Frage von apt2nowhere, 23

WEG: Anbau im Gemeinschaftseigentum - muss bei Verkauf darauf hingewiesen werden?

Hallo - ich habe folgende Frage:

vor einigen Jahren baute ein Wohnungseigentümer auf seiner Sondernutzungsfläche an seine Wohnung einen weiteren Raum an. Der Wohnungseigentümer stellte allein den Bauantrag und bekam die Genehmigung - soweit alles klar. Es erfolgte aber kein Zuschlag zu seinem Sondereigentum, demzufolge auch kein entsprechender Eintrag im Grundbuch. Das bedeutet: der Aufteilungsplan im Grundbuch weist den angebauten Raum nicht aus.

Was muss der Eigentümer der Wohnung tun, wenn er nun verkaufen will? Muss er den Interessenten bzw. Käufer auf diesen Umstand hinweisen - was ist die Folge, wenn er es nicht tut und der Käufer den Umstand nach Einzug entdeckt?

Auf eure Antworten freue ich mich.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Mietrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von schelm1, 14

Da die Gemeinschaft im Zweifel den Rückbau der nicht allstimmig genehmigten Nutzungsänderung durch den jeweiligen Eigentümer verlangen könnte, sollte der Zustand vor einem Verkauf allstimmig geheilt werden.

Erfolgt eine solche Genehmigung nicht, wäre der Miteigentümer bereits auf Antrag eines einzelnen Miteigentümers zum Rückbau verpflichtet.

Die seinezeit erteilte behördliche Baugenehmigung erfogte, wie immer in solchen Fällen, unbeschadet der Eninspruchsrechte Dritter, in diesem Falle der WEG.

Unsicherheiten beim Verkauf wirken sich häufig negativ auf den Kaufpreis aus.

Antwort
von schleudermaxe, 10

.... zuerst wird nötig sein die Abgeschlossenheitserklärung zu ergänzen/ändern sowie Teilungserklärung zu ergänzen mit notarieller Zustimmung aller Eigentümer und Geldgeber, so meine Erlebnisse.

Ich gehe davon aus, daß dieser Raum als Wohnraum genutzt wird. Also wurde er an die Heizanlage der Gemeinschaft angeschlossen und alles wirklich ohne Zustimmung so einfach so?

Wer trägt die Kosten und Lasten? Was passiert mit dem gemeinschaftlichen Eigentüm (bisherigen Außenwände, Fenster) und das neue Dach?

Kommentar von apt2nowhere ,

danke für die schnelle Antwort - leider ist die Gemeinschaft total zerstritten - das gesamte Gebäude mit Grundstück war ehemals Eigentum der Großeltern, die Kinder (Erben) haben sich noch zusammengerauft aber jetzt ist die Enkelgeneration am Zug und diese will soviel wie möglich Profit herausschlagen -jeder für sich, natürlich- das Sondereigentum entstand, als die Großeltern ihr Eigentum aufteilten nach § 8 WEG, und es den beiden Kindern zuwiesen (Notar und Grundbuch), die dann Sondernutzungsrechte für das Grundstück vereinbarten (Grundbuch)  - eines der Kinder baute dann nach Vollzug Grundbuch einige Jahre später den Anbau auf sein Sondernutzungsrecht wie bereits beschrieben. Eine Vereinbarung irgendwelcher Art über Kosten, Lasten usw. gibt es in schriftlicher Form nicht. Vermutlich meinten alle, der Anbau stehe auf eigenem Grund und Boden bzw. auf dem Grund und Boden des Wohnungsnachbarn. Ein Verwalter (eines der Kinder)war bei Gründung von den teilenden Eigentümern (Großeltern) gem. WEG bestellt, ob er je tätig wurde, ist nicht bekannt - es gibt keinerlei schriftliche Aufzeichnungen, Protokolle, eine Eigentümerversammlung hat meines Wissens nie stattgefunden. Jede der beiden Parteien hat vor sich hingewirtschaftet, nur Wasser und Müll wurden abgerechnet. Vielleicht wäre es am besten, das Objekt wird insgesamt verkauft an einen Käufer, der dann teilen, bzw. allein damit machen kann wie und was er will und man teilt sich den Erlös in gleichen Teilen.

Die Möglichkeit des Verkaufes einer einzelnen Wohnung unter den gegebenen Umständen sehe ich nicht, bzw. ich fürchte, es wird sich kein Käufer finden, der so verrückt ist, sich auf ein solches Abenteuer einzulassen und ich sehe auch keinen Kreditgeber, der bereit ist, unter diesen Umständen ein Darlehen auszureichen.

Antwort
von apt2nowhere, 7

danke für die schnelle Antwort - leider ist die Gemeinschaft total zerstritten - das gesamte Gebäude mit Grundstück war ehemals Eigentum der Großeltern, die Kinder (Erben) haben sich noch zusammengerauft aber jetzt ist die Enkelgeneration am Zug und diese will soviel wie möglich Profit herausschlagen -jeder für sich, natürlich- das Sondereigentum entstand, als die Großeltern ihr Eigentum aufteilten nach § 8 WEG, und es den beiden Kindern zuwiesen (Notar und Grundbuch), die dann Sondernutzungsrechte für das Grundstück vereinbarten (Grundbuch)  - eines der Kinder baute dann nach Vollzug Grundbuch einige Jahre später den Anbau auf sein Sondernutzungsrecht wie bereits beschrieben. Eine Vereinbarung irgendwelcher Art über Kosten, Lasten usw. gibt es in schriftlicher Form nicht. Vermutlich meinten alle, der Anbau stehe auf eigenem Grund und Boden bzw. auf dem Grund und Boden des Wohnungsnachbarn. Ein Verwalter (eines der Kinder)war bei Gründung von den teilenden Eigentümern (Großeltern) gem. WEG bestellt, ob er je tätig wurde, ist nicht bekannt - es gibt keinerlei schriftliche Aufzeichnungen, Protokolle, eine Eigentümerversammlung hat meines Wissens nie stattgefunden. Jede der beiden Parteien hat vor sich hingewirtschaftet, . Vielleicht wäre es am besten, das Objekt wird insgesamt verkauft an einen Käufer, der dann teilen, bzw. allein damit machen kann wie und was er will und man teilt sich den Erlös in gleichen Teilen.

Die Möglichkeit des Verkaufes einer einzelnen Wohnung unter den gegebenen Umständen sehe ich nicht, bzw. ich fürchte, es wird sich kein Käufer finden, der so verrückt ist, sich auf ein solches Abenteuer einzulassen und ich sehe auch keinen Kreditgeber, der bereit ist, unter diesen Umständen ein Darlehen auszureichen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten