Frage von HontaYOYO, 188

Was zeichnet Veganer besonders aus, vorrangig Empathie oder vielmehr das Mitgefühl Tieren gegenüber?

Und schließt dies auch andere oder nur bestimmte Menschen mit ein?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Abwehr, 92

Grundsätzlich gibt es auch gute ethische Gründe, weder Empathie noch Mitgefühl Tieren gegenüber zu haben.

Wollt ich nurmal so erwähnen

Kommentar von Philipp342 ,

Wie ist denn das Gemeint? Ethische gründe kein Mitgefühl zu haben???

Antwort
von Undsonstso, 60

Ähm.... Ist das eine Fangfrage im doppelten Sinne, könnte die Frage spezielle gestellt werden, damit man weiß, worauf sie abzielt...?

Empathie und Mitgefühl sind nicht das Gleiche, bei beiden  "Emotionen" sind verschiedene Hirnareale aktiv. Empathie steht für Einfühlen / Eindenken , für "Dein Schmerz ist mein Schmerz (im gespiegeltem Sinne)" und Mitgefühl ist eher das emotionale Zurücktreten und helfen wollen.

Empathie hat oft einen bitteren Nachgeschmack, weil starkes empatischees Einfühlen /Eindenken u.U. aggressiver und rachsüchtiger machen kann.

Es ist ratsamer , sich bei ethischen und moralischen Fragen eher vom Mitgefühl als von der Empathie leiten zu lassen.

Meiner Überzeugung nach gehen beide Emotionen zwar oftmals Hand in Hand oder sie überlappen sich, aber den wenigsten gelingt das sich bewußte Zurücknehmen können.

Kommentar von HontaYOYO ,

Wieso?

Empathie hat oft einen bitteren Nachgeschmack, weil starkes empatischees Einfühlen /Eindenken u.U. aggressiver und rachsüchtiger machen kann. 
Antwort
von lluisaT, 52

Du kannst das natürlich nicht wirklich verallgemeinern, da diese Menschen nur eine Sache wirklich verbindet: sie sind alle vegan.

Bei einer Studie ist letztens herausgekommen, dass Vegetarier eher jung, weiblich und gut gebildet sind, während auf besonders überzeugt Fleischesser eher das Gegenteil, alt, männlich und niedriger Bildungsstand zutraf. (Aber das ist dann ja auch nur ein durchschnitt und nicht jeder ist so).

Ich denke generell kann man sonst noch sagen das Veganer und Vegetarier eher auf ihre Umwelt (Umweltverschmutzung, Klimawandel, etc.) achten, mehr Gewissen und Moralvorstellungen haben, Tiere mögen und mehr auf das Vollsein anderer Lebewesen achten. Ihnen ausserdem auch ihre Gesundheit wichtig ist und sie den Mut haben Entscheidungen zu treffen und sich trauen was zu tun (nicht nur rum jammer von wegen "Ich mag Tiere ja auch und find das doof wenn die für mich sterben müssen")

Kommentar von wickedsick05 ,

hier z.b.

Menschen mit Depressionen, psychosomatischen Beschwerden, Angst- oder Essstörungen verzichten oft auf Fleisch

Jung, Single, weiblich, Stadtmensch – so sieht der typische Vegetarier aus.

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article112546292/Psychisch-Erkrankte-w...

Ich denke generell kann man sonst noch sagen das Veganer und Vegetarier eher an esstörungen leiden und bei Mutti wohnen...

Kommentar von lluisaT ,

Da hab ich eher das Gegenteil erfahren

Kommentar von lluisaT ,

Wieso sollten Veganer und Vegetarier eher bei Mutti wohnen? Veggie zu werden war ja schon eine eigenständige Entscheidung und ist mit einem gewissen extra Aufwand verbunden, dass spricht ja nicht für komplette Faulheit. Wie verschiedene Menschen ihr Leben leben und wann sie zuhause ausziehen ist zwar immer ganz unterschiedlich, aber einen Grund für deine haltlose Behauptung gibt es nicht.

Und einiger Veganer/Vegetarier die ich kennen hatte in der Vergangenheit Esstörungen und haben dann diese Art der Ernährung al gesunden Umgang mit Essen für sich entdeckt. Ich kenn aber auch Omnivore die in der Vergangenheit Essstörungen hatten (und auch meine Veganerfreunde waren damals noch Vegan). Natürlich ist es leichter als veganer eine Essstörung zu verstecken, und einfach immer zu sagen "ich darf dass nicht essen".

