Frage von freimaid, 75

Wasserdruck bei Ölheizung steigt immer wieder an - Was tun?

Hallo, eine wohl schon 30 Jahre alte Ölheizung (von Sieger) lässt den Wasserdruck immer wieder enorm ansteigen, obwohl die beiden Hähne zugedreht sind? Dann muss ich Wasser ablassen, aber in immer kürzeren Zeitabständen steigt es wieder an.

Was ist da zu tun?

Bitte nur Expertenantworten, Danke!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von realistir, 39

Dein Hinweis, 30 Jahre alte Ölheizung verwirrt einige nur. Manche können dann nicht mehr klar denken, lassen sich ablenken. ;-)

Ist das eine Fussboden- oder Heizkörperheizung? Wie hoch ist vom Heizungsraum der höchste Heizkörper in Metern schätzungsweise entfernt?
Ich frage dies wegen dem dafür nötigen Betriebsdruck der Anlage.

Gehen wir mal von 1,1 Bar nötigen Druck aus. Was zeigt denn das Druckmanometer an? Gibt es an der Heizungsanlage eine Warmwasserbereitung für Duschwasser bzw ähnliches? Gibt es zwischen Heizungskessel und Warmwasserspeicher ein bzw zwei Absperrventile?

Wenn ja, sperre beide Ventile ab, sorge mal dafür dass dieser Problemkreislauf abgesperrt ist und beobachte beim Druck ablassen auf 1,1 Bar Heizkreisdruck, ob dann noch weiterer Druckanstieg erfolgt. Erfolgt nun keiner mehr, ist das Problem bekannt, liegt es in durchgerostetem Warmwasserspeicherkreis. Dort kann der Wasserdruck vom hausüblichen Trinkwasserkreis in den Heizungskreis drücken.

Dann brauchst du keine komplett neue Anlage, sondern nur ein neuer Brauchwasserspeicher und damit dichte, getrennte Wasserkreise.

Ich hoffe doch stark, es gibt keine direkte Schlauchverbindung  oder Rohrverbindung per zwei Handventile zur Wassernachspeisung in den Heizkreis. Sonst könnten diese Ventile kaputt sein und den Hausüblichen Wasserdruck von fast 3 oder mehr Bar darüber einspeisen. Das wäre dann die Kostengünstigste Variante, dann müssten nur diese 2 Ventile neu gemacht werden.

Drhe der einfachheit einfach mal das Ventil vor oder hinter der Wasseruhr zu. Lasse dann etwas Druck an der Heizung ab, etwa auf 1,1 Bar und beobachte, ob nun der Druck weiter so hoch ansteigt wie vorher im Fehlerfalle.

Steigt er nicht mehr so hoch an, hast du das Problem erkannt. Trinkwasserdruck drückt entweder über Einspeiseventile in Heizkreis, oder über den Brauchwasserspeicher.

Probiere mal entsprechend, berichte etwas genauer den Aufbau dieser Heizung und nenne mal welchen Druck das Manometer anzeigt, wie hoch höchster Heizkörper ist, oder höchster Fussbodenheizkreis.

Letzteres mit Ventil nahe Wasseruhr absperren sagte ich, falls zwischen Heizkesselkreis und Brauchwasserkreis keine absperrventile befindlich sind. Dann kann ein Fehler zwischen den beiden Kreisen nur so ermittelt werden.


Antwort
von quantthomas, 40

Im Boiler dürfte sich ein Leck aufgetan haben, sodass eine Verbindung zwischen Heizungswasser und Trinkwasser besteht.

Das könnte man testen, wenn man den Wasserzulauf zum Boiler absperrt. Der Heizungsdruck dürfte dann nicht mehr steigen.

Wenn das nicht möglich ist, einfach über Nacht die  Hauptwasserleitung absperren, dann kann nix passieren. 

Der Ruf nach einem Klempner ist unumgänglich.

Kommentar von Sudelnuppexxl ,

Prinzipiell richtig,  aber nicht über Nacht absperren. Die beiden Drücke würden sich ausgleichen und dann ist die Gefahr groß dass Heizungswasser ins Trinkwasser drückt. 

Kommentar von quantthomas ,

Der Riss in der Leitung dürfte recht klein sein, weil der Wasserdruck nur langsam steigt.  Also ist die Gefahr einer Trinkwasserverschmutzung relativ gering, weil es dazu einen größeren Druck braucht. 

Aber die Nacht ist eh schon vorbei und daher kannst du einen Tipp abgeben, wie der Sonntag überbrückt werden kann, ohne einen Klempner.

Antwort
von 61klaus52, 23

Hallo freimaid,

beobachte bitte mal ob der Druck steigt wenn der Kessel heizt. Sollte das der Fall sein kann das Ausdehnungsgefäß das höhere Wasservolumen durch die Ausdehnung bei Erwärmung nicht mehr aufnehmen. Sollte sich der Wasserdruck senken wenn der Kessel aus ist und das Heizungswasser abkühlt, dann ist eindeutig das Ausdehnungsgefäß defekt. Kannst auch mal gegen das Ausdehnungsgefäß klopfen, dann hörst du ob es noch einen Hohlraum gibt, wenn nicht ist es voll und kann kein Wasser aufnehmen...der höhere Druck geht in den Heizkreis.

Antwort
von Sudelnuppexxl, 35

Habt ihr einen Warmwasserspeicher welcher durch den Heizkessel aufgeheizt wird? Oft sind diese alten Speicher mit Trinkwasser gefüllt und werden mit Heizungswasser aufgeheizt welches durch einen Wendel fließt.  Ich hatte es schon dass dieser Wendel durchgerostet ist. In diesem Fall strömt Trinkwasser (höherer Druck) ins Heizungssystem (niedrigerer Druck). Der Speicher wäre ein Totalschaden.  Ursache ist dann vermutlich mangelnde Wartung. Ist Opferanode je getauscht worden?

Antwort
von herakles3000, 42

Das Ausdehnunggefäss ist kapput oder hat Kein stickstof mehr da mus ein neues hin oder es kann nochmal aufgefülltw erden mit stickstof aber das kann nur der fachman vor ort entscheiden.Außerdem ist die anlage  wirklich 30 Jahre als mus eine neue her sonst wird sie stillgelegr werden .Auf der Rückseite unten am heizkessel ist ein typenschild da müste auch das later stehen.

Auch ist das Sichgerheitsventiel kapput  und mus ersetz werden den es sollte für solche  Fälle das Wasser Ablassen.

Kommentar von GravityZero ,

30 Jahre allein ist noch kein Kriterium dafür - da kommt es noch auf andere Details an.

Kommentar von herakles3000 ,

Seit letzedem jahr leider Schon Neue Reglung der Regierung  .

Kommentar von GravityZero ,

Du meinst die EnEV. Die 30 Jahre sind aber nur für Kessel mit konstanter Temperatur, nicht für Niedertemperatur. Und selbst bei ersten Kessel hat man noch 2 Jahre wenn man erst 2013 Eigentümer wurde.

Kommentar von herakles3000 ,

Das Kann so sein aber die Nidertemperatur technik ist kaum 30 Jahre Alt dIe kamm   verausichtlich erst in den 90er auf den markt bzw Gibt es sie erst.

Kommentar von GravityZero ,

Mein Schwager hat eine Heizung von 88 mit Niedertemperatur. Diese Technik ist seit 78 auf dem Markt - wir standen aus dem Grund vor der gleichen Frage, deswegen weiß ich das.

Antwort
von GravityZero, 39

Am naheliegendsten ist ein defektes Ausdehnungsgefäß.

Kommentar von freimaid ,

Was ist zu tun, bis ein Fachmann kommt?

Kommentar von GravityZero ,

Oder ein defekter Hahn der Zuführung - der aber im Prinzip sowieso gesetzlich nicht erlaubt ist.

Kommentar von GravityZero ,

Schwer zu sagen - den Druck jedenfalls immer kontrollieren und evtl. Kesseltemperatur verringern. Ob es der Hahn ist lässt sich ja leicht testen

Antwort
von schleudermaxe, 44

.... und wo soll das Wasser herkommen?

Einfach die Zuführung stoppen, und gut ist, oder?

Kommentar von freimaid ,

Welche Zuführung denn?
Die beiden Hähne, mit denen der Druck sonst ausgeglichen wird, habe ich zugedreht.

Kommentar von schleudermaxe ,

... Wasserdruck kann nur steigen, wenn Wasser da ist. Wurde es wie hier  abgelassen, kann der Druck nicht mehr steigen. Es sei denn, es wird wieder Wasser nachgefüllt.

Kommentar von herakles3000 ,

Wasser Ändert durch  Das Erhitzen seine dichte und Dent sich aus dadurch wird  es auch mehr..Bis Es wieder erkaltet sonst würde man kein Ausdehnungefäss zum Auffangen brauchen.

Kommentar von schleudermaxe ,

..  es wird Wasser jedes Mal abgelassen, da kann sich ja nichts mehr dehnen. Zudem haben solche Anlagen zwingend ein Überduckventil, so jedenfalls uns meinen Häusern.

Da sollte m.E. einmal die "Wartung" nachschauen, die ja sowieso fällig ist.

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