Morinilas am 18.01.2008 um 18:00 Uhr
In den nächsten drei Monaten muss sich für Französisch oder Latein entschieden werden.Was würdet ihr empfehlen wenn man noch keinen konkreten Berufswunsch hat???

Ich habe beides gelernt und erst nach einigen Jahren verstanden, wieviel mehr mir Latein gebracht hat. Man hat die (romanische) Basis für sehr viele Sprachen. Wenn ein Italiener oder Spanier langsam redet verstehe ich den Sinn (durch Latein)...leider reden Spanier und Italiener meist nicht so langsam...ggg. Französich hat dagegen nur zwei Vorteile: Es ist eine lebende Sprache und klingt sehr schön. Und auch für Französisch ist Latein eine ideale Basis.

Ich habe das große Latinum und das Graecum und deswegen Englisch und Französisch nur sehr unzureichend "nebenbei" gelernt. Sprachgenies, die zwei tote und zwei lebende Sprachen nebeneinander erfolgreich gemeistert haben, bewundere ich. Aber meinem Kind würde ich den Start in das moderne Leben durch das Erlernen mausetoter Sprachen nicht zusätzlich erschweren. Ganz klare Ansage!! PS. Wer weiss schon, wenn das Kind 9 - 12 Jahre alt ist, ob es später mal Arzt oder Pfarrer werden will? Das wäre für mich die einzige Begründung für die Sprachwahl der alten Sprachen.
Also, ich bin weder Ärztin, noch Pfarrerin geworden, habe aber Latein in vielerlei Hichsicht gut gebrauchen können: 1. beim Erlernen anderer (romanischer) Sprachen, 2. bei der Herleitung von Fremdwörtern.
evistie am 18. Januar 2008 18:22 :o) is scho klaaar... ich hab ja auch das Beste draus gemacht. Trotzdem hätte ich die Energie, die ich für die Erlernung der alten Sprachen benötigt habe, lieber in die Erlernung der modernen Sprachen gesteckt...
Genau das ist der Punkt! In der Zeit die ich zum Latein lernen brauche lern ich Französisch. Wenn der Lateiner fertig ist und sich nun "einfacher" Französisch widmen lern ich schon Spanisch. Wenn der Lateiner mit Französisch fertig ist, lern ich schon lange Italienisch.
Va bene ?

Ich sage es nur ungern, aber Latein hat mir den Zugang zu einigen anderen Sprachen vereinfacht.
HerrLich am 18. Januar 2008 18:07 Genau so ist es.
Ist Richtig.
so ist es!
Strick4a hat es auf den Punkt gebracht: "Zugang ... vereinfacht". Trotzdem lernste schneller Französisch wenn Du gleich Französisch lernst oder Stattdessen Spanisch oder Italienisch, da diese Sprachen mehr mit Französisch gemeinsam haben als Latein !!! Ich zitiere gerne aus einem Fachbuch : Ihre Schlußfolgerung:
“Latein bietet in fast allen kognitiven Lernbereichen sowie auch auf affektiver, kommunikativinterkultureller Ebene eine minimale Transferbasis. Die Behauptung, zuerst Latein zu lernen, schaffe gute Voraussetzungen zum Erlernen moderner Fremdsprachen, stellt eine deutliche Überschätzung der Möglichkeiten des Lateinischen dar. Jede moderne romanische Sprache bietet hier mehr: Meißner schließt aus seinen Untersuchungen, dass Syntax und Wortbildung innerhalb der romanischen Sprachen die größte Ähnlichkeit aufweisen (1989: 386) und dass „der vom lateinischen Wortschatz ausgehende lernökonomische Effekt […] erheblich geringer als innerhalb der modernen Romanität“ ist (1993: 545). Wir sollten Eltern und Schüler sachbezogen über die vielen Vorzüge des Lateinischen (kulturelles Wissen über Geschichte, den römischen Alltag, die antike Philosophie, das antike Theater u.v.a.m.) aufklären und ihnen keine wissenschaftlich unhaltbaren Versprechungen machen.”
