Frage von KeX03, 141

„Wegfall der Arbeitgeberbeiträge im Rentenalter“?

Liebe gutefrage Community.

Ich muss ein kleines Referat für die Schule über die AfD halten und habe eine Frage bezüglich dieses Satzes:

Außerdem fordert sie den „Wegfall der Arbeitgeberbeiträge im Rentenalter“, damit ältere Menschen nicht durch jüngere Arbeitnehmer ersetzt werden müssen.

was genau soll das heißen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von andie61, 78

Damit ist gemeint das bei noch arbeitenden Menschen die das Rentenalter erreicht haben für diese der Arbeitgeber nicht mehr seinen Teil der Beiträge der Sozialbeiträge wie die für Krankenkasse,Rentenkasse,Arbeitlosenkasse zahlen soll.Die Forderung ist absolut unsinnig,da liegt das Problem ganz woanders.Wenn dann sollte dafür gesorgt werden das keiner der das Rentenalter erreicht hat mehr voll arbeiten muss.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente & Versicherung, 47

Die Arbeitgeber müssen, wenn sie Rentner beschäftigen, trotzdem den Arbeitgeberbeitrag entrichten.

Das hat durchaus einen Sinn. Es soll ja nicht dazu kommen, dass in Zukunft nur noch Rentner beschäftigt werden, weil die "billiger" sind.

Kommentar von wickedsick05 ,

man kann den beitrag auch dem Rentner geben so sind die ausgaben für Arbeitgeber gleich... damit hat der Arbeitgeber nur den Wissensvorteil kein finanziellen anreiz. Dem Renter der nach 50 Jahren immernoch Arbeitet (muss) kähme man dann zum lebensabend entgegen ... kaum einer will noch mit 100% arbeiten zudem in Körperlich HARTEN Jobs will man das noch seltener. je früher desto besser:

http://www.n-tv.de/politik/Vor-allem-Maurer-nutzen-Rente-ab-63-article15661736.h...

zudem der schwindel mit der Rente:

http://www.n-tv.de/politik/Rentenerhoehung-erfreut-Fiskus-article16409711.html

also wird durch das weiterleiten des Arbeitgeberbeitrags an den Renter wieder ein größerer Teil Steuerpflichtig und schon nimmt man wieder mehr ein... also das Geld wird nur hin und her geschoben.

Seit 1. Januar 2005 ist das Alterseinkünftegesetz in Kraft. Demnach gilt bei Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung die nachgelagerte Besteuerung, auch Rentensteuer genannt.

ab 2040 wird jeder Rentner seine Rente zu 100 Prozent versteuern müssen.

https://www.vlh.de/krankheit-vorsorge/altersbezuege/wann-muss-ich-als-rentner-st...

Getrieben in die Alterarmut...

Antwort
von wfwbinder, 26

Ganz einfach, bisher ist es so, dass Arbeitgeber weiterhin die Arbeitgeberbeiträge zahlen müssen, damit die Anstellung von Rentnern, die ja sowieso eine Einkommen haben, nicht für den Arbeitgeber billiger werden, als jüngere Arbeitskräfte.

Solange es Arbeitslose gibt ist diese Regelung auch ganz sinnvoll.

Sollte der Fachkräftmangel in einiger Zeit signifikant werden, könnte es schon eine Alternative sein, dann auf die Arbeitgeberbeiträge zu verzichten, um zu erreichen, dass ältere Arbeitnehmer mehr beschäftigt werden.

Antwort
von MAB82, 85

Wenn ein Rentner arbeitet muss sein Arbeitgeber alle Sozialversicherungsbeiträge (renten-,pflege- und krankenversicherung) zahlen, wie bei jedem anderen regulären Arbeitnehmer auch.

Die AFD will diese Kosten erlassen um Rentner zu günstigen Arbeitskräften zu machen.

Demnach scheint die AFD davon auszugehen das es in Zukunft häufig nötig bzw. gewollt sein wird, nach der während Rente noch zu arbeiten.

