Frage von CEKfile, 192

WEB.DE CLUB Mahnung problem?

Ja hab nen Problem web.de hat mir mahnung geschickt von 22,50€ und den Account gesperrt bin minderjährig und bein account sind falsche Daten angegeben und der acc wurde vor dem Umzug erstellt was tun? Kann was dagegen tun?? Wegen ich früher ne Web.de club umsonst getestet hab, danach soll ich angeblich es verlängert haben?!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Theophano, 192

Hallo CEKfile,

Der WEB.de Club wird nach dem kostenlosen Testzeitraum automatisch verlängert, wenn man dies nicht schriftlich kündigt. Was das Angeben von falschen Daten angeht, bin ich immer wieder überrascht. Du bist einen vertrag mit Web.de eingegangen und hast diesen mit falschen Daten abgeschlossen. Wenn man mal ganz genau ist, ist das Betrug. Das Emailpostfach kannst du wahrscheinlich vergessen. Ausser du kannst irgendwie nachweisen, das du der rechtmäßige Besitzer bist.

Kommentar von CEKfile ,

und wenn ich bezahlen will kann ich das auch anderes machen statt per konto etc

Kommentar von Theophano ,

Das Problem bleibt, dass du Wahrscheinlich nicht nachweisen kannst, das du der Rechtmäßige Besitzer bist. Einen Lichtbildausweis wirst du wohl nicht hinterlegt haben.

Kommentar von rehgiiina ,

Dazu solltest Du den Web.de - Support kontaktieren - Deine Zahlung muss ja schließlich Deinem Konto zugeordnet werden können. Außerdem musst Du KÜNDIGEN - schriftlich und per Einschreiben - das dürfte durch Deine Falschangaben schon schwierig werden. Sonst verlängert sich das Abo ständig automatisch.

Zahlungen sind natürlich gegen Extragebühren auch als Bareinzahlung bei jeder Bank möglich.

Kommentar von Theophano ,

Nun da es nicht verboten ist, für jemanden anderes auch per Kontoabbuchung/Überweisung zu zahlen ist das auch kein Beweis.

Kommentar von rehgiiina ,

Das stimmt - aber man sollte schon wenigstens die Daten seiner Falschanmeldung noch haben - da scheitert es schon bei den meisten Betrügern.

Kommentar von mepeisen ,

Nun da es nicht verboten ist, für jemanden anderes auch per Kontoabbuchung/Überweisung zu zahlen ist das auch kein Beweis.

Wo steht denn, dass sowas verboten ist?

Kommentar von kevin1905 ,

Dazu solltest Du den Web.de - Support kontaktieren

Er ist MINDERJÄHRIG. Er kann keine rechtlich bindenden Vertragserklärungen abgeben.

Er macht exakt gar nichts und legt sich ein neues Email-Postfach zu.

Kommentar von kevin1905 ,

Du bist einen vertrag mit Web.de eingegangen

Fragesteller ist minderjährig. Ohne dass die Eltern "ja" sagen, gibt es keinen Vertrag.

Wenn man mal ganz genau ist, ist das Betrug.

Nur wenn die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass die falschen Daten angegeben wurden um bewusst die Zahlungspflicht zu umgehen, es also eine Absicht gab sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen. I.d.R. gibt man falsche Daten an, weil man eben nicht aus versehen in eine Abofalle tappen möchte und das ist in Ordnung so.

Da web.de aber schon so viele Abmahnnungen wegen unzureichener Kennzeichnung seiner kostenpflichtigen Angebote bekommen hat, wird sich kein Staatsanwalt vor den Karren spannen lassen.