Meißner, Franz-Joseph (1989): Grundwortschatz und Sprachenfolge. Eine statistische Quantifizierung zum lexikalischen Transfer Französisch/Englisch – Englisch/Französisch, Spanisch, Italienisch. Französisch heute 20, 377-387.
Ich gehe davon aus, daß die These von Meißner nicht ohne Widerspruch geblieben ist. Latein ist eine gute Basis für das Erlernen romanischer Sprachen und für das Erlernen von Sprachen überhaupt, weil das Latein in der Schule eine sehr regelmäßige Sprache ist. Ich habe Latein gelernt und habe vom Spanischen nicht profitieren können, was ich vorher gelernt hatte. Ich habe nach dem Latein Französisch gelernt und empfand die französische Sprache als leicht zu lernende Sprache. Und zwar durch den Hintergrund des Lateinischen.
Ich habe Spanisch gelernt und danach war Französisch ein Kinderspiel : OHNE Latein, sorry das Argument von wegen Latein-Vorteil : Zieht nicht :-)
Ganz genau! Aber warum sagst du das nur ungern??
strick4a am 18. Januar 2008 18:19 weil ich damals mit Latein nichts am Hut hatte und es mich erinnerungsmäßig heute noch schüttelt.....
UlfDunkel am 19. Januar 2008 11:15 Hallo strick4a.
Das ist ein leider immer wieder kolportierter Irrglaube. Am einfachsten kriegst Du über Esperanto Zugang zu allen anderen romanischen Sprachen und lernst generell alles über irdische Sprachen leichter.
bei mir genau so
Latein bringt dir das Denken bei. Du wirst mit Latein (wenn du es dann kannst) auch in Deutsch besser.
Und Französisch ist auch ne Sprache.
Sorry, wenn Latein denken beibringen würde, dann müsste es in Deutschland besser aussehen...
Ich habe mich damals für Latein entschieden und es nie bereut. Französisch lernst Du dann ebenso leichter wie viele andere Sprachen mit romanischem Sprachstamm.
Behaupten komischer Weise vor allem Lateinlehrer...
Bin aber kein Lateinlehrer...

Französisch, Latein ist eine tote Sprache!
Knowledge am 18. Januar 2008 18:27 Shira, nur als Anmerkung: Im Vatikan gibt es eine Gruppe, die sich bemüht, heutige Ausdrücke in die lateinische Sprache zu übertragen (z. B. "Televisor" = "Fernsehgerät")
Shira am 18. Januar 2008 18:37 Wozu das nur gut sein soll....
Zur Rechtfertig natürlich nur, hehehe, denn der Vatikan ist das einzige Land in dem Latein noch Amtsprache ist, aber die 550 Einwohner sprechen auch italienisch :-) Und das hab ich sehr schnell gelernt :-)
ich bin absolut für latein! es bringt dir nicht nur grundsätzliches verständnis für sprachen und logisches denken, sondern ist für einige studienfächer ein muss ('germanistik, geschichte, medizin, etc.) französisch kann man später immer noch lernen!!
Ich sag, genau das Gegenteil. Das was Du an Latein eventuell oder vielleicht mal irgendwo brauchst kannst Du auch später Lernen. Französisch ist eine Lebendige Sprache die Du sofort nutzen kannst, nicht erst in 5 Jahren (eventuell)
Es kommt drauf an ob Du viel mit Sprachen machen möchtest. Wenn du noch zwei oder drei hinzu lernen möchtest - empfehle ich Dir Latein. Wenn Du aber eher weniger mit Sprachen am Hut hast oder sie schwer lernst, dann würde ich an deiner Stelle Französisch nehmen. Das ist einfacher und "lebendiger".
Latein ist das was Du liest, französisch ist schwerer auszusprechen und zu lesen..... und, ich sag es nur ungern, weil Lehrer sind ja wohl auch hier, ich habe meien Sprachen nicht in der Schule gelernt (außer latein) sondern in den Ländern und durch sprechen mit Franzosen/Engländern etc..., im Abi hatte ich ne 5- in Englisch und heute halte ich Vorträge auf Englisch.... Latein, die Basis!!!
