Frage von Retrocar, 18

Wegen zu kleinem Ausgleichsgefäß kein druck in den 1stock,Gas Therme im Keller. Gas Abrechnung daher zu hoch?

Wir haben eine neue Gas Therme im Keller und ich musste ein paar Wochen lang fast täglich Wasser nachfüllen damit der Druck erhalten bleibt um im ersten Stock eine heitzleistung zu erreichen. Das Ausgleichsgefäß in der Therme ist gerade mal A4 groß und hat den druck in den ersten Stock für ca 140 m2 nicht gehalten. Nach öfteren fragen beim Installateur/Monteur wurde mir gesagt ich bediene alles falsch!! Nach weiteren Fragen bei der selben Firma die die Therme montiert hat wurde mir ein 5mal so großes Ausgleichsgefäß neben der Therme montiert und seither hält der Druck. Ist es möglich das durch dieses absacken vom Druck die Therme das Gas verheizt ohne ein leistung nach oben zu bringen? Gas Abrechnung war zum davonlaufen 😡

Antwort
von Sigbertus, 11

Thermen sind sogenannte umlaufwasser heizgeräte und eigentlich für etagen-Wohnungen ausgelegt ----> das heisst sie Hängen auf gleicher Höhe mit 4-5 Heizkörpern (in einer Wohnung)

in diesem Fall reicht das eingebaute MAG (Ausdehnungsgefäs)

von der Gröse (Wasservorlage)

und dem Vordruck (Gasdruck hinter der Membrane)


Ändert sich jetzt  die Höhe d.h. das Gerät für´s 1.OG hängt im Keller steigt auch der benötigte Vordruck von ca 0.75 Bar auf ca 1,1-1,2 Bar  (nagel mich nicht fest muss für jede Anlage passend berechnet werden kommt aber meistens hin)

und bei ca 140 m/2 sind es sicher auch mehr und Grössere HK deshalb ändert sich auch die Grösse da mehr wasserinhalt in der Anlage (also dehnt sich auch mehr aus)

deshalb muss bei so einer Anwendung immer ein richtig berechnetes zusätzliches MAG angebracht werden dann funktioniert auch alles richtig

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was in deinem Fall warscheinlich passiert ist :

1. das eingebaute MAG ist hinüber , das Ausdehnungswasser kann nirgends mehr hin und verschwindet übers Sicherheitsventil in den Abfluss

2.da das Mag einfach zu klein ist geht bei jedem Aufheiz vorgang etwas Wasser über das Sicherheitsventil verloren so das die Anlage alle paar Tage zu geringen Druck hat (am warscheinlichsten im beschriebenen Fall)

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ob dieses einfluss auf  Gasverbrauch/die Abrechnung hat ist so aus der Ferne ohne Kenntniss der Anlage schwirig zu sagen

da die Therme "im eigenen Saft" läuft das heißt Therme schaltet ein erhitzt die Wassermenge die ihr noch zur Verfügung steht schaltet ab in die Heizkörper kommt aufgrund des fehlenden Wassers keine Wärme .  Therme startet erst wieder wenn sich auf die "einschalt Temperatur" abgekühlt ist  was einige Zeit dauert , dann läuft sie wieder 1-2 min, diesen vorgang nennt man "Takten"

normalerweise haben diese Geräte eine sog. Taktsperre was zu häufiges einschalten verhindern soll

wiegesagt ist aber so aus der Ferne schwer abzuschätzen deshalb möchte ich dazu auch keine Aussage treffen

Gasverbrauch ist aber dadurch warscheinlich eher nidriger

interessant wäre der Typ  und Hersteller der Therme 

der Gasverbrauch der Neuen Therme (wenn möglich nur der neuen Therme) 

und die Betriebsstunden (wie lange ist sie gelaufen bzw. hat sie gebrannt)

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Gasverbrauch /heizkosten  hängen nicht nur an der Wohnfläche sondern auch an der Bauart (altbau, neubau, Baujahr, Bauweise)

evtl isolierung , neue/alte Fenster etc 

und kann nicht 1 zu 1 auf eine andere Wohnung übertragen werden



Antwort
von PoisonArrow, 16

Aufgrund welcher Basis wird denn Deine Abrechnung erstellt?

Aus der Frage lese ich, dass es sich um mindestens 2 Wohneinheiten handelt.

Habt Ihr diese "Ablese-Röhrchen" an den Heizkörpern oder gibt es Wärmemengenzähler?

