Frage von Anonynonymous, 60

Wechsel von geringfügiger Beschäftigung auf geringfügig entlohnte Beschäftigung?

Hallo zusammen,

ich bin ein Student und verhandle gerade mit meinem Arbeitgeber, ob es für mich (aufgrund der sehr einnehmenden Klausurphase) nicht möglich wäre, in den Semesterferien bspw. 3 Wochen am Stück an Stelle von ~ 8 Stunden pro Woche (für die Wochen vor den Semesterferien) zu arbeiten.

Ich beziehe BAföG mit dem Höchstsatz von 670 € /Monat und möchte das auf jeden Fall auch so beibehalten.

Laut unserer Personalabteilung wäre das mit meinem aktuellen Arbeitsvertrag als geringfügig Beschäftigter nicht möglich; Ich müsste einen neuen Arbeitsvertrag als studentische Hilfskraft (=geringfügig entlohnter Beschäftigter) annehmen.

Nun stellt sich für mich die Frage, was sich denn dadurch alles für mich ändern würde. Was ich bisher herausgefunden habe: 1. Der AG müsste 13% meines Verdienstes in die KV einzahlen. -> In wie fern würde sich das auf mein BAföG auswirken? Ich zahle ja aktuell meine KV selbst.

  1. Der AG zahlt 15% meines Verdienstes in die RV ein, den Rest von 3,7% zahle ich selbst. ->Auch hier: Würde sich das auf das BAföG auswirken oder wird es "nur" von meinem Arbeitsentgelt abgeführt?

  2. Nach - http://www.lohn-info.de/450-euro-job.html - darf ich pro Woche nicht mehr als 15h und pro Monat nicht mehr als 52,9h arbeiten. Ich bin mir nicht sicher, ob man das auf das Jahr hochrechnet, oder ob es tatsächlich wörtlich gemeint ist.

Wie sieht es denn aus, wenn ich dann in den Semesterferien 3-4 Wochen am Stück arbeite?

Fallen euch noch mehr mögliche oder definitive Konsequenzen ein?

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von siola55, 25

llo lieber Anonynonymous,

erst mal zu deiner Info den Unterschied zwischen einer geringfügigen Beschäftigung (auch 450-Euro-Minijob genannt) und einer kurzfristigen Beschäftigung (auch Kurzfristiger Minijob genannt) zum Nachlesen in der minijob-zentrale.de bzw. in dem Link hier: www.minijob-zentrale.de/DE/0\_Home/01\_mj\_im\_gewerblichen\_bereich/node.html;j...

Nochmal zum besseren Verständnis: eine geringfügige Beschäftigung ist rentenversicherungspflichtig seit dem 1.1.2013, jedoch nicht steuerpflichtig, falls der Arbeitgeber die 2% Pauschalsteuer entrichtet!

Von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung kannst du dich jedoch auf Antrag befreien lassen.

Dagegen ist eine kurzfristige Beschäftigung (auch kurzfristiger Minijob genannt) sozialversicherungsfrei, jedoch steuerpflichtig! Dabei ist diese
kurzfristige Beschäftigung von vornherein für eine begrenzte Dauer von z.Zt. max. 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage im Kalenderjahr möglich!

 
Laut unserer Personalabteilung wäre das mit meinem aktuellen
Arbeitsvertrag als geringfügig Beschäftigter nicht möglich; Ich müsste einen neuen Arbeitsvertrag als studentische Hilfskraft (=geringfügig entlohnter Beschäftigter) annehmen.


Du meinst hier wohl eine kurzfristige Beschäftigung/Minijob, da du ja bereits als geringfügig Beschäftigter angestellt bist???
Gruß siola55

Kommentar von Anonynonymous ,

Hallo Siola,

vielen Dank für deine ausführlichen Antworten.

Ich wusste nicht genau, wo ich diese Informationen bekommen konnte, danke für den Link zur Minijob-Zentrale.

Du hast geschrieben:

Lieber Anonynonymous,

da hast du leider gar nichts verstanden! Lies bitte erst mal die genauen Definitionen einer geringfügigen Beschäftigung (450-Euro-Minijob!) und einer kurfristigen Beschäftigung (auch kurzfristiger Minijob genannt!) mit Befristung auf max. 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr z.B als Ferienjob!