Ich hab 4 Sprachen gelernt und bin dabei die 5. Zu Perfektionieren. Zum Glück habe ich damals keine Sekunde an Latein verschwendet :-)
Jeder lernt anders, das stimmt. Ich beherrsche 6 Sprachen fließend und durch mein Schullatein konnte ich sicher zwei davon schneller und einfacher erlernen.
Moment, schneller ? Und was ist mit der Lernzeit die fürs Lateinlernen draufgegangen ist? Und woher willst Du genau wissen wie schnell Du die beiden Sprachen sonst gelernt hättest?
Ich konnte Vokabeln schneller lernen, da ich die Wörter
vom Lateinischen ableiten konnte. Auch fiel es mir wesentlich leichter Zusammenhänge in der Grammatik zu verstehen/zu merken. Dass ich weniger Zeit gebraucht habe, kann ich einfach vom Gefühl her sagen (für Italienisch 1 1/2 Jahre). Ich denke es muss jeder selbst wissen wie er lernt und was er bevorzugt... Lernzeit fürs Lateinlernen? Das waren knappe 3 Jahre, aber "nebenbei" fielen viele Prüfungen an und zwei Umzüge, sowie
Arabisch lernen.

Natürlich Französisch. Latein ist tot, tot, tot.
Wer das später mal braucht, kann's immer noch nachlernen.
Wer Sprachen an sich leichter lernen will, sollte in 2 Wochen zwischendurch Esperanto lernen (ja, auch schon Schulkinder) und Latein vergessen.
Ich habe zuerst Englisch, dann Latein gelernt. Ich würde es nie wieder so wollen.
Danke, Du sprichst mir aus der Seele :-)

Latein fördert das Verständnis für Sprachen allgemein. Nicht nur bei romanischen Sprachen: Mir hat es auch beim Lernen von Japanisch, das ja nun wirklich nichts damit zu tun hat, genutzt.
Französisch kann man immer noch lernen. Mein Vater meinte damals, in der Schule solle ich Latein lernen, Französisch könne ich auch auf der Straße lernen. Voila: Genau da habe ich es gelernt.
strick4a am 18. Januar 2008 18:23 Hast Du in Japan Kontakt mit Franzosen gehabt?.....;-)) LG. strick
WolfRichter am 18. Januar 2008 18:26 Nein: In Frankreich mit Japanern.
Knowledge am 18. Januar 2008 18:33 Lach...Wolf, das ist sicher noch schlimmer als wenn ein Japaner englisch spricht.
strick4a am 18. Januar 2008 18:42 ...DH...

Auf jeden Fall Latein. Es öffnet Dir die Tür zu allen anderen Sprachen. Nie kann man Gramatik besser verstehen und anwenden lernen als in der lateinischen Sprache.

Latein ist keine schlechte Wahl - für die späteren Berufschancen sollte man dann aber bei nächster Gelegenheit noch eine (moderne) Fremdsprache lernen (Englisch wird in der Berufswelt als Standard vorausgesetzt, Punkte sammelt man erst mit allen weiteren Sprachen) Und, wie oben schon von anderen gesagt, wer fleißig in Latein war (ja, Faulpelze gehen gnadenlos unter), lernt man mit Lateinkenntnissen fast spielerisch eine weitere Sprache (Französisch, Spanisch, Italienisch, ... - da hilft Latein SEHR)
Hab die drei Sprachen (Fr,Sp,It) spielend gelernt - ganz ohne Latein, ganz ohne Qual :-) und sofort Dutzende von Gesprächspartnern gehabt.