Grüße, ----->

Kommentar von Retrocar ,

Wir haben eine eigene Therme nur für die Wohnung im og. Vergleich vom alten Haus wo ich gewohnt habe zur jetzigen Wohnung sind 50m2 was die Wohnung größer ist aber Verbrauchswerte haben sich ca 90% verdoppelt !! Gas Anbieter ist gleich geblieben mit fix-satz für die nächsten 5 Jahre 

Kommentar von PoisonArrow ,

Das alte Gefäß war zu klein oder defekt, daher Druckschwankungen, bzw. -verlust.

Mal angenommen, Ihr habt so etwas wie eine Reglung für die Therme, und diese Reglung orientiert sich entweder an den Außentemperaturen (witterungsgeführt) oder ausschließlich an der Zimmertemp. (Raumregler), dann gibt diese Reglung ein Signal an die Therme: HEIZEN.

Die Therme heizt, die Pumpe läuft und die Heizkörper erwärmen sich.

Ist nun aber der Druck abgefallen, dann ist es wahrscheinlich, dass die Heizkörper im OG statt Wasser jede Menge Luft führen.

Frage: hast Du denn auch jedes Mal nach dem Auffüllen auch oben die Heizkörper entlüftet?

Falls nicht: Der Raumthermostat (falls vorhanden) meldet der Therme: es ist zu kalt, heizen!

Therme läuft, kann aber wegen der Luft in der Anlage Eure Heizköper nicht oder nur tw. erwärmen. Erkennt man daran, dass ein HK nicht GANZ warm wird, sondern nur unten oder einseitig.

Normalerweise wird ein HK warm, das Ventil wird über den Fühler geschlossen und der HK gibt die Wärme ab, auch noch etliche Zeit nachdem schon kein warmes Wasser mehr nachströmt.

Ist überwiegend Luft im HK, kühlt er schnell wieder ab und die Therme springt erneut an, denn es ist ja zu kalt im Wohnraum.

Die Therme greift im Wesentlichen auf die Informationen der Regelung zurück. Die Werte des Außenfühlers werden der Reglung zugespielt, ebenso (wenn Raumthermostat vorhanden) die Raumtemperatur. Gleichzeitig vergleicht die Therme Vorlauf- und Rücklauf-Temperatur.

Es gibt eigentlich kaum noch NEUE (wie Du schreibst) Thermen, welche nicht mindestens Raumtemp.- und sogar meistens Witterungsgeführt gesteuert werden.

Natürlich ist ein Sicherheitstemperaturbegrenzer verbaut, der die Anlage bei Überhitzung abschaltet, z.B. wenn die Pumpe ausfällt und der Kessel die Wärme nicht los wird.

Aber läuft die Pumpe, die Regelung sagt: es ist KALT, dann läuft die Therme erstmal. Sie schaltet dann ab, wenn die eingegebene Soll-Temperatur erreicht wurde (vom Wasser), bzw, wenn die Raumtemp. erreicht ist.

Die Therme hätte jetzt eigentlich Ruhe, doch entweder sagt die Raumreglung: weiterheizen, hier ist es noch kalt! oder die schnell abfallende Wassertemp. (ist ja nicht genug Wasser da!) signalisiert der Therme auf diese Weise Wärmebedarf.

Schnell ist das Wasser wieder erhiltzt, Gerät schaltet ab, dann wieder ein usw.

Dieses Takten verbraucht sehr viel Gas. Am sparsamsten läuft eine Therme im "Dauerlauf" auf kleinstmöglicher Leistung.

Deswegen: JA, zu wenig Wasser auf der Anlage - bzw. Luft in den HK - kann durchaus zu erhöhtem Gasverbrauch führen.

Ob darüber hinaus Eure Anlage auch wirklich optimal eingestellt, eingemessen und parametriert ist, kann ich aus der Ferne nicht sagen.

Wenn Ihr mit dem Installateur nicht so gut könnt, dann holt Euch doch mal von Freuden / Verwandten / Arbeitskollegen eine Empfehlung für einen anderen Betrieb und beauftragt diesen mit der Wartung + Optimierung der Anlage.

Grüße, ----->

Kommentar von Retrocar ,

Danke für die info :-) ich habe die schöne Arbeit immer selbst in die Hand genommen da der Installateur diese geleugnet hat. Ich brauchte eine Bestätigung für das was ich mir gedacht habe.danke

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