Frage von Tantetrude27, 42

Wechsel der Anode überhaupt notwendig, wenn die Innenwand des Speichers stark verkalkt ist?

Ich hätte da auch mal nen Beitrag zum Anodenwechsel: Hatte ein schlechtes Gewissen, weil in meinem Speicher Junkers ST120-1 in 15 Jahren keine Anode gewechselt wurde. Funktion messen - mit normalem Amperemeter sollte zwischen Anode und Masse mind. 0,3 mA fließen - nix mehr messbar. Habe dann die Anode gewechselt. Es war noch ein Stück der alten Anode vorhanden, Innenwände des Speichers stark verkalkt (ca. 1 cm dicke Kalkschicht). Habe dann wieder gemessen. nix messbar. Meine Theorie (vielleicht kann ja ein Fachmann was dazu sagen): Wenn die Wände des Speichers nach vielen Jahren und sehr hartem Wasser stark verkalkt sind, kann man keinen Stromfluss mehr messe, da der Strom durch den Kalk gar nicht mehr an die Außenwand des Behälters gelangt. Dann macht die Anode aber auch keinen Sinn mehr, da keine Emaille-Schäden an der Wand mehr auftreten können -alles verkalkt-. Und die Anode opfert sich dann auch nicht mehr, wohin denn auch. Vieleicht weiss jemand was zu dieser Theorie.

Antwort
von Sigbertus, 26

Die kalk-Schicht ist keine 2te innenhaut wie z.b. ein Plastik Balon etc.

das heist sie ist durchlässig sodas wasser trotzdem noch an die aussenwände deines Speichers kommt  auch deine Anode wird sich weiter "opfern"  da sie "unedler ist als da eisen aus dem dein Speicher ist und daher als erstes mit dem Sauerstoff aus dem Wasser reagiert

ich empfehle dir : ja  immer wechseln wenn die Anode verbraucht ist

des weiteren wäre zu sagen , wenn dein speicher so alt und so verkalkt ist

(nicht nur die speicher wände auch der wärmetauscher) solltest du aus kostengründen (energieersparnis) und auch aus hygienischen gründen        (am kalk können sich nunter umständen Bakterien sammeln)

solltest du über eine entkalkung oder einen Speichertausch nachdenken

Antwort
von BigLittle, 28

Diese Theorie ist Mumpitz! Der Kalkmantel ist mit Wasser durchtränkt und die elektrische Leitfähigkeit dadurch immer gegeben. Außerdem ist diese Kalkschicht sehr porös, so daß der Kalk keine geschlossene Fläche bilden kann. Wenn Du den Strom nicht messen kannst, dann kann es daran liegen daß Du nicht richtig gemessen hast. Oder die Anode ist falsch montiert worden. Ich hatte allerdings einmal einen Speicher, bei dem die Anoden sich nie aufgelöst haben. Wahrscheinlich hat bei dem die Emailleschicht keine Poren und Fehlstellen aufgewiesen, der war bei meiner letzten Kontrolle 15 Jahr in Betrieb. Aber das passiert noch seltener als ein Sechser im Lotto! Weil Emaillebeschichtungen fast immer Poren aufweisen. Wenn Dein Speicher so verkalkt ist, dann solltest Du ihn auch einmal entschlammen und reinigen lassen. Denn in dem Schlamm können sich hervorragend die Legionellen und andere "nette" Zeitgenossen aufhalten und vermehren.

Kommentar von realistir ,

nicht nur diese Theorie ist Mumpitz!

Was wollt ihr mit der elektrischen Leitfähigkeit die erstens dynamisch, zweitens von den jeweiligen Mengenverhältnissen vieler Parameter im Wasser abhängen? Außerdem welchen Sinn hat denn die elektr. Leitfähigkeit in einem Wasserbehälter der in gewissem Sinne mit dem Strom nichts zu tun hat.

Oder wird etwa mehr Strom am Elektrozähler gemessen wenn die Leitfähigkeit des Wassers in einem Elektroboiler oder Durchlauferhitzer besser im Sinne von Leitfähiger wurde? Na?

Strom über den Schutzleiter des angeschlossenen Blechmantels kann nur fließen, wenn intern ein Defekt am Heizelement vorliegen würde.

Was diese Opferanode betrifft handelt es sich um eine chemische Spannungsreihe verschiedener Elemente, ähnlich Batterien und Akkus.

Okay, aus welchem Material besteht die Opferanode? Welches Material vom PSE , dem Periodensystem der Elemente besteht der Gegenpol, auf den sich die Opferanode elektrochemisch beziehen soll? Und wie verhält sich Kalk in diesem System? ;-) Also chemisch im Zusammenhang mit dem Periodensystem betrachtet, nicht nur als leitfähiges Element in geäußerten Sinne ;-)

Ach Gott, wieso vertrittst du den Käse mit den angeblich bösen Bakterien, Legionellen und sonstigen Störenfrieden, die erstens niemand genau nachweisen konnte, zweitens nicht immer nur Störend oder schlecht sein müssen?