Erasmus http://www.auslandsjahr.eu/2007/10/22/warum-latein-lernen-zeitverschwendung-ist/
claude5 am 21. Januar 2008 19:24 Ich behaupte ja auch nicht, dass man ohne Latein diese Sprachen nicht lernen könnte (oder nur unter erschwerten Bedingungen). Es ist einfach nur so, dass durch die Sprachgeschichte diese miteinander verwandt sind (und die "Familie" ist noch größer). Aufgrund dieser Verwandschaft hilft Latein einfach, weil Wortschatz und Grammatik nutzbare Ähnlichkeiten aufweisen. Ich habe nämlich Latein gelernt, und habe viele romanische Sprachen "nebenbei" mitgenommen("Fr,Sp,It", kann aber etwa auch portugiesische oder rumänische Texte ohne größere Probleme verstehen - und dann wären da noch die Wörter im z.B. englischen Wortschatz, die man sich durch Lateinkenntnisse herleiten kann)
Und ich weise noch einmal auf meinen ersten Satz hin: "dann aber bei nächster Gelegenheit noch eine (moderne) Fremdsprache lernen" (als Kommentar zum nicht ganz passenden Link...)
Latein ist die Basis aller romanischen Sprachen. Man lernt viel schneller eine dieser Sprachen, wenn man schon Latein hatte. Es gibt ´ne Menge Studienfächer, wo man Latein braucht. Das weiß nur niemand. Und neben dem normalen Studium mal eben noch Latein lernen zu wollen, ist absolut hart.
Wissenschaftliche Studien belegen aber einen anderen Punkt. Noch schneller lernt sich eine romanische Sprache wenn man eine andere romanische Sprache kann, da deren Ähnlichkeiten stärker sind (da alle modern) als mit Latein. Wer natürlich Latein lernen möchte um des Latein lernen willens der hat es in der Schule sicher einfacher... Aber ne "Menge" Studienfächer sind es nicht...
Für mich wäre zunächst die Frage nach Deinem Alter bzw. Deinem Jahrgang entscheidend. In welcher Klasse bist Du? Wieviele Jahre bist Du noch schulpflichtig oder wieviel Jahre wirst Du voraussichtlich die Schule (noch) besuchen? Wenn Du mit der Wahl des Faches Latein einen "Abschluss" (etwa "Kleines Latinum") erreichen kannst, wäre dieser Sprache möglicherweise den Vorzug zu geben. Ist dies nicht der Fall, so kannst Du auch Französisch wählen. Außerdem müsstest Du inzwischen herausgefunden haben, welcher Lerntyp Du bist. Fallen Dir Sprachen, z. B. Englisch, leicht oder schwer? Kannst Du gut Vokabeln und grammatische Zusammenhänge lernen (was für Latein wichtig wäre)? Am Allerwichtigsten ist zunächst einmal, dass Du durch die Wahl des Faches Deinen Schulabschluss nicht gefährdest! Ich persönlich gebe wie andere Antworter dem Fach Latein den Vorzug, aber die Entscheidung würde ich von einem Beratungsgespräch mit den Dich unterrichtenden Lehrern in Deutsch, Englisch und Mathematik und dem Klassenleiter/der Klassenleiterin/ und zusätzlich der/dem Beratungslehrer(in) abhängig machen.

Kaum ein Germanist erklärt Dir die Grammatik logisch und verständlich. In Latein macht es dann auf einmal Klick und etwas später sagst Du dann dem Französischlehrer, wo es lang geht und machst Dich unbeliebt, weil Du es wirklich besser weißt...
Hahaha, witzige Antwort, Nur wird sie/er nie in den Kontakt mit dem Französischlehrer kommen wenn sie/er Latein wählt :-) geschweige denn einen einzigen Satz auf Französisch sagen können.
raubkatze am 21. Januar 2008 16:10 Schmunzel! Allerdings kann man doch auch Deutsch mit seinem Sprachlehrer sprechen. Französisch war meine 3. Sprache und das klappte auch recht schnell! ;-))
natürlich kommt sie /er in kontakt mit einem Französisch lehrer ! in der 9. klasse muss er nämlich nopchmal zwischen franz. und chemie /sozi wählen... also wenn er/sie dann franz nimmt....

Ich für meinen Teil ärgere mich heute noch, daß ich mich hab bequatschen lassen, französisch zu nehmen. Die folgenden 4 Jahre waren eine Qual. Ich sage nicht das Latein einfach ist, aber für meine Interessen heute, hätte ich einen besseren Hintergrund. Französisch verstehe ich heute kein Wort mehr.
