Frage von RafeMCCawley, 36

Was würdet ihr in einem Krisenfall auf Urlaub machen?

Habe mir vor kurzem einen Film angeschaut. Es geht ums Überleben der US-amerikanischen Familie die sich plötzlich mitten in einem Bürgerkrieg befinden!

Hab mir natürlich so Gedanken gemacht. Heutzutage ist leider nirgends sicher. Es kann jederzeit in Urlaubsorten eine Krise, Bürgerkrieg oder Putsch vorkommen.

Stellt vor ihr seid mit Familie oder einer Freundin in Thailand, Kambodscha, Malaysia, Vietnam oder sonst wo auf Urlaub. In der Früh beginnt ein Aufstand der einheimischen Bevölkerung. Diese haben Waffen und Molotowcocktails in der Hand. Machen Jagd auf Touristen und gegen Staat.

Die Touristen werden geköpft und erschossen. Wie würdet ihr euch verhalten?

Die Botschaft bietet nur kostenpflichtige Evakuierung an.

Würdet ihr gegen einheimische kämpfen oder euch verstecken und warten bis Hilfe kommt. Oder würdet ihr die Zeit ausnutzen um ein Bier auf dem Dach eines Hotels in brennender Stadt zu saufen?

Was sind eure Ideen?

Antwort
von Hardware02, 19

"Die Botschaft bietet nur kostenpflichtige Evakuierung an."
Das glaubst du jetzt aber selbst nicht, oder? Wenn draußen Leute geköpft werden. ... Und wenn es so wäre, dann würde ich zahlen, und die Botschaft hinterher, wenn ich wieder in Sicherheit bin, deswegen verklagen. Dafür, dass die Evakuierung kostenpflichtig (und vielleicht nicht billig) ist, meine ich. 

Falls ich aus irgendeinem Grund das Land nicht verlassen könnte, würde ich versuchen, mich zu bewaffnen, vielleicht mit anderen vertrauenswürdigen Personen (z.B. anderen Touristen) zu verbünden, mir Lebensmittel und vor allem Wasser aneignen und mich irgendwo verschanzen, in der Hoffnung, dass das Chaos sich in einigen Tagen wieder beruhigt hat. 

Aber die erste Priorität wäre: Raus, egal wie, auch wenn ich mir eine Stretch-Limousine für 1.000 Dollar mieten muss, um zum Flughafen zu kommen.

Antwort
von ReligionsLiebe, 22

Ich würde mein Bier nehmen und auf einem Dach wie du auch gemeint hast verstecken und die Tür verriegeln, dass niemand rauf kommen kann!

Einfach den Tag genießen und versuchen die Krise zu beenden!

 

Antwort
von HooverTPau, 22

Hallo RafeMCCawley,

das auswärtige Amt gibt dazu folgende Empfehlung:

Die Reisehinweise und Reisewarnungen des Auswärtigen Amts informieren
auch über politische, soziale und ökologische Unwägbarkeiten. Sollten
im Urlaubsland politische Unruhen oder gar ein Bürgerkrieg ausbrechen
oder Naturkatastrophen das Land heimsuchen, rät das Auswärtige Amt allen
im Land befindlichen Touristen dringend an, mit der nächsten
Auslandsvertretung Verbindung aufzunehmen, ihren Aufenthaltsort bekannt
zu geben und Hinweise der Botschaften oder Konsulate genau zu beachten.
Wenn alle anderen Kommunikationsmittel ausfallen sollten, versuchen
unsere Auslandsvertretungen, gefährdete deutsche Staatsangehörige per
Kurzwellenfunk über die Deutsche Welle zu erreichen.

Bei einer
eventuellen Evakuierung von Deutschen aus einer gefährlichen oder gar
lebensbedrohlichen Situation hat die Rettung der Gefährdeten oberste
Priorität. Aufgrund geltender zwingender Rechtsvorschriften müssen die
Kosten der Evakuierung später von den Empfängern der Hilfe
zurückgefordert werden.

Dem Auswärtigen Amt ist bekannt, dass
diese Pflicht zur Erstattung - wie sie übrigens auch von den meisten
anderen westlichen Staaten nach Evakuierungen von ihren Bürgern
gefordert wird - bei Betroffenen gelegentlich auf Unverständnis stößt.
Die weitaus meisten Deutschen, die durch eine Evakuierungsaktion aus dem
Ausland zurückgeholt wurden, haben jedoch Verständnis dafür gezeigt,
dass die hierfür entstandenen Kosten nicht vom Steuerzahler übernommen
werden können.

Quelle: http://www.konsularinfo.diplo.de/Vertretung/konsularinfo/de/04/Hilfe/Notfaelle/h...

Kommentar von RafeMCCawley ,

Bei einer
eventuellen Evakuierung von Deutschen aus einer gefährlichen oder gar
lebensbedrohlichen Situation hat die Rettung der Gefährdeten oberste
Priorität. Aufgrund geltender zwingender Rechtsvorschriften müssen die
Kosten der Evakuierung später von den Empfängern der Hilfe
zurückgefordert werden.

Dann werde ich auf so eine Evakuierungs-Hilfe verzichten.

Es geht nicht ums Geld sondern um die Hilfe wie sie geleistet wird. Kann auch eine Top-Reiseversicherung machen und sie kümmern sich besser um mich!!!

Kommentar von Hardware02 ,

Ach so, man zahlt erst hinterher. Na, dann ist doch alles in Ordnung. Erst einmal überleben, und dann fragen, was es jetzt gekostet hat. 

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