Frage von Valandilis, 72

Webdesigner werden?

Nabend allerseits =)

Ich weiß, dass dieses Thema schon öfters hier durchgekaut wurde ich frage aber trotzdem nocheinaml.

Erstmal etwas zu mir. Ich bin 23 Jahre alt und habe eine Abgeschlossene Berufsausbildung als Fleischer. Momentan abreite ich jedoch in einen kleinen Maschinenbauunternehmen als innervetrieblicher Verkäufer. Klingt komisch ist aber so. =)

Nicht, dass mir der Beruf keinen spaß macht aber ich kann die momentane Lage unserer Firma nicht einschätzen was ganz einfach bedeutet ich bin mir nicht sicher ob jemand diese Firma mal weiterführen wird. Denn es ist ein kleiner Familienbetrieb und so langsam kommen alle ins Rentenalter dort.

Als Fleischer möchte ich nicht mehr arbeiten aus gesundheitlichen Gründen aber auch aus neu gewonnenen ethischen oder moralischen gewonnenen Prinzipien. Wie auch immer.

Ich behaupte von mir, dass ich ein "geskillter" Mensch bin ohne dabei protzen zu wollen. Ich habe halt einfach ein besseres räumliches Denkvermögen als viele viele andere Menschen zumindestens in Onlinegames. :D

Ich habe auch für ein paar Clanprojekte schon die Verwaltung von Game- und Rootserven übernommen was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ich weiß es ist kein Katzensprung sich fundirte Kentnisse im Webdesign anzueignen. Habe aber schon einige Vorkenntnisse.

Meine Frage ist einfach ob es überhapt Sinn macht sich in Html, Css, Php, Mysql, Linux, Javascript oder Fotoshop etc. fundirte Kenntnisse anzueignen. Ich meine man macht ja nicht Schnipp und ist Webdesigner man muss schon Zeit haben und sich wirklich in diese Sachen vertiefen.

Wenn man sich beweisen kann oder seine erarbeiteten Projekte präsentieren kann hat man dann evtl. Chancen Hauptberuflich in dieser Richtung zu arbeiten?

Ich meine ich möchte eh nicht mehr meine ganze schöne Freizeit mit Onlinegames verschwenden. Ich möchte zukunftorientert etwas machen. Vermutlich hats in mir Klick gemacht oder so. Das sind ernstgemeinte Fragen und erhoffe mir einfach nur mal ein paar Meinungen weil es doch eher ein größeres Vorhaben ist soetwas nebenberuflich zu machen.

Danke im Vorraus

Valandilis

Antwort
von Gaskutscher, 27

Wenn als Ausbildungsberuf -> Mediengestalter für Digital und Print

Du spezialisierst dich dann auf digitale Medien.

Nebenberuflich geht auch, aber der Markt ist stark umkämpft. In jeder Stadt mit Hochschule für Informatik -> dutzende Zettel das da jemand »was günstig macht« bzw. entsprechende Freundschafts- und Bekanntschaftswerbung existiert.

Ist eben die Frage ob du eine fundierte Ausbildung (mit Vor- und Nachteilen) anstrebst oder ob du das »einfach so« versuchen willst.

Antwort
von FMTK77, 1

Mir stellt sich die Frage, ob du Webdesign oder Webebtwicklung meinst. Ich habe vor 17 Jahren angefangen mich mit einer ungesunden Mischung aus beidem freiberuflich zu betätigen. Aber (auch wenn ich mich jetzt anhöre wie mein eigener Opa) das war, bezogen auf Webentwicklung, eine völlig andere Zeit. Das Design ist inzwischen ausgegliedert an meine Schwester, die Grafikdesign studiert hat ... nicht diesen Mediengestalter-Quatsch. Ich han im Schnitt eine Wochenarbeitszeit von 70 - 90 Stunden und kann davon sehr gut leben. Letzteres aber nur aus einem Grund. Ich habe meine Stammkunden, die seit vielen Jahren bereit sind, vernünftige Qualität auch entsprechend zu bezahlen und mir auch die Zeit zu geben, Qualität abzuliefern. Heute noch auf diese Art anzufangen (freiberuflich als Quereinsteiger und Autodidakt) dürfte in den meisten Fällen (leider) zum scheitern verurteilt sein.

Antwort
von milonguero, 26

Wenn es Dich interessiert, spricht nichts dagegen, das Ganze erst mal als Hobby zu betrachten, aus dem später noch mehr werden kann.

Besser, als die Zeit mit Spielen totzuschlagen, ist es auf jeden Fall.

Antwort
von medmonk, 7

Wenn du die Möglichkeit und genügend Ehrgeiz hast, dir zu einer fundierten Ausbildung als Mediengestalter für Digital und Print in der Fachrichtung Gestaltung und Technik nahelege. Denn ohne schlechte Chance sehe, in der Werbebranche Fuß zu fassen. Klar, es geht auch ohne. Gelingt jedoch den aller wenigsten und am Ende meist nur diejenigen wirklich erfolgreich sind, die bereits gestalterisches Gespür und Können vorweisen können. Da dir aktuell aber schon essentielles Grundlagenwissen fehlt, der Weg über eine Ausbildung wohl der sinnvollste Weg wäre. 

Ich arbeite selbst seit knapp 12 Jahren in der Werbebranche. Eine Zeit lang sowohl im Beschäftigungsverhältnis als auch freiberuflich. Durch eine Vielzahl an Mitbewerber, Preis-Dumping und diverser WYSIWYG-Angebote es nicht immer leicht gar schwerer geworden ist. Erst recht für alle jene denen wichtige Kontakte und aussagekräftige Referenzen fehlen. Ich selber kann sehr gut von den erwirtschaften Einnahmen leben. Mich trotzdem selbst jeden Tag aufs neue antreibe, am Ball zu bleiben. Da sind 7-Tage Arbeitswochen auch keine Ausnahme. Den wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Soll heißen, neben der Umsetzung von Projekten auch das eigene Wissen immer wieder aktualisiert werden sollte. Tut man dies nicht, sich am Ende nicht wundern brauch, wenn man gewisse Preise nicht mehr durchgesetzt bekommt.

Wenn eine weitere Ausbildung aus finanziellen oder andere Gründen für dich nicht in Frage kommt, lieber kleinere Brötchen backen würde. Dir autodidaktisch durch Selbststudium essentielles Wissen aneignest. Sei Form- und Farbsymbolik, Typografie und Gestaltung im Allgemeinen. Ebenso web-relevante Sprachen verinnerlichst. Angefangen bei HTML und CSS Basics. Im Anschluss dich mit client- und serverseitiger Programmierung anfreunden solltest. Dazu gehört u.a. JavaScript (inkl. Libraries wie jQuery), AngularJS und/oder Node.js, Ajax und PHP mit MySQL. Ebenso Preprocessor nicht zu kurz kommen sollten. Sei es HAML, Slim oder die auf Node.js basierte Template-Engine Jade für HTML. Sass, Less oder Stylus für CSS und Coffee(Script) samt weitere für JavaScript. 

Ob du jetzt etwas damit anfangen kannst oder nicht, vorerst egal ist. Dir lediglich zeigen soll, das dich einiges erwarten kann und wird. Ob und wenn ja welchen Weg zu zukünftig einschlagen wirst, nicht voraussehen kann. Dir aber sehr wohl viel Erfolg mit dem was du machst wünsche. 

LG medmonk 

Antwort
von Berny96, 26

Du hast so was von noch alle Möglichkeit Webdesigner zu werden!

Aber um direkt mal zum wichtigem zu kommen. Wir habens 2016, lass ruhig SQL und PHP weg. Heutzutage wird Erfahrung in Javascript und die jeweiligen Frameworks (React, Angular etc.) erwartet sowie HTML und CSS, was aber selbstverständlich ist. Immer mehr neigen sich Firmen dazu auch serverseitig Javascript zu verwenden (Nodejs) damit man das ach so schreckliche PHP nicht mehr braucht, was immer lästigerweise auch SQL beansprucht. Heute nicht mehr. Verschwende nicht deine Zeit und Kraft für etwas was ausstirbt/schon fast ausgestorben ist. Linux würde ich nicht unbedingt empfehlen, ist zwar cool zu kennen aber nutzt deinem Ziel nichts. Photoshop macht sehr viel Sinn und vielleicht auch Inkscape zum Designen aber da solltest du wirklich einfach das nehmen was dir am meisten gefällt. Wünsche dir viel Erfolg!   

Antwort
von triopasi, 12

Erstens mal ist das Verwalten von Webseiten/Servern keine Webdesigneraufgabe, das ist was ganz anderes.

Zweitens glaube ich nicht, dass du ohne Ausbildung dauerhaft Erfolg haben wirst. Und bis du vorzeigbare Projekte hast wird das auch mal 1-2 Jahre dauern.

