Heute Morgen fehlt unser Chef- er hatte gestern einen Hörsturz und kam in die Klinik. Wieso muss man da gleich stationär gehen?

Was ist ein Hörsturz? Hier Infos und eine Erklärung der Folgen: http://www.hoersturz.de/begriff.htm
Stationär oder ambulant ?
Es ist immer wieder die Frage, soll man einen Hörsturz stationär oder ambulant behandeln?
Dies ist in erster Linie nach der Leitlinie und der Sozialgesetzgebung eine Frage der Behandlungsart.
Wenn die Behandlung, die eingeschlagen wird, ambulant durchzuführen ist,dann kommt eine stationäre Aufnahme nicht in Frage. Es sei denn, dass stationär eine andere als ambulant durchführbare Behandlung durchgeführt werden kann oder gesundheitliche Risiken oder zusätzliche Störungen – quälendes Ohrgeräusch oderSchwindel - vorliegen. Dies ist im Einzelfall mit dem Arzt zu besprechen.
Nach den Leitlinien können kleinere und schwächere Hörstörungen auch zunächst ambulantund abwartend behandelt werden. Im Falle einer Verschlechterung oder einer nicht Besserung sollte die stationäre Behandlung in Erwägung gezogen werden.
Gründe für eine stationäre Behandlung können sein:
Der Hörverlust durch den Hörsturz ist so hoch, dass bei der Verständigung mitanderen Menschen eine Beeinträchtigung im täglichen Leben entsteht. Dies istnatürlich auch der Fall, wenn das nicht vom Hörsturz betroffene Ohr schon vorgeschädigt ist und eine Hörschwäche besitzt.
Auch wenn eine Gleichgewichtsstörung mit vorhanden ist, kann dies der Grund für eine stationäre Aufnahme sein.
Natürlich ist eine besondere Vorsicht angebracht bei Patienten, die bereits eine Herzkrankheit, eine Zuckerkrankheit oder andereKreislaufprobleme besitzen.
(http://www.tinnitus-liga.de/media/textarc/Hoersturzleit.pdf)

Ein Hörsturz ist ähnlich einem Herzinfarkt nur im Ohr. Also ein Durchblutungsstörung im Ohrbereich. Diese muss sofort mit einer Infusion behandelt werden. D.h. eine Blutverdünnung muss eingeleitet werden, um wieder eine Durchblutung zu erreichen. Sonst kann es sein, dass dein Chef auf dem Ohr nichts mehr hört. Schlimme Sache.
Ein Onkel von mir hatte letztes Jahr auch einen Hörsturz. In die Klinik kommt man dabei nur, wenn eine Infusionstherapie vorgenommen wird. Dabei werden Lokalanästhetika in hoher Dosis verabreicht, was zu massiven Nebenwirkungen führen kann. Und die müssen stationär überwacht werden.
Dazu muss ich sagen, dass mein Mann in den 80er Jahren einen Hörsturz hatte und nicht ins Krankenhaus ging. Allerdings musste er jeden Tag zum HNO-Arzt und sich dort einen Tropf legen lassen. Diese Prozedur dauerte ca. zwei Wochen. Aber er ist genesen! In diesem Fall auch ohne Krankenhaus.

zu dem bislang gesagten wird gerne stationär nach der Ursache gesucht bzw. versucht, alle anderen Eventualitäten auszuschließen.
...mal wieder super recherchiert!! DH