Frage von atina1976, 47

Wasserschaden nach Austausch einer Amatur durch Handwerkerbetrieb, wer haftet?

Auftrag an die Firma: Amaturentausch am Waschbecken, weil die bestehende Amatur alt war. Firma hat den Austausch am 30.11.15 gemacht. Es war in der Einliegerwohnung eines Wohnhauses. Die Eigentümer nutzen diesen Teil nicht und sind erst wieder am 07.12.15 in die ELW um zu lüften. Hier wurde festgestellt, dass Wasser unter dem Waschbecken rausläuft. Wände in Wohn-und Schlafzimmer haben sich teilweise bis 1/4 der Höhe vollgesaugt. Einige Leisten haben sich gelöst und sind verbogen. Parkettboden ist an einigen Rändern, besonders vor dem Bad vollgesaugt und an wenigen Stellen aufgequollen. An allen Wänden und Tapeten sind Flecken vom Wasser. Wer haftet für den Schaden, wer ist in welcher Beweispflicht? Die Firma wurde informiert und hat kurz vor Ort mündlich festgestellt, dass eine Muffe defekt wäre und es dadurch käme. Sie würde sich um einen Entfeuchter kümmern. Das ist meiner Meinung nach zu wenig, ausserdem muss die Wohnung wieder hergerichtet werden. Rechtsschutz nicht vorhanden. Wer zahlt einen Gutachter etc. Eigentlich ja eindeutig, vorher war alles bestens, dann war die Firma da - dann Wasserschaden. Der Chef persönlich hat noch gearbeitet, kein Mitarbeiter. Wer kennt sich aus, bitte alle Infos. Danke vorab

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BenLam, 47

Hallo,

ihr solltet den Schaden eurer Wohngebäudeversicherung melden und dort mitteilen, dass der Schaden durch den Handwerksbetrieb verursacht wurde.

Der Versicherer wird euch unterstützend zur Seite stehen und den Schaden erst einmal beseitigen. Im Nachgang werden vermutlich Regressansprüche an den Betrieb fällig.

Kommentar von Buerger41 ,

Dem ist Nichts hinzuzufügen. Das ist einen edlen Stern wert :-)

Antwort
von RudiRatlos67, 34

Ohne Gesetzbuch ist der Fall meiner Meinung nach nur für die allerwenigsten zu beantworten... Wichtige Fakten sind: der Auftragnehmer ist in der erweiterten Produkthaftung und das Gebäude, oder der Gebäudeversicherung ist nicht bewohnt, was wiederum eine Anzeigepflichtige gefahrerhöung der Wohngebäudeversicherung darstellen könnte und evtl. Auch auf die Produkthaftung

Antwort
von suzisorglos, 38

Hier ist ein Leitungswasserschaden eingetreten, der wohl vom Handwerksbetrieb zu verantworten ist. Gleichwohl solltet Ihr den Schaden Eurer Gebäudeversicherung melden. Diese kümmert sich in Absprache mit Euch um die Feststellung des Schadenausmaßes und eine fachgerechte Schadenbeseitigung (Rückbau, Trocknung, Wiederherstellung etc.). Euer Gebäudeversicherer wird den Schaden regulieren und den verursachenden Betrieb in Regress nehmen - damit müsst Ihr Euch nicht belasten.

Antwort
von schleudermaxe, 27

... die Dinger ordnet doch die VGV und die HR und sogar ohne jedwede Abzüge. Was sagen denn die dazu? ... eine H übernimmt doch nur den Zeitwert, warum also?

Antwort
von FreierBerater, 27

Was willst du mit Rechtsschutz - soll ein Anwalt aufwischen??

Zuständig ist die Betriebshaftpflichtversicherung des Sanitärunternehmers! Alle Kosten werden dortseits zum Zeitwert getragen.

Notwendigenfalls schicken die auch einen Gutachter.


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