Frage von Ookaminokodomo, 230

Weibliche Genitalverstümmelung,wie läuft das ab?

Wie das abläuft weiß ich zum größten Teil, aber wenn sie zugenäht wurde und es dann eine große zugewachsene ist und nur noch ein kleines Loch übrig bleibt, muss der Mann vor dem Geschlechtsverkehr immer wieder komplett aufschneiden um sie dann wieder zuzunähen? Und 2 Wochen später wieder aufschneiden? Und bei der Geburt müsste das dann ja auch wieder aufgeschnitten werden, aber was ist wenn dies nicht passiert?

Ohne irgendwelche Kulturen zu beleidigen, aber ich finde diese Tradition grausam und unmenschlich, aber vielleicht kann mir jemand ja meine Fragen beantworten.

Antwort
von Aleqasina, 122

Es ist tatsächlich so, dass der Mann bei bestimmten Verfahren der weiblichen Genitalverstümmelung beim ersten Mal zum Messer greifen oder sonstwie sehr viel Gewalt anwenden muss. Eine grausame Sache, die Schmerzen, Infektionen und traumatische Erfahrungen bei den Frauen verursacht.

Von wieder Zunähen nach dem GV habe ich noch nichts gehört.


Antwort
von Steffile, 86

Du hast Recht, das ist eine grausame Tradition und ich hoffe dass die Aktivisten, die sich wieder und wieder dagegen aussprechen, Erfolg haben werden.

Wovon du redest ist Infibulation, die extremste Form von FGM, und sie wird in Teilen der Welt praktiziert, in der die Maedchen sehr jung heiraten. Wenn das Maedchen die Infubalution ueberlebt hat, und verheiratet wird, wird sie in der Hochzeitsnacht vom Braeutigam mit einem scharfen Instrument aufgeschnitten, oder vor der Hochzeit im Krankenhaus. 

Die Defubulation ist auch sehr schmerzhaft, und der Frau bleibt ihr ganzes leben Schmerzen bei der Periode, oft beim wasserlassen, Komplikationen bei der Geburt, und nicht zu vergessen der seelische Schaden.


Antwort
von exxonvaldez, 86

Die Frauen werden sowohl nach dem GV als auch nach der Geburt wieder zugenäht.

http://www.target-human-rights.de/HP-01_genitaleVerstuemmelung/u1-1_dasVerbreche...

Nach vier Wochen sind die Wundränder zusammengewachsen. Was Fatima bleibt, ist eine Öffnung, klein wie ein Reiskorn. Ab jetzt dauert das Urinieren eine halbe Stunde. Die Regelblutung zwei Wochen. Wenn sie Kinder haben will, wird sie aufgeschnitten. Bei der Geburt noch einmal das Messer. Dann die erneute Verschließung.

Kommentar von Treueste ,
Antwort
von Brynhildr, 104

Die Verstümmelung bleibt. Soweit ich weiß, reden Opfer ungern/gar nicht darüber, ob und wie der Geschlechtsverkehr dann verläuft... Wir sollten das respektieren und diese Frauen so etwas nicht fragen.

Es gibt aber Ärzte die versuchen, den Opfern ein normales Sexleben zu ermöglichen. Plastische Chirurgien z.B. Meistens ist leider alles zerstört, was der Frau noch einen Lustgewinn bringen könnte, aber wenigstens kann durch so eine Operation die Vaginalöffnung erweitert werden.

Ich weiß, dass es während der Periode schmerzhaft und gesundheitsgefährdend ist, da die abgestoßene Schleimhaut nur "tröpfchenweise" abfließen kann.

Ich gebe dir recht, diese Verstümmelung ist menschenverachtend.

Kommentar von Treueste ,

Allerdings sind die Fragen nach dem ständigen auf-und zuschneiden mehr als eigentümlich....

Kommentar von Brynhildr ,

Ja, das sind sie tatsächlich.

Kommentar von exxonvaldez ,

Finde ich nicht.

Kommentar von Treueste ,

Ich habe mich bei Ookaminokodomo schon entschuldigt und bin zutiefst geknickt :-(

Antwort
von Tomatensaft129, 124

Werden diese nicht verstümmelt damit sie kein Sex haben?!

Kommentar von Brynhildr ,

Nein, es wird gemacht, damit sie möglichst wenig Sex haben und auch keinen "Spaß" daran haben werden. GV wird trotzdem manchmal vollzogen, schließlich müssen ja Kinder gezeugt werden.

Kommentar von Ookaminokodomo ,

Damit sie nicht fremdgehen und keine Lust verspüren, doch mit dem Ehemann 'müssen' sie schlafen

Kommentar von Tomatensaft129 ,

Ahh Ok, kenn mich da nicht aus :)

Kommentar von Ookaminokodomo ,

Ist ja auch nicht schlimm, deswegen hast du ja sozusagen gefragt :)

Kommentar von Tomatensaft129 ,

ja haha

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community