WEB.de Mahnung widersprochen, Antwort erhalten, Inkasso macht trotzdem weiter?

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8 Antworten

Am 01.04.2016 kam von Web.de dann auch tatsächlich eine Entschuldigung, dass sie meinen Ärger verstehen und dass alles nur ein technischer Fehler war. Ich war total happy und dachte: "endlich ist der s vorbei"

Ich würde nun folgendes machen: Zur Polizei gehen und die Mitarbeiter von web.de anzeigen wegen Verdachts des (gewerblichen) Betruges. Dann noch die Mitarbeiter des Inkassos wegen Nötigung und Beihilfe zum schweren (=gewerblichen) Betrugs.

Begründung: Seit Jahren geistert das immer wieder durch Foren, dass sich viele hunderte oder tausende Menschen verwundert die Augen reiben und bestreiten, dass sie jemals einen Vertrag abgeschlossen hätten. Nun hast du schwarz auf weiß, dass es sich also bei den "versehentlich abgeschlossenen Abos" um "technische Fehler" handeln soll. Das bedeutet doch im Umkehrschluss, dass die seit vielen Jahren nun schon technische Probleme haben und hier seit vielen Jahren im großen Stil Inkassos auf Menschen hetzen und wer weiß wie viele hundert tausende Euros zu Unrecht abgegriffen haben.

Betrug ist es deswegen, weil die seit Jahren Reklamationen haben und nie eingestehen wollten, dass es technische Fehler gibt. Sie haben seit Jahren auch vor Gericht bei den vielen Abmahnverfahren der Verbraucherzentralen, die dann vor Gericht ausgefochten wurden, immer wieder behauptet, dass bei denen alles korrekt laufen würde. Damit haben sie seit Jahren viele tausende Opfer getäuscht oder auch einen Irrtum, dass man irgendwo geklickt habe, bewusst aufrecht erhalten. Der Vorsatz ist eindeutig erkennbar, hier viele tausende Opfer zu schädigen und sich und ein Inkasso zu bereichern.

Selbst wenn sich am Ende nicht beweisen lässt, wie oft es nun "technische Fehler" waren. Bei dir haben sie es zugestanden und trotzdem macht das Inkasso weiter damit. Obwohl sie dir also schreiben, dass es ein technischer Fehler war, hört das Inkasso nicht auf und will dich mit Drohungen zur Rücknahme deines Widerspruchs bringen.

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Dann würde ich noch das Mahngericht anschreiben und eine Überleitung in das Streitverfahren beantragen, sowie eine Fristsetzung für die Klagebegründung. Und kommt die Klagebegründung würde ich dem Gericht nur schreiben "Offenbar verlegt sich die Klägerin dazu, das Gericht gezielt anzulügen. Mir liegt ein Schreiben vom 1.4. vor, wonach mein Widerspruch berechtigt ist, da es bei mir einen technischen Fehler gegeben habe. Anbei zum beweis eine Kopie des Schreibens. Ich beantrage, die Klage vollumfänglich abzuweisen und von Amts wegen die Erkenntnisse der zuständigen Staatsanwaltschaft zu übermitteln, vor allem mit Blick darauf, in wie vielen tausenden anderen Verfahren es wohl ebenfalls diese Fehler gab (das Internet ist voll von Beschwerden) und wie oft hier die Klägerin und ihr Inkasso sich schon zu Unrecht bereichert haben mögen."

Das bedeutet für die dann maximalen Ärger und nach all den Jahren hätten sie sich diesen Ärger verdient.

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Auf keinen Fall den Widerspruch zurücknehmen, denn dann wird der Vollstreckungsbescheid gegen Dich erlassen.

Auf keinen Fall eine Begründung für den Widerspruch. Soll das Inkassounternehmen doch klagen und selbst begründen, warum sie die Forderung für rechtmäßig halten.

Die Nachricht von WEB.DE gut aufheben.

Dem Inkasso jetzt noch zu antworten ist sinnlos. Alle Schreiben des Inkassos aufheben. Es kann sein, dass sie nach ein bis zwei weiteren Briefen aufgeben.

Was kannst Du machen, was sinnvoll ist:

a) Bei der Polizei einen Strafantrag gegen das Inkassounternehmen stellen, da Du den Verdacht hast, dass man Dich gerade versucht zu betrügen und weil Du Dich genötigt fühlst. Als Beweis nimmst Du alle Schreiben in Kopie mit inklusive Deinem Widerspruch gegen den Mahnbescheid und der Entschuldigung von WEB.DE.

b) Auf der Impressumsseite des Inkassos steht die Zuständige Aufsichtsbehörde. Dort kannst Du eine Beschwerde hinschicken mit gleichem Text wie bei a) und gleichzeitig anregen, man möge dringend einen Lizenzentzug prüfen.

Wenn Du diese Schritte machst, werden die Sachbearbeiter Anweisung von der Geschäftsleitung bekommen Deine Adresse nicht mehr anzuschreiben.