Ich denke ich hatte doch das richtige gemeint und mich nur etwas unpräzise ausgedrückt.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was mein Arbeitgeber hier meint und vermute, dass selbst die HR-Tante nicht genau weiß, wovon sie da spricht.

Ich werde einfach noch einmal nachfragen.

Noch einmal besten Dank!

Kommentar von siola55 ,

...und danke für deinen Stern - freut mich sehr ;-)

Antwort
von MenschMitPlan, 30

Was soll sich ändern, wenn du weiterhin als geringfügig Beschäftigter abgerechnet wirst?  Hast du das alles richtig verstanden?

Kommentar von Anonynonymous ,

Erst einmal Danke für deine Antwort.

Um ehrlich zu sein, bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe, da ich mir das alles selbst zusammengelesen habe und mich mit dem Bürokratiedschungel ein wenig schwer tue.

Nicht falsch verstehen, mir wurde nichts erklärt, mir liegt die ganze Konversation als E-Mail vor.

Daraufhin habe ich mich halt an Google gewendet und obiges in Erfahrung gebracht.

Du hast geschrieben:

Was soll sich ändern, wenn du weiterhin als geringfügig Beschäftigter abgerechnet wirst? Hast du das alles richtig verstanden?

Vorsicht: So, wie ich das verstanden habe gibt es einen Unterschied zwischen geringfügig Beschäftigten und geringfügig entlohnten Beschäftigten.

Viele Grüße.

Kommentar von MenschMitPlan ,

So, wie ich das verstanden habe gibt es einen Unterschied zwischen
geringfügig Beschäftigten und geringfügig entlohnten Beschäftigten.

Nö, gibt es nicht. Worin soll denn der Unterschied bestehen?

Die pauschalen Abgaben von 13% für KV und 15% für RV gelten nur für die geringfügigen Jobs (Minijobs) und werden ausschließlich vom Arbeitgeber getragen.

Kommentar von Anonynonymous ,

Oh ich seh gerade bei meiner Quelle, dass du Recht hast.

 ( http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/jobben.php?seite=3 )

Es wird nicht unterschieden zwischen geringfügiger Beschäftigung, kurzfristiger Beschäftigung und geringfügig entlohnter Beschäftigung, sondern  es wird BEI geringfügiger Beschäftigung zwischen kurzfristiger und geringfügig entlohnter Beschäftigung unterschieden.

Dann verstehe ich aber nicht ganz, was man da versucht an mich zu vermitteln. Der Wortlaut ist:

...so ist das leider nicht handhabbar.

Die Möglichkeit die es gibt, ist, dass X einen neuen Vertrag als studentische Hilfskraft anstatt als geringfügig Beschäftigter bekommt. So müsste er zwar Abgaben an die Rentenversicherung zahlen, könnte aber in den Semesterferien mehr arbeiten.

Ich weiß allerdings nicht, wie es sich auf das Bafög von X auswirkt, wenn er/sie so in einem Monat mehr verdient, selbst wenn er/sie im Jahresdurchschnitt nicht über die 406 Euro im Monat kommt.

...

Vielleicht magst du mir ja freundlicherweise noch einmal helfen.

Kommentar von siola55 ,

Es wird nicht unterschieden zwischen geringfügiger Beschäftigung, kurzfristiger Beschäftigung und geringfügig entlohnter Beschäftigung, sondern  es wird bei geringfügiger Beschäftigung zwischen kurzfristiger und geringfügig entlohnter Beschäftigung unterschieden.

Lieber Anonynonymous,

da hast du leider gar nichts verstanden! Lies bitte erst mal die genauen Definitionen einer geringfügigen Beschäftigung (450-Euro-Minijob!) und einer kurfristigen Beschäftigung (auch kurzfristiger Minijob genannt!) mit Befristung auf max. 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr z.B als Ferienjob!
Nachzulesen in der minijob-zentrale.de bzw. in dem Link hier:
www.minijob-zentrale.de/DE/0\_Home/01\_mj\_im\_gewerblichen\_bereich/node.html

bzw. meine o.g. Antwort ;-)

Kommentar von siola55 ,

Daraufhin habe ich mich halt an Google gewendet und obiges in Erfahrung gebracht.

Warum gehst du nicht zum richtigen Ansprechpartner in dieser Angelegenheit, nämlich der minijob-zentrale.de???

Unter Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich findest du alle Infos aus erster Hand...

Gruß und viel Erfolg damit wünscht dir siola55 ;-)

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