Lernen musst du auf jeden Fall HTML und CSS sowie PHP und JS - am Anfang reicht aber auch mal JS oder PHP. Ach ja, SQL brauchst du auch noch. Ob man PHP in 10 Jahren noch braucht - kA, aber aktuell g
eht ohne nicht so viel. Wer sagt du brauchst kein PHP hat kA. Und lern erstmal so programmieren ohne Framworks - mit lernt man nämlich viel weniger!

Und dass Informatiker die Webentwickler nicht ernst nehmen - naja bissl was ist find ich schon dran. Aber das muss dich ja nicht stören - mich störts auch nicht, und meine Kommilitonen sagen auch nix böses. Und das mit weniger Gehalt als andere Programmierer stimmt auch (zumindest im Vergleich zu den Hochsprachen wie C usw usf), aber so schlecht verdient man da auch wieder nicht.

Antwort
von Glueckskeks01, 17

Nun, es ist nicht umsonst ein 3jähriger Lernberuf. Das macht man nicht mal schnell, klick, nebenbei. Zudem gibt es davon mehr als genug. Ob die da ausgerechnet auf eine ungelernte Hobbykraft warten? Vielleicht hast du Glück, aber darauf hoffen würde ich eher nicht.

Antwort
von abbrechen, 22

Möglich ist alles. Und je nach Talent braucht man länger oder weniger lang, alles zu lernen. Es gibt jedoch "Webdesigner" und Webdesigner. Jene, die in ihren Dörfern Glück haben Projekte annehmen zu können, weil es keine Konkurrenz gibt und die Leute keine Ahnung haben, was oft die Art von Webdesignern ist, die keine Ahnung haben. Zumindest meiner Erfahrung nach. Heißt ja nichts.
Und es gibt Webdesigner, die in Teams professionelle Arbeit abliefern.
So oder so solltest du Kenntnisse im technischen und Designpart haben.

Design: Mach' dich mal über User Experience Design, Visual Design schlau. Was die Designgrundpfeiler sind, was wird zur Zeit gemacht, usw. J.J. Garrett, John Kolko und die Google Philosophie sind da gute Adressen.

Technik: Nun, da ist es mindestens genauso viel. Bevor du das Glück hast einen Job zu finden, in dem du dich spezialisierst (Information Architecture, Frontend Development, Visual Design, Research, bla bla bla), solltest du einen Gesamtüberblick haben.
Da wären in der Reihenfolge zu lernen: html, css, sass / less, pug, JavaScript, JSON, AngularJS, Ajax, der Umgang mit npm in NodeJs über das Terminal, TypeScript, Webpack, ReactJs und für Projektarbeiten macht sich gitlab / github nicht schlecht.
Und der Umgang mit einem CMS deiner Wahl. Meiner Liste an Empfehlungen nach passt keystoneJS und MongoDB ganz gut rein. Andere würden die Hälfte der JavaScript Sachen streichen und dir stattdessen php, WordPress und MySQL anstatt keystone und MongoDB empfehlen. Doch ich rate dir, das umfassende JavaScript Paket zu nehmen. Es ist meiner Meinung nach einfach zukunftsweisender.

Damit solltest du die nächsten Jahre erst einmal beschäftigt sein. =)

Antwort
von Kito101, 28

Ja bin gut in Onlinegames und hab Spaß daran - Ich glaub ich werd mal Webdesigner

Ich glaub den Gedanken haben sehr viele. Wenn du daran festhalten willst musst du eine Ausbildung machen. Die dauert dann mindestens 18monate. 

Problem ist aber im Moment, dass zu viele den beruf haben wollen und nicht so viele gebraucht werden. Wenn du dich also nicht von 90% abheben kannst wird das nichts im Berufleben.

Find den Beruf deshalb nicht so geeignet.

Gruß Kito

Antwort
von DougundPizza, 23

Vom Webdesign würde ich dir abraten. Erstens ist es auf Dauer ziemlich langweilig und wesentlich schlechter bezahlt. Von den meisten Informatiker wirst du nicht für voll genommen, wenn noch ein schlauer Web Entwickler kommt und erzählt wie er html programmiert^^.
Die meisten Informatiker bringen selbst schon fundierte Kenntnisse mit wenn du mit 23 bei 0 anfängst mach das ganze lieber als Hobby. Vielleicht macht dir das ganze keinen Spaß. Viele denken ich hab jetzt ein 1 Jahr programmiert und will jetzt ein Billiges 3 d Spiel programmieren oder so toll hacken wie mr Robot ^^.
Ich würde dir raten eine objektorientierte Programmiersprache lernen. Im Grunde solltest du in der Zukunft mit jeder Sprache programmieren können. Also Informatiker kannst du auch als Webdesigner arbeiten, aber anders rum eher nicht. C# und Java sind sehr Einsteigerfreundlich;)

Kommentar von triopasi ,

Wer als "Webentwickler" kommt und sagt er programmiert HTML der ist nicht mal der Bezeichnung "Webentwickler" würdig.

