Frage von TWSSW, 108

Wechsel PKV zu GKV von Beamten Kindern?

Mein Mann ist freiwillig GKV versichert- ich Beihilfe/ PKV versichert. Die Einkünfte meines Mannes ( GKV) sind größer als meine (PKV) lers.

Wir erwarten Zwillinge ( Früchten) und können die Kinder also sowohl GKV als auch PKV/ Beihilfe versichern.

Die DAK sagte uns, dass wenn die Kinder einmal PKV sind keine Aufnahme mehr in die GKV erfolgen kann und riet uns dazu erst einmal beide Versicherungen, also eine GKV und eine PKV Versicherung für die Kinder abzuschließen ?!

Ich bin etwas irritiert darüber... Wer kann mir sagen unter welchen Umständen die Kinder in die GKV zurück kommen wenn wir sie zunächst PKV versichern.

Besten Dank im Voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Barmenia, Business Partner, 57

Hallo TWSSW,

na, da steht euch aber eine spannende Zeit bevor mit den Zwillingen ;-)

Solange dein Ehemann der Besserverdienende ist, besteht in der GKV Anspruch auf eine beitragsfreie Familienversicherung.

Selbst wenn ihr euch entscheidet die Kinder jetzt privat zu versichern und in 10 Jahren möchtet ihr sie doch in die GKV holen, ist das möglich, sofern dein Ehemann zu diesem Zeitpunkt immer noch mehr verdient und weiterhin Mitglied der GKV ist.

Die Aussage der DAK, die Kinder könnten später nicht mehr in die GKV wechseln, kann ich daher nicht ganz nachvollziehen. Jedenfalls nicht anhand der von dir geschilderten Situation.

Natürlich ist man da aber immer etwas auf die Aussage der GKV angewiesen, da diese die Zugangsvoraussetzungen ganz genau prüft.

Es ist tatsächlich möglich die GKV und PKV nebeneinander laufen zu lassen. Da die GKV für die beiden Kleinen nichts kostet, wäre das auch denkbar.

Darüber hinaus werden die beiden - wie hier bereits gesagt wurde - spätestens bei Beginn einer Ausbildung/Studium auch wieder gesetzlich versichert. Aber ich glaube, das liegt noch in so weiter Ferne, dass du dir darüber jetzt noch gar keine Gedanken machst. ;-)

Liebe Grüße

Christina vom Barmenia-Team

Kommentar von nersd ,

Das ist eine sehr umfangreiche und völlig kompetente Antwort. Mehr muss man auf die Frage nicht sagen! Sehr schön Barmenia. Das ist man so bei gf gar nicht gewöhnt ;)

Kommentar von nersd ,

Wichtig wäre vielleicht noch die Information, dass die Kinder nur im Rahmen der Kindernachversicherung durch die PKV der Mutter aufgenommen werden müssen. Sind beide kerngesund, ist das egal. Im anderen Falle sehr wichtig.

Von daher, nicht lange warten und direkt nach der Geburt die Kindernachversicherung bei der PKV beantragen! Die Frist dafür beträgt nämlich nur recht knappe 2 Monate ;)

Kommentar von Barmenia ,

Hallo nochmal,

@nersd: vielen Dank für die positive Rückmeldung und den Hinweis mit der Kindernachversicherung! :-)

Für die Mitversicherung ab Geburt reicht i.d.R. ein kurzer Anruf bei der privaten Versicherungsgesellschaft. Ihr gebt lediglich die Namen und Geburtsdaten durch und sofort besteht Versicherungsschutz. Voraussetzung hierfür ist - wie nersd bereits sagte - dass die Meldung innerhalb von zwei Monaten ab der Geburt erfolgt.

Kommentar von TWSSW ,

Vielen herzlichen Dank an alle die sich um eine Antwort bemüht haben und va. an Dich Christina. 

Kommentar von Barmenia ,

Jederzeit wieder! ;-)

Antwort
von sassenach4u, 54

Erst dann, wenn Sie selbst versicherungspflichtig werden (Ausbildung z.B. oder freiwilliges soziales Jahr oder vers. pfl. Beschäftigung)) - oder wenn sie vor der Entscheidung stehen, sich zwecks Studium von der Krankenversicherung der Studenten (Pflichtversicherung) zugunsten der Versicherung in der PKV befreien zu lassen.

Die DAK meint sicher die Kinder in der GKV anzumelden und eine private Zusatzversicherung abzuschließen- mit der Option, dorthin  zu wechseln. Bitte auch beachten- wenn in die PKV dann ab Geburt, denn nur dann sind (was wir nicht hoffen wollen) gesundheitliche Schäden durch die PKV abgesichert.

Wenn ein behindertes Kind erst in der GKV versichert ist, werden die Behinderungen bei der PKV als Ausschlusstatbestand gesehen- d.h. entweder nehmen sie das Kind gar nicht auf, klammern alle Leistungen für die Erkrankung aus oder nehmen einen nicht unerheblichen Zuschlag.

alles Gute für die beiden!

Kommentar von nersd ,

Nein, keine PKV macht heute mehr Leistungsausschlüsse für komplette Krankheiten oder Behinderungen, Körperteile oder Ähnliches. Das Gesamtrisiko wird von vorn herein abgelehnt. LAs gibt es nur noch in sehr begrenztem Umfang für wenig weitreichende Tatbestände oder bei fremden Kostenträgern.

Kommentar von sassenach4u ,

Wenn ein Neugeborenes in der PKV versichert werden soll, muss die PKV es annehmen, auch wenn es schwerstbehindert geboren wurde, wenn es direkt nach der Geburt versichert werden soll!

Kommentar von nersd ,

Das hat auch niemand in Frage gestellt. Allerdings gilt das auch nur im Rahmen der, zeitlich begrenzten, Kindernachversicherung. Und auch nur für den gleichen Tarif, wie den des versicherten Elternteiles ;)

Antwort
von kevin1905, 34

Wenn die Kinder PKV versichert werden, so können sie erst dann in die GKV, wenn sich ein Statuswechsel einstellt (Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschätigung, etc. --> § 5 SGB V).

Kommentar von nersd ,

Nein, eine Familienversicherung nach §10 ist immer möglich, ohne die Voraussetzung, davor schon in der GKV versichert gewesen zu sein ;)

Antwort
von DolphinPB, 29

Wenn die Kinder selbst versicherungspflichtig in der GKV werden (Ausbildung, Job über 450,- Euro, usw.) oder wenn sie ein Studium beginnen und so erst einmal versicherungspflichtig in der GKV werden.

Im letzteren Fall können sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und weiter PKV-versichert bleiben.

Antwort
von Apolon, 30

 Die DAK sagte uns, dass wenn die Kinder einmal PKV sind keine Aufnahme mehr in die GKV erfolgen kann und riet uns dazu erst einmal beide Versicherungen, also eine GKV und eine PKV Versicherung für die Kinder abzuschließen ?!

Warum sollte für die Kinder eine eigene GKV abgeschlossen werden. Sie sind doch in der Familienversicherung des  Vaters beitragsfrei mitversichert.

Sinnvoller ist es aber, die Kinder in der PKV zu versichern mit 20 % Restkostentarif (Ausnahme Bremen und Hessen), da die Leistungen in der PKV viel besser sind.

Gruß N.U.

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