Kommentar von rehgiiina ,

ZITAT:

Sehr geehrte Ratsuchende,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:
Offenbar Sind Sie bzw. Ihr Sohn hier in eine "Abo-Falle" der Firma web.de getappt. Das Vorgehen, dass web.de "letzte außergerichtliche Mahnungen" versendet, ist nicht neu. Wenn Sie bei Google "letzte außergerichtliche Mahnung web.de" eingeben, werden Sie eine Flut von Einträgen Betroffener finden.
Ob hier zunächst überhaupt ein wirksamer Vertrag zustandegekommen ist, kann nicht seriös beurteilt werden, da überhaupt nicht ersichtlich ist, welches Produkt denn bestellt worden sein soll. Es geht hier offensichtlich um eine Summe von 20 Euro. Meinen Recherchen zufolge könnte es sich eventuell um einen "Club-Beitrag" handeln. Web.de bietet offenbar auch manchmal im Rahmen einer "Geburtstagsaktion" Produkte an, die später kostenpflichtig werden, dies ist aber offenbar für viele Betroffene so überhaupt nicht ersichtlich gewesen.
Ihr Sohn könnte nach dem sogenannten Taschengeldparagraphen durchaus einen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen haben:
§ 110
Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln
Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.
http://www.frag-einen-anwalt.de/redirect.asp?location=http://dejure.org/gesetze/...

Dies wäre, vereinfacht gesagt, dann gegeben, wenn dieser Vertrag nur so geringe Kosten verursacht, dass er diese mit einem altersgemäßen Taschengeld regelmäßig bezahlen kann. Ob dies hier anwendbar sein kann, kann ich wie gesagt nicht seriös beantworten, da ja überhaupt nicht klar ist, was Ihr Sohn denn bestellt haben soll.
Für jeden anderen Vertrag, zum Beispiel Dauerschuldverhältnisse in Form eines Abos, würde gelten, dass dieser nicht rechtsgültig ist, da ein Minderjähriger ihn abgeschlossen hat. Web.de wäre auch beweispflichtig, dass hier überhaupt ein Vertrag zustande gekommen ist. ....

ZITAT ENDE

Kommentar von kevin1905 ,

Du bist lernfähig, das ist schön. Hervorgehoben hast du aber die falsche Textpassage. Diese hätte es nämlich sein müssen:

Für jeden anderen Vertrag, zum Beispiel Dauerschuldverhältnisse in Form eines Abos, würde gelten, dass dieser nicht rechtsgültig ist, da ein Minderjähriger ihn abgeschlossen hat.

Kommentar von CEKfile ,

meine frage nochma was soll ich tun?

Kommentar von Theophano ,

Du hast jetzt zumindest 2 Möglichkeiten. 1 Du wendest dich an den Web.de Support und versucht dich als rechtmäßiger Besitzer auszuweisen oder 2. Du erstellst dir einen neuen Account mit richtigen Daten. Eine andere Möcglichkeit sehe ich hier nicht mehr.

Antwort
von JohannesGolf, 169

bei dem Web.de club hast du sicher ein Probemonat bekommen, dieses verlängert sich AUTOMATISCH wenn du es nicht vorher kündigst.

Antwort
von kevin1905, 117

Neue Emailadresse anlegen.

Antwort
von rehgiiina, 139

Web.de wird ein Inkassobüro einschalten - das ermittelt Deine neue Adresse und dann kostet es richtig Geld.

Über Deine IP-Adresse bist Du eindeutig zu ermitteln.

Ab 14 bist Du so weit strafmündig.

Ob web.de eine Betrugsanzeige stellt (wegen der falschen Daten) ist unbekannt, kann aber gut sein.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

Das ist auch gut so.

Kommentar von CEKfile ,

ja aber ich hab nicht dazu gestimmt! wollte den club nicht

Kommentar von rehgiiina ,

ja aber ich hab nicht dazu gestimmt! wollte den club nicht

Du hast durch den Test alle AGB akzeptiert - und ab 14 bist Du diesbezüglich haftbar, da diese Beträge noch unter den Taschengeldparagraphen fallen.