Kommentar von DougundPizza ,

Immer die downvotes von Webentwickler^^ ist halt die Realität das ein Informatiker fast das doppelte verdienen kann und wenn nicht sogar mehr^^

Kommentar von medmonk ,

Was ein Schwachsinn! 

Vom Webdesign würde ich dir abraten. Erstens ist es auf Dauer ziemlich langweilig und wesentlich schlechter bezahlt. 

Wenn man keine fundierte Ausbildung vorweisen kann und nur in einer kleinen Web-Butze um die Ecke hockt, mag es durchaus so sein. Auch in Verlagen, größeren Agenturen oder in Werbeabteilungen eines KMU nicht immer so prickelnd ist. 

Vieles aber auch von einem selbst abhängig ist. Wenn man sich stätig weiterbildet, auf einzelne Bereiche fokussiert und das eigene fundierte Wissen erweitert, man sogar sehr gut verdienen kann und wird. Spaß an und bei der Arbeit dann auch nicht zu kurz kommt.  

Von den meisten Informatiker wirst du nicht für voll genommen, (...)

Langweiliges pubertierendes »occupation-bashing«! Wenn man sich aufführt wie ein Kleinkind und nicht die hellste Leuchte ist, dann ja. Ansonsten sehr wohl die Leistungen wertgeschätzt werden. 

Die meisten Informatiker bringen selbst schon fundierte Kenntnisse mit

Das ist definitiv nicht so und viel mehr umgekehrt der Fall. Informatiker i.d.R. überhaupt keine Ahnung geschweige gestalterisches Grundlagenwissen besitzen. Respektive mit Design und Gestaltung nicht viel am Hut haben. Zumal die Schwerpunkte im Studium wo ganz anders liegen. 

Im Grunde solltest du in der Zukunft mit jeder Sprache programmieren können.

Kokolores! Als Web-Entwickler man sich vorrangig mit web-basierte (web-relevanten) Programmiersprachen auseinandersetzen sollte. Aber gewiss nicht mit allen. Selbst als Informatiker nicht alle im Schlaf kennen und können muss.

Also Informatiker kannst du auch als Webdesigner arbeiten,

Nein, kann man nicht. Als Web-Entwickler mit Fokus auf Front und/oder Backend durch aus, als Designer gewiss nicht. Geschäftspartner und Kollegen mit Informatik-Studium weder etwas von Form- und Farbsymbolik, von Typografie oder von anderen gestalterischen Regeln verstehen. Genau dieses Wissen ist jedoch unter professionellen Bedingungen essentiell. 



Kommentar von abbrechen ,

Informatiker =/= Informatiker.
Webdesigner arbeiten im Frontend, du empfiehlst ihm allerdings Backend Programmierung.

Dass die ein Backendprogrammierer allerdings auch im Frontend arbeiten können, ist ein wenig was dran. Den technischen Input, falls sie ihn nicht ganz drauf haben sollten, würden sie fix lernen. Allerdings fehlt Backendprogrammierern, meiner Erfahrung nach, oft einfach der Blick für gutes Design. Und das ist auch der Grund, warum man einen Webdesigner erst einstellt, statt eines besser bezahlten Backendprogrammierers. Die Programmierfähigkeiten eines Webdesigners hören zwar oft bei JavaScript auf, dafür, dafür hat er (im Optimalfall) außerordentlich gute Kenntnisse im Design. Er ist ja auch ein Designer. Und weil der Designpart so unglaublich riesig ist, gibt es da auch verschiedene Spezialisierungen. Google mal bei Bildern nach "UX Layers". Vom Research bis zum fertigen Design sind es eine Menge Wege und je nach Größe des Unternehmens / der Agentur ist auch jeweils ein Spezialist bzw. ein Team für einen Layer zuständig.
Daher gilt auch im Webdesign: Webdesigner =/= Webdesigner.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community