Frage von PosoPerne, 56

Wasser von A nach B transportieren, durch Schwerkraft?

Es gibt ja, über den Planeten Verteilt, Areale mit unterschiedlich hoher Schwerkraft.

Mal angenommen ich habe ein Rohr... oder besser... eine Pipeline und diese verläuft - auf gleichbleibender Höhe parallel zum Meeresspiegel - über eine weite Strecke, exemplarisch von der Ost zur Westküste der USA, jedoch entlang graduell schwerer werdender Gravitationsfelder, so dass Punkt A der Pipeline sich auf geringerer Schwerkraft befindet als Punkt B. Wenn ich dieses Rohr nun mit Wasser fülle, würde dieses merklich von A nach B fließen?

Antwort
von OlliBjoern, 19

Soweit mir bekannt ist, ist der "Meeresspiegel" nur eine idealisierte Vorstellung, das Meer kann aber (aus dem erwähnten Grund, minimal verschiedene Gravitationskräfte in gleicher Höhe) "Dellen" und "Beulen" haben.

Der Panama-Kanal wurde schon erwähnt, es ist nicht so, dass auf beiden Seiten zwangsläufig der selbe Spiegel herrschen muss. Zu der Gravitation kommt ja auch noch die Dynamik hinzu (ein unterschiedlicher Pegel braucht ja auch eine gewisse Zeit, bis er sich ausgleicht).

Gezeiten sind auch noch zu beachten. (Einfluss des Mondes)

Antwort
von ausdertonne, 30

Ja wenn sich  die Gravitation entlang des Rohres verändert, dann gibt es im Rohr Stellen, an denen das Wasser fließen würde.

Es kommt immer darauf an, ob die Gesamtkraft eine Komponente in Richtung des Rohres hat. Sie ergibt sich als Summe aller Gravitationseinflüsse, gewichtet mit dem Abstandsquadrat (also die Newton Formel).

Antwort
von dompfeifer, 22

Wenn "Punkt A der Pipeline sich auf geringerer Schwerkraft befindet als Punkt B", dann haben wir ein Gefälle von A nach B, und entsprechend dem Gefälle wird das Wasser auch fließen. Nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren dürfte diese Gefällstrecke nicht auf konstanter Höhe über dem Meeresspiegel liegen. Dieses Gesetz gilt aber nur für ruhende Flüssigkeiten (statischer Druck). Bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Meeresströmungen kann es da aber durchaus Abweichungen geben (dynamischer Druck). Sonst bräuchte man im Panama-Kanal keine Schleusen zum Ausgleich der verschiedenen Höhen der beiden Ozeane. 

Kommentar von derkiesi ,

Quatsch!

Die Schleusen sind nicht wegen eines Höhenunterschiedes zwischen den Ozeanen gebaut worden (den gibt es quasi nicht), sondern weil man den Gatunsee aufgestaut hat.

Es war leichter einen künstlichen See 26m über dem Meeresspiegel zu schaffen, als die gesamten 80km einen Kanal zu buddeln.

Kommentar von dompfeifer ,

Richtig, man sparte mit den Schleußen auch Erdaushub. Aber den Höhenunterschied zwischen den Ozeanen gibt es auch.

Antwort
von Roderic, 18

In deiner Frage steckt bereits ein Widerspruch:

"auf gleichbleibender Höhe parallel zum Meeresspiegel"

und

"entlang graduell schwerer werdender Gravitationsfelder"

schließen sich gegenseitig aus.

Kommentar von dompfeifer ,

Nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren dürfte diese Gefällstrecke nicht auf konstanter Höhe über dem Meeresspiegel liegen. Dieses Gesetz gilt aber nur für ruhende Flüssigkeiten (statischer Druck). Bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Meeresströmungen (dynamischer Druck) kann es da aber durchaus Abweichungen geben. Sonst bräuchte man im Panama-Kanal keine Schleusen zum Ausgleich der verschiedenen Höhen der beiden Ozeane. 

Antwort
von miezepussi, 33

Da die Schwerkraft bei A geringer ist, als bei B, würde das Wasser nach A fließen. Jedoch wird es auch von dem Druck abhängen, mit dem Du das Wasser zuleitest. Ist dieser Druck höher als die Kraft der Schwerkraft (blöde Formulierung, ich hoffe du verstehst mich), fliest es nach B

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