Frage von lsfarmer, 45

Web de Account dicht gemacht?

So Leute

Meine Web de Club Falle hat eine neue Dimension angenommen.

Ich bin nun offiziell Besitzer eines gesperrten Web de Kontos.

Dies erfuhr ich, als ich mich heute mal wieder seit längerer Abwesenheit Meine Mahnmails abholen wollte, indem ein Fenster aufploppte und in wunderbar schlichten Lettern folgendes Geschrieben stand:

"Ihr WEB.DE-Zugang wurde gesperrt Sehr geehrter Kunde,

leider konnten wir trotz mehrfacher Aufforderung keinen Zahlungseingang zu den angemahnten Forderungen verzeichnen.

Wir sehen uns daher gezwungen, Ihren WEB.DE Zugang zu sperren und die Forderung an eines unserer Inkassobüros zu übergeben.

Ein separates Schreiben geht Ihnen per Post zu. Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an das zuständige Inkassobüro."

Nun habe ich mich nach diesem Schrieb etwas mit der 1 & 1 Thematk auseinandergesetzt und bereits ein neues Mailkonto bei einem anderen Anbieter eingerichtet und werde dieses eh Bald terminieren. Einzig hat mich dieser Text in meiner Meinung über Web de gefestigt.

Und zwar, dass ich das Beamtenmikado schön fleißig weiter spiele und nichts tun werde.

So stieß ich in weiterer Recherche auch auf einen Blogeintrag auf Der Wenz.de , wo es dann nach 2 Monaten sich in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Die Frage, die sich mir aber stellt ist:

Da der Artikel von 2013 ist, haben meine Eltern etwas Bammel vor meiner Methode, weil sie meinen, dass man das doch nicht vergleichen kann, da wir schon 2016 haben.

Haben sie damit Recht oder soll ich es einfach drauf ankommen lassen?

Ich scheue mich nämlich generell vor keinerlei Inkassodrohungen, die in irgendwelchen Halbseidenen Formulierungen geschickt werden, nur weil die unter einer Decke stecken.

Ich spreche hier von der BID, die eh schon im Fokus der Behörde steht.

Antwort
von mepeisen, 23

Da der Artikel von 2013 ist, haben meine Eltern etwas Bammel vor meiner Methode, weil sie meinen, dass man das doch nicht vergleichen kann, da wir schon 2016 haben.

Auf der einen Seite haben sie Recht, auf der anderen nicht.

Tatsächlich ändert Web.de die Geburtstagsgeschenke immer wieder mal. Letztendlich, weil sie gerichtlich gezwungen werden. Sie passen das Aussehen an. Die Masche bleibt aber gleich. Es ist eine Art Katz- und Mausspiel mit den Verbraucherzentralen.

Ich empfehle bei so etwas immer folgenden Brief ans Inkasso. "Wertes Inkasso. Ich habe keinen kostenpflichtigen vertrag mit ihrer Mandantin abgeschlossen und nie einen entsprechend beschrifteten Button gedrückt. Soweit ich recherchiert habe, betreibt ihre Mandantin eine betrügerische Abo-Falle, indem sie kostenlose Geburtstagsgeschenke verteilt und arglose Nutzer mit Täuschungen in die Falle lockt. Wenn Sie mich nicht in Ruhe lassen, werde ich gegen die Mitarbeiter ihrer Mandantin Strafanzeige wegen gewerblichen Betruges erstatten und gegen die Mitarbeiter ihres Hauses wegen Beihilfe und Nötigung. Ich fordere ihre Mandantin hiermit auf, die Rechnung zu stornieren und unverzüglich das Mail-Konto wieder in ein kostenloses umzuwandeln. Ich behalte mir vor, die Rückumwandlung per Gericht und via Anwalt auf ihre Kosten zu erzwingen."

In dem Text sind so viele Signalwörter, dass die nicht weiter machen.

Die können am Ende niemals vernünftig beweisen, dass du wirklich diesen Button geklickt hast. Zudem glaubt denen keiner, da sie sich seit Jahren aktiv Mühe geben, Leute in die Abo-Falle zu löschen mit angeblich kostenlosen Geschenken.

Es gibt zu viele Gesetzesverstöße. Preisauszeichnungspflicht/ Preistransparenz, Button-Gesetz usw.

Sollte ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen, einfach "Ich widerspreche komplett" ankreuzen und per Einschreiben zurück zum Gericht. Dann sind die genauso weit wie davor.

Antwort
von franneck1989, 15

In Einzelfällen kann es zur Beantragung eines Mahnbescheids kommen. In diesem Fall widersprechen und den Widerspruch nicht zurück ziehen.

Antwort
von Realisti, 20

Inkassobüro ist nicht gleich Inkassobüro.

Das würde ich genau beobachten und prüfen. Spätestens, wenn ein echter Vollstreckungsbescheid beantragt wird, hast du reale Probleme. Also jeden Brief öffnen und gut durchlesen.

Wenn deine Eltern noch nervöser werden, dann sucht eine Verbraucherzentrale auf. Das kostet ca. 100/150 €. Da würde ich eher denen das Geld geben, als der Abofalle.

Kommentar von lsfarmer ,

Also es läuft alles so ab wie bei Der Wenz auf den ich mich berufe und mir ist klar, dass gerichtliche bescheide echt sind.

Aber die sollen es angeblich gar nicht erst so weit treiben hab ich gelesen.

Kommentar von Realisti ,

Ab und an wollen sie Exempel statuieren. Wenn man dabei ist, hat man Pech gehabt.

Wie alt bist du? Teenager? (Weil du die Eltern erwähntest.)

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