Antwort
von flunky, 77

Ich empfinde Empathie für jedes Lebewesen.
Dabei räume ich jedoch Personen (nach Singer: überdurchschnittlich intelligente Wesen) mehr Wünsche zu, als anderen.
So habe ich Mitgefühl mit allen Weidetieren, die sich nicht frei bewegen können und mit jedem Carnivor (Katzen, Hunde,…), der nicht artgerecht, z.B. vegan ernährt wird.
Hier hört für mich Empathie jedoch nicht auf.
Ich sammle beim Gehen Schnecken auf, um zu verhindern, dass andere auf sie treten.
Ich wechsle die Straßenseite, um Tauben Raum zum Essen zu geben.
Ich zertrete trockenes Brot am Boden.
Ich hebe (Plastik) Müll anderer auf, um das Verfangen oder Verschlucken von/durch Tiere zu verhindern.
Dies sind jetzt auf Tiere bezogene Beispiele, aber mit Menschen gehe ich nicht anders um.

Dennoch töte ich Mücken in meinem Zimmer und sobald mich eine Bremse/… sticht/beißt schlage ich danach.
Ich gebe den Tieren immer eine Chance. Öffne das Fenster und wedele nach draußen, bewege mich und streiche von mir weg.
Aber ich begreife mich als Person, dieses Lebewesen möchte nicht leiden. Ich möchte auch nicht leiden.
Also versuche ich die Lebewesen schmerzlos zu töten. Durch den Stich leide ich. Da diese Lebewesen kaum bewusst sein besitzen und sich keine Zukunft ausmalen, leiden sie nicht durch einen schnellen Tod.

Antwort
von mychrissie, 59

Ich gebe jedem Lebewesen (Flöhe, Mücken, Zecken und Bakterien mal ausgenommen) die Zuneigung und das Mitgefühl, die es braucht, um sich wohl zu fühlen.

Natürlich hat man so seine Vorlieben, elegante Katzen sind mir lieber als kackende Hunde oder Tauben, diese fliegenden Ratten der Innenstädte.

Das ist auch bei Menschen so, fröhliche Kinder sind mir lieber als hinterm Gartenzaun keifende Nachbarn. Zum Glück habe ich von der ersten Sorte viele um mich, von der zweiten keinen einzigen.

Antwort
von wickedsick05, 51

werder noch. es ist vielmehr der Naturentzug der ihn auszeichnet

Kindliche Verniedlichung der Natur, moralische Überhöhung
des Schutz- und Pflegeanspruchs auf der Basis technischer
Allmachtsfantasien, Berührungsverbote entgegen den eigenen Bedürfnissen und Schuldgefühle, wenn man ihnen doch nachgeht. Wie aber soll jemand, der die Natur nur mit schlechtem Gewissen betritt, ein angemessenes Verhältnis zu ihr entwickeln? Wie kann die zukünftige Generation lernen, besser mit ihr umzugehen, wenn sie sich schon im Kindesalter daraus zurückzieht?

Als aktuelles Beispiel für das "Bambi-Syndrom" wird mehrfach auf das
Geschehen um den knuddeligen Eisbärennachwuchs im Zoo (und die Empörung, wenn der erwachsene Eisbär dann die Karpfen in seinem Wassergraben erlegt) verwiesen. Eine Folge dieses Natur subjektiv Naturentfremdung verniedlichenden Naturbildes ist die Ablehnung des Jagens oder des Baumfälens.

wanderforschung.de/files/bambikz1234003206.pdf

wanderforschung.de/files/naturentfremdung1226843289.pdf

Eine ernährung OHNE das töten und quälen von Tieren ist NICHT möglich. Der Veganer entscheidet also selbst völlig willkürlich welches Tier leben und welches Tier sterben muss. GENAU wie der Mischköstler nur eben anders...

indem manche Veganer einfach ausblenden oder es sich schönreden dass für ihre ernährung ebenso Tiere sterben oder leiden fühlen sie sich überlegen anderen gegenüber. DAS wollen viele nur nicht begreifen... Ausblenden ist nun mal einfacher. ala Kopf in den Sand...

Kommentar von Philipp342 ,

Veganer versuchen so zu Leben das der Tot und das Leid aller Tiere vermieden wird. Zu Argumentieren das man doch gerne Tiere schlachten kann soviel man will weil man es ja eh nicht verhindern könne eine Ameise zu zertreten oder Sein Gemüse zu Spritzen ist eine Sehr schwammige Argumentation. So als würde ich jemanden einmal Hauen und mir dann selbst denken: Wo ich schon dabei bin kann ich ihn gleich Tot prügeln, das macht ja jetzt auch keinen Unterschied mehr.

Wie sich gezeigt hat kann man auch als Veganer eine Vielfalt von Essen genießen, das muss man nicht belächeln und bei ausgewogener Ernährung ist es mindestens so gesund wie eine Mischkost. Das ist eine Frage der Ethik, denn es kann niemals eine Gewaltfreie Welt geben wenn wir weiter Tagtäglich (mutwillig) die Gewalt an Tieren in Kauf nehmen.

Aber lasst uns nicht zuletzt vergessen das vor allem unser Wirtschaftssystem welches Unternehmen durch Gewinnorientierung zu seelenlosen Psychopathen macht die Missstände in der ''Tierproduktion'' quasi heraufbeschwören. Wenn man konkurrenzfähig bleiben will fängt das bei der Massentierhaltung an und endet bei der oft unzureichenden Schlachtung.

Die macht liegt immer noch bei uns, den Verbrauchern. 

Kommentar von wickedsick05 ,

also wenn die Kuh vergiftet wird ist es dem Veganer genehme und macht nichts aus. DAS passt sehr gut zum Natur defizid syndrom oder auch Bambi syndrom genannt.

Hier was der Veganer gerne ausblendet oder unter den Teppich kehrt und mal NICHTS mit den vermeintlichen Missständen in der ''Tierproduktion'' zu tun hat:

Enteignung, Umweltzerstörung, Korruption: Das dreckige Geschäft mit dem Palmöl

http://www.focus.de/wissen/weltraum/odenwalds\_universum/enteignung-umweltzersto...

ABER es ist Vegan...ja ich weiss... ausblenden und Kopf in den Sand stecken ist einfacher

Kommentar von Philipp342 ,

Noch so ein Genie der meint jeder Veganer versucht möglichst viel Palmöl zu essen weil wir ja wissen das das schädlich für die Umwelt ist. Nur mal so als Beispiel: Kennst du Nutella? Ist ein Aufstrich in dem Palmöl drin ist und Milchpulver ergo essen Veganer keine Nutella und trotzdem geht das zeug weg wie nichts, wer kauft das wohl = Du. Wer Vegan lebt setzt sich für gewöhnlich stark mit seiner Ernährung auseinander wie kaum ein Mischköstler, man liest sich durch Vegane Blogs durch und erfährt auch vom schädlichen Palmöl auf das man verzichten sollte ob Vegan oder nicht.

Das habe ich auch schon woanders angeführt: Schwefelsäure ist auch vegan. Wirfst du Veganern jetzt auch vor ihre Kinder mit Schwefelsäure zu stillen? = Ist genauso unsinnig wie dein Kommentar.

Kommentar von Omnivore08 ,

@Wick hol das Popcorn....die Rechtfertigungsversuche für seine Mangelernährung sind köstlich :-)

Kommentar von Philipp342 ,

Deine Ignoranz von Fakten ist noch Köstlicher: https://www.youtube.com/watch?v=_Xp3l21k8uE

Die ''Bambi''Filme sind ja auch nicht für dich, nur für die Menschen die einen Sinn für die Realität haben und wie man in dem Video erkennen kann indem auch der größte Mastbetrieb überhaupt
in Europa zu sehen ist geht es den Tieren dort sehr schlecht.

Antwort
von ASmellOfRoses, 37

Zunächst mal finde ich, dass einen Menschen Mitgefühl für und Achtsamkeit auch gegenüber Tieren nicht "auszeichnen sollte", aber wahrscheinlich ist deine Frage wie immer auf vegan lebende "Bessermenschen" bezogen...:)

Für mich ist Mitgefühl sowohl ein Grundprinzip als auch die größte Verantwortung des Menschseins, das keiner speziellen Hervorhebung bedarf - sofern es ernstgenommen und nicht nur auf Menschen angewendet wird, sonst wird es zur Farce !

Empathie bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die Fähigkeit, sich in die Gefühlswelt und das Empfinden anderer hineinzuversetzen. So gesehen kann auch ein Mörder und ein Pädophiler über Empathie verfügen und diese für seine kranken Triebe nutzen, indem er sich an der Todesangst und Pein seiner Opfer weidet und aufgeilt !

Echtes Mitgefühl dagegen ist das, was uns zu wirklichen Menschen macht, wenn wir es leben und entgegenbringen und nicht die Tiere ausschließen...

Um es mit einem Zitat von Leo Tolstoi auszudrücken:

"Das Mitleid bleibt immer dasselbe Gefühl - ob man es mit einem Menschen oder einer Fliege empfindet. Der dem Mitleid zugängliche Mensch entzieht sich in beiden Fällen dem Egoismus und erweitert dadurch die moralische Befriedigung seines Lebens."

Noch ein Zitat - von Georg Christoph Lichtenberg:

"Es tun mir viele Sachen weh, die anderen nur leid tun !"


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