In einem Mietshaus wohnen ein paar totale Blumenfreaks. Die haben rund um das Haus ganz schön viele Blumen und Sträucher geplanzt. Jetzt wird schön jeden Tag (manchmal mehrmals täglich ) Frischwasser aus dem Keller genommen um alles zu gießen. Wir haben nur eine Wasseruhr für alle zusammen hier im Haus und zahlen das Wasser ja mit. Ist das rechtens?
Das ist nicht gerecht. Wie wäre es mit einer Regenwassertonne? Regenwasser sammeln und zum Gießen verwenden. Ihr müsst mal darüber reden und erklären, dass ihr damit nicht einverstanden seid, das Trinkwasser für das Gießen mit zu bezahlen.
Wenn es nicht fruchtet, dann setzt euch mit dem Vermieter in Verbindung. Vielleicht kann er ja eine zweite Wasseruhr anbringen.

Das ist immer derselbe Ärger im Mietshaus. Wenn jede Partei eine eigene Wasseruhr hat, ist das Problem aus der Welt. Technisch ist das möglich. Wenn noch mehr Parteien in deinem Haus so denken, wendet euch gemeinsam an den Vermieter. Alleine ist das immer so einer Sache...!
Vom Prinzip her verstehe ich Deine Frage, aber: hast Du nicht auch etwas davon, von dem Anblick der schönen Blumen? Oder ist bei Euch der Kubikmeter Wasser derart teuer? Bei uns hat es in letzter Zeit unglaublich viel geregnet und meine Regenwassertonne ist immer voll. Einen Wasserabscheider beim Fallrohr reinzubringen kostet nicht die Welt. Reden mit Vermieter oder alle legen zusammen, was man dann an Wassergeld spart.
Na ja, wie gesagt, den Vermieter sowie die Mieter interessierts nicht. Ausserdem ist das Grundstück ziemlich groß, da würden ein paar Regentonnen nicht reichen.

@swallowtail hat sicherlich Recht. Aber erfreut Ihr Euch denn nicht an den Blumen? Es macht doch einen viel freundlicheren und gepflegten Eindruck wenn alles bepflanzt ist und blüht.
Wenn ich solche Häuser sehe, denke ich immer "Da wohnen aber freundliche Menschen die eine tolle Hausgemeinschaft haben und sich dort sicher sehr wohl fühlen."
Seid doch froh, daß dort Menschen wohnen, die Euch ein schönes Umfeld schaffen ohne daß Ihr zu den Anschaffugskosten der Pflanzen beigetragen oder auch nur einen Finger für die Erschaffung oder Pflege krumm machen mußtet/müßt. Da kann man doch wohl mal über die paar Cent für das Gießwasser hinweg sehen.
Seid tolerant und erfreut Euch an den Blumen. Und über eine gemeinsame Anschaffung einer Regentonne kann man dann in freundlichem Ton immernoch sprechen. Warum muß immer sofort alles in Zank ausarten?
kugel am 30. Juni 2009 09:14 Es geht nicht um die Blumenpracht - es geht ums Prinzip!
Es die Fragestellerin das Grünzeugs so gerne hätte, dann hätte sie sich an der Anschaffung/Pflege schon längst beteiligt.
Wieso soll sie für Anderleutes Hobby bezahlen? (auch wenn sie vielleicht Nutznieserin ist).
Na Zank gibts hier nicht. Klar sind Blumen schön, aber man kann es auch übertreiben und es sind bestimmt nicht nur ein paar Cent Wassergeld, es sind hunderte von Litern jeden Tag mehrmals. Das macht schon was aus. Ausserdem sind die Nachbarn hier ziemlich spießig, das ist nicht so meine Welt.
Wenn die Entnahme möglich ist und nichts anderes Vertraglich geregelt ist ist es generell rechtens. Am einfachsten ist es den Wasseranschluß weg zunehmen oder abschließbar zu gestallten.

Naja, das regelt der Mietvertrag der Wohngemeinschaft. Wenn der gesamte Wasserverbrauch umgelegt wird, ist das rechtens. Du kannst ja zur Strfe mehrmals Baden!
Ich hab es mir fast gedacht, dass das so ist. Aber wehe, wenn mal Besuch hier schläft, dann gibts direkt Stress. Weil der Besuch ja Toilette und evtl Dusche benutzt und somit den Wasserverbrauch erhöht :-(
DonRamon am 30. Juni 2009 09:34 Na, da kannst du doch argumentieren, daß du auch das gesamte Blumengedöns mitfinanzierst. Ansonsten sehe ich auch nur die Chance, mehrere Zähler einzubauen. Der Vermieter findet das ok, weil er sein Geld bekommt und die zusätzlichen Zähler sein Geld kosten (erstmal)
Ganz genau so ist es
Schon mal darüber nachgedacht und mit den Mietern / dem Vermieter darüber geredet, dass jeder verbrauchte Liter Frischwasser auch Kanalgebühren verursacht? Und die sind regelmäßig höher als die Wassergebühren.
Interessiert hier aber leider keinen.

