Frage von FERRERO23, 134

Wasserschaden von Waschmaschine in Mietwohnung. Wer zahlt?

Die Waschmaschine in unserer Wohnung hat einen defekt und deshalb einen Wasserschaden verursacht. Es ist nicht unsere eigene Wohnung, wir sind nur Mieter. Außerdem haben wir, da wir erst kürzlich eingezogen sind noch keine Hausratversicherung abgeschlossen. Die Wohnungen unter unserer haben ebenfalls einen Wasserschaden an den Wänden. Was können wir tun? Zahlt eine Versicherung? Was sind die ersten Schritte nach der Beseitigung des Wassers in der Wohnung? Vielen Dank schonmal!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kevin1905, 72

Den Schaden am Gebäude wird die Gebäudeversicherung des Vermieters bezahlen. Den Schaden am fremden Hausrat, die Hausrat des Nachbarn, sofern vorhanden.

Beide Versicherungen werden versuchen dich bzw. deine Privathaftpflicht in Regress zu nehmen.

Auf Schäden am eigenen Haurat bleibt ihr sitzen.

Kommentar von imager761 ,

Den Schaden am Gebäude wird die Gebäudeversicherung des Vermieters bezahlen.

Blödsinn: Die Gebäudehaftpflichtversicherung des Vermieters ist hier nicht eintrittspflichtig :-O
Diese deckt Schäden ab, die durch die Verletzung der Verkehrssicherungspflicht des Grundstückseigentümers entstehen, etwa Wasserschaden durch undichte oder marode Wasserleitungen.

Für die Verletzung der beim Betrieb von Wasch- oder Spülmaschinen bestimmten Sorgfalts- und Obhutspflichten des Mieters, der die  ebensowenig unbeaufsichtigt laufen lassen darf wie er Kerzen während eines Einkaufes brennen oder Bügeleisen eingeschalten lassen dürfte, muss der Vermieter der Wohnung nun selbstverstänbdlich nicht einstehen :-O

Den Schaden am fremden Hausrat, die Hausrat des Nachbarn, sofern vorhanden.

Blödsinn: Der mitgeschädigte Mieter der untenliegenden Wohnung muss nicht seine eigene Hausratversicherung für einen Schaden in Anspruch nehmen, der dem Verursacher bzw. dessen (hier nicht vorhandener) Privathaftplicht zufällt.

G imager761

Kommentar von kevin1905 ,

Blödsinn: Die Gebäudehaftpflichtversicherung des Vermieters ist hier nicht eintrittspflichtig :-O

Von Gebäudehaftpflichtversicherung habe ich auch nichts geschrieben...Hast du den Text vor dem Morgenkaffee gelesen? ^^

Blödsinn: Der mitgeschädigte Mieter der untenliegenden Wohnung muss nicht seine eigene Hausratversicherung
für einen Schaden in Anspruch nehmen, der dem Verursacher bzw. dessen (hier nicht vorhandener) Privathaftplicht zufällt.

Muss er nicht, kann und sollte er aber!

Die Hausratversicherung des geschädigten Nachbarns, sofern vorhanden, ersetzt diesem den Wiederbeschaffungswert der Schäden und kann anschließend den Fragesteller ob des Zeitwerts in Regress nehmen, hat der Fragesteller eine Privathaftpflicht, wird diese den Schaden übernehmen.

Kommentar von imager761 ,

Beide Versicherungen werden versuchen dich bzw. deine Privathaftpflicht in Regress zu nehmen.

Blödsinn: Beide Versicherungen werden die Forderungen wg. Nichteintrittspflicht rundweg ablehen :-O
Beide Versicherungsnehmer, der Vermieter bzw. Grundstückseigentümer mit seiner GHV wie der Mieter mit seiner HRV haben einen vertraglichen, gar gesetzlichen Anspruch, dass ihr Versicherer Schadenbsabwehr vornimmt :-O

G imager761

Kommentar von kevin1905 ,

der Vermieter bzw. Grundstückseigentümer mit seiner GHV

Woher nimmst du die GHV auf einmal, davon steht nirgendwo etwas? ^^

Antwort
von schleudermaxe, 78

Die eigenen Schäden werden somit über die Geldbörse geordnet und die Schäden am Gebäude durch die Vermieter. Die leisten sich meist eine VGV, die ja die Mieter bei entsprechender Vereinbarung bezahlen mit den BK.. Alles eigentlich ganz einfach. Viel Glück.

Antwort
von imager761, 77

Für den entstandenen Schaden haftet ihr als Verursacher. Zunächst wird die Wandfeuchte der betroffenen Räume durch Bautrockner beseitigt und dann renoviert, meint Tapeten, Wandanstrich erneuert und ggf. Bodenbelag, Hausrat und Möbel zum Zeitwert neu angeschafft.

Das zahlt ihr  - einschl. Regressforderung aus Mietminderungsanspruch des geschädigten Mieters unter euch - ohne entsprechende Haftpflichtversicherung natürlich aus eigener Tasche wie die Schadensbehebung in euren Mieträumen auch.

Wie man auf Abschluss einer vergleichsweise günstigen Privat-Haftpflichtversicherung meint verzichten zu können, erschliesst sich mir nicht: Die muss man  - nicht nur als Mieter - einfach haben :-)

G imager761

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 46

Schadenersatzpflichtig ist der Verursacher bzw. evtl. die eigene Hausratversicherung (bei Schäden im eigenen Haushalt) oder die eigene Haftpflichtversicherung für Schäden in der unteren Wohnung oder an der Mietsache. Wenn beide V. nicht bestehen, bist du voll für alles regresspflichtig.

Antwort
von rena101955, 49

Also ich habe das so verstanden, dass Ihr noch keine Hausratversicherung habt! Eine Haftpflichtversicherung ist doch aber vorhanden, oder auch nicht? Denn den eigenen Schaden deckt die Hausratversicherung ab, die Ihr ja nicht habt. Also müßt Ihr diese Kosten selbst tragen! Schäden an fremden Eigentum sind durch eine Haftpflichtversicherung abgedeckt. Schäden, welche am Gebäude entstanden sind, werden durch die Gebäudeversicherung des Vermieteres ersetzt! An Eurem Beispiel kann man sehen, wie wichtig der Abschluß einer Hausratversicherung ist! Für die Zukunft empfehle ich Euch dringend eine abzuschließen und lieber auf andere überflüssige Verträge zu verzichten!

Antwort
von kenibora, 76

Keine Hausratversicherung... sehr leichtfertig... Sprich mit dem Eigentümer der Wohnung.!

Antwort
von dandy100, 73

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