Dann wäre es Dir bei Latein noch schlechter ergangen :-) Manchen Menschen liegen Sprachen anderen nicht, ich halte es falsch Leute zum Sprachen lernen zu zwingen, Englisch mag dies noch rechtfertigen aber ansonsten kann man ruhig mehr Wahlfreiheit an der Schule haben...
vampire am 20. Januar 2008 16:20 Doch mir wäre es damit besser ergangen, weils mich interessiert hätte. Ich bin sprachlich nicht dämlich und kam auch mit englisch klar (weil ich das anwenden konnte).
Okay, ich sag ja, wenn sich jemand für eine von beiden Interessiert dann soll er genau diese Sprache nehmen! Nur zu behaupten man lerne einfacher Französisch wenn man vorher Latein lernt ist Aberglaube. Ich lerne ja auch nicht einfacher Autofahren wenn ich vorher Fahrradfahren lerne.

Ich empfehle französisch, da man damit was anfangen kann. Mit latein kannst Du Arzt oder Apotheker werden, ansonsten ist die Sprache tot.
Knowledge am 18. Januar 2008 18:28 Alsa mir hat Latein immer geholfen. Und ich bin weder Arzt noch Apotheker, sondern Ingenieur. Dadurch kann ich z. B. den Begriff "Computer-Konfiguration" sofort verstehen.
HelmutRn am 18. Januar 2008 18:38 Wohl wahr!!!
Versteh ich auch so :-)
Ich hatte Latein in der Schule...hab mich durchgequält und konnte Latein (hab Jura studiert) danach nie (!), die Betonung liegt wirklich auf NIE, mehr verwenden. Ich halt es für ein Märchen, dass man mit Latein andere Sprachen soo viel schneller lernen kann, dass sich jahrelange vollkommen nutzlose Paukerei und nix anderes is es, wirklich lohnt. Man stelle sich den Anachronismuss einmal vor: Die Schüler lernen mühsam eine Sprache, die längst ausgestorben ist. Warum soll ich erst Latein lernen, um später vielleicht etwas schneller Französisch oder Italienisch zu lernen? Alle Leute die ICH kenne,bereuen es Latein genommen zu haben. Im übrigen: Ich hab inzwischen nach fast 30 Jahren alles, alles vergessen. Französisch hätte ich weit besser noch in Erinnerung weil ich es z.B. im Urlaub oder mal auf der VHS immer wieder aufgefrischt hätte. Ich fahr jetzt ungern nach Frankreich (was ja bestimmt auch ein schönes land ist) weil ich die Sprache nicht beherrsche. Mein Tip Französisch und Englisch bitte Super lernen! Weil das is heutzutage wirklich wichtig und sinnvoll! Hier lieber nicht durchmogeln sondern echt viel und gut lernen! Gruss Werner
PS: Italienisch ist auch für Nichtlateiner m.E. relativ leicht lernbar!
Hab zwar diesen Tipp früher nicht gekriegt, aber instinktiv umgesetzt !!! War ne super Wahl - Danke :-)
Wähl Französisch !!!! Latein solltest Du lernen wenn du dich für Latein interessierst, alle anderen Argumente ziehen nicht.
Was gegen Latein spricht: http://www.auslandsjahr.eu/2007/10/22/warum-latein-lernen-zeitverschwendung-ist/
Im Kommentarteil kannst du die Antwort eines Lateiners sehen: Wenn die Unterstufenschüler die Option haben, Latein zu wählen, überhäuft man sie mit vielen Versprechungen: Latein sei nicht nur eine Sprache, nein auch ein Wundermittel für und gegen alles - man lernt die Antike kennen, man lernt die Wiege der abendländischen Kultur kennen, man lernt das logische Denken kennen, man lernt auch die deutsche Grammatik kennen etc./usw., sogar im Berufsleben soll es helfen!
Wenn man dagegen ehrlich ist, sind die meisten Argumente nur Pseudo- oder Scheinargumente. In Wirklichkeit geht es darum, dass Lehrer und deren Verbände ihre Planstellen retten wollen. Dafür instrumentalisieren sie ohne Gewissensbisse ihre Schüler, auch wenn diese dadurch später arbeitslos werden könnten. Viele Lehrer haben das Berufsleben ausserhalb der Schule selber noch nie kennengelernt und reden deshalb von etwas, das sie nicht verstehen. Die haben ihr Lieblingsschulfach studiert, sind kurz oder lang an die Uni gegangen und dann zur Schule zurückgekehrt. Vom wirklichen Arbeitsmarkt und auch von der Angst vieler Menschen, in einem Bewerbungsmarathon nicht bestehen zu können, wissen sie nichts. Empirische Studien haben nahezu alle Scheinargumente für Latein als Mythen entlarvt. Ausnahmen sind nur die Studien, die von Altphilologenverbänden in Auftrag gegeben wurden. Überhaupt scheint es mir viele Fächer zu geben, die in der Erwachsenenwelt keiner will und deren Vertreter man dann ersatzweise auf die Schüler loslässt. Unter realen Marktbedingungen würden diese Leute arbeitslos.
Unser “Abendland” braucht in der modernen Welt endlich fähige Ökonomen und Techniker. Gerade da krankt aber das (Schul-) System. Besonders Lateinlehrer tun Technik sogar noch als “nutzlose Spielerei” ab. Wenn man von einer toten Sprache alleine leben kann, mag das sogar so sein … aber nur dann! In der Schule gilt der Literat als gebildet, auch wenn ihn nachher niemand mehr nehmen will und der Schrauber gilt als dumm und naiv!
Latein hat lediglich zwei Wirkungen: Man beherrscht zum einen die Sprache selber besser und zum anderen erhöht man etwas seine Allgemeinbildung. Es gibt aber keine “Wunder-Nebenwirkungen” auf Mathe und Deutsch in der Schule oder Medizin und Jura an der Uni.
Zur Klarstellung: Wer Latein freiwillig lernen will oder das Latinum nachweisen muss, der soll das tun. Besonders für historische Fächer mag es auch zur Quellenlektüre gut sein. Aber die meisten brauchen es weder im Studium, noch im Beruf. Man soll auch die Märchen von den notwendigen Lateinkenntnissen für das Medizin- oder Jurastudium endlich sein lassen. Das sind nur noch Restbestände.
Schüler, die überlegen müssen, welche Fremdsprache sie wählen sollen, brauchen endlich eine objektive Beratungsinstanz, nicht die Lateinlehrer selber!
"Unser Abendland braucht... fähige Ökonomen und Techniker." Richtig! Aber sie sollten in ihren Fächern auch den Menschen im Blick haben und "philosophieren" können. Der von Dir herausgestellte Lateinlehrer a la "Feuerzangenbowle" existiert schon lange nicht mehr. Schon vor mehr als 40 Jahren riet uns ein Altphilologe(!!!!), Russisch oder Chinesisch zu lernen... Was Ökonomen und Techniker ohne eine am Menschen ausgerichtet Bildung erzeugen, erleben wir in den letzten Jahren recht deutlich.
Hallo,
Diese Frage kann mehrfach beantwortet werden. Ich sage das, weil es auch sehr wichtig ist, zu wissen, welchem Zweck das Erlernen einer Sprache oder der andere dient.
Zuerst moechte ich dieses Verhaeltnis aus dem reinen Kognitivstandpunkt zu beschreiben suchen. Latein ist zwar eine alte Sprache, Franzoesisch eine zeitgenoessische. Die erstere aber bei weitem reicher in Wortschatz, Phonetik, Stil. Wenn wir den Wortschatz in Betracht haetten ziehen moegen und einem Beispiel haetten folgen wollen, werden bei Buchstabe des Woerterbuch L sehen koennen, dass von den dieser Buchstabe angehoerigen Verben, nur etwa 10 Prozent dieser Verben in Franzoesisch aus dem Latein beibehalten sind. Das Rumaenische, wennauch eine pastoralische Sprache, hat 20 Prozent sich beibalten. Auch das ist wenig. Dieses Beispiel wuerde zeigen, dass die Ausdruckmoeglichkeit, welche von den Verben am meisten erzeugt wird, ist viel geringer im Franzosisch. Latein gibt viel mehr als mehrere Verben: Lautqualitaet, eine Konfrontation mit der Schreibkunst der Antike. Es gibt auch eine sehr reiche mittelalterliche in Latein verfasste, von den Deutschen geschriebe Literatur die ich neulich bewundere. Ich sagte mir einmal, die Deutschen sein die adoptierten Kinder Roms, wegen deren Gehorsam zur Pflege des Lateins, zum Schreiben des Lateins. Latein ist ein Pfeil des deutschen Seelenlebens lange Zeit geworden. Wir muessen unbedingt nicht vergessen dass alle bis heute uns bewahrten Lateinseiten in einer sehr schoenen Schreibenkunst verfasst worden sind.Und oft eben diese Schreibekunst distanziert uns vom Latein und gar nicht das Latein selbst. Welche damals hat etwas schreiben wollen, der hat es auch sehr gut tun koennen wegen der guten Rhetorikschule der Antike nicht in der letzten Reihe erwaehnungswuerig.
