Frage von Powergirl2222, 88

Was würdet ihr den obdachlosen und armen raten? Was würdet ihr tun, um den obdachlosen zu helfen?

Stell dir vor, du lebst auf der Straße. Du bist arm und obdachlos. Dein Haus ist abgebrannt. Was würdest du tun? Wie würdest du leben? Oder stell dir vor dein Freund ist unfreihwillig obdachlos geworden. Wie würdest du ihm helfen? Wie würdest du fremden obdachlosen helfen. Meine Meinung interessiert mich. Ich würde in ein Kafee gehen und 2 Kafee bestellen und bezahlen. Einen zum jetzt trinken und einen zur Abholung. Da können obdachlose hingehen und kostenlos einen Kafee trinken. Geht auch bei Suppen in Restaurants.

Antwort
von Plautzenmann, 43

Das Problem ist, dass Hilfe generell zwar eine schöne und noble Geste ist, aber erstens, verhindert sie, dass sich die Leute selbst helfen und dann an diesen Erfahrungen wachsen können und zweitens hat jeder Mensch, der nicht absolut verzeifelt ist (wahrscheinlich, weil er statt daran zu wachsen, an der Erfahrung zerbrochen ist), einen gewissen Stolz und ist Hilfe gegenüber erstmal abgeneigt. Außerdem sind Kaffee und Suppe zwar unbestreitbar tolle und erstrebenswerte Sachen, aber sie helfen den Obdachlosen nur auf kürzeste Sicht. Auf lange Sicht bringt es mehr, den Leuten ein vorrübergehendes Asyl zu gewähren, denn ohne Anschrift bekommt man keine Arbeit und ohne Arbeit bekanntlich kein Geld.

Aber wer würde allen Ernstes jemand Fremden, der obdachlos ist, aufnehmen? Immerhin versacken die meisten Menschen, die obdachlos oder nur arbeitslos sind, in einem Loch der Antriebslosigkeit und machen dann doch nichts, wenn sich die Chance bietet. Das soll jetzt nicht alle Obdachlosen pauschalisieren, aber es gibt auch genug Hartzer, die lieber faul sind, anstatt zu arbeiten, sich dann aber jeden Tag beschweren, dass man von der Stütze nicht in Saus und Braus leben kann. 

Vor diesem Hintergrund sind Kaffee und Suppe vielleicht sogar eine gute Idee, weil sie den Obdachlosen Hoffnung geben, was auf lange Sicht eventuell den Unterschied macht zwischen Sitzenbleiben und Aufstehen und sich einen Job suchen. Aber Alles in Allem ist es ein schwieriger Prozess, jemanden, der einmal obdachlos geworden ist, wieder in die Arbeitswelt zu integrieren, bei dem unzählige Faktoren vor allem menschlicher Natur berücksichtigt werden müssen. Kurzum: Der/die Obdachlose muss Lust dazu haben, etwas zu ändern, sonst geht gar nichts.

Ein sinnvoller Schritt wäre, auch Obdachlosen Arbeit geben zu können, obwohl sie keinen Wohnsitz haben. Oder die Obdachlosen weniger zu vergüten, sie dafür umsonst in firmeneigenen, möblierten Wohnungen wohnen zu lassen. Aber sicherlich würde das wieder Probleme aufwerfen, welche zu erkennen ich nicht der Richtige bin.

Fachliche Meinungen dazu? Jetzt bitte kein "Ja, du sagst es!" oder "Nein, die klauen unsere Jobs!", sondern fundierte Argumente, wieso oder wieso nicht dieser simple Ansatz, Obdachlosen Arbeit geben zu können (vllt sogar müssen, eine Obdachlosenquote wäre tausendmal sinnvoller als eine Frauenquote, IMHO), Erfolg versprechen könnte?

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Möchtest du Dienstleistungen von einem Obdachlosen annehmen? Ich möchte nicht in Geschäften von jemandem beraten werden, der keine Möglichkeit hat zu duschen.


Vor allem ist das Problem aber, dass viele Obdachlose sich eben nicht an Regeln halten wollen oder können - ansonsten könnten sie ja auch einfach Sozialleistungen beantragen.

Kommentar von Kuestenflieger ,

eben , erst mal hinterfragen , etliche wollen keine offizielle hilfe , weil dann dinge aufgedeckt werden könnten die nicht koscher sind.   der durch brand plötzlich wohnungslose , bekommt umgehend hilfe !

Kommentar von Plautzenmann ,

Solange die Qualität der Beratung oder Dienstleitung stimmt, ist es mir ziemlich egal, ob derjenige obdachlos ist. Es ist ja nicht so, dass jedem auf die Stirn geschrieben steht, dass er obdachlos ist.

Ich stimmt dem zweiten Punkt zu, wobei das wohl auch daher kommen könnte, dass man es recht schnell verlernt, sich an Regeln zu halten. Eben deshalb ist einer der Leitsätze, wenn man mal obdachlos werden sollte, trotzdem ein, so weit es eben geht, geregeltes und geplantes Leben zu führen, um es nicht zu verlernen.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Die Qualität der Dienstleistung nimmt für mich tatsächlich automatisch ab, wenn mein Gegenüber ungepflegt ist.

Und Obdachlse verlernen nicht durch ihre Obdachlosigkeit sich an Regeln zu halten - sie werden erst dadurch obdachlos, dass sie es nicht tun.

Kommentar von Plautzenmann ,

Soso. Mir ist es wie gesagt egal. Mein Gegenüber kann noch so gepflegt sein, wenn er von seinem Job keine Ahnung hat, bringt mir auch sein gepflegtes Aussehen nichts. Aber wenn die Beratung, Dienstleistung etc. perfekt oder auch nur "gut" ist und ich mich hinterher gut beraten, bedient etc. fühle, schaue ich sehr gerne und mit zwei lachenden Augen über eine etwaige "Ungepflegtheit" (wobei hier wieder jeder seine persönliche, subjetive und vorurteilbehaftete Genze zieht) hinweg. Aber jeder nach seiner Facon ;)

Das ist zwar ein sehr schöner Spruch (schon alleine deshalb, weil er einen Gedankenstrich enthält), aber wenn man sich mal mit einigen Obdachlosen unterhalten hätte und das Thema sachlich recheriert hätte (und ich spreche dabei nicht von einer 2-minütigen Google-Suche), würde man merken, dass das Käse ist und vielleicht 10 Prozent der Obdachlosen betrifft.

Ich könnte jetzt ewig weit ausholen, über Stellenabbau aus Profitgründen, mangelnde Aufklärung seitens der Sozialämter, die negativen Seiten des technologischen Fortschritts oder die Folgen der Weltwirtschaft (Outsourcing) schreiben, aber ich belasse es bei obigem Satz.

Antwort
von nutzer111247, 53

ich würde einen obdachlosen einen wunschtag geben also zusammen in der Stadt rum laufen ihm schue Kleidung und essen kaufen (ist vielleicht etwas teuer aber so wissen sie das jemand an sie glaubt und das leben nicht nutzlos ist) vielleicht lad man sie noch nach hause ein damit sie sich mal duschen können, am schluss würde ich noch ne tüte mit wasser und ner Pizza oder ner decke zusammen packen.

ich hoffe ich konnte dir weiter helfen.

Antwort
von Daoga, 46

Wer "nur" abgebrannt ist, sitzt selten lange auf der Straße, da gibt es immer Soforthilfen. Für normale Obdachlose gibt es in den jeweiligen Gemeinden unterschiedliche Angebote, Obdachlosenunterkünfte und Wohnheime, in die manche aber gar nicht wollen, weil z.B. kein Alk oder keine Hunde erlaubt sind oder dort chronisch geklaut wird. Schwerer als für männliche Obdachlose ist es für Frauen, die mit oder ohne Kinder auf der Straße landen, weil die Frauenheime meist chronisch überfüllt sind. In jedem Fall ist es ratsam, erst mal bei der eigenen Gemeinde nachzufragen, welche Hilfen bereits vorhanden sind und wo private Unterstützung geleistet werden kann, per Geld, per Stellung von Unterkünften, per ehrenamtlicher Mithilfe bei Lebensmittel-Tafeln oder sonstwas. Du kannst nämlich Obdachlose nicht zu Sachen zwingen, die sie gar nicht wollen. Mal eine Suppe oder ein Sandwich oder einen Euro in die Sammelbüchse spenden ist ok, aber eine langfristige Hilfe ist das nicht.

Antwort
von DieKatzeMitHut, 38

Ich würde ihn zum Jobcenter begleiten und dabei unterstützen die Unterlagen auszufüllen - niemand in Deutschland muss auf der Straße leben.

Antwort
von Owntown, 30

In Deutschland muss NIEMAND auf der Straße leben. wer zum Amt geht und sich in den Papierkrieg stürzt bekommt eine Wