?+

Wer ist "man"? Bei uns zuhause wurden die Geschenke auf den Tisch gestellt, und mit Tüchern abgedeckt. Und nach der Familienweihnachtsfeier (Weihnachtsbericht von Lukas, Weihnachtslieder, dazwischen auch passende Geschichten oder Gedichte) kam dann die Bescherung: die Tücher wurden weggenommen ...

Unter dem Weihnachtsbaum war eine Krippendarstellung, keine Geschenke.

Aber jeder darf die Geschenke dahin stellen, wie er lustig ist. Also meinetwegen auch unter den Baum ;) Nur gibt es dafür keine christliche Begründung.

Die Weihnachtsgeschenke waren übrigens eine Idee von Dr. Martin Luther, der damit erreichen wollte, dass die Kinder das Christkind (den neugeborenen Jesus) lieber haben als den Nikolaus. Deswegen sage ich oft, dass der Weihnachtsmann die Rache des Nikolaus am Christkind ist.

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Das mit dem Baum ist kein Christlicher sondern ein Germanischer brauch. (ja dafür kann man uns danken. :D )

Der ist schon älter als Weihnachten selbst glaube ich. Das mit den Geschenken unter der Tanne ist eher neu damals gab es glaube ich nicht so viel zum schenken. :)

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Kommentar von helmutwk
05.12.2015, 20:05

Der ist schon älter als Weihnachten selbst glaube ich.

Irrtum, Weihnachten wurde schon im 3.Jh. in Nordafrika und Rom gefeiert, der Weihnachtsbaum ist im 14. oder 15. Jh. entstanden.

Das mit den Geschenken unter der Tanne ist eher neu

Das war eine Idee von Martin Luther.

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Ich bin Christ und wenn es nach mir ginge, würde ich diesen Brauch abschaffen. Weihnachten hat mir nur als Kind etwas bedeutet. Heute sehe ich meinen Herrn nicht als einen Säugling in der Krippe, sondern zur Rechten Gottes.

Dieses Verniedlichen vom Jesus Christus hat den ganzen Sinn von Weihnachten in die falsche Richtung gelenkt. Aber so ist, wenn Menschen über das Wort Gottes hinaus gehen. lg

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Kommentar von Whitekliffs
05.12.2015, 11:13

Bin ich nicht die Einzige? Ich bin dankbar, dass Jesus  Mensch wurde, denn Himmel verlassen hat, seine Gottheit abgelegt hat...und ein Baby wurde, aber ich kann Jesus Christus echt auch nicht als das Baby in der Krippe sehen, sondern als den Auferstandenen, sitzend zur Rechten Gottes.

Weihnachtsbaum und so weiter...ach, wenn man es einfach als Winterschmuck sieht, jetzt wo alles kahl ist....warum nicht. Aber mit der Geburt Jesu hat es nichts zu tun;

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Kommentar von Schoggi1
05.12.2015, 15:48

Genau deine Meinung! 

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Hallo,

Das ist ein Heidnischer Brauch und hat nichts mit dem Christentum zu tun... Sondern mit dem Fest der Wintersonnenwende. Die Christen übernahmen das einfach mal. Wobei ich persönlich als gläubige Christin gar nicht auf solche bräuche stehe und ich mir niemals so einen Heidenbaum in die Stube stellen würde. 

Die Bibel sagt dazu: 

Denn die Ordnungen der Völker – ein Götze ist es, der sie gab. Ja, ihre Götzen sind Holz, das einer aus dem Wald geschlagen hat, ein Werk von Künstlerhänden, mit dem Schnitzmesser hergestellt. Man schmückt es mit Silber und mit Gold. Mit Nägeln und mit Hämmern befestigen sie es, dass es nicht wackelt. (Jeremia 10:3-4)

Also auch wenn ich es nicht genau weiss auf was sich das Bezieht, sehe ich ein grosse Ähnlichkeit zum heutigen Christbaum ^^ 

LG =) 

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Kommentar von helmutwk
05.12.2015, 19:43

Das ist ein Heidnischer Brauch und hat nichts mit dem Christentum zu tun..

Adam und Eva haben aber was mit dem Christentum zu tun (siehe meine Antwort für mehr Details).

Sondern mit dem Fest der Wintersonnenwende.

Das wurde zwar von den Römern gefeiert, nur spielten da Bäume keine Rolle.

Oft werden ja auch die alten Germanen herangezogen, nur ob di8e die Wintersonnenwende feierten, ist nicht bekannt. Vermutlich tasten sie es, aber über etwaige Bäuche ist nichts bekannt. Nur irgendwelche im 19.Jh. entstandene Behauptungen, die dann vor allem von den Nazis populär wurden, die so die "deutsche Weihnacht" gegen das christliche Weihnachten ausspielen wollten. Mit einem gewissen langfristigen Erfolg, wie deine Antwort zeigt.

