Frage von Neutralis, 142

Was würdet ihr zu einer Person sagen, die so etwas getan hat?

Hallo Leute, ich habe mal so einen Bericht über eine Frau gesehen, die jemanden gemobbt hat mit anderen zusammen und derjenige hat sich dann nach ein paar Jahren Mobbing umgebracht. Die Frau die gemobbt hat, ist seitdem schwer psychisch Krank, weil sie sich so viele Vorwürfe macht. Ich habe mich mal gefragt, was ihr so einer Person sagen würdet, wenn die im echten Leben trefft ? Trösten oder Schuld zuweisen. Und wurdet ihr selber schon mal gemobbt ? Ja/Nein

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Psychologie, 21

Hallo Neutralis,

ich würde der Frau eine Traumatherapie empfehlen, denn durch das, was sie getan hat, hat sie nicht nur den Mann leiden lassen, sondern leidet durch die Konsequenzen ihres Handelns nun auch selbst. Die Täterin wurde zum Opfer und ist jetzt selbst traumatisiert. Das ist Strafe genug!

Also weder trösten, noch Schuld zu weisen, sondern sachliche Lösung der Problematik.

Ich wurde mal ganz gering versucht zu mobben, aber ich bin kein 'Opfertyp' und habe es schnell abwenden können.

LG

Antwort
von Kitharea, 15

Ich wurde schon einmal gemobbt, aber hätte mich niemals umgebracht deswegen. Dieser Schritt hat auch mit einem Selbst zu tun und nicht nur mit dem Mobber - soviel dazu. Deine Bekannte ist also nicht allein "Schuld" daran. Wobei ich mal sage es geht nie um Schuld.

Dass es nicht richtig war weiß sie scheinbar inzwischen - allerdings bringt es keinem was sich jetzt fertigzumachen. Ich vermute das ähnelt einem Trauma ähnlich wie wenn man einen Unfall hatte bei dem Andere gestorben sind. Ich würde ihr empfehlen sich einen Therapeuten zu suchen, der das mit ihr abarbeitet. Verdrängen bringt nichts und mit "Anderen" drüber reden die ihr diese Schuld von den Schultern nehmen mit leeren Sprüchen oder sie anfeinden auch nicht. Sie selbst muss damit klarkommen dass das halt so passiert ist. Sie wird mit dem Hass der ihr von Anderen entgegenschlagen könnte klarkommen. Für sich selbst. Trösten ? Nein. Mitleid ist unangebracht - nicht weil sie auch keines hatte aber kein Mensch braucht Mitleid. Das schwächt nur. Man kann zuhören, man kann versuchen mit ihr zu reden aber man sollte definitiv ehrlich bleiben. So etwas wie "nein du kannst doch nichts dafür" kommt in dem Fall nicht an weil sie sich selbst Schuldzuweisungen gibt. So etwas kriegt man aber nur mit einem Therapeuten weg und nicht mit einer Freundin. Jeder seine Arbeit - der Freundin die Freundin und der Therapeutin die Therapeutin.
Also weder Trösten noch Schuld zuweisen. Einfach ehrlich sein.

Antwort
von ManuTheMaiar, 52

Ich würde sie nicht fertigmachen, weil ich niemanden fertigmachen würde (einzige Ausnahme, jemand vergreift sich an meinem Zwillingsbruder), aber das ist auch der einzige Grund, dass ich sie nicht fertigmache

Trösten könnte diese Person vergessen, wer sein Mobbing so weit treibt der hat leidet zurecht unter einem schlechten Gewissen

Also mobben geht für mich garnicht, ich bin jemand, der an meinem Schule dafür sorgt, dass andere aus den Klassen unter mir nicht gemobbt werden, ich bin 16 und habe damit die Fähigkeit diese 10-14 Jährigen Mobber zurechtzuweisen ohne das die mir etwas können ich habe schon einige aus mobbing befreit, alles nur mit Worten und taktisch gut gewählten Drohungen

Antwort
von ichweisnetwas, 59

Ich habe gemobbt und auch andere menschen ziemlich verletzt in der kinder und jugend zeit.

Allerdings muss ich sagen das es bei mir nur der frust aus dem eigenen Elternhaus war den die mitschüler abbekommen haben. Ich bin sehr gewalttätig aufgewachsen und eigentlich kannte ich nichts auser gewalt, hass, frust und verzweiflung.

Als ich mit 17 ausgezogen bin und durch einen guten freund das richtige leben kennenlernen durfte hat sich mein charakter schlagartig gedreht. Ich bin heute wohl einer der friedlichsten menschen die man sich vorstellen kann.

Ich verurteile niemanden und von mir geht auch niemals stress aus.

Ich denke man sollte mobber nicht unbedingt verurteilen da man eben oft die hintergründe nicht kennt. Wie gesagt ich stand damals zu gewalt komplett anders weil ich eben nichts anderes gekannt hatte.

Für mich war das absolut normal "schwächere" zu unterdrücken. Hab meine eigenen fehler erst gesehen als ich selbst nichtmehr das ziel solcher gewalt war

Kommentar von Superxd44 ,

Mich hat mal jemand gemobbt. Die Sache ist eskaliert, er ist jetzt querschnitts gelähmt. tut mir irgendwie leid

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Und Leute wie ich dürfen uns dann in unserer Pausenzeit darum kümmern, dass das aufhört

Und mir macht es keinen Spaß andere zu unterdrücken, aber wenn ich sehe wie diese 10-14 Jährigen sich mobben kann ich da als 16 Jähriger wohl kaum zuschauen und nichts tun

Kommentar von Superxd44 ,

Sobald ich sowas sehe interveniere ich sofort und versuche das möglichst langanhaltend zu unterbinden

Kommentar von ichweisnetwas ,

@ Manu, Ich habe auch die die 2-3 klassen über mir waren unterdrückt. Die Gewalt die diese anderen kinder und jugendlichen mir antun konnten war absolut nichts im vergleich zu den dingen die ich sonst so ertragen musste.

Irgendwann war ich als psycho abgestempelt und mir ist wirklich jeder aus dem weg gegangen. Gab mal einen moment wo sich mehrere zusammenschlossen um mich aufzuhalten aber am ende bin ich aufrecht gewesen. Zwar ziemlich übel zugerichtet aber wie gesagt ich kannte wirklich viel schlimmeres.

Der einzige der auf meiner seite war war der rektor selbst da er mir von anfang an nie glaubte das gewisse blutergüsse oder auch brüche eben nicht vom skaten kamen.

Ich will hier mobber nicht verteidigen. Und es ist auch keine entschuldigung. Aber ich für meinen teil kannte wie gesagt wirklich keine andere welt.

Ein kind was unter solchen bedingungen aufwächst wird zu einem tier und dann wird auch der eigene innere charakter unterdrückt. das eigentliche ICH begann erst sich zu entwickeln als ich dinge wie Güte, und auch liebe kennenlernte.

Man sollte bei "mobbern" einfach die hintergründe beobachten und diesen dann auch wirklich helfen.

Ohne diesen kollegen aus der berufsschule der mich einfach mit ins leben gezogen hat wäre ich nie aus diesem teufelskreis gekommen. Das war wie ne Therapie mal unter normalen und netten leuten zu sein

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Ich tu niemandem Gewalt an, denn ich halte nicht viel davon, ich würde nur ausrasten wenn sich jemand an meinem Zwillingsbruder vergreift, aber ich als Anarchist bin der letzen der sich unterdrücken lässt und schon garnicht von kleinen 12-14 Jährigen Wichten (tut mir Leid für dieses Ausdruck).

Solange niemand dabei umgekommen ist und wirklich so ein Elternhaus dahinter steckt kann man einem Mobber natürlich nicht die Schuld geben, bei dir sind es dann die die dich verprügelt haben die kein Mitleid verdient haben.

Nehmen wir mal an ich würde auf so jemanden wie dich damals stoßen und wüsste was dem zuhause angetan wird, dann würde ich die prügelnden Eltern, wenn ich sie denn man sehe freundlich darauf hinweisen, dass die ganze Welt sie hassen wird wenn ich die Story im Internet poste

Kommentar von ichweisnetwas ,

Da hast du recht. Und es gab den moment der Rache. Als ich 19 war griff er meine mutter an die ich dort rausgeholt hatte.

Da war ich ja schon 2 jahre dort raus und wollte eigentlich auch nie wieder gewaltätig sein aber bei ihm konnte ich mich nicht bremsen. Ich ließ alle 17 Jahre auf ihn niederhageln und letztendlich hielt mich kurz vor schluss nur mein leiblicher bruder auf.

Ein jahr später brachte mein stiefvater sich dann selbst um weil er eben wie du sagst von allen verlassen wurde und auch gehasst wurde. Selbst seine eigenen leiblichen kinder hassten ihn abgrundtief.

Wie oben geschrieben bin ich auch absolut gegen gewalt. Ich bin inzwischen 25 und ich hatte nichtsmehr mit gewalt zu tun seit diesem vorfall mit 19. Nichtmal streit oder sonstige dinge lasse ich in mein leben, ich diskutiere objektiv und behebe probleme bevor sie eskalieren.

Dennoch, ich wollte hier nur klarstellen das es auch wirklich härtefälle unter den mobbern geben kann.

Heute bin ich teilweise froh über das was ich erlebt habe einfach weil ich nie so blind wie manche menschen nach meinen gefühlen handeln würde.

Ich weis einfach wie sehr die dinge eskalieren können.

Ich finde es gut wenn du andere menschen schützt. Das würde ich heute nicht anders machen in solchen lagen. Und so sollte eigentlich JEDER mensch handeln da wir nur zusammen stark sind.

Gewalt, Schreien und solche dinge sind immer nur anzeichen für die eigene innere Schwäche. Diese Menschen wissen sich anders nicht durchzusetzen und stehen oft innerlich kurz vor dem Abgrund.

Wie gesagt man sollte den gemobbten aber auch den mobbern helfen, da die mobber wohl relativ oft die sind die auf andere art und weise sehr zu leiden haben.

Gibt natürlich auch viele idioten die einfach so sind und andere gern verletzen... Sowas muss man einfach unterbinden

Antwort
von kleinefrechemau, 8

Trösten? Nein, immerhin hat sie jemand in den Tod getrieben. Fertig machen erst recht nicht, dann wäre ich nicht besser als sie. Ich würde eine solche Person meiden und gar nicht mit ihr reden.

Antwort
von xXLadyJaydenXx, 84

Ich wurde gemobbt, allerdings würde ich so eine Person trotzdem nicht deshalb fertigmachen.
Die machen so etwas auch oft aus eigenen Problemen heraus, was selbstverständlich keine Entschuldigung ist, aber trotzdem nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Ich würde versuchen ihr zu helfen. Denn wenn ich sie fertigmachen würde, würde ich im Prinzip genau das Gleiche machen, was sie damals gemacht hat.

Kommentar von EmoStar ,

toll geschrieben:)

Antwort
von Bendy, 26

Ich wurde Damals auch extrem gemobbt von allen Ecken. Und ganz ehrlich? Ich habe für solche Menschen kein Verständnis und schon garnicht Mitleid. Ander fertig zu machen weil sie anders sind ist einfach unterste Schublade. Durch das gemobbe machen sie von sehr vielen das Leben kaputt. Ich weiß wovon ich Spreche. In meinen Augen hat sie die richtige Strafe bekommen. Dafür das sie einem Mensch das leben zerstört hat kann sie ruhig etwas leiden. Da hätte sie mal vorher drüber nachdenken sollen. Und nicht jetzt wo alles vorbei ist.

Antwort
von Dreams97, 9

Hallo!

Ich würde ihr sagen, dass mich ihre psychische Krankheit nicht interessiert, da sie sich diese selbst eingebrockt hat. Denn hätte sie denjenigen nicht gemobbt, dann hätte er sich auch nicht umgebracht und sie hätte jetzt auch keine psychischen Probleme. Mein Mitleid hält sich da eher in Grenzen. 

Grüße, Dreams97

Antwort
von 2015Lala, 8

Meiner Meinung nach ist diese Person selber Schuld an ihrer Situation man mobbt andere nicht und sie hat mehrere Leben zerstört, weil die Person, die sich umgebracht hat bestimmt auch Angehörige hatte. Wenn der der mobbt dann sich selbst auch noch das Leben zerstört ist er meiner Meinung nach selber Schuld.

Ja, ich wurde auch mal über Jahre gemobbt.

Antwort
von 486teraccount, 60

würde ihr wünschen dass der Blitz sie beim "Klogang" trifft

>ja wurde auch gemobbt und hab deswegen teilweise Sozialphobie

Antwort
von Snowhazedollz, 53

Nicht die Schuld zuweisen. Fehler macht man und sie bereut es ja jetzt . Also kann die Frau nicht viel dafür, dass die eine psychisch labil War und sich das Leben genommen hat. Viele Kinder mobben weil Kinder grausam sein können. Aber später wird man erwachsen und denkt anders.

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