Ich bin zwar getauft, aber vor mehreren Jahren aus der "Institution" Kirche ausgetreten. Gläubig bin ich weiter. Ich verstehe jedoch nicht, da es sich beim Weihnachtsfest um einen religiösen Brauch handelt, warum auch nicht christliche bzw. Heiden dieses Fest begehen. Sind die meisten "Trittbrettfahrer"?
Weihnachten für alle?
Antworten (10)
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BaianaBaiana
Das christliche Weihnachtsfest wurde auf das Datum eines heidnischen Festes gelegt. Die Römer feierten das Fest des sol invictus, der Auferstehung des Gottes Sol, welcher die Sonne verkörperte.
Das jüdische Chanukka-Fest liegt ebenfalls um diesen Termin herum. In diesem Jahr beginnt es am 22. Dezember: http://de.wikipedia.org/wiki/Chanukka
Davon abgesehen ist es schlicht Tradition, sowie auch Nichtgläubige in Bayern mit "Grüß Gott" grüßen. :-)
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RolfHoegemannRolfHoegemann Einen DH und ein Hallo...
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moon73moon73
Das Zelebrieren von Weihnachten ist eine Mischung aus vieler heidnischer Bräuche, es geht dabei nicht ausschließlich um die Geburt Christi, das Lichtfest Heidnische Bräuche im Kirchenchristentum (1)
Weihnachten - ein heidnisches Fest?
Was hat das alles mit Jesus zu tun?
Wenn man sich einmal die Frage nach der Herkunft so genannter christlicher Bräuche stellt, findet man ihren Ursprung oftmals in heidnischen Mysterienreligionen.
Zum Beispiel Weihnachten: Die ersten Christen kannten eine solches Fest nicht. Jesus aus Nazareth - das war für sie der mächtige Prophet, der zu ihnen gesprochen und sie zur Umkehr aufgerufen hatte; der auferstanden war. Das Kind in der Krippe (das noch nicht reden kann) stand nicht im Mittelpunkt ihrer Erinnerung an Ihn. Erst zu Beginn des 3. Jahrhunderts begann man in Ägypten damit, der geistigen Geburt des Mannes aus Nazareth zu gedenken - nämlich seiner Taufe im Jordan. Interessanterweise beginnt das älteste der Evangelien, das Markus-Evangelium, nicht mit der Geburt Jesu in Bethlehem, sondern mit seiner Taufe im Jordan.
Josef und Maria an der Krippe Ein Weihnachten kannten die ersten Christen nicht. Jesus von Nazareth war für sie der mächtige Prophet, der zu ihnen gesprochen und sie zur Umkehr gerufen hatte. Das kleine Kind in der Krippe stand nicht im Mittelpunkt ihrer Erinnerung an Ihn.
In diesem Ereignis sah man das erste öffentliche Auftreten Jesu, sein erstes "Erscheinen" also (griech. "epiphanias"). Das Gedenken daran feiert man am 6. Januar, wahrscheinlich in Anlehnung an ein altes ägyptisches Fest des Gottes Horus. Erst viel später, im angehenden Mittelalter, traten die "Heiligen Drei Könige" (über die in der Bibel so gut wie nichts ausgesagt ist) in den Vordergrund dieses Festes.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits des 24. Dezember als "Geburtsfest" Jesu etabliert. Zum ersten Mal war es 217 n. Chr. in Rom als solches begangen worden. Im 4. Jahrhundert hatte es sich allgemein durchgesetzt - als aus dem Urchristentum durch Konstantin bereits eine etablierte Staatsreligion geworden war. An diesem Termin wurden bisher zahlreiche heidnische Feste gefeiert: im Mithraskult, bei den Griechen und Ägyptern. Die Germanen, denen das Weihnachtsfest bis zum 8. Jahrhundert unbekannt war, feierten um diese Zeit die "Wintersonnwende".
Und die Krippe, der Tannenbaum, die Geschenke? Dies alles sind Errungenschaften der letzten 400 Jahre. Der erste "Weihnachtsbaum" taucht im 16. Jahrhundert auf. Auch er hatte Vorläufer - aber keine christlichen. Die Germanen schmückten ihre Häuser im Winter mit Zweigen. Auch Kanaaniter verwendeten im Baalskult lange vor Christus abgeschnittene Bäume. Die "Weihnachtsbäume" gelangten allerdings erst im 19. Jahrhundert bis in die bürgerlichen Wohnungen. Der Adventskranz ist eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts.
Weihnachten als ein mit Erwartungen und Klischees überladenes Familienfest, gibt es seit höchsten 150 Jahren. In der Zeit davor (seit der Reformationszeit) wurden nur die Kinder beschenkt. Für die Kinder kam lange Zeit noch die Nikolaus statt des "Christkindes", das im übrigen eine Erfindung Martin Luthers ist.
