Frage von PhilHeath, 78

Wechsel von gesetzlich zu privater Krankenversicherung?

Hallo, ich bin aktuell noch bei einer gesetzlichen KV, wollte aber zu einer PKV wechseln, wenn meine Ausbildung fertig ist (Bürgeramt) und mich daher vorher mal erkundigen, welche da zu empfehlen ist?! 

Antwort
von Apolon, 18

@PhilHeath,

aus deinem Text kann ich nicht erkennen, ob ein Wechsel in die PKV überhaupt möglich ist, denn bei einer Behörde gibt es Angestellte wie auch Beamte !

Solltest du als Beamter tätig sein, kannst du gemäß dem entsprechenden Beihilferecht eine  PKV abschließen. Was du dann auch auf jeden Fall tun solltest, denn der Beitrag der GKV richtet sich nach deinen mtl. Brutto-Einkünften. Die GKV-Beiträge sind dann bedeutend höher als die Beiträge einer PKV.

Solltest Du allerdings als Angestellter tätig sein, wirst du nach der Ausbildung nicht die Möglichkeit haben, dich privat zu versichern.

Wenn man bei einer Behörde tätig ist, ist man meist auch in einer Gewerkschaft wie z.B. bei Verdi  oder beim Deutschen Beamtenbund Mitglied.

Informiere dich dort, denn über deine Mitgliedschaft kannst du auch noch Sonderrabatte beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung bekommen.

Gruß N.U.

Antwort
von newcomer, 42

das würde ich auf keinen Fall machen. Gerade wenn du knapper bei Kasse bist sprich Seniorenalter steigen die Beiträge unermesslich an da sie für ältere Leute höheres Risiko sehen. Da zahlste schnell mal 900 Euro und mehr im Monat und deine Rente wird sehr knapp

Antwort
von Thather, 53

Den Wechsel solltest Du dir gründlich überlegen.

In Jungen Jahren kannst Du viel Geld sparen. Das musst Du aber als Altersrückstellung anlegen, weil ansonsten die Gefahr groß ist, im Alter sich die PKV nicht mehr leisten zu können. Schon wenn Du Familie hast mit Kindern, wird die PKV mitunter teurer als die GKV.

Ich würde in der GKV bleiben und viel über Zusatz Versicherungen abfangen.

Lass Dich hierzu von einer Verbraucherzentrale beraten.

Kommentar von kevin1905 ,

Also ich kennen KEINEN Angestellten im ö.D. der nach der Ausbildung mehr als 56.250,- € brutto im Jahr verdient. Die meisten werden diesen Wert wahrscheinlich in ihrer ganzen Karriere nicht knacken.

Demnach gehe ich davon aus, dass hier ein Beamtenanwärter (BaW) fragt. Und wo Beamte fragen, reden wir über das Thema Beihilfe von 50% im aktiven Dienst und im Alter gar 70%. Ebenso für nicht-arbeitende Ehegatten (70%) und Kinder (80%).

Man kann sich aber nicht nur 50% GKV versichern. 20, 30 oder 50% PKV geht allerdings schon.

Dein Einwand ist richtig bezüglich Selbständiger und Arbeitnehmer oberhalb der JAEG. Für Beamte gilt dies aber nicht zwangsläufig, bei denen macht es i.d.R. keinen Sinn sich gesetzlich zu versichern.

Ausnahme wäre vielleicht ein hohes Einstiegsalter oder gigantische Beitragszuschläge aufgrund von Vorerkrankungen.

Antwort
von kevin1905, 24

Du bist anschließend also Beamter (a.P.)?

Du solltest dir einen Versicherungsmakler suchen mit Schwerpunkt PKV. Habe selber relativ wenig Kunden mit Beihilfeberechtigung, von daher bin ich nicht der erste Ansprechpartner dafür.

Keine Alleingänge beim Thema PKV!

Antwort
von kenibora, 32

Würde niemandem irgendeine Versicherung empfehlen.... hol Dir Anbebote verschiedener "Privatversicherungen" ein (Einkommensvoraussetzungen dafür solltest Du aber schon erfüllen!!)

Antwort
von DolphinPB, 27

Können sie denn überhaupt in die PKv wechseln ?

Sind Sie Beamter ? Wenn nicht, können Sie nur bei einem Bruttojahresgehalt von über 56.250,- Euro dorthin wechseln.