Letztendlich ist die Frage, welche Kosten Ihr habt, das Wasser ist ja nicht so teuer im Gegensatz zum Abwasser!
Trotzdem wollte ich mal wissen, wie die Rechtslage hier aussieht.

Das kostet ja richtig was - geht nicht. Da muß ne Buchhalterin her und sie sollte sich was einfallen lassen...
Eine Tonne fürs Regenwasser wäre wirklich angebracht. Trinkwasser für die Blumen ist Verschwendung.
Das Problem wird aber sein: Wie willst du das beweisen? Wer etwas behauptet, der muss es auch beweisen. Und das dürfte nahezu unmöglich sein.
Das wäre kein Problem, wir haben einen riesen Waschtrog im Keller, der den ganzen Tag voll läuft um das Wasser fürs Gießen zu sammeln.
Dann beweise mal wer das Ding aufgestellt hat bzw. wer sich da immer Wasser holt.
Da Ding steht schon seit 50 Jahren dort und man braucht sich nur irgendwann vors Haus zu stellen und sieht stundenlang die Blumenfreaks rein und raus gehen. Einige mit Gieskannen, einer mit Schlauch zum bewässern.
das ist Oberfaul und braucht nicht akzeptiert zu werden. Die sollen ihr Wasser aus ihren Wohnungen, falls Zähler vorhanden sind, nehmen
DonRamon am 30. Juni 2009 09:03 Dann lies mal die Frage - es gibt nur 1 Zähler!
denjo2 am 30. Juni 2009 09:09 ja aber in der wohnung wird ja wohl jeder eine eigene wasseruhr haben ist doch nur mit keller gemeint oder?
Das ist das Problem. Es sind keine Einzelzähler vorhanden. Nur Gemeinschaftsuhr.
Bis jetzt dachte ich, daß es Gesetz wäre, das jede Mietpartei eine Wasseruhr hat. Dann kann jeder seinen Verbrauch selbst regeln und bezahlen! Wird aus dem Keller Wasser entnommen, wir es bei den Nebenkostn auf alle sowieso umgelegt. Ich habe für alle verbrauchsabhängigen Kosten einen Zähler in meiner vermieteten Wohnung. So gibt es keinen Streit und Verdächtigungen gegen die "bösen" Vermieter.
Das finde ich gut so.

Solange nicht jede, ich betone jede Wohnung, mit einem Zwischenzähler ausgerüstet ist, kann der Vermieter nach dem BGB nach Wohnfläche oder Personen die Wasserkosten umlegen. Nach Personen müsste so im Mietvertrag vereinbart werden. Es bringt also nichts, den Wasserhahn wegzunehmen, etc.. Hilfreich wäre für alle Mieter, zum Zweck der Kostenersparnis (da für jeden m³ Frischwasser auch analog Abwasser-Gebühren zu zahlen sind) vor diesen ominösen Kellerhahn zum Gießen einen Unterzähler durch den Wasserversorger installieren zu lassen. Das kann beantragt werden und wird auch auf Kosten des Vermieters so gemacht. Muss dann aber jährlich mit der Ablesung des Hauptzählers ebenfalls abgelesen werden. Optimal wäre dann noch, wenn der Vermieter in allen Wohnungen nachträglich die Messeinrichtungen installieren ließe. Das wäre dann eine Modernisierung und brächte für alle Mieter dann höhere Miete und Nebenkosten, da die Zählermiete und-ablesung ebenfalls auf die Mieter umgelegt würden.

Lauschst du auch an der Wasserleitung, wie oft wer im Haus badet oder duscht? Milionen von Mietern haben eine gemeinschaftliche Wasseruhr, bisher hat das unsere Gesellschaft noch nicht in tiefgehende Konflikte gestürzt.
primusvonquack am 30. Juni 2009 09:14 Oje, hab's gerade weiter oben gelesen. Die Wasserrohrlauscher sind die anderen?
Das ist mir eingentlich ziemlich wurscht, wie oft andere baden.
Vermieter findet das korrekt so wie es ist.
Habt ihr denn mit den anderen Hausbewohnern gesprochen?
Fast alle Hausbewohner finden das Ok mit den Blumen. Nur ich nicht und einer sagt gar nichts, der hat Angst :-)
Dann solltes du über deinen Schatten springen und dich an den schönen Blumen erfreuen.
Und schafft euch gemeinsam eine Regenwassertonne an. Die sind nicht teuer.
Das ist hier so groß, da reichen ein paar Tonnen nicht und wohin auch damit? Ist ja alles voller Blumen. Jeder freie Quadratcentimeter hier ist bepflanzt :-)
Wenn eine Wassertonne nicht ausreicht, könnte man einen Brunnen bohren. Das haben wir (Eigentum/Einfamilienhaus) nämlich gemacht. Das wäre nur mit dem Vermieter abzuklären.
Vermieter findet es so wie es ist, ok? Er zahlt das ja auch nicht. lach.