Auch die Krippe finden wir erst im 16. Jahrhundert, zuerst in den Kirchen; ins Haus kam sie frühestens ab dem 17. Jahrhundert.
Und die anderen Weihnachts-Bräuche? Weihnachtsstollen und Plätzchen sind wahrscheinlich Erinnerungen an alte germanische Bräuche, in denen man mit Opferbroten Unheil abwenden wollte. Das "Sternsingen" mit dem Anschreiben eines frommen Spruches an die Türen geht germanische Zauberrituale zurück, mit denen man ebenfalls Unheil zu bannen suchte.
http://www.das-weisse-pferd.com/Kirchliches_Heidentum/weihnachten.html
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RomjiaRomjia Geh mal nich ganz so weit zurück und schau mal woher unser heutiger Weihnachtsmann kommt. Coke lässt grüßen. Auch nicht grad christlich :D
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firstguardianfirstguardian
Das ist so ähnlich wie mit dem Tag der deutschen Einheit! Ist einfach schön mal frei zu haben. Da freuen sich auch die Muselmanen.
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flamingstarflamingstar
Quatsch. Man muss keiner Kirche angehören und darf trotzdem glauben. Das hat mit der "Institution Kirche" gar nichts zu tun. Übrigens gehörte auch Jesus keiner Kirche an.
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RomjiaRomjia
Muss man christlich sein um sich einen Tag im Jahr zu suchen an dem man sich beschenken kann und mit der ganzen Familie zusammen sein kann?
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peter1010 nein, aber dazu kann man ja auch die restlichen Tage im Jahr nehmen.
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RomjiaRomjia Warum sollte man? Es ist ein Tag der gesetzlich frei ist und an dem auch die meisten anderen der Familie frei haben. Es ist ein Tag den man den Kinder zu liebe sowieso feiert, wieso sollt ich das also an einem anderen Tag machen?
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peter1010 das meinte ich ja: welches Argument spricht dafür, dass nicht gläubige Weihnachten feiern, nur weil alle es so machen, oder kann man sich nicht auch im Mai oder Oktober beschenken?
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RomjiaRomjia Hast du nicht begriffen was ich geschrieben habe? Es sind gesetzliche Feiertage an denen der größte Teil der Familie frei haben sollte. Wenn sich der Tag also anbietet wieso sollte ich da einen anderen nehmen? Mal ganz davon ab, das Familien mit Kindern den Tag für die Kinder sowieso feiern. Aber wenn es dich beruhigt meine Eltern bekommen dieses Jahr ihre Geschenke schon 10 Tage vorher weil ich Weihnachten nicht da bin. Mir persönlich ist das Datum ziemlich egal, wie den meisten nichtchristen wohl auch. Es bieten sich nur eben an.
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mexximamexxima Ich denke, es ist eine gewisse "Faszination", die von diesem Tag ausgeht. Nicht unbedingt im religiösen Sinn. Aber sicherlich im Sinn von Brauchtum und Traditionalität. Allein schon, dass "Familie angesagt" (eine schreckliche Formulierung, aber treffend) ist. Man versammelt all seine Lieben um sich, beschenkt einander, der Christbaum leuchtet, dazu (früher) noch der Schnee. Diese Stimmung stellt sich nur zu Weihnachten ein. Die Geburt Christi ist dabei sicherlich nicht der vorherrrschende Gedanke. Bei den meisten Familien dürfte es über ein Weihnachtslied, selbst gesungen, nicht hinausgehen.
Wie sehr dieses Fest die Emotionen anspricht, manifestiert sich auch in den negativen Geschehnissen: Konflikte brechen hervor und eskalieren, einsame Menschen werden sich an keinem anderen Tag dieses ihres Zustandes so sehr bewusst wie an einem Heiligen Abend. Und das hat ganz gewiss nicht mit der Geburt Jesu zu tun.
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EppendorfEppendorf
Bin Atheist aber benutze Begriffe wie "Oh mein Gott" und "heilige Maria"...
...dann darf ich ja auch Weihnachten feiern.
;-)
Oh mein Gott, Maria!
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akademikusakademikus
weihnachten ist in den meisten fällen doch ein riesen komerz, wo nebenbei familien zusammenkommen oder auch auseinander gebracht werden. wenn man das rein unter christlichen gesichtspunkten sieht. dann gibt es auch keine geschenke... ich sehe das so: den kindern macht es spas, mit oder ohne kirchlichen einfluss und darauf kommt es an.. oder?
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curafecurafe
im islam gibt es keine weihnachten, die orthodoxen feiern weihnachten später
Ganz genau! Grüß Gott Baiana.
Ave, flamingstar! ;-)