Also auch wenn ich es nicht genau weiss auf was sich das Bezieht

Ist doch klar (steht doch da): darauf, dass sich jemand ein Stück Holz nimmt, daraus ein Bild schnitzt, das nicht wackelt, und das dann als Gott verehrt.

Solche Stauen wurden oft mit Gold oder Silber überzogen, oder auch geschmückt (so wie heute manche Heiligenstatuen, die ja auch so was wie Götterbilder sind, geschmückt werden).

Also bitte: verbreite bitte in Zukunft nicht ungeprüft Verleumdungen wie die, dass der Christbaum heidnischen Ursprungs wäre.

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Der Tannenbaum ist ein christlicher Brauch. Irgendwann so gegen 1860 stellte im Elsass (Frankreich) und in der Schweiz jemand einen Baum auf und behängte ihn mit Äpfeln, Nüssen und kleinem Backwerk. Die Kinder durften dann Silvester die Sachen essen. Es gab ja sonst nichts.  Irgendwann wurde die Tanne dann zur Geburt Christi (24.12.) zum Wahrzeichen - ein Zeichen der Nächstenliebe. Unter dem Tannenbaum wird die Krippe aufgestellt und die Kerzen leuchten dann, wenn Christus geboren wird. Was liegt da näher als der Tannenbaum, wenn man lieben Menschen ein Geschenk machen will, als diese Geschenke neben die Krippe unter den Weihnachtsbaum zu legen?

 

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Kommentar von helmutwk
05.12.2015, 20:32

Irgendwann so gegen 1860 stellte im Elsass (Frankreich) und in der Schweiz jemand einen Baum auf

Für Straßburg ist ein Weihnachtsbau für 1419 belegt, allerdings ist die Urkunde darüber verloren gegangen, sviw in 2.WK.

Das war ursprünglich kein Weihnachtsbaum, sondern geht auf den Paradiesbaum am 24.Dezember zurück. Denn bevor der 24.Dezember der "heilige Abend" vor Weihnachten wurde, war es der Gedenktag von Adam und Eva.

Das Naschwerk war ursprünglich Fastenspeise, da vor Weihnachten nix gegessen werden durfte. Am Paradiesbaum hingen aber natürlich nur Äpfel.

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Der "Weihnachtsbaum" ist ein Symbol für die "Wintersonnenwende", die bis zum Jahre 325 n.Chr. von der (heidnischen) Bevölkerung zu dieser Zeit gefeiert wurde (2.Kor.4,4).

Beim Konzil zu NIcea wurde beschlossen, dass dieses Fest (und Ostern- Fest der Fruchtbarkeitsgöttin Ostera) in Zukunft "christlich" sind (Offb.12,9).

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Kommentar von helmutwk
05.12.2015, 20:03

Der "Weihnachtsbaum" ist ein Symbol für die "Wintersonnenwende", die bis zum Jahre 325 n.Chr. von der (heidnischen) Bevölkerung zu dieser Zeit gefeiert wurde (2.Kor.4,4).

Also was steht in der angegebene Bibelstelle:

2.Kor 4.4 Der Satan, der Herrscher dieser Welt,2 hat sie mit Blindheit geschlagen, sodass sie der Guten Nachricht nicht glauben. Und so können sie auch deren hellen Glanz nicht sehen – den Glanz, in dem Christus aufleuchtet, der das Bild Gottes ist.

Also vom Weihnachtsbaum steht da schon mal nix. Den gab es damals auch noch nicht, er wurde erst im späten Mittelalter "erfunden".

Beim Konzil zu NIcea wurde beschlossen, dass dieses Fest (und Ostern- Fest der Fruchtbarkeitsgöttin Ostera) in Zukunft "christlich" sind (Offb.12,9).

Das wurde so _n_i_c_h_t_ in Nicäa beschlossen. Vielmehr gab es schon ca. 150 vor Nicäa einen Streit um das Ostfest, aber da ging es um den Termin, der christliche Charakter von Ostern war da unbestritten.

  • Ostern ist das christliche gedeutete jüdische Pasahfest
  • In Nicäa wurde beschlossen, wie die Christen unabhängig von den Juden (und sogar gegen die Juden) den Termin für Ostern berechnen sollen (de Details wurden dann später ausgearbeitet).
  • Die Göttin Ostara ist eine Erfindung aus dem 19. Jh., von deutschtümelnden Germanistikprofessoren. Ostara ist von Ostern abgeleitet, nicht umgekehrt.
  • Die von dir angegebene Bibelstelle sagt nichts über Ostern oder Weihnachten, sondern sagt, dass Satan, der Verkläger der Brüder (Hiob 1,1ff) und nicht mehr verklagen kann (Rö 8,33-34). Und anders als du nenne ich Stellen, wie was zu dem bringen, was ich sage.
  • Über das Weihnachtsfest gab es in Nicäa keine Diskussion und keinen Beschluss. Der älteste Beleg für den 25. Dezember als Tag der Geburt Jesu ist 100 Jahre älter, allerdings gab es zur Zeit von Nicäa auch noch andere Termine (der 6. Januar hat bis heute überlebt). Dass sich der 25. Dezember schließlich durchsetze, hat mit Nicäa nichts zu tun.