Eine Frage des Erlernens. Latein ist sicher schwieriger als Franzoesisch. Jener aber Lateinkenner, der spaeter auch Franzoesisch haette lernen wollen, derjenige wird sicherlich auch des Lernen der Franzoesisch maechtig. Ich weiss auch dass es fuer ein Deutscher schwer ist, beide fremdensprachen zu erlernen. Ist aber nicht unmoeglich. Wenn jemand gut aber die Geschichte Europas wissen moechte, derjenige sollte zuerst Latein waehlen. Wenn es schief ginge, sollte er auf Franzoesisch wechseln.
Nach dem rein Gewinn gesehen, vielleicht das Franzoesische wuerde ich vorschlagen, da es die Moeglichkeit gibt, von den Franzoesischkenntnissen in Geschaeften oder beim Ubersetzen Gebrauch machen zu koennen. Auch das Franzoesische hat viel zu bieten in Sachen der Literatur und Geistleben. Letzlich, wenn auch zu erwaehnen ist das mehr zu diesem Thema zu sagen dient, ist zu sagen dass es zwischen beiden Sprachen nicht eine Konkurrenz geben wuerde aus dem reinen Wissenstandpunkt. Wenn der Fragende eine praezisere Antwort haette bekommen wollen, der sollte seine diesem Verhaltniss zwischen Latein und Franzoesisch entsprechenden Vorstellungen besser zur Darstellung zu bringen.
Wenn du dich für Sprachen interessierst und später noch weitere Fremdsprachen lernen willst, empfehle ich Latein. Wie hier schon einige gesagt haben ist es eine gute Basis und vereinfacht das Verständnis für die meisten europäischen Sprachen.
Ich habe beide gelernt und noch viele andere. Die letzte war Esperanto, in nur drei Wochen am hause sebst studiert abends nach dem Arbeit. Ist mehr wert als lateinisch, "kostet" eine Grosseordnung weniger Zeit (etwa 1/20) und ist unmittelbar an zu wenden. Man verliert keinen Zeit mit Ausnahmen usw. Grammatik kann man auf 2 Blatter schreiben. Keine Ausnahmen, usw. ganz logisch und eine ausserordentliche Vorbereitung für andere Sprachen, Mathematik und Logik. Leider sind bis jetzt noch wenig Schule die es lernen. Doch schon in Gross Brittanien! Bitte besuchen Sie dazu: egalite.freeweb.hu/salto/saltode.htm Lernen kann auf Internet z.B. bei: www.lernu.net (Ich bitte Entschuldigung für mein Deutsch: es ist nicht meine Muttersprache. Hoffentlcih verstehen Sie was ich meine)
Wenn du noch keinen konkreten Berufswunsch hast, würde ich französisch wählen. Das kannst du auch privat aktiver anwenden. Meine Schwester hats zwar geschaft, mit ihren Lateinkenntnissen von einem Schuljahr ne Mitschülerin bei der Italien-Klassenfahrt vor dem Gefängnis zu retten (wurde unschuldig des Kaufhausdiebstahls beschuldigt - erklär das mal nem Mafiosi von Ladendetektiv), aber die französische Sprache bietet in Europa gute Anwendungsmöglichkeiten. Vielleicht willst du an Austauschprogrammen teilnehmen und als Manager in Frankreich, der Schweiz, Belgien oder Luxemburg arbeiten ... Wenn du allerdings nen Medizinberuf willst, ist Latein unabdingbar. Notfalls kannst du dir die Kenntnisse auch über VHS- oder Fernstudiengänge aneignen. Die Möglichkeiten sind heute echt riesig.
Kommt drauf an. Latein wählst du, wenn du gut bist im Lernen. Man braucht nur etwa 500 Vokabeln zu lernen, dann hat man schon alles, es kommt nichts Neues mehr hinzu. Die Grammatik ist in sich logisch, es gibt kaum Ausnahmen. Mit einem guten mathematischen Verständnis kann man sich die Übersetzungen quasi "ausrechnen", wenn man denn die Vokabeln kann. Das sind die Vorteile bzgl. der Noten. Ein weiterer Vorteil ist, dass alles so gesprochen wird wie es geschrieben ist. Man bekommt ein bisschen Allgemeinbildung und kann später bestimmte Fächer studieren. Das ist alles, mehr Vorteile stecken im Latein-Lernen nicht drin. Vorteil Französisch: Es ist eine lebendige Sprache. Wenn du nicht so gut im Vokabeln lernen bist, dann kannst du in den Ferien nach Frankreich fahren und üben. Ich habe meine Französisch-Grundlagen in der Schule bekommen, richtig sprechen habe ich aber erst danach bei Frankreich-Urlauben gelernt. Nachteil: die Worte werden anders ausgesprochen als geschrieben. Man kann die Grammatik (in welcher Zeit bin ich oder welche Person spricht) nicht immer hören. Man muss sie wissen. Und es gibt viele Ausnahmen bzw. Unregelmässigkeiten. Die kann man eigentlich nicht vomKopf her lernen, die muss man durch Aufenthalten im Land automatisch übers Hören lernen. LG
ich würde auf jeden fall latein nehmen (hab ich auch genommen) weil man bei franz. (hatte ich auch schon) sehr leicht den Anschluss verliert und dann die Lücken die durch faulheit... entstanden sind nicht mehr füllen kann. außerdem kann man wenn man latein genommen hat in der 9. klasse immernoch franz. nehmen. latein ist zwar viel zu lernen, aber am ende wenn mans kann macht es auch spaß. aber es kommt auch drauf an ob du in mathe oder in Sprachen (also in dem Fall Englisch ) gut bist, es ist in der regel immer so dass die die mathe besser können latein nehmen und da auch besser sind.

Latein, da es die Basis zu allen romanischen Sprachen ist. Ausserdem ist französisch nicht gerade leicht.
Hallo!
Wie sieht es denn in Englisch aus? Kannst du generell gut mit Sprachen umgehen?
Denn in Latein geht es meist nur ums Übersetzen, in Französisch musst du auch kreativ selbst Texte schreiben.
Also mir hat Französisch mehr Spaß gemacht, da die Geschichten zeitlich nah an meiner eigenen Jugend lagen und es mir daher leichter fiel, z.B. ein eigenes Ende für einen Text zu schreiben.
Viele sagen ja, Latein sei viel schwieriger als Französisch, das sehe ich nicht so: Für beide Fächer muss gelernt werden.
Wenn du aber gern selbst Geschichten schreibst, dann wähl besser Französisch, bist du an Historischem interessiert, entscheide dich lieber für Latein.
Naja, selbst das mit dem schön klingen ist auch nur Geschmackssache...
Latein? 550 Muttersprachler im Vatikan (neben Italienisch)
Französisch nur zwei Vorteile ? Dass ich nich lache. Schon mal überlegt in wievielen Ländern es gesprochen wird und von wieviel Millionen von Menschen ? Jeder soll die Sprache lernen die ihm Spass macht und ich kenne Leute denen Latein Spass gemacht hat und andere denen Französisch Spass gemacht hat, dagegen aber zu behaupten das Französisch nur 2 Vorteile hat ist schon starker Tobak...