Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft - was kann ich tun?

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5 Antworten

Der Körper lagert in der Schwangerschaft natürlicherweise Wasser ein.

Das Volumen des Blutes im Körper erhöht sich und auch der Wasseranteil steigt. Die Venen müssen verstärkt arbeiten, um das Blut zurück zum Herzen zu führen, werden aber auch durchlässiger, so dass mehr Wasser ins Gewebe gelangt. Gleichzeitig drückt der immer größer werdende Bauch auf das Becken und erschwert den Rückfluss des Blutes. So kommt es, dass sich während der Schwangerschaft vor allem in den Beinen Wasser sammelt und Ödeme entstehen.

Gönne dir Ruhe, lege möglichst oft die Beine hoch und auch nachts ist es wichtig, dass deine Beine höher liegen als dein Becken, damit der Rückfluss des Blutes und der gestauten Flüssigkeit optimal unterstützt wird.

Achte auf eine gute, ausgewogene Ernährung mit keineswegs salzarmer Kost, denn eine ausreichende Zufuhr ist wichtig, um den Blutfluss zu fördern. Auch Flüssigkeit solltest du täglich genügend aufnehmen: Trinke mindestens zwei Liter Mineralwasser, ungesüßte Säfte oder Kräutertees am Tag.

Auch Stützstrümpfe sind hilfreich, um Wassereinlagerungen zu vermeiden oder zumindest zu mindern.

Achte auf regelmäßige Bewegung; empfehlenswert sind Spazierengehen, Radfahren und vor allem Schwimmen.

Wechselduschen mit einer anschließenden Bürstenmassage regen die Durchblutung und damit den Flüssigkeitstransport im Körper an. Fuß- oder Vollbäder bei 37° C mit Meersalz können helfen.

Schüssler-Salze regen den Stoffwechsel an. Gute Erfahrungen gibt es zum Beispiel mit den Salzen 5, 8, 10 und 11; jeweils zweimal 5 Tabletten einnehmen (evtl. aufgelöst in H2O als „heiße Sieben“).

Homöopathie

  • Apis mellifica D12, wenn deine Beine und Hände dicker werden, aufgedunsen aussehen und du ein unangenehmes Spannungsgefühl verspürst. Typischerweise würdest du am liebsten ständig kaltes Wasser über Arme und Beine laufen lassen. Dosierung: Am ersten und zweiten Tag 4- bis 5-mal, ab dem dritten Tag 2-mal täglich 5 Globuli unter der Zunge zergehen lassen.
  • Helonias dioica D6, wenn du Rückenschmerzen auf Höhe der Nieren hast. Eventuell hat der Arzt festgestellt, dass dein Urin Eiweiß enthält und dass der Blutzuckerspiegel erhöht ist. Anmerkung: Helonias dioica ist ein bewährtes Mittel bei Stoffwechselstörungen in der Schwangerschaft und unterstützt die ärztliche Behandlung. Dosierung: 3-mal täglich 5 Globuli unter der Zunge zergehen lassen.
  • Solidago virgaurea D3, wenn du bereits vor der Schwangerschaft immer mal wieder zu Wasseransammlungen neigtest und vielleicht öfter mal einen Harnwegsinfekt hattest. Anmerkung: Solidago ist ein wichtiges Mittel zur Verbesserung der Nierenfunktion, es hilft, Giftstoffe aus dem Körper zu leiten. Deshalb ist Soidago auch bewährt zur Nachbehandlung eines Harnwegsinfekts. Dosierung: 3-mal täglich 5 Globuli unter der Zunge zergehen lassen.

Akupunktur kann eine Möglichkeit zur Linderung sein.

Alles Gute für dich und eine gesunde und tolle Schwangerschaft und Geburt!

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Moderate Bewegung kann helfen, wie zum Beispiel Spazierengene. Früher empfahl man einen Tag in der Woche nur ungesalzenen Reis zu essen. Das ist ziemlich ekelhaft, soll aber recht wirkungsvoll sein. Allerdings solltest du deinen Frauenarzt befragen, ob man medikamentös was machen kann.

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Kommentar von isebise50
17.02.2016, 22:27

Der oft zu hörende Ratschlag, bei Wassereinlagerung wenig zu trinken und die Salzzufuhr zu begrenzen, ist medizinisch veraltet, da diese Maßnahmen nicht helfen und das Problem sogar noch verschlimmern können. Das gilt auch für die Empfehlung, zur Entwässerung Reis- oder Obsttage einzulegen.

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Klingt seltsam, aber gegen Wassereinlagerungen hilft viel Wasser trinken; allerdings, da es schwangerschaftsbedingt ist, hilft das vielleicht nur bedingt

Ich würds mal ne Woche mit mindestens 2,5-3litern Wasser/Tee pro Tag versuchen und schauen, obs besser wird :)

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Hatte ich in meiner ersten SS auch. Jetzt trage ich seit dem positiven Schwangerschaftstest Kompressionsstrümpfe, um dem vorzubeugen! Die bekommst du ohne Zuzahlung auf Rezept. Geh mal zu deinem Hausarzt oder lass dich von der Frauenärztin/dem Frauenarzt zum Phlebologen überweisen (das wird aber nicht nötig sein wird...

Noch eine schöne Restschwangerschaft!

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Was meint denn Dein Frauenarzt?

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Kommentar von toenella
17.02.2016, 17:44

Meine Frauenärztin meinte nur : "Das ist normal" - mehr hat sie nicht gesagt

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