Wasserhärte und Leitwert
Hallo,
nachdem unser Wasserversorger seine neue Anlage fertiggestellt hat, kommen nun für mich recht merkwürdige Wasserwerte aus unserer Leitung: KH 4 - 5 und GH 6 - 7, dabei allerdings ein Leitwert von über 480 ms.
Mir war bisher immer so, als würde 1 Härtegrad ungefähr einem Leitwert von 30 ms (ich finde das richtige Zeichen leider auf meiner Tastatur nicht) entsprechen.
Ich weiß allerdings auch, dass sich der Leitwert nicht nur aus den Salzen, sondern auch aus Mineralien, die im Wasser enthalten sind, ergibt.
Folgendes Problem allerdings: Für mein einlaufendes kleines Tanganjika-AQ, in welches demnächst N. multifasciatus einziehen sollen, muss ich das Wasser aufhärten. Mittels dem entsprechenden Mittelchen aus dem Hause De--erle eigentlich kein Problem. Habe ich die Werte da, wo sie hingehören (KH 13 - GH 9) dann ergibt sich jetzt ein LW von annähernd 1200 - das ist ja schon Brackwasser.
Eure Tipps sind gefragt,wie ich das Wasser aufhärten kann, ohne den Leitwert in diese Höhe zu treiben.
Viele Grüße
Daniela
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
ich geh mal davon aus du redest von µs ( Alt Gr + M ) und nicht wirklich von ms ;)
Womit härtest du dein Wasser denn auf ? Mit Calciumchlorid ? Sollte dies der Fall sein , versuch es mal mit Calciumsulfat und Magnesiumsulfat , dieses steigert den Leitwert nur minimal...
Wie immer ist das ganze für mich relativ schwer auf Süßwasser zu übertragen , ich werd mich aber heut abend mal damit näher beschäftigen ( hab eh Bereitschaft ) :D , mal sehen was ich so noch rausbekomme...
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Antwort von IssyundGuppies 03.05.2012
Hey, zwei Genies unterhalten sich !!!! "Lach" Sorry ich kam drauf als ich das hier gelesen hab und musste es einfach loswerden.
Kommentar von dsupperdsupper 03.05.2012Wie schon unten geschrieben, ich glaube, dass du gar nicht verstanden hast, um was es hier geht - jedenfalls nicht um diese völlig überflüssigen Wasseraufbereitungsmittel.
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Antwort von IssyundGuppies 03.05.2012
Hey, zwei Genies unterhalten sich !!!! "Lach" Sorry ich kam drauf als ich das hier gelesen hab und musste es einfach loswerden. ich wundere mich ein wenig das Sie (du) dsupper alias Daniela, nach Wasseraufbesserungsmitteln fragen, wo Sie (du) doch vielen davon abgeraten haben. Naja egal. LG Issy
Kommentar von dsupperdsupper 03.05.2012Hallo,
du vertust dich leider: es geht hier nicht um die Wasseraufbereiter, von denen ich (und Auratus ebenso) abraten. Diese Wasseraufbereiter sollen Chlor und Schwermetalle aus dem Wasser entfernen. Das ist unnötig, weil in Deutschland das Leitungswasser ohnehin kaum gechlort wird und auch keine Schwermetalle enthält (es sei denn, man lebt in uralten Häusern mit Bleirohren).
Wenn du richtig liest, dann erkennst du, dass es hier um Mittel geht, um das Wasser aufzuhärten - also zu weiches Wasser für die Fische artgerecht zu machen. Meine Fische aus dem Tanganjikasee brauchen nämlich sehr hartes Wasser - und unser Leitungswasser ist sehr weich (was meine Zwergbuntbarsche in meinen vielen anderen AQ sehr schätzen)
Im Gegensatz zu dir, packe ich nicht irgendwelche Fische in jedes beliebige Wasser, sondern versuche, den Tieren das Umfeld zu bieten, das sie brauchen.
Mein Problem und die Lösungsideen haben rein gar nichts mit den "normalen" Wasseraufbereitern zu tun, die absolut unnötig sind.
Aber ich glaube, du hast das Problem und unsere Diskussion hier gar nicht wirklich verstanden ...
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Hallo Auratus,
danke für die Tastenkombi, natürlich meine ich µs
Da ich mit der Aufhärtung noch wenig Erfahrung habe, habe ich mir tatsächlich ein Produkt der Fa. Dennerle gekauft um GH und KH aufzuhärten. Da Tanganjika-Wasser eine höhere KH als GH braucht, habe ich zusätzlich noch die entsprechende Menge Kaisernatron (Natriumhydrogencarbonat) benutzt.
Mich wundert eigentlich insbesondere, dass unser relativ weiches Kranwasser einen so hohen LW enthält - rechnerisch kommt das gar nicht hin. Ich kann mir das nicht so recht erklären.
Aus welchen Zutaten das Zeug von Dennerle besteht, steht auf der Packung natürlich leider mal wieder nicht drauf.
Gibt es "Hausmittel" für Calciumsulfat und Magnesiumsulfat (so etwas wie das Kaisernatron für Natriumhydrogencarbonat) oder bekommt man das Zeug in der Apotheke?
Viele Grüße und schon einmal danke für deine Überlegungen
Daniela
in der Apotheke bekommt man sowas auf jedenfall...
Was ich sagen kann ist , das 1. die Leitfähigkeit extrem Temperaturabhängig ist und 2. verschiedene Salze unterschiedlich gut leiten. Deshalb auch das oben genannte Calciumsulfat nehmen. Ich denke mal du wirst momentan mehr beispielsweise Chlor Ionen in deinem Wasser haben als vorher ( natürlich auch noch andere das wäre nur ein beispiel ). Dazu müsstest du aber mal die kompletten Wasserdaten ansehen und gucken was sich wie verändert hat...
Bei mir gibts diese auf der Stadtwerke seite zum downloaden , einfach mal nachschauen...
wir haben hier einen Leitwert von 793µs bei 20°C also nochmal das doppelte von deinem. Und der Grenzwert liegt bei 2500µs. Und dann ists immernoch Süßwasser ;)
Mein Salzwasser hat beispielsweise 53ms , ich nutze allerdings nie die Leitfähigkeit höchstens zum messen des Osmosewassers. Von daher auch für mich relatives Neuland was den Bezug aufs Aquariumwassers angeht. Ich würde erstmal sagen das dies "relativ" egal sein sollte. Allerdings brauch ich mir da auch keine Gedanken zu machen denn ich nehm dest. Wasser + Meersalzmischung und komme auf meine Werte...
Auf jedenfall leitet sowas wie Calciumsulfat weniger gut als Calciumchlorid soviel kann man sagen... Vielleicht solltest du mal probieren aus Leitungswasser + dest. Wasser und den 3 Salzen das perfekte Ergebnis zu erzielen. Falls du bisschen experimentierfreudig bist ;)
Was mich nur wundert ist das man sich in der Süßwasseraquaristik so gut wie garnicht mit der Ionenbalance beschäftigt?!?! Vielleicht weil sie so gering ist? Ihr scheint einfach mit x aufzuhärten ohne y zu kennen... Im Meerwasser herrschen die Algen wenn die Balance zu sehr aus dem Ruder läuft , da muss KH , Calcium und Magnesium in einem gewissen Verhältnis zueinander stehen... Aber anderes Wasser andere Sitten ;)
Ich würds auf jedenfall mal ausserhalb des Aquariums in einem Eimer testen...