Frage von gamering, 57

Wechselspannung Erklärung für Elektrik?

Hallo, kann mir jemand erklären was Wechselspannung ist? Die Spanung wechselt 50 mal in der sekunde zwischen 220 und -220 Volt oder sowas... Wenn man ein Kabel in der Wand aufschneiden würde sieht man ja ein Blaues, ein braunes und ein gelb grünes... Das Gelb grüne kenn ich (Sicherung Fi und sowas) aber heißt wechselspannung, dass die spannung zwischen blau und braun als wechselt, denn an der steckdose liegt ja links und rechts eine spannung an:000 ich blicke da nicht durch kann mir jemand helfen :D danke

Antwort
von Shalidor, 30

Ach du meine Güte! Was erzählt der Martin da für nen Käse? Jetzt mal ne korrektere Antwort eines Elektrotechnikers:

Wir haben in unserem Stromnetz vier Leitungen. Drei Außenleiter L1, L2, und L3 (oder auch Phasen genannt) und einen PEN (Neutralleiter + Schutzleiter).

In den Kraftwerken hast du drei Spulen und alle drei sind mit einem Ende verbunden. Das ist der sogenannte Sternpunkt. Dieser geht direkt in die Erde und dort durch den PEN an den Außenleitern entlang. Die drei anderen Enden der Spulen sind (logischerweise) die drei Außenleiter.

Sobald diese vier Leitungen (man nennt es auch Vierleiternetz) in dein Haus kommen, wird der PEN zum N und PE aufgeteilt. Der Neutrallleiter ist der blaue draht, der Schutzleiter der grün-gelbe. Grün-gelb ist mit der Erde verbunden.

Die drei Außenleiter und der Neutralleiter gehen durch den RCD (Fehlerstromschutzschalter, oder auch FI) durch, der grün-gelbe an ihm vorbei. Also ja, der grün-gelbe Schutzleiter hat etwas mit dem FI (korrekt: RCD) zu tun. Ohne ihn würde er nichts bringen. Denn normalerweise fließt der Strom über Außenleiter und Neutralleiter. Sobald aber der Strom über den Neutralleiter fließt merkt der RCD das (der misst den Strom der rein und wieder raus fließt, wenn weniger raus fließt als rein löst er aus). Das  im normalen Haushalt ab 30mA der Fall.

Jetzt zur Frage, wie der Wechselstrom zustande kommt. Das ist eigentlich ganz einfach. Der Außenleiter wechselt 50 Mal in der Sekunde die Spannung vom Positiven ins Negative. Das heißt er wechselt ständig von +230V zu -230V (früher waren es 220V, wurde aber schon lange auf 230V erhöht). Und weil das so ultra schnell geht, fließen die Elektronen nicht wirklich weit. Sie bewegen sich praktisch nur ganz schnell hin und her. Die Elektronen sind nämlich immer da. Sie werden auch nicht produziert.

Es ist so, dass jedes leitende Metall bereits Elektronen in sich hat, die sich frei bewegen können. Kraftwerke bringen nur die Elektronen dazu, sich in eine bestimmte Richtung zu verschieben. Das heißt es fließen keine Elektronen durch dein Gerät durch sondern die Elektronen, die da drinnen sind, bleiben dort auch. Sie verschieben sich lediglich ein paar Millimeter hin und her.

Der Neutralleiter führt niemals eine Spannung. Und weil der Strom ja immer hin und her fließt ist es auch egal, wo du jetzt in der Steckdose Außenleiter und Neutralleiter hast. Oder wie herum du den Stecker rein steckst. Lediglich der Schutzleiter muss in der Mitte sein. Für gewöhnlich macht man den Außenleiter aber immer rechts. Das muss aber wie gesagt nicht unbedingt der Fall sein. Also bloß nichts ausprobieren!

Kommentar von gamering ,

Alles klar vielen dank! :)

Kommentar von Kricme20 ,

Sehr gut formuliert! Ganz im Gegensatz zu Martins Halbwissen :)

Antwort
von martinzuhause, 37

das gelb-grüne ist die erdung, das hat nichts mit dem FI oder einer sicherung zu tun.

das braune sollte die phase sein, dort liegtg die spannung an, diese wechselt nur auf dieser phase 50 mal je sekunde die polarität.

blau ist N und geht über erde wieder zurück und schliesst den stromkreis.

der o.g. FI vergleicht nur wieviel strom über Phase fliesst und wieviel über N. ist die differenz zu gross wird der stromkreis unterbrochen

Kommentar von gamering ,

okay danke, aber wie kommt dann auf beiden Seiten der Steckdose Strom an? Denn links ist ja der Neutralleiter angeschlossen und rechts die Phase...

Kommentar von martinzuhause ,

die spannung liegt nur auf braun an (Phase). den blauben kann man anfassen ohne das was passiert - wenn denn alles in ordnung ist.

der strom fliesst erst dann wenn die phase auf N trifft - über einen verbraucher

Kommentar von gamering ,

trotzdem kann ich mir nicht erklären, wie auf beiden seiten bei der steckdose eine spannung anliegt...

Kommentar von martinzuhause ,

liegt ja auch nicht. die spannung liegt auf L an. und wird dann - einfach gesagt - über N nur abgeleitet.

wenn man es genau sieht geht das blaue kabel - theoretisch - nur irgendwo wieder in die Erde.

Kommentar von gamering ,

also wenn man blöd gesagt in das linke loch der steckdose reinfassen würde, fasst man ja laut dir nur den nulleiter an, und es passiert nichts oder wie ?

Kommentar von gamering ,

okay ich glaube das beantwortet meine frage. viele dank!

Kommentar von Shalidor ,

Bitte, lass die Elektrotechnik Elektrotechnik sein und widme dich einem Thema, welches du verstehst. So wie sich das anhört hast du nur Halbwissen und kannst es nicht richtig erklären. Also lass das die Fachmänner machen. Danke.

Kommentar von Kricme20 ,

Was ist das für ein Müll? Das würde ja bedeuten, dass jedes elektronische Bauteil 25 mal (bei 50 Hz) einen nicht geschlossen Stromkreis hätte, da bei Umkehrung deiner Erklärung zu Folge auf L und N das gleiche wär.
Was du evtl. meinst ist, dass bei einem Lichtschalter immer nur L oder N (je nachdem wie man es anschließt) unterbricht.
Sonst ist es wirklich nur irreführender Bullshit, lieber martinzuhause und ich muss Shalidor recht geben.

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