Frage von notuser1, 70

was würdet ihr im fall eines Atomkrieges machen?

Wo würdet ihr euch verstecken (wenn ihr keinen Bunker, oder wie auch immer dass heißt ,habt) was würdet ihr machen wenn ihr wieder raus gehen könntet, usw und was würdet ihr zum Schutz gegen die Radioaktivität (sorry wenn es eine andere Strahlung ist) machen?

Antwort
von muschmuschiii, 32

deine Überlegungen sind niedlich, aber ziemlich sinnlos!

wenn es zu einem Atomkrieg kommen sollte, würde ich mich freuen, wenn mein Leben unverzüglich beendet ist. Alles, was danach kommt, brauche ich nicht. Ich will leben und nicht nur mühselig existieren ......

Antwort
von AcademyAward, 38

Auch Atombunker bringen recht wenig. Irgendwann gehen die Vorräte aus und selbst wenn die Strahlung nicht (mehr) so hoch wäre, dass man schnell stirbt, so ist der Boden verstrahlt, ebenso wie die Nahrung, die man in ihm anbaut.

Abgesehen davon, dass das durch die Atombomben aufgewirbelte Material den Himmel vedunkelt und die Temperaturen sinken. Nuklearer Winter. Dadurch sterben ebenfalls Pflanzen und Tiere auf der ganzen Welt.

Antwort
von ocin1, 17
Verhalten nach Kernwaffeneinsatz

Um diese Frage zu beantworten, musst Du
Dich mit der biologischen Wirkung von Ionisierender Strahlung
beschäftigen. Weiter schau doch mal an Orte, wo bereits unter
zivilen Bedingungen Kernwaffen eingesetzt wurde, wie z.B. Hiroschima,
welches nie aufgegeben wurde und immer noch eine Großstadt ist, oder
Nagasaki.

Die Strahlen-"Gefahr" geht primär von den Spaltprodukten (siehe
de.wikipedia.org/wiki/Spaltprodukt)
der Kernexplosion aus, welche sich als Staub durch Wind und Regen
vierteilten . Radioaktive Stoffe sind jedoch nicht in alle Zeiten
radioaktiv, sondern geben ihre Radioaktivität nach dem
Halbwertszeiten-Prinzip ab. Praktisch kann man sagen, dass die
Radioaktivität solcher Staubansammlungen nach etwa 4 Halbwertszeiten
(HWZ) ungefährlich ist.

Bsp. Iod-131 hat eine HWZ von 8 Tagen, also nach 32 Tagen geht praktisch von radioaktiven Iod-Staub keine Gefahr mehr aus.

Cäsium-137 oder Strontium-90 haben eine HWZ von 30 Jahren, also nach etwa 120 Jahren geht von diesem ausgetretenen Cäsium-Staub keine Gefahr mehr aus.

Weiter ist natürlich auch die Menge der Freisetzung wichtig. Radioaktive Spaltprodukte mit großer HWZ, welche jedoch kaum freigesetzt wurden, brauchen daher nicht berücksichtigt zu werden.

Da relativ schnell die radioaktiven Stoffe aus der Luft ausgewaschen werden, wäre die Luft schon relativ schnell wieder zum ungefilterten Atmen geeignet. Natürlich sind die Spaltprodukte dann in den oberen Erdschichten (ca. 5-10 cm) wo sie auch bleiben, wie man heute gut in Tschernobyl, Bayern oder
Hiroschima sehen kann. In Bayern sind immer noch Cäsium-Spuren in
Wildschweinen aufzufinden, welche dieses über die Nahrung aufnehmen.
Scheinbar ist also das radioaktive Cäsium-137 noch im Bereich der
Wurzeln, 27 Jahre nach Tschernobyl.

Wichtig ist, dass man wenigstens den Zerfall vom Jod-131 abwartet, da Jod sehr flüchtig ist und gut vom Körper aufgenommen wird. Also sollte man wenigstens 32 Tage aus der kontaminierten Luft/ Umgebung fern bleiben. Danach kann man wieder raus. Jedoch sollte man es unterlassen in der kontaminierten Erde zu scharren oder wie drollige Kinder sich in dieser Erde zu trollen.

Will man sich nun mit Nahrung versorgen
und Pflanzen anbauen, muss die obere Bodenschicht (5-10 cm)
abgetragen werden und in einem gesonderten Erdloch die ca. 120 Jahre
gelagert werden. Danach ist diese Erde jedoch wieder voll für die
Pflanzenzucht zu gebrauchen, da das Cäsium-137 oder Strontium-90 in
stabile Stoffe zerfallen ist. Will man sich mit Wasser versorgen, so
muss das aus abgeschlossenen Systemen, die nicht durch radioaktive
Stäube kontaminiert wurden, geschehen. Hier sind die vielerorts
verteilten Handwasser-Pumpen (auch bei chemischer Kontamination des
offenen Trinkwassers), die aus Zivilschutz-Zwecken in den Großstädten
aufgestellt sind, gut geeignet. Weiter könnte man vielleicht auch
stehendes Wasser aus Wasserleitungen trinken, da die Leitung bei
verschlossenem Wasserhahn nicht kontaminiert sein wird. Auf jeden
Fall sollte man Wasser, welches mit den oberflächlichen
Umweltbedingungen in Kontakt trat, z.B. Regen oder offene
Wasserbehälter, meiden. Hier besteht die Gefahr der Aufnahme von
Spaltprodukten.

Ganz grundsätzlich dient die Erde als
Filter, so wie bei unseren Schwimmbecken der Filterkies. Die
radioaktiven Stäube werden in der Erde gebunden und zerfallen dort
nach dem Halbwertszeiten-Prinzip zu stabilen Isotopen.

Zu den Wirkungen von Kernwaffen gibt es ein sehr gutes Buch aufdeutsch, welches die Sache schön ohne überflüssige Emotionen und kitschige Floskeln abhandelt. Schau mal nach dem Buch: Kernexplosionen und ihre Wirkungen vom Verlag: "FISCHER BÜCHEREI". Schau mal bei booklooker.de, da kann man dieses Buch bereits gebraucht für 3 bis 5 Euro kaufen.

Antwort
von olsen, 23

Das kann man nicht beantworten. Wenn ein atomarer Angriff stattfindet, dann ist nichts mehr wie es war. Radioaktiven Fallout, Kälte, Hunger und Tod. Eigentlich kann man dann nur noch auf den Tod warten.

Antwort
von glaubeesnicht, 31

Im Falle eines totalen Atomkriegs mußt du nichts machen, den überlebt keiner.  Falls doch einer überlebt, ist alles rings um ihn rum zerstört, so daß er nicht überleben kann.

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