Frage von 2016Michael, 533

Wegfall Familienversicherung Krankenversicherung Nachzahlung Kinder?

Hallo und erst einmal Danke für eure Hilfe im Voraus.

Meine Familie besteht aus Ehefrau - Ehemann - 2 Kindern. Meine Frau ist selbständig und freiwillig gesetzlich versichert und unsere Kinder warenhier mitversichert. Ich selbst habe eine private KV seit 15 Jahren (Arbeitgeber bedingt).

Wir haben in der Vergangenheit regelmäßig (1-3 mal jährlich) unsere Einkünfte gegenüber der BKK meiner Frau offengelegt und die Familienversicherung prüfen lassen. Zuletzt Mitte 2015. Mit heute (rd. 8 Monate später!) hat meine Frau die Auskunft der BKK erhalten, dass unsere Kinder für 2015 nicht mehr unter die Familienversicherung fallen.

Das heißt wir müssen vom 01.01.2015 bis 29.02.2016 insgesamt Beiträge in Höhe von rund 5.000,- € nachzahlen. Da wir regelmäßig unsere Einkommen gegenüber der BKK offengelegt haben überrascht und schockiert uns die Situation selbstredend und sehen uns aufgrund unserer eingehaltenen Informationspflicht gegenüber der BKK als gelinde ausgedrückt "über den Tisch" gezogen.

  1. Nun besteht die Frage, ob wir rechtlich gesehen die Krankenkosten unserer Kinder der letzten 14 Monate als Selbstzahler übernehmen könnten?
  2. Haben die GKV's hier Handlungsspielräume?
  3. Besteht hier die Möglichkeit, dass die BKK unseren Vertrauen auf die rechtmäßige und zeitnahe Prüfung der Familienversicherung verletzt hat?

Wir hoffen auf eine vernünftige Lösung.

Für Ihre Mühen bedanke ich mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen Michael

Antwort
von brennspiritus, 414

Da es eine Versicherungspflicht gibt, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Kasse darauf einlässt, dass ihr die Krankenkosten der Kinder selbst tragt und damit die Geschichte vom Tisch ist.

Ich frag mal ganz blöd, habt ihr keinen Steuerberater? Dem muss doch auffallen, dass dein Gehalt offensichtlich zu hoch war/ist. Und das ist auch der Punkt zum Nachrechnen. Die Kinder fallen raus, wenn das Nichtmitglied regelmäßig einen bestimmten Betrag über dem familienversichten Mitglied liegt (hoffentlich ist das verständlich). Das Einkommen kann aber gedrückt werden. Vielleicht liegt ihr dann noch unter der Einkommensgrenze.

Also unbedingt jemanden beauftragen, der sich damit auskennt und vorsichtshalber widersprechen - das kann man im Zweifel auch wieder zurücknehmen, wenn aber Fristen verstrichen sind, dann geht nix mehr.

Antwort
von eulig, 348

wusste denn die Krankenkasse immer, dass du privat versichert bist? denn nur, wenn ein Elternteil privat versichert ist, muss geschaut werden, wo das meiste verdient wird und damit eine Familienversicherung in der GKV möglich ist oder nicht.

grundsätzlich kann man sich gegen die Beitragseinstufung nicht wehren. Beiträge sind 4 Jahre rückwirkend einforderbar. vielleicht könnt ihr eine Ratenzahlung ohne Verzugszinsen verhandeln, wenn der Krankenkasse nachweislich alle Daten bereits früher vorlagen.

eine Beitragsermäßigung oder gar ein Verzicht könnt ihr nicht geltend machen.

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