Keine einzige Aussage in deiner Antwort stimmt mit den bekannten Fakten überein. Und der Fehler "Nicea" statt "Nicäa" ist vermutlich ein Hinweis, aus welcher englischsprachigen Quelle das kommt. Wenn die Vermutung stimmt, ist das eine Quelle, die viele Lügen unter die Wahrheit mischt.

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Jeder kann doch, wenn er Ideen hat, seine Weihnachten selbst entscheiden wie , mit wem und wo er sie  gestalten will...kannst auch Osterhasen, Nashörner oder Elefanten aufstellen...!!!

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Kommentar von yagmur11
04.12.2015, 19:55

Hahaha ok das war zwar nicht ganz meine Frage aber trotzdem Dankeschön für deine Antwort :D

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Kommentar von helmutwk
05.12.2015, 20:42

Beim ersten Link müsste eigentlich nur der erste Absatz gestrichen werden, der eigentlich nichts über den Ursprung des Weihnachtsbaums aussagt.

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Die Christen feiern die Geburt des Gottessohnes Jesus in der "geweihten" Nacht. Der Tag wurde im Laufe der Jahrtausende der Christenheit auf den 25. Dezember gelegt.

Der Brauch an Weihnachten, eine immergrüne Tanne aufzustellen kam im 17. Jahrhundert in Deutschland auf (kannst du googeln!). Die Familie versammelte sich im größten Zimmer des Hauses um den Tannenbaum und legte ein Jesuskind in eine Krippe (zum Gedenken, dass Jesus in einem Stall in einer Krippe geboren worden ist) unter den Baum mit gegenseitigen Geschenken der Familienmitglieder. Der Baum mit dem Jesuskind ist Mittelpunkt, deshalb die Geschenke unterm Baum, muß aber nicht sein. Manche legen die Geschenke auch auf einen Gabentisch neben dem Baum.

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Kommentar von helmutwk
05.12.2015, 20:36

Der Tag wurde im Laufe der Jahrtausende der Christenheit auf den 25. Dezember gelegt.

Jahrhunderte, nicht Jahtausende.

Der Brauch an Weihnachten, eine immergrüne Tanne aufzustellen kam im 17. Jahrhundert in Deutschland auf (kannst du googeln!).

Allerdings gabs den in Elsass und Lothringen schon vorher.

Google erzählt oft Mist. Der wirklicheUrsprung des festes ist nicht so populär wie die Fantasievollen Geschichten über heidnische Ursprünge.

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Servus,

Das liegt daran, dass die Christen sich heidnische Bräuche geschnappt und sie umgedeutet haben :)

Weihnachten liegt ja mit voller Absicht auf dem gleichen Datum wie das germanische Wintersonnwendfest - denn dort wurde beispielsweise mit bestimmten Bräuchen versucht, die "Fruchtbarkeit" fürs nächste Jahr zu  erbitten :3

Darunter zählt bspw. auch der Tannenbaum als Phallus- und Fruchtbarkeitssymbol, der deswegen auch geschmückt wird - die Tanne ist ja ein immergrüner Baum und daher ein uraltes Symbol für Fruchtbarkeit :)

Lg

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Kommentar von helmutwk
05.12.2015, 20:22

Weihnachten liegt ja mit voller Absicht auf dem gleichen Datum wie das germanische Wintersonnwendfest

Es ist noch nicht mal sicher, ob es dieses Fest gab - und du kennst den Termin so genau, dass du von nicht zufälliger Übereinstimmung im (nicht genau bekannten!) Termin sprichst?

ich bezweifle sehr, dass Irenäus von Lyon, der schon um 200 den 255. 3. als Tag der Empfängnis Jesu nannte (und somit indirekt den 25. Dezember als Geburtstag) etwas von germanischen Sonnenwendfeiern wusste.

Darunter zählt bspw. auch der Tannenbaum als Phallus- und Fruchtbarkeitssymbol

Hast du das erfunden, oder jemand anders?

Der Tannenbaum geht auf 1.Ms 3 zurück - mit einigen Umwegen, Details siehe meine Antwort.

die Tanne ist ja ein immergrüner Baum

Na, wenigstens eine richtige Angabe in deiner Antwort. Wer im Winter schmücken wollte, hatte nur immergrüne Gewächse zur Auswahl - Tanne, Mistel, Wacholder. Und siehe da: genau diese Pflanzen werden auch als Weihnachtsschmuck verwendet (je nach Land dies oder das).

Das liegt daran, dass die Christen sich heidnische Bräuche geschnappt und sie umgedeutet haben :)

Wird zwar oft behauptet, aber Belege dafür gibt es nicht. Immerhin war den Nazis diese Aussage so sympathisch, dass sie das massiv unters Volk gebracht haben - und das spukt eben bis heute in den Köpfen rum.

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