Frage von Buble005, 18

Wechsel auf Gymnasium nach Regelschule?

Hallo :) ich mache dieses Jahr meinen Regelschulabschluss und würde danach gern auf Gymnasium wechseln. Allerdings habe ich keine 2. Fremdsprache auf dem Zeugnis stehen. Ist es in Thüringen trotzdem möglich nach der 10. Klasse die Schule zu wechseln. Auf eine Berufsschule möchte ich nämlich nur ungern. Was aber zu erwähnen ist, ist das ich aus Russland komme und dadurch sehr gut die Russische Sprache beherrsche. Was ja in dem Fall eine Fremdsprache ist, die zwar nicht auf dem Zeugnis steht, ich aber beherrsche. Danke schon mal im voraus :)

Antwort
von 007Alkl, 6



Hallo,

Schüler mit dem Abschlusszeugnis der Realschule haben sich beim direkten Einstieg in eine „normale“ Klasse eines Gymnasiums grundsätzlich einer Aufnahmeprüfung und einer Probezeit nach § 30 GSO zu unterziehen. Die Aufnahmeprüfung entfällt bei Eintritt in die Jahrgangsstufe 10 des achtjährigen Gymnasiums, falls der Schüler im Abschlusszeugnis in den Vorrückungsfächern einen Notendurchschnitt von 3,0 oder besser erreicht hat. Die Nachholfrist für die zweite Fremdsprache beträgt in der Regel nicht mehr als ein Jahr.


Besonders begabte Schülerinnen und Schüler können direkt in die Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums eintreten, wenn sie im Abschlusszeugnis in den Fächern Deutsch, Mathematik und in der fortzuführenden Fremdsprache einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser haben und ein pädagogisches Gutachten der abgebenden Schule vorgelegt wird, in dem ein über den Mittleren Schulabschluss hinausgehender Leistungsstand bescheinigt wird, der für einen direkten Einstieg in die Qualifikationsphase (vgl. § 35 Satz 3 GSO) notwendig ist und einen erfolgreichen Durchgang erwarten lässt. In diesem Fall entfallen die Aufnahmeprüfung und die Probezeit. Der Eintritt in die Jahrgangsstufe 11 setzt den Besuch des Unterrichts in einer zweiten fortgeführten Fremdsprache als Wahlpflichtfach in vier aufeinander folgenden Jahrgangsstufen voraus. 

Die Zahl der Teilnehmer hat sich durch die Einführung der Fachoberschule stark verringert; sie streut stark regional. Im Schuljahr 201/12 wechselten 2,5 % Schüler nach der 10. Klasse Realschule an das Gymnasium. Erfahrungswerte über den Erfolg im Abitur von Schülern, die über eine Eingangsklasse in das Gymnasium gewechselt sind, liegen noch nicht vor.



Aus schulpädagogischer Sicht gelingt der Übergang unter zwei Bedingungen: 

- Der Bewerber hat den starken Wunsch, das Abitur zu schaffen und an der Universität zu studieren. Er ist dazu bereit, längere Fahrzeiten und intensive Lernphasen auf sich zu nehmen. Auch ehemalige Gymnasiasten, die in der Realschule wieder ihr Selbstkonzept gefunden und Lücken geschlossen haben, gehören zu dieser Gruppe.

- Die Vorkenntnisse in den Kernfächern D, E, M, Ph und Ch weisen keine größeren Mängel auf. Da an den Gymnasien andere Anforderungen gestellt werden, muss mit bei gleicher Leistung mit einer um einen Notengrad strengeren Bewertung gerechnet werden.



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