Frage von mike1234, 204

Wasseraustausch im Warmwasserspeicher?

Hallo,

Ich wohne im 3 Stock eines Mehrfamilienhauses mit 6 Wohnungen. Unter mir liegen zwei Wohnungen mit insgesamt 3,5 Personen.
Im Keller ist ein ca. 80 Liter Warmwasserspeicher.

Meine Warmwasseruntersuchung ergab nach 100 Liter eine starken Keimbelastung.

Wenn die unterliegenden Nachbarn in Urlaub fahren und ich nach drei Tagen Dusche, erhalte ich dann 3 Tage Stagnationswasser aus dem Speicher?

Oder findet ein Wasseraustausch zur Vermeidung einer Stagnation statt nach zum Beispiel 72 Stunden?

vg

Antwort
von BigLittle, 146

Was ist unter dem Satz: "Meine Warmwasseruntersuchung ergab nach 100 Liter eine starken Keimbelastung." zu verstehen?

Du benutzt also 3 Tage lang kein warmes Wasser aus der Warmwasserleitung? Wäschst Du Dich mit kaltem Wasser oder wie? Das Wasser in der Warmwasseranlage stagniert nicht, auch wenn man 3 Tage nicht duschst. Denn in einem Mehrfamilienhaus ist eine Zirkulationsleitung installiert, die das Warmwasser immer bis kurz vor der letzten Zapfstelle jederzeit zur Verfügung stellt. Allein dadurch wird das Wasser im Boiler umgewälzt. Außerdem sollte die Temperatur im Warmwasserboiler nicht unter 55°C und nicht über 60°C eingestellt sein. Damit wird der Keimbildung entgegengewirkt. Darüber hinaus sind moderne Heizungsanlagen mit einer sogenannten Legionellenschaltung ausgestattet, die den Boiler mindestens einmal in der Woche auf über 70°C durchheizt, damit eventuell vorhandene Bakterien abgetötet werden. Ich hoffe, daß diese Schaltung aus falschem Energiespardenken deaktiviert wurde und die Warmwassertemperaturen nicht unter 55°C eingestellt wurde! Darüber hinaus sollte man auch die jährlichen Wartungen der Heizung und des Warmwasserboilers nicht vernachlässigen und auch den Boiler regelmäßig im Rahmen der Wartung bei Bedarf entschlammen lassen.

Kommentar von mike1234 ,

Der Vermieter sagte mir der Brennerraum sei verunreinigt.

Ich

habe aufgrund

starken

Reizhusten 100 L Warmwasser in den Abfluss abfließen lassen.

Und dann eine Warmwasseruntersuchung mit MacCONKEY-Agar Nährboden bei

einer Vorlauftemperatur von 47 bis 52 Grad vorgenommen.

Die Untersuchungsergebnisse ergaben in einem Zeitraum von 0 bis 4 Monaten eine starke Keimbelastung. Ich bereitete heißes Wasser aus dem Wasserkocher und der Reizhusten verschwand.

Die Nachbarn klagten nicht über gesundheitliche Probleme. Nur starkes Parfüm im Treppenhaus.

Der Vermieter verrichtete Arbeiten (Pumpengeräusche) im Heizungsraum und
die darauf folgende Warmwasseruntersuchung ergab eine schwache Keimbelastung. 

Wenn die Zirkulationleitung das Wasser im Boiler umwälzt und bei einer
Vorlauftemperatur von 52 Grad eine starke Keimbelastung enthalten,
dann war die Legionellenschaltung aus oder der Boiler verschlammt?

Wenn der Vermieter (Wasserinstallateur) eine mangelhafte Wartung durchfürt besteht eventuel Wiederholungsgefahr.

Kommentar von BigLittle ,

Also ich will Dir nicht zu nahe treten, aber ein Reizhusten ist nicht auf einen verschmutzten Brennerraum zurück zuführen, es sei denn Du hättest den Kopf im Brennerraum gehabt, während er gereinigt wird! Dein Reizhusten ist ärgerlich für Dich, aber das Wasser war mit Sicherheit nicht die Ursache dafür! Deine "Untersuchung" mit dem Nährboden war sicher eine tolle Erfahrung, aber leider vollkommen unnütz! Legionellen und um diese geht es ausschließlich bei der eventuellen Verkeimung des Warmwassers, sind mit den herkömmlichen Nährböden nicht zu vermehren oder nach zu weisen. Vor allem hast Du nicht das Equipment um eine fachlich und sachlich fundierte Untersuchung des Wassers durchführen zu können! Oder hast Du die Keime ausgezählt und die Kolonien, die Du gezüchtet hast identifiziert? Ich weis nicht, welche Sau Du hier durchs Dorf jagen willst, aber das hört sich nicht gut an! Entschuldige bitte, aber Deine Schilderung klingt mir eher so, als wenn Du eine hypochondrische Ader hast und zu viel Zeit hast, Dich mit Dir selbst und Deinem direkten Umfeld zu beschäftigen?  Aber vielleicht ist es auch nur eine Unzufriedenheit mit Deiner persönlichen Situation? Such Dir dringendst ein Hobby und hör auf in Deiner Umwelt nach Ursachen Deines Unwohlseins zu suchen! Du bist auf gutem Weg Dich selbst in den Wahnsinn zu treiben, mit solchen Aktionen! Vielleicht suchst Du auch einmal einen Therapeuten auf, der Dir bei Deinen Problemen helfen kann. Am Warmwasser liegt es garantiert nicht und auch nicht an dem verunreinigten Brennerraum. Gute Besserung!

Kommentar von mike1234 ,

Erste Warmwasseruntersuchung nach 30 Liter: Starke Belastung von roten Bakterien (Salmonellen, Shigellen und coliformen Bakterien)

Zweite Warmwasseruntersuchung nach 100 Liter: Starke Belastung von farblosen Bakterien.


Kommentar von BigLittle ,

Was qualifiziert Dich, die Wasseruntersuchung vorzunehmen und die Tests aus zu werten? Steht Dir eine Laborausrüstung zur Verfügung? Diese von Dir "festgestellten" Bakterien sind überall zu finden und an Deinen Händen, ja auf Deiner gesamten Haut zu finden und die Proben werden bei unsachgemäßer Probeentnahme und Weiterbehandlung dadurch kontaminiert. Du hast immer noch nicht begriffen, daß Deine "Wasseruntersuchung" mit ungeeigneten Mitteln und Gerätschaften keine verwertbaren Ergebnisse bringen kann! Die Keime oder Bazillen, nach denen Du suchst sind Legionellen, die Du aber nicht feststellen kannst, weil Dir die Technik, das Wissen und das Können dazu fehlt! Das was Du hier treibst ist eine reine Hexenjagd! Hör damit auf und such Dir einen Therapeuten und lass Dir bei Deiner Paranoja helfen, bevor Du Dich noch in ein Unglück stürzt! Noch ein letzter Satz zu der Warmwassertemperatur. Wenn die Temperatur zwischen 55°C und 60°C eingestellt wird, dann ist die Legionellenvermehrung nicht möglich! Die Legionellen sind ungefährlich, wenn sie oral aufgenommen werden. Nur in den Fällen, wo das Wasser fein zerstäubt wird, ist es möglich sich mit den Legionellen zu infizieren, wenn sie eingeatmet werden. Betroffen sind allerdings auch nur immungeschwächte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, Hier zu der befürchteten Verkeimung noch ein Auszug: "... hat der Deutsche Verein des Gas- und
Wasserfachs – Technisch-wissenschaftlicher Verein (DVGW) die Richtlinie DVGW-W 551 – Maßnahmen zur Verminderung des Legionellenwachstums
herausgebracht. Diese schreibt vor, dass Großanlagen (Anlagen mit
Warmwasserspeichern über 400 Liter Inhalt und Warmwasserleitungen mit
über 3 Liter Inhalt) einmal pro Tag auf 60°C aufzuheizen sind. Diese
thermische Desinfektion schließt den gesamten Inhalt des Speichers sowie
alle Leitungen mit ein. Kleinanlagen, d.h. Anlagen in Ein- und
Zweifamilienhäusern unabhängig von der Speichergröße, Anlagen mit
Warmwasserspeichern bis 400 Liter sowie mit einem Inhalt der
Warmwasserleitungen bis 3 Liter, bedürfen keiner besonderen Vorkehrung." So, das müsste reichen. Also lass den Unfug und such Dir woanders Hilfe bei Deinen psychischen Problemen, damit Du Dich nicht noch unglücklich machst! Gute Besserung!

Kommentar von anitari ,

Der Vermieter sagte mir der Brennerraum sei verunreinigt.

Alles klar. Das Wasser fließt durch den Brennerraum und da der verunreinigt ist, ist es auch das Wasser. Tolle Logik;-)

habe aufgrund starken Reizhusten 100 L Warmwasser in den Abfluss abfließen lassen.

Und damit hast Du dafür gesorgt das das Warmwasser nicht "stagniert" und Deine Warmwasserkosten unnötig in die Höhe getrieben.;-)

Antwort
von mama2015e, 139

Das kommt auf die Wasserleitung in Deinem Haus an. Wichtig ist, den Warmwasserspeicher regelmässig über 62 Grad zu heizen um Verkeimung zu vermeiden!

Kommentar von Kifferkeks ,

75 grad soll für eine thermische Desinfektion erreicht werden.

Kommentar von mama2015e ,

bei 62 Grad denaturieren alle Eiweiße ... Das sollte reichen.

Kommentar von mike1234 ,

Starke Verkeimung bei einer Untersuchungstemperatur von 52 Grad.
Die aktuelle Wassertemperatur beträgt 43° C bei schwacher Keimbelastung.

Der Vermieter hat aus Kostengründen die Kesseltemperatur auf unter 60 Grad gestellt.

Kommentar von mama2015e ,

das ist unzulässig! Der Vermieter darf seinen Mieter keiner Gesundheitsgefährung aussetzen!

Kommentar von mike1234 ,

Wenn die Desinfektionstemeratur vom Vermieter aus Kostengründen nicht eingestellt wird und kein Wasseraustausch von den Urlaubsnachbarn stattfindet, besteht dann nicht Keimgefahr?


Kommentar von mama2015e ,

das hängt wie gesagt davon ab, wie die Installation der Wasserleitung im Haus ist. In der Regel aber nicht.

Antwort
von wolfram0815, 110

Wenn du Mieter bist, dann muß sich der Vermieter umgehend drum kümmern.

Antwort
von anitari, 81
"Der Vermieter sagte mir der Brennerraum sei verunreinigt.

"

Der Brennerraum bzw. der Brenner kommt mit dem Wasser im Warmwasserpseicher überhaupt nicht in Berührung.

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