Webseiten anfertigen für Geld, aber ohne eine Rechtsform?
Hi, ich möchte mir etwas dazu verdienen. Dazu haben mich einige Leute gefragt, ob ich für die Webseiten anfertigen kann, d. h. Design und Programmierung. Das Geld liegt zwischen 150 und 250 €. Bald werde ich auch auf Kunden-Suche gehen.
Einzelunternehmung usw. möchte ich nicht, denn dann kommen sehr hohe Kosten auf mich zu, die ich nicht bezahlen kann. Als Freiberufler würde ich das gerne machen, aber hier und da lese ich, dass man in der Kombination als Designer und Programmierer kein Freiberufler ist. Obwohl ich schon sehr oft folgendes gesehen habe: freiberuflicher PHP-Programmierer usw. Aber mal ehrlich, grundsätzlich beschäftigt man sich mit dem Design, als mit dem Code.
1) Was kann ich jetzt machen? Kann ich einfach so Aufträge annehmen ohne jegliche Anmeldung hier und da (Behörden)?
2) Falls ich was anmelden muss, welche Form wäre besser für mich, wo ich so wenig wie möglich bezahlen muss. Es ist hierbei auch nicht garantiert, dass ich jeden Monat einen Auftrag bekomme. Vielleicht 1000 € in einem Monat, dann 3 Monate nichts.
3) Stimmt das: Wenn man als Freiberufler weniger als 400 € / Monat verdient, muss man sich nicht mal beim Finanzamt melden.
4) Wie melde ich mich denn bei zukünftigen Kunden? Hallo, ich würde gerne ihnen eine Webseite programmieren, aber kann ihn keine Rechnung stellen usw. ?
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Hi, ich möchte mir etwas dazu verdienen. Dazu haben mich einige Leute gefragt, ob ich für die Webseiten anfertigen kann, d. h. Design und Programmierung. Das Geld liegt zwischen 150 und 250 €. Bald werde ich auch auf Kunden-Suche gehen.
Wenn es eine einmalige Sache ist, reicht es, dem Gewinn (= Einnahmen - Ausgaben) in der Steuererklärung anzugeben. Bei "öfter" ist ein Gewerbe anzumelden.
>Einzelunternehmung usw. möchte ich nicht,
>denn dann kommen sehr hohe Kosten auf mich zu,
Welche denn? Eine Gewerbeanmeldung von ca. 30 €
IHK-Beitrag und Gewerbesteuer fallen bei wenig Gewinn nicht an.
>Als Freiberufler würde ich das gerne machen,
Für die Unterscheidung Gewerbe/Freiberuf geht es nicht nach "würde ich gerne". Es zählt die Ert der Tätigkeit. Webdesign ist schon ziemlich sicher Gewerbe. Wenn dann noch ein bisschen PC-Service dazu kommt, ist es garantiert ein Gewerbe.
>dass man in der Kombination als Designer und Programmierer
>kein Freiberufler ist.
Stimmt.
>Aber mal ehrlich, grundsätzlich beschäftigt
>man sich mit dem Design, als mit dem Code.
Das habe ich in Prozent Zeit bisher immer anders erlebt.
10 - 30% der Zeit : Design aushecken; Rest: Inhalt reintippen
1) Was kann ich jetzt machen? Kann ich einfach so Aufträge annehmen ohne jegliche Anmeldung hier und da (Behörden)?
Hauptsache, den Gewinn ermitteln und Steuererklärung (Anlage GSE)
Aber keine Gewerbeanmeldung ist eine Ordnungswidrigkeit
2) Falls ich was anmelden muss, welche Form wäre besser für mich, wo ich so wenig wie möglich bezahlen muss. Es ist hierbei auch nicht garantiert, dass ich jeden Monat einen Auftrag bekomme. Vielleicht 1000 € in einem Monat, dann 3 Monate nichts.
Gewerbe Einzelunternehmer
3) Stimmt das: Wenn man als Freiberufler weniger als 400 € / Monat verdient, muss man sich nicht mal beim Finanzamt melden.
Man muss als Gewerbler oder Freiberufler immer eine Einkommensteuererklärung machen!!
Ob Steuer zu zahlen ist, hängt von den Einkünften ab.
4) Wie melde ich mich denn bei zukünftigen Kunden? Hallo, ich würde gerne ihnen eine Webseite programmieren,
So etwa. Reden, Handzettel, Visitenkarten, Leute mit ungepflegten Websites suchen, ...
>aber kann ihn keine Rechnung stellen usw. ?
Never, Du musst ordentliche Rechnungen stellen, sonst gibt es rach Ärger mit dem FA. Kunde und Webdesigner machen sich sonst strafbar.