Allein in unserer Darmflora existieren tausend unterschiedliche Bakterien usw, ohne die wir nicht oder nur schlecht leben könnten! Was soll der Käse mit den angeblich immer vorhandenen Störenfrieden oder Bösewichten?

Selbst der jüngste Teilnehmer am Schulsystem hat schon gelernt, selbst Gift wird erst gefährlich ab gewisser Konzentration! Obwohl kaum jemand die Konzentrationen im Wasser kennt, wird viel Käse geredet.

Die Frage, warum eine Opferanode nicht funktioniert, sollte sich auf das Bezugsmaterial der elektrochemischen Spannungsreihe PSE beziehen, bzw betrachtet werden. Gibt es diesen Gegenpol überhaupt noch und in welcher Qualität? Wie sah es beim Kauf des Behälters aus, wer kennt diese Werte und Zusammenhänge denn?

Kommentar von BigLittle ,

Thema verfehlt! Setzen 6!

Kommentar von realistir ,

rede nur von Dingen in denen du dich auskennst. Elektro zählt nicht dazu, ansonsten machst du gerne Angst mit Legionellen, Bakterien die immer nur pauschal einseitig ist. Auffallend einseitig ;-)

Kommentar von BigLittle ,

Du solltest Dich an Deiner eigenen Nase fassen und bei Deinem Fachgebiet bleiben. Du hast wahrscheinlich keinerlei Ahnung von dem Aufbau und der Funktion einer Opferanode. Außerdem mache ich keine Angst, sondern habe nur eine Empfehlung gegeben, damit es nicht zu möglichen gesundheitlichen Gefährdungen kommt. Außerdem wirken die Ablagerungen und Verkrustungen auf den Wärmeübertragern im Boiler isolierend und kosten Energie. Außerdem kommt es durch vermehrte Ablagerungen zu Einbusen des nutzbaren Speicherinhaltes, und dadurch kann es zu Warmwassermangel kommen. Plötzlich bekommt man dann keine Wanne mehr voll. Oder es kann nicht mehr die gesamte Familie hintereinander duschen, weil das Warmwasser nicht so schnell erwärmt werden kann. Bleib bei Deiner Elektrik und der dazugehörigen Theorie, wo Du Dich scheinbar auskennst, aber lass die Finger von der Heizungstechnik, von der Du scheinbar nicht viel begriffen hast. Nimms nicht persönlich, aber die Altvorderen hatten mit ihrem Spruch: Schuster bleib bei Deinem Leisten! schon recht!

Antwort
von BigLittle, 18

Wurde denn die Anode gegen eine isolierte Anode ausgetauscht? Möglichst eine Original Junkers? Denn das kann entscheidend sein! Daher wohl auch der Meßfehler!

Kommentar von Tantetrude27 ,

Habe über den Zubehörhandel eine Anode für genau den Typ Speicher gekauft. Allerdings war eine starre Anode eingebaut (zumindest sieht der Rest danach aus) und die jetzt neu erworbene war eine Kettenanode (??). Ich bin jetzt nicht der Profi, was Messen angeht. Aber ich habe gelesen, wenn man das Massekabel der Anode entfernt und dann einmal auf die Anode und einmal auf den Masseanschluss geht, müßte Strom fließen.

Kommentar von BigLittle ,

Starre oder Kettenanode ist eigentlich egal. Die Kettenanode lässt sich nur leichter auswechseln, wenn es etwas eng um den Boiler zu geht. Entscheidend ist, daß die Anode vom Boiler isoliert montiert wurde. Wenn das nicht erfolgt ist, dann kann sie nicht funktionieren und Du auch nichts messen. Von dem Moment an, an dem die Anode falsch montiert wurde, läuft die Korossion am Behältermaterial ab. Du solltest also schnellstens die Anode überprüfen, ob sie isoliert vom Behälter montiert wurde. Junkers schreibt eigentlich für seine Boiler vor, nur die Originalen Anoden zu nutzen, damit keine Schäden entstehen. Du kannst die Anode nicht so ohne Weiteres auf einen Kurzschluß prüfen, denn dazu muß der Boiler entleert werden, zumindest so weit, bis die Anode frei hängt. Dann die Anode trocken einbauen und auf Kurzschluß prüfen. Bei dem Einsatz einer Kettenanode mußt Du auch darauf achten, daß sie an keiner Stelle mit dem Boilermaterial in Verbindung kommt, also nicht an der Heizspirale anliegt oder am Boiler aufliegt. Auch sollte sie nicht im Schlamm hängen!

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