Was wurde mit mir gemacht?

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Support

Liebe/r biomechanik,

Deine Situation klingt besorgniserregend.

Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Oder schau mal hier: http://www.nummergegenkummer.de

Herzliche Grüße

Leif vom gutefrage.net-Support

12 Antworten

Zunächst mal jegliche Art Beweise sichern.

Bilder, Aufnahmen, schreib alles auf, an was du dich erinnerst mit Tag und Uhrzeit.

Auch ins Krankenhaus und alles dokumentieren lassen. Das heisst NICHT dass du ihn anzeigen musst oder jemand was erfährt! Nicht mal dass du darüber reden musst. Nur dass

1. Alles rechtssicher(!) dokumentiert wird (frag nach rechtssicheren Doku-Sets, die hat leider noch nicht jede Klinik!) FALLS du ihn irgendwann anzeigen willst und

2. Dass medizinisch alles gut versorgt wird und auch Vorsorge betreffend Schwangerschaft und Krankheiten getroffen wird so gut es eben geht.

Dann Hilfe suchen. Kann eine Freundin sein, besser aber noch jemand Professionelles.

Da Termine bei Psychologen und Psychiatern ewig dauern, und die auch nur begrenzt zuständig sind (eig nur fürs Zuhören, weniger etwas zu tun) und Hausärzte oft überfordert sind und das ja auch psychosoziale Fragen aufwirft...

Würde ich mich an den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt wenden. Komplette Schweigepflicht und können sowohl psychisch als auch sozial, Auszug, Jugendamt etc beraten und dir bei Ämtern helfen soweit und wenn du das willst.

Und dich erst mal aufklären was da Zuhause überhaupt mit dir passiert.

UND die tun NUR was du willst, nix aus Eigeninitiative und haben 100% Schweigepflicht.

In Frage käme auch noch der weiße Ring, Verein gegen Missbrauch an Kindern.

Konkret ist das, was da passiert, ein chronischer innerfamiliärer sexueller Missbrauch.

Und da das regelmäßig passiert, ist davon auszugehen dass es einer deiner Eltern oder beide wissen. Eventuell passiert das sogar gegen Bezahlung dass sie "wegschauen". Klingt hart, passiert aber öfter als man annehmen möchte. Du bist nicht allein damit.

Insofern solltest du schnellstens dort raus und jeglichen Kontakt zu Tätern oder Täter-Loyalen meiden, Rufnummer und Adresse ändern etc. - aber das ist dir für den Anfang sicher zu schnell. Es braucht Zeit das zu realisieren und akzeptieren. Also geh am besten vor wie beschrieben. So mutet du dir nicht zu viel zu, sicherst dich aber so gut wie möglich ab und hältst dir die Optionen für die Zukunft offen - und gehst die aktiven Schritte dann in Ruhe an.

Und dann wenn alles gut gelaufen ist und du in Sicherheit bist... DANN kannst du dir über eine Anzeige und die Konsequenzen (auch für dich, so ein Prozess ist hart!!!) Gedanken machen bzw dich beraten lassen zb vom weissen Ring.

Ich wünsche dir viel Mut und Kraft auf diesem schweren Weg.

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Kommentar von Seanna
28.07.2016, 05:05

Was mir noch einfiel zum Thema psychologische Hilfe... In vielen größeren Städten gibt es Trauma-Ambulanzen mit Notfall Sprechstunden. 

Da bekommt man schnell und unkompliziert erst mal Hilfe, eine Einschätzung / Aufklärung auch über Traumatisierung und oft auch Unterstützung. 

Man geht zur offenen Notfall Sprechstunde oder ruft für einen Termin an. Krankenkassen Karte nicht vergessen.

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Überwinde dich und rede mit einer Bezugsperson! Oder Geh zu Polizei sowas ist nicht okay! Oder Ruf einfach mal bei "Nummer gegen Kummer" an die helfen dir auch meistens weiter. Das ganze ist auch anonym. Die Nummer Lautet: 116111

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Kommentar von Seanna
28.07.2016, 04:59

Die anderen Tips sind ggf sinnvoll, aber die Polizei würde zwangsläufig eine Anzeige durch die Staatsanwaltschaft nach sich ziehen, ohne den Willen oder die Situation des Opfers einzubeziehen.

Das ist in dieser sozial ungeklärten Situation und bei evtl unbekannter Mittäterschaft der Eltern "tödlich" - Außerdem gilt es jeglichen weiteren Kontrollverlust (also auch über Anzeige, Zeitpunkt wann man wem was sagt) zu vermeiden. Denn der Kontrollverlust ist das Schlimmste an solchen Taten.