Lies Dich doch erst mal in das Thema ein: http://www.klicktipps.de/gewerbe.php
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Also Deine Fragen sind wirklich kaum zu beantworten, zumal Du in Unkenntnis einfach Sachen ausschließt. Ferner ist der allgemeine Sprachgebrauch "Freiberufler" nicht wirklich mit dem rechtlichen Freiberufler verwandt. Übrigens sind auch Designer nicht immer als Freiberufler zugelassen, sondern Gewerbetreibende. Der Nachteil ist einfach ab einem bestimmten Gewinn die Gewerbesteuer. Wie da aber gestaltet werden kann und muss, erst recht in Deinem persönlichen Fall. Und Dich aufgrund von Auskünften aus einer Internetplattform, dass ist auch gewagt. Am besten für einen ersten Überblick du gehst mal in eine [Uni-]Bücherei. Da ist dann auf 100 Seiten in aller Kürze das zu finden, womit man dann so langsam anfangen kann. Unternehmer sein bedeutet nicht nur irgend ein Produkt im Bekanntenkreis der Eltern absetzen zu können. Es bedeutet Verantwortung, auch für die eigene Zukunft und für die Kunden. Abmahnfähige Fehler auf einer Homepage und wie Du Dich vor Problemen beschützen kannst, dass sind z.B. auch Themen... Du sitzt Deinen Kunden, dem Finanzamt und womöglich anderen Stellen als "Fachmann" gegenüber. Risiken kennen und Chancen nutzen...
Kommentar von nichtklar 03.10.2008Danke für deine Antwort.
Ich war voreilig. Werde mir schnellstens einige Bücher zu dem Thema ausleihen.
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Einfach beim Finanzamt als Freiberufler ("Webdesigner") anmelden, Steuernummer holen, Rechnungen ohne Umsatzsteuer stellen und am Jahresende damit zur Steuererklärung packen.
Ich weiß nur nicht wie einen Webseite aussehen soll, die nur 150 EUR kostet!? Firmenkunden würden übrigens keine Webseite ohne Rechnung haben wollen, weil sie die dann auch nicht absetzen könnten.Kommentar von nichtklar 03.10.2008Danke für deine Antwort.
Ich war voreilig. Werde mir schnellstens einige Bücher zu dem Thema ausleihen.
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
''Wie melde ich mich denn bei zukünftigen Kunden? Hallo, ich würde gerne ihnen eine Webseite programmieren, aber kann ihn keine Rechnung stellen usw. ?''
Neee, so ganz bestimmt nicht.
wenn die deine Rechtschreibung/Grammatik sehen, wollen die bstimmt keine website von dir erstellt bekommen
du solltest Referenzen vorweisen können, wenn du dafür Geld nimmst (denn ein potentieller Auftraggeber wird nicht gerne die Katze im Sack kaufen)
du solltest dich auch rechtlich auskennen, zu dem was man auf einer website darf bzw. angeben muss und was man nicht darf
Nichts für ungut, aber so wie du hier fragst, hast du fast keine Ahnung vom Metier. Man kann hier in D nicht einfach so loslegen und für jemand anderen was für Geld machen. Da hält meist ab einer bestimmten Summe das Finanzamt die Hände auf. Man muss ein Gewerbe anmelden usw. Erkundige dich erst mal ausführlich.
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Also wir haben auch ein "Kleingewerbe" angemeldet (bei der Stadt). Das war nicht allzu teuer. Es gibt dann zwar noch ein paar Stolpersteine wie die extra "Abmeldung" vom Gewerbemüll, etc. aber dann läuft das ganz gut. Wir mußten dann am Anfang eine monatliche Steuermeldung abgeben, was aber aufgrund niedriger Beträger nach wenigen Monaten auf jährlich zurückgestuft wurde. Das ganze hat dann aber den Vorteil, dass alle gewerbenahen Ausgaben vorsteuerabzugsfähig sind (also Software, Hardware, Druckkosten, etc.). Und wenn Du eine Personengesellschaft bist, wird Dir das dann am Jahresende dann z.B. gegen gezahlte Einkommenssteuer gerechnet. Nicht vergessen: Dein Arbeitgeben müsste so einem Gewerbe zustimmen (meistens eine Formsache).
Kommentar von nichtklar 03.10.2008Danke für deine Antwort.
Ich war voreilig. Werde mir schnellstens einige Bücher zu dem Thema ausleihen.
Ob Unternehmer oder Kleinunternehmer bzw. Gewerbe oder Kleingewerbe sinnvoller ist, hängt weniger von der Höhe des Umsatzes oder Gewinns ab, sondern eher von der Art der Kunden und der Höhe der eigenen Investitionen.
Mehr: http://www.klicktipps.de/gewerbe_faq.php#mit_mehrwertsteuer
Danke für deine Antwort.
Ich war voreilig. Werde mir schnellstens einige Bücher zu dem Thema ausleihen.
lies doch erst mal gründlich die o. a. Seite!
Dann weißt Du, was für Bücher Du Dir ausleihen kannst, bzw. welche Fragen Du noch hast.