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Lass dir von solchen Inkassounternehmen keine Angst machen, die versuchens halt. Widerspruch nimmst Du natürlich nicht zurück sondern verlange auf welcher Rechtsgrundlage die Forderung ist. Nicht reagieren ist eine ganz schlechte Idee, denn die melden sich irgendwann mit dem Kram wieder und ballern dann Gebühren drauf. Immer per Einschreiben sicher ist sicher. Ansonsten zum Anwalt damit. Die sezen auch zum Teil darauf das die Leute keine Lust auf den Stress haben ...

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Kommentar von myzyny03
26.04.2016, 12:02

Wenn es wirklich so ist, wie beschrieben, muss er überhaupt nichts machen. Sollen die doch klagen! Der Richter wird sich freuen, wenn er das Entschuldigungsschreiben von web sieht.

Übrigens bin ich sicher, dass die NICHT klagen.

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Warum nicht einfach dem Inkassobüro eine Mail schreiben, dass sie sich mit mail.de in Verbindung setzen möchten, weil die Angelegenheit erledigt ist.

Sicherlich hat das Inkassobüro über Eure Einigung noch keine Information bekommen.

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Kommentar von myzyny03
26.04.2016, 12:04

Aufgrund persönlicher Erfahrung kann ich dir sagen, dass das VÖLLIG sinnlos ist.

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Das ist der letzte Versuch, bevor das ganze einschläft.

Kannst du gelassen ignorieren

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Das Inkassobüro kann dir nicht vorschreiben, wie du auf den Mahnbescheid reagieren sollst bzw. dass du den Widerspruch zurückziehen mußt. Das ist großer Schwachsinn. Ziehe den Widerspruch auf keinen Fall zurück!!!

Das Inkassobüro fürchtet nur, dass die von ihm geforderden Gebühren nicht bezahlt zu werden brauchen, wenn die Angelegenheit bei Gericht ist. Diese Inkassogebühren sind nämlich Unfug und gar nicht rechtens.

Leider schreibst du nicht, ob und wie das gerichtliche Mahnverfahren abgeschlossen wurde. Nur das ist für dich wichtig. Immerhin hast du ein Entschuldigungsschreiben von Web.de. Das ist schon mal sehr gut.

Ignoriere die Briefe des Inkassobüros. Möglicherweise kommen noch mehr Schreiben mit Drohungen wie Schufa-Eintrag usw. Wie gesagt, das Inkassobüro will nur seine Gebühren kassieren. Wenn Web.de dem Inkassobüro nicht mitgeteilt hat, dass das Mahnverfahren abgeschlossen ist, so kann das nicht zu deinem Nachteil sein. Du bist nicht verantwortlich für eine mangelnde Kommunikation zwischen den beiden.

Nochmals: Wie wurde das Mahnverfahren beendet? Hat Web.de offiziell und gerichtsaktenkundig verzichtet oder die Forderung zurückgezogen?

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Kommentar von myzyny03
26.04.2016, 12:06

Das macht web nicht!! Die haben ihre Forderung verkauft.

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Kommentar von Xipolis
29.04.2016, 06:54

Drohungen wie Schufa-Eintrag

Widersprochene Forderungen dürfen weder an die Schufa noch an andere Auskunfteien übermittelt werden.

Nochmals: Wie wurde das Mahnverfahren beendet? Hat Web.de offiziell und gerichtsaktenkundig verzichtet oder die Forderung zurückgezogen?

Durch den Widerpruch von fosch gegen den Mahnbescheid schwebt das Verfahren solange keine Partei innerhalb von sechs Monaten ab Zustellung des Mahnbescheides die Abgabe an an das Streitgericht beantragt. Nach sechs Monaten verliert der MB seine Wirkung.

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Du darfst AUF KEINEN FALL den Widerspruch zurücknehmen!!!

Damit hätte das Inkasso-Büro einen pfändbaren Titel!

Du musst deinen Widerspruch auch NICHT begründen.

Wenn wirklich alles so ist, wie du beschreibst, kannst du einem eventuellen Verfahren gelassen entgegensehen. Vor allem, wenn das Schreiben von web vorliegt.

Wenn du zusätzlich ein bischen Spass willst, verklage das Inkasso-Unternehmen wegen Betrugs.

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Kommentar von Xipolis
26.04.2016, 14:05

Deine Antwort ist bis auf den letzten Absatz korrekt.

Wenn du zusätzlich ein bischen Spass willst, verklage das Inkasso-Unternehmen wegen Betrugs.

Verklagen wegen Betrugs??? Wie soll das denn bitte gehen?

1.) Er kann bei der Polizei Strafantrag wegen des Verdachtes des Betrugs und der Nötigung stellen.

2.) Zusätzlich kann er sich deswegen auch beim Aufsichtsgericht des Inkasso beschweren.

3.) Ansonsten könnte er das Inkasso beklagen in Form einer negativen Feststellung (dafür müsste aber in Vorleistung treten).



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Wenn die nichts in der Hand haben,dann ist es schon eigenartig das du den Text angelegt hast

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Kommentar von myzyny03
26.04.2016, 11:59

wieso? die Inkasso-Unternehmen haben die Forderung wahrscheinlich gekauft, und versuchen IMMER Geld zu bekommen.

Da wird mit der Unwissenheit der Kunden spekuliert.

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