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Rede mit deinen Eltern, einer Freundin oder der Polizei. Sowas darfst du dir nicht gefallen lassen. Du kannst nichts dafür, dass es soweit gekommen is aber du musst jetzt was dagegen unternehmen sonst wird es immer wieder passieren. Lass dir ein pfefferspray kaufen und sag ihm fals er nochmal zu dir kommt dass du das nicht willst. Fals er nicht die Finger von dir lässt musst du dich wehren.

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Also pass auf Mädel! Das ist jetzt kein Scherz! Ich hab keine Ahnung ob jetzt nicht zu mindest die Mitarbeiter dieser Seite in der Pflicht stehen dies anzuzeigen. Also wenn Das jetzt nicht deutlich wird das dort eine Anzeige gemacht wurde, Die Redaktion hier in Aktion gegangen ist, tu ich das. Direkt nach dem Frühstück setz ich mich in mein Auto und fahre zur Polizei.

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Ich glaube nicht das gutefrage.net dafür die richtige Plattform ist. Auf solche Fragen wirst du keine hilfreiche Antwort bekommen. Die kannst du auch nicht. Wende dich an einen Psychiater. Jetzt ohne Witz. Psychologen kriegen von mir den vollsten Respekt. 

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Kommentar von Seanna
28.07.2016, 04:48

Warum kann man darauf keine hilfreiche Antwort bekommen? 

Hier gibt es tausende Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen mussten oder noch machen. Und die ggf schon Hilfsmöglichkeiten oder eine gute Vorgehensweise für eine solche Situation kennen.

Ein Psychiater bzw Psychologe kann da - außer beraten und zuhören - übrigens herzlich wenig tun, da beide keine rechtssicheren Beweise sammeln und schon gar nicht Sozialarbeiterisch tätig werden können... Also Beratungsstelle finden, begleiten, evtl Jugendamt, Auszug, rechtliche Konsequenzen etc.

Sicher sind die zur Verarbeitung und Unterstützung wichtig, aber nicht für die ersten Schritte, zumal sie unter 18 für eine Therapie nach den ersten 5h eine Unterschrift der Eltern benötigen würde und völlig unklar ist, ob und wie die daran beteiligt sind.

Außerdem dauert es oft lange, bis man dort auch nur Ersttermine bekommt.

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Schau sofort nach Beratungsstellen für Opfer von sexuellem Missbrauch in deiner Nähe, z.b. Wildwasser e.V. und andere psychosoziale Beratungsstellen. Die wissen, wie du rechtlich vorgehen kannst, haben Therapeuten und manchmal sogar Notunterkünfte. http://wildwasser.de/

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Liebe Biomechanik,

was er mit dir macht, ist schrecklich. Das fällt unter Vergewaltigung, da du damit nicht einverstanden bist. Es ist wichtig, dass du jemanden Bescheid gibst, dir jemanden anvertraust ... und ihn anzeigst. 

Wehre dich, nimm den Mut "NEIN" zu sagen. Ich verstehe, dass da ein großes Schamgefühl ist, doch hoffe ich, dass du mit deinen Eltern darüber reden kannst, damit sie auch hinter dir stehen.

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Kommentar von Seanna
28.07.2016, 04:41

Ich gebe dir recht, bis auf den Punkt mit den Eltern. Der Beschreibung nach läuft das schon lange und dermaßen ritualisiert (meint nicht rituelle!), dass nicht auszuschließen ist, dass es einer oder beide Eltern wissen.

Und dann wäre es (dort) anzusprechen das schlechteste was man tun kann.

Leider passiert das öfter als man annimmt, oft sogar gegen Bezahlung - dass die Eltern für Geld "wegsehen".

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Du solltest es dringend es jemanden Bescheid sagen z.B. deinen Eltern und danach solltet ihr diesen Wiederling anzeigen, denn das was er da mit dir macht ist alles andere als OK!!!

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ich kann ihn nicht Anzeigen ich hab angst noch mehr ärger zu bekommen.. es ist eine person aus meiner familie
wir haben sowieso so viel stress und wenn ich sowas sage wird nur alles noch kaputter
ich weiss echt nicht was ich tun soll

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Kommentar von Live1512
28.07.2016, 04:03

Ok also Anzeige ist keine Option! So wie ich die Situation einschätzen kann, kannst du auch schlecht zu deinen Eltern gehen, weil diese dir die Anschuldigung eh nicht abkaufen würden. Du solltest auf jeden Fall zunächst entscheiden, ob es dir gefällt oder nicht. Wobei, wenn es sich um einen Familienangehörige 1. oder 2. Gerades handelt, das ganze unter Inzest fällt. Ich gehe allerdings eher davon aus das du sexuell missbraucht wirst. Als erstes solltest du Beweise sammeln, denn ohne die wird es ganz schwer, egal wo du hingehst. Nehme das ganze per Audioaufnahme oder falls du das auftreiben kannst, einer Kamera, die im dunklen Filmen kann, auf. Damit würde ich dann zu deinen Eltern und danach zur Polizei gehen. Daran führt kein Weg vorbei! Im Moment kannst du vorerst nicht ganz so viel machen. Rufe bei dem vorhin erwähntem Kummertelefon an. Gehe zu Freunden, wenn der "Besuch" ansteht. Hole dir am besten einen männlichen Freund oder Freundin mit ins Boot. Ganz wichtig! Vertraue dich jemandem an, rede mit dieser Person darüber und Weihe sie ein. Vielleicht findet ihr auch zusammen eine Lösung. Ansonsten, was ich eigentlich sagen wollte, hole dir deinen eigenen Besuch, in der Zeit, wo der "Familienbesuch" kommt. Entweder muss der Familienbesuch direkt in einem anderen Zimmer schlafen oder er wird es schlicht und einfach nicht tun, wenn noch eine andere Person im Raum ist. Des weiterem kannst du ihn sehr wohl verletzen. Ich bin männlich und kann dir sagen, wie du das am besten anstellen kannst. Das ganze würde unter Notwehr fallen und du hättest nichts zu befürchten, falls das ganze vor Gericht geht. Wehre dich indem du ihm wortwörtlich seine Heiligtum zerstörst! Außerdem könntest du dich im Internet zu Selbstschutz informieren UND kaufe dir ein Pfefferspray!!! Sprüh ihm das in die Augen und er ist erstmal für einige Zeit außer Gefecht gesetzt. Wahrscheinlich muss er danach späht zum Arzt. Naja ich hoffe ich konnte dir etwas helfen und wünsche dir noch viel viel Glück und vorallem Kraft sowohl physisch als auch psychisch.

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Gegen eine Vergewaltigung musst du dich wehren. Den Täter anzeigen, aber auch in der Familie um Hilfe bitten.

Du machst nichts falsch, es ist der andere.

Wenn er es wieder versucht, quetsche seine Eier, bis er kotzt und dann ruf die Polizei.

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Kommentar von Seanna
28.07.2016, 05:01

Du hast keine Ahnung, was eine kopflose und in hektischem Aktionismus getätigte Anzeige mit einem Opfer in dieser Situation anrichten würde, richtig?

Außerdem ist völlig unklar ob und wie die Eltern oder andere Verwandte da mit drin hängen, es evtl sogar wissen oder gegen Bezahlung "wegsehen". Gibt es leider viel öfter als man annehmen möchte.

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Das, was du erlebt hast, grenzt schon an Vergewaltigung. Geh zur Polizei!

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Anzeige erstatten und wenn sowas vorkommt einfach mit möglichst viel Kraft die in die Klöten treten ;)

So würd ichs zumindest in so ner Lage machen.

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Kommentar von Seanna
28.07.2016, 04:38

Du hast keine Ahnung, was eine kopflose und in hektischem Aktionismus getätigte Anzeige mit einem Opfer in dieser Situation anrichten würde, richtig?

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Kommentar von Seanna
28.07.2016, 05:22

Unter Beweise fallen ja auch Aufzeichnungen aus dem Gedächtnis über Zeitpunkte, Ereignisse etc. FALLS es noch mal passiert und nicht verhindert werden kann (zb auch weil das Opfer vllt dissoziiert, sich nicht wehren kann, in Schockstarre verfällt oä), empfiehlt es sich natürlich auch konkrete Beweise zu sammeln, aber sicher nicht, sich in die Situation zu begeben UM Beweise zu sammeln (was nebenbei den Vorwurf der Vergewaltigung auch ad absurdum führen würde für diesen einen Fall) // Und nein, darin verharren war nicht die Empfehlung, aber sich erst mal orientieren und dann planvoll vorgehen. // Erfahrungsgemäß brauchen solche Situationen Zeit. Zur Realisierung, zur Akzeptanz, zu festen Entscheidungen, die nicht sofort wieder kippen oder in heftigen Selbstzweifeln mit Rücknahme aller Vorwürfe und sich selbst völlig unglaubwürdig machen oder noch mehr in Gefahr bringen enden. // Ich gebe zu dass es schwer ist, das einzusehen und noch schwerer "Zuzusehen" wie das erst mal weiter geht, aber nicht umsonst gehen auch Therapeuten genau so vor. Aus eben diesen Gründen. Speziell wenn unklar ist, ob sich das Opfer nicht in noch größere Gefahr begibt, wenn deutlich wird, dass es aus der Situation ausbrechen will oder realisiert, was dort passiert.

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