Expertenantwort
von Daniel Treskow, Assessor Juris / Schwerpunkt Arbeits- und Versicherungsrecht & Versicherungsmakler, 29

Hallo,

also erstmal ist eine pauschale Empfehlung gar nicht möglich. Die erste Frage, die beantwortet werden muss ist: Kannst du überhaupt in eine PKV wechseln? Bist du selbständig? Oder verdienst du über der JAEG? 

Außerdem spielen noch zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle: 

Wie sieht die zukünftige Familienplanung aus? Es ist nämlich tatsächlich so, dass es in der GKV die Möglichkeit der kostenlosen Familienversicherung (insbesondere bei Kindern) gibt, in der PKV hat aber jedes Kind einen eigenen Beitrag. Das kann also doch dann teurer werden als ursprünglich gedacht.

Außerdem kommt der konkrete Versicherer dann sehr auf deine ganz persönlichen Bedürfnisse an. Zahlreiche PKV-Tarife sind nach dem Bausteinprinzip zusammengestellt. Man kann also ziemlich individuell die Leistung zusammenstellen. 

Natürlich benötigt man hier Hilfe, da ich mal davon ausgehe, dass dir Begriffe wie Anschluss-Reha, GOÄ/GOZ, offener Hilfsmittelkatalog etc. nichts sagen. Alles aber Aspekte, die unglaublich wichtig sind bei einer PKV.

Zu den Beitragssteigerungen möchte ich auch noch kurz was sagen, da das hier im Forum ja auch wieder anklingt:

Ja, die Beiträge in der PKV steigen. Durchschnittlich muss man mit ca. 4% pro Jahr rechnen. Das kann sich natürlich im einzelnen Vertrag anders verhalten, aber hierzu kann man keine Angaben machen. Es ist aber mitnichten so, dass die GKV-Beiträge nicht auch steigen würden. Der Unterschied zur PKV ist nur, dass man es in der GKV nicht so stark merkt, da man keinen Bescheid darüber bekommt. Tatsächlich ist es mittlerweile bei den Zusatzbeiträgen sogar so, dass sämtliche Beitragssteigerungen zu 100% vom Arbeitnehmer getragen werden und nicht mehr paritätisch geteilt werden zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. 

Zahlreiche Gesetzesänderungen in den letzten Jahrzehnten haben zusätzlich dazu geführt, dass auch noch die Leistungen gekürzt wurden. Weniger Leistung, gleicher Beitrag = versteckte Beitragssteigerung.

Am Ende bleibt es ein Systementscheid. In der PKV ist alles vertraglich geregelt, dafür hast du den Nachteil, dass es tatsächlich im Alter ungünstig für dich laufen kann. GKV ist gesetzlich geregelt, du hast im Alter den Vorteil, dass du in die Krankenversicherung der Rentner wechseln kannst, musst aber mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass noch weitere Leistungskürzungen kommen werden.

Kommentar von Apolon ,

@Daniel Treskow,

hier geht es vermutlich um einen Beamten und nicht um einen Angestellten oder Selbständigen.

Und somit treffen ihre Hinweise nicht zu.

Bei einem Beamten, erhöht sich bei Versetzung in den Ruhestand der Beihilfesatz und somit zahlt er auch als PKV-Versicherter niedrigere Beiträge als in der GKV. 

Und bitte auch daran denken, ein Lebenszeit-Beamter erhält Beamtenbezüge bis zum Tode.

Gruß N.U.

Antwort
von dasadi, 36

Das würde ich bleiben lassen, das sind alles Gauner. Wenn Du mal in Schwierigkeiten gerätst, lernst Du die kennen. Schließe lieber eine private Zusatzversicherung ab, gib aber nicht die GKV auf.

Antwort
von Underfrange, Business, 8

Vergleiche bitte die Angebote die der Markt bietet. Nutze dazu einen unabhängigen 'Versicherungsmakler. Schau mal bei Google und finde einen in deiner Nähe. Es gibt dort auch unter den Maklern Experten für Krankenversicherung und solche die sich auf Beihilfe spezialisiert haben. Es gibt nicht den besten Anbieter und nicht die beste Versicherung, sonst gäbe es nur eine. Deine persönlichen Umstände uns Pläne müssen berücksichtigt erden. Viel Erfolg.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten