Frage von Elefant93, 113

Wechsel von gesetzlicher in private Krankenkasse?

Hallo,

ich fange Mitte August eine Ausbildung zum Verwaltungswirt im Beamtenverhältnis an. Aktuell bin ich noch gesetzlich versichert und würde dann gerne in die private Krankenversicherung wechseln.

Allerdings hatte ich Ende letzten Jahres einen Sprunggelenksbruch und davon jetzt Platten im Fuß die Ende diesen Jahres raus genommen werden. Sollte ich vorher in eine private Krankenversicherung wechseln muss ich die OP dann aber selber zahlen, weil ich ja mit der Verletzung ind die private gewechselt bin, oder nicht?

Kann mir irgendjemand dazu Tipps geben, wie man das am besten macht?

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 37

Hallo Elefant93,

da hast du ja nun schon eine Menge Info´s bekommen, die dich wahrscheinlich etwas verunsichern.

Die Wahrheit liegt in der goldenen Mitte:

Alles kann, nichts muss.

Richtig ist, dass es tatsächlich auf die Annahmegrundsätze der einzelnen Versicherungsunternehmen ankommt. Die sind sehr unterschiedlich und können von vollständiger Ablehnung wegen einem laufenden Versicherungsfall (die Behandlung hat bereits vor dem Versicherungsbeginn angefangen) bis hin zum Leistungsausschluss für die Materialentfernung (also die Platten im Fuß) oder auch ein Beitragszuschlag sein.

Bei einem Ausschluss musst du die OP Kosten zumindest zu einem Teil selbst tragen (ggf. werden nur die Wahlleistungen ausgeschlossen). Bei einem Beitragszuschlag zahlst du etwas mehr Beitrag, bekommst dafür aber alle Kosten erstattet.  

Du solltest dich wirklich von einem Profi beraten lassen ,denn grundsätzlich und langfristig bist du tatsächlich in einer privaten Krankenversicherung bedarfsgerechter aufgehoben.

Und klar kannst du auch noch nach dem Ende der Ausbildung wechseln, wenn du verbeamtet bist.

Viel Erfolg jedenfalls zum Start deiner Ausbildung und

Grüße

Bettina vom Barmenia-Team

Antwort
von DolphinPB, 59

Es ist schon erstaunlich. Kaum fragt jemand was bez. PKV, meine alle selbsternannten "Fachleute" hier ihren Senf dazugeben zu müssen, ohne Ahnung und ohne genau zu lesen.

Also, ich gehe davon aus dass Du ab August Beamtenanwärter bist und als solcher beihilfeberechtigt, und dass Du überlegst, eine private Restkostenversicherung (50 %) abzuschliessen. Das macht m.E. grundsätzlich erst einmal Sinn.

Wenn Du jetzt, oder in den nächsten Monaten, einen Antrag auf PKV stellst, so würde höchstwahrscheinlich ein Risikozuschlag (für den Bruch und sämtliche Folgen) fällig, oder Du bekommst eine Ablehnung. Einen Ausschluss (und nur dann müsstest Du die OP selbst bezahlen) halte ich für unwahrscheinlich. Das Problem ist ja nicht die OP (die kann man ja ziemlich gut abgrenzen) sondern alle zukünftigen, denkbaren Folgen. Aus meiner Sicht wäre so ein Ausschluss (wenn er denn von einer PKV angeboten würde), selbst wenn die Möglichkeit eingeräumt würde, diesen später zu überprüfen, nicht akzeptabel.

Du solltest Dich an einen im Bereich ÖD/Beamte/Beihilfe/PKV versierten Versicherungsmakler oder -berater wenden. Dieser kann dann mit Deiner Hilfe bei mehreren Versicherern (die grundsätzlich in Frage kommen) anfragen (0 sogenannte Risikovoranfragen) wie die das mit Deinem Sprunggelenk sehen. Kein Sinn macht es, irgendwo mal einen Antrag zu stellen. Wird dieser abgelehnt oder ein Risikozuschlag/Ausschluss angeboten, so wäre das bei ggf. folgenden Anträgen immer anzugeben und weitere Versicherer tendieren in solchen Fällen deutlich stärker zu einer weiteren Ablehnung oder einem Zuschlag/Ausschluss.