Kommentar von mepeisen ,

Abos in AGB unterzujubeln ist verboten bzw. fällt der Inhaltskontrolle und kann sogar nach Ansicht des Bundesgerichtshofs seitens des Anbieters den Straftatbestand des Betruges erfüllen. Nämlich dann,. wenn sich der Anbieter alle Mühe gibt, Kosten und Abo zu verschleiern.

Man kann durch Bestätigen der AGB weder eine Kostenpflicht eingehen noch ein ABO. Siehe Preisauszeichnungspflicht und Buttongesetz.

Kommentar von CEKfile ,

ist ja ein vertrag und meine Eltern haben dem nicht zugestimmt

Kommentar von Theophano ,

Dann wäre der Vertrag über die Mitgliedschaft unwirksam. Bleibt der Betrug. Dein EmailPostfach bist du wahrscheinlich los.

Kommentar von rehgiiina ,

Du hast durch den Test alle AGB akzeptiert - und ab 14 bist Du diesbezüglich haftbar, da diese Beträge noch unter den Taschengeldparagraphen fallen - somit durchaus der Vertrag zustande gekommen ist.

Die gesperrte Mailadresse ist hier das kleinste Problem - schlimmer sind die Kosten für die Ermittlung des Inhabers der IP (Anwaltskosten, Inkassokosten, Gebührenumlagen etc.).

Kommentar von kevin1905 ,

da diese Beträge noch unter den Taschengeldparagraphen fallen

§ 110 BGB ist auf Dauerschuldverpflichtungen nicht anwendbar!

Alles was eine wiederkehrende Zahlung vorsieht MUSS von den Eltern genehmigt werden. Ohne Ausnahme!

Kommentar von mepeisen ,

Bleibt der Betrug

Schwachsinn. Es gibt hier keinerlei Betrug. Wer in Erwartung, dass alles kostenlos ist, falsche Daten angibt, der kann niemals den zwingend für Betrug notwendigen Vorsatz realisieren.

Wenn jemand Betrug begeht, dann Web.de, die durch permanente Tricks versuchen, Leute in diese Abo-Falle zu locken. Seit Jahren spielen die mit Verbraucherzentralen ein Katz- und Mausspiel

Kommentar von mepeisen ,

1. Sind Inkassobüros unwichtig. Bei geschäftserfahrenen Gläubigern urteilen viele Gerichte mittlerweile, dass die Gebühren nicht durchsetzbar sind.

2. Müsste es einen Vertrag geben und diesen müsste Web.de nachweisen, um überhaupt jemals etwas zu fordern.

3. Gibt es genug Gerichtsurteile gegen web.de. Die ziehen, wenn man sich wehrt, nicht vor Gericht. Soweit die allgemeine Praxis-Erfahrung.

4. Mittlerweile gibt es ja wieder die Vorratsdatenspeicherung. Ändert aber am Grundthema, ob hier jemals ein Vertrag zustande gekommen ist, gar nichts.

5. Ohne Vorsatz kein Betrug beim TE. Die falschen Daten sind unerheblich, wenn kein Vorsatz nachweisbar ist. Wenn Web.de wirklich eine Betrugsanzeige erstatten würde, wäre das wie Pfeifen im Walde.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum

Korrekt. Und die Abgrenzung ist hier extrem wichtig: Wer wirklich wissentlich, dass es etwas kostet, falsche Daten angibt, sich dann bereichert, der begeht tatsächlich Betrug. Und genau da liegt der Unterschied zur von Web.de betriebenen Abo-Falle, in die man per Geburtstagsgeschenk u.ä. reingelockt wird. Wenn einer Betrug begeht, dann eher die Leute von Web.de. Das wissen die aber auch zu genau, dass die in einer arg dunklen Grauzone hantieren.

Kommentar von Theophano ,

Ja, diese tollen "Werbe-Mails". Auf diese bin ich auch schon reingefallen. Seitdem benutze ich ein E-Mail Programm, welches diese Mails aussiebt und automatisch löscht.

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