Kommentar von KeX03 ,

Aber würde das nicht heißen, dass diese Menschen dann nur versichert sind, wenn sie sich privat versichern?

Kommentar von MAB82 ,

Auch Rentner sind zB. pflichtmäßig Kranken- und Pflegeversichert, wenn sie gesetzl. rente beziehen. Die Rentenversicherung fällt logischer weise weg, weil man sie ja erreicht hat.

Kommentar von DerHans ,

Die Rentner sind ja bereits krankenversichert. Und weitere Rentenbeiträge wären ja unsinnig, da sie ja bereits rente beziehen. Und Arbeitslos werden können sie auch nicht mehr.

Kommentar von Nightstick ,

Das ist m.E. nicht ganz richtig dargestellt.

1. Zur Verdeutlichung bei den SV-Beiträgen: Hier handelt es sich um den Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung  den man in der Vergangenheit deshalb aufrechterhalten hatte, damit die Arbeitgeber bei der Einstellung von Altersrentnern (die ja kurioser Weise unbegrenzt hinzuverdienen können) keine Vorteile gegenüber der Einstellung eines "normalen" Arbeitnehmers hatten.

2. Die AfD sieht (richtiger Weise) Handlungsbedarf bei dem Problem der steigenden Altersarmut.

Ich persönlich halte die Forderung nach Wegfall der Arbeitgeberbeiträge für nicht weit genug gedacht. Man müsste vielmehr eine Sozialklausel einführen, die besagt, dass nur diejenigen Rentner hinzuverdienen dürfen, die es auch nötig haben. Es gibt nämlich auch viele Rentner, die genug haben, und trotzdem jungen Leuten den Arbeitsplatz wegnehmen.

Andererseits gibt es (leider vermehrt) auch Rentner, die aufgrund der herrschenden Verhältnisse (Euro, Rentenkürzungen, Besteuerung der Renten etc.) zuwenig haben, und tagsüber die Mülleimer nach Pfandflaschen durchsuchen.

Die AfD geht (im Gegensatz zu den herrschenden Parteien) das Problem an, nur muss man hier wegen der Komplexität des Problems eine tiefergreifende Lösung finden.  


Kommentar von MAB82 ,

Dieser Antwort entspricht meiner ja auch, nur habe ich keine politische Bewertung hinzugefügt.

Kommentar von Nightstick ,

Keine Wertung - das sind Tatsachen...!

Kommentar von Dickie59 ,

ist eine politische Bewertung, da ausdrücklich genannt. Das Übel wird von der Partei nur im Bruchstück angegangen und wird somit weiteres Stückwerk in der Problematik

Kommentar von DerHans ,

Und wieso sollen die Arbeitgeberbeiträge dafür wegfallen? Dann werden in Zukunft NUR NOCH Rentner als billige Arbeitskräfte eingestellt.

Kommentar von Nightstick ,

Alles schon in meinem obigem Kommentar gesagt!

Im Übrigen halte ich Deinen zweiten Satz für Polemik und daher für wenig sachdienlich.

Kommentar von Niklaus ,

Es geht nur um die Beiträge für Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Dies müssen AG auch für Rentner zu 100 % zahlen, obwohl diese nicht mehr dafür Versicherungspflichtig sind. Das wird vom Gesetzgeber deshalb so gemacht, damit nicht Rentner anderen Arbeitssuchenden gegenüber bevorzugt eingestellt werden. Die Beiträge für die Berufsgenossenschaft zahlt der AG auch immer zu 100 % egal ob Rentner oder Normalarbeitnehmer.  

Kranken- und Pflegeversicherung werden von AG und AN bezahlt.

Das ist der Sachverhalt mehr nicht.

Kommentar von Nightstick ,

Das ist leider falsch!

Wir ein Altersrentner beschäftigt, so ist die Beitragslastverteilung wie folgt:

KV = 1/2 AN / 1/2 AG

RV = 1/2 AG (Rentner = 0, weil er schon Rente bezieht)

AV = 1/2 AN / 1/2 AG

PV = 1/2 AN / 1/2 AG.


Ergo: Der Arbeitgeber zahlt überhaupt nichts zu 100 Prozent, sondern nur seinen jeweiligen Arbeitgeberanteil !!

Kommentar von Niklaus ,

Auch nicht ganz korrekt. Hier jetzt die richtige Antwort

KV=7,6 % trägt dabei der AN und 6,7 % der AG.

PV= 1/2 AG und 1/2 AN

AV = 1/2 AG und AN = 0

RV= 1/2 AG und AN = 0

Berufsgenossenschaft zahlt AG zu 100 % und zwar schon immer egal ob der AN in Rente oder nicht ist..

Antwort
von voayager, 42

Zweierlei: 1. isses schlimm genug, dass etliche Rentner auch noch im Rentenaltwer arbeiten müssen, weil sie mit der erbärmlichen Rente nicht existieren können, und 2. wird bei mWegfall der Arbeitgeberbeiträge der Rentner die volle Last der Beiträge selbst entrichten müssen.

Wie man siehtr, ist die AfD der Inbegriff der Erbärmlichkeit.

Kommentar von Nightstick ,

Dein Beitrag zu 2.) ist leider falsch, da auch bei einem evtl. Wegfall der Beitragspflicht zur Rentenversicherung des Arbeitgebers der Rentner keine Beitragspflicht zur RV haben werden kann, da er schon Rente bezieht!

Die heutige Beitragslastverteilung (==> siehe hierzu meinen Kommentar zur Antwort von @MAB82) wird sich nicht ändern.

Im Übrigen ist m.E. nicht die AfD (die ja etwas ändern will), sondern es sind die jetzigen Regierungsparteien, die die Rentner immer weiter in die Armut treiben, und daher den Titel "Inbegriff der Erbärmlichkeit" verdienen.

Kommentar von voayager ,

Nun, der KV-Beitrag wird so aber anfallen. Ich wüßte nicht, was da die AfD verbessern würde.

Kommentar von Nightstick ,

1. Wir sprechen vom Rentenversicherungsbeitrag (RV), und nicht vom Krankenversicherungsbeitrag (KV) !!

2. Ich habe meine Meinung dazu bereits in meinem Komentar zur Antwort von @MAB82 geschrieben (==> siehe dort), und ich sage noch einmal:

Es sind die jetzt an der Regierung befindlichen Parteien, die die Rentner in die Armut treiben.

Es ist an der Zeit, dass dies endlich einmal in die Köpfe der Wähler hineingeht!

Kommentar von voayager ,

sicher sind es die an der Rwegierung befindlichen Parteien, die eine Rwentnerarmut erzeugen, nur ist daraus nicht abzuleiten, dass ausgerechnet die AfD das Ruder rumreißen würde.

Kommentar von Nightstick ,

WER SONST ?????

Kommentar von voayager ,

Es ist Aufgabe der Linken, als Anwalt für alle Gedeckelten aufzutreten, das ist deren historische Mission, doch nicht etwa der "Ruf von Rechts".

Kommentar von Nightstick ,

Die "Rechten" sind die Leute der NPD, von der sich die AfD bereits durch Ihre Parteisatzung distanziert.

Für mich sind die Linken genau so schlecht wie die Rechten!

Die AfD wird eines Tages die Volkspartei - sie macht noch Fehler, weil sie unerfahren ist, aber keine andere Partei hat bisher drei Jahre nach Gründung solche Erfolge erzielt.

Ich prognostiziere: In spätestens fünf bis acht Jahren sieht die deutsche Parteienlandschaft vollkommen anders aus als jetzt.

Und: Mache Dir einmal die Mühe und lies das AfD-Programm - und dann sage mir, was daran wirklich auszusetzen ist!

Gruß @Nightstick

Kommentar von voayager ,

Ich mach dir mal einen Vorschlag, präsentiere mir mal das Programm der AfD und ich versichere dir, dass ich mich damit angemessen aueinandersetze. Ich bin nicht Derjenige, der nur rumrotzt oder moralisiert, sondern einer, der dann argumentiert und zwar ganz konkret, also inhaltlich, ohne bla-bla.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community