Wenn denn am Ende keine der in Frage kommenden PKVs Dich nimmt, ode rnur zu idiotischen Konditionen, ist das auch kein großer "Beinbruch". Als Anwärter würdest Du ja in der GKV auch durchaus überschaubare Beiträge zahlen, und später, nach Abschluss der Ausbildung und bei der Verbeamtung, könntest Du dann imme rnoch wechseln.

Kommentar von Elefant93 ,

Das hört sich so an als hättest du ein bisschen Ahnung auf dem Gebiet. Danke für die Antwort. 

Antwort
von basiswissen, 18

Also generell haben zunächst einmal ein paar der User hier Recht und manche erzielen einfach nur völligen Unfug.

Fakt ist dass du im Normalfall mit einer privaten Kasse als Beamter besser dran bist.Fakt ist ebenfalls dass du mehrheitlich mit einer solchen Vorerkrankung nicht einfach und problemlos angenommen wirst. Von einem Leistungsausschluss kann ich dir definitiv nur abraten denn man weiß nie was im Anschluss noch an Folgeerkrankungen daraus resultieren kann und dann könnte das unter Umständen sehr sehr teuer für dich werden.

Wie schon von Anderen geschrieben hilft dir nur ein versierter Berater der sich in diesem Bereich auskennt. Meines Erachtens bleibt die Wahl zwischen einem Versicherungsberater (gerichtlich zugelassenen der gegen Honorar berät), einem Versicherungsmakler der sich auf diesen Bereich spezialisiert hat (er erhält im Erfolgsfall Courtage vom Versicherer der mit dir dann einen Vertrag schließt) oder aber du machte die Arbeit und läufst alle Versicherungen die infrage kommen der Reihe nach ab (was sehr zeitaufwendig ist und unter Umständen massive Probleme bereiten kann).

Mein persönlicher Rat an dieser Stelle sind die beiden Makler-Experten für den öffentlichen Dienst. Leider kann man hier immer nur einen Link posten weshalb ich hier die beiden Namen aufliste, du musst dir nur jeweils www und de davor und dahinter setzen und den. Und schon hast du die entsprechende URL.

Das wären zum einen

beamtencircle und

(mein Favorit) Info-Beihilfe.

Beide Unternehmen haben sich auf die Beratung von Beamten, bzw. Beamtenanwärtern spezialisiert und bieten dort unabhängige Beratung und Hilfe. Zumindest beim letztgenannten sind ausdrücklich auch immer die Tarife der klassischen Beamten Versicherer "Huk" und "DeBeKa" dabei sodass ich hier von der entsprechend größeren Objektivität ausgehen muss.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg.

Antwort
von Apolon, 36

Hallo Elefant93,

auch ich muss die Kommentare von vielen Usern hier als unsinnig bezeichnen.

Der Hinweis von DolphinPB hinsichtlich, dass du dich an einen Versicherungsmakler wenden sollst,  passt nicht.

Viele Versicherungsmakler kennen sich mit Beihilferecht, bzw. Beamten nicht gerade so besonders gut aus.

Nun zu deiner eigentlichen Frage:

In eine Private Krankenversicherung kommt man nur, wenn man einige Gesundheitsfragen beantwortet.  Und hinsichtlich deines Sprunggelenkbruchs dürftest du zur Zeit einige Probleme bekommen. Bedeutet bei den meisten Versicherungsunternehmen dürfte es vorerst zu einer Ablehnung kommen.

Bedeutet, du solltest auf jeden Fall die erforderliche Behandlung komplett abwarten. Wenn danach dann ein Arzt bescheinigt, dass keine weiteren Behandlungen mehr erforderlich sind, hat man eine Chance einen Vertrag zu erhalten.

Also vorerst solltest du in der GKV bleiben.

Gruß N.U.

PS:  der Beitrag eines Beamten in der GKV richtet sich nach seinem Brutto-Einkommen und dazu zahlt er die Beiträge völlig alleine. (der Dienstherr zahlt dazu keinen Zuschuss).

Kommentar von DolphinPB ,

"Der Hinweis von DolphinPB hinsichtlich, dass du dich an einen Versicherungsmakler wenden sollst,  passt nicht."

Lassen Sie doch einfach diese tendenziell polemischen Anmerkungen, nur weil Sie einen sinnvollen Service nicht anbieten können.

Ich habe erstens auch Versicherungsberater geschrieben und zweitens, was viel wichtiger ist, was soll denn der Fragesteller bei einem Vertreter einer Versicherung in seiner Situation ? Dort kann er dann in Erfahrung bringen ob, und wenn ja, zu welchen Konditionen, genau diese eine Versicherung ihn nimmt - Super.

Hier sind nun mal prinzipiell Makler im Vorteil, und unwissende Makler gibt es genauso wie unwissende Vertreter.

Kommentar von Apolon ,

@DolphinPB,

verzichten Sie doch auf solche unsinnige Kommentare, dann muss ich die User ja auch nicht auf solche fehlerhaften Bemerkungen hinweisen.

Wenn Sie nur Versicherungsberater geschrieben hätten, hätte ich ihren Hinweis ja auch akzeptiert.

 Hier sind nun mal prinzipiell Makler im Vorteil

Nein, denn auch Versicherungsvermittler können eine Vorabfrage stellen.

Und sollte eine Ablehnung des Versicherers erfolgen, können wir diese Verträge auch über andere Versicherungsunternehmen vermitteln.

  und unwissende Makler gibt es genauso wie unwissende Vertreter.

Im Bereich öffentlicher Dienst (Beihilferecht) mehr wissende Vertreter als wissende Makler.

Gruß N.U.

Kommentar von DolphinPB ,

Sie sind einfach nur belehrungsresistent, und verstehen (oder wollen es nicht) den prinzipiellen Unterschied verstehen der nun mal in einer solchen Situation schwer wiegt.

Kommentar von Apolon ,

@DolphinPB,

auf ihre unsinnigen Kommentare kann man einfach nicht mehr antworten.

Begreifen Sie doch endlich, dass der Versicherungsmakler in vielen Bereichen nicht das ALLHEILMITTEL ist.

Es gibt auch andere Versicherungsexperten, die mindestens die gleiche Leistung vollbringen können.

Oder spricht aus ihren Kommentaren der Neid ?

Antwort
von kenibora, 53

In eine Privatkrankenkasse kannst Du erst ab einem bestimmten Einkommen eintreten, also als Azubi sowieso nicht. Ob Du Dir eine entsprechende Zusatzversicherung als Azubi leisten kannst ist sehr zweifelhaft....

Kommentar von Elefant93 ,

Doch wechseln kann ich auf jeden Fall, wurde mir auch angeboten das zu machen. 

Kommentar von DolphinPB ,

Unsinn, bitte genau lesen.
....Beamtenverhältnis an."

Hier sieht die Sache völlig anders aus, das ist kein "normaler" Azubi, Stichworte wären z.B.  Beamtenanwärter und Beihilfe.

Kommentar von kevin1905 ,

In eine Privatkrankenkasse kannst Du erst ab einem bestimmten Einkommen eintreten

Gilt für Angestellte, nicht für Beamte bzw. Anwärter. Die sind immer versicherungsfrei. Selbständige auch.

Antwort
von annisimoni, 49

Ehrlich gesagt würde ich das an deiner Stelle gar nicht machen! Wenn du einmal in der privaten KV bist, kannst du nicht mehr so einfach in die gesetzliche wechseln. Und als Auszubildender zahlst du so wenig Beiträge, da lohnt sich das doch gar nicht.

Kommentar von DolphinPB ,

Unsinn, nicht einfach irgendwie pauschal antworten wenn man keine Ahnung hat.

....Beamtenverhältnis an."

Hier sieht die Sache völlig anders aus, das ist kein "normaler" Azubi, Stichworte wären z.B.  Beamtenanwärter und Beihilfe.

Antwort
von Griesuh, 39

Ein Tipp von mir: vergesse das mit der PKV. das mag jetzt in jungen Jahren evtl. spannend sein, jedoch im Alter wirst du die Beiträge zur PKV kaum noch stemmen können.

Schaue dir einmal die vielen Beiträge im TV dazu an.

Kommentar von DolphinPB ,

Unsinn, nicht einfach irgendwie pauschal antworten wenn man keine Ahnung hat.

....Beamtenverhältnis an."

Hier sieht die Sache völlig anders aus, das ist kein "normaler" Azubi, Stichworte wären z.B.  Beamtenanwärter und Beihilfe.

Kommentar von kevin1905 ,
  • PKV --> 50% Beihilfe im Alter sogar 70%, also braucht es nur eine Restkostenversicherung
  • GKV --> Da gibt es keine Restkostenversicherung. Es ist immer der volle Beitrag zu zahlen. Beamte sind niemals versicherungspflichtig.

Für Beamte macht in 99,9% der Fälle eine GKV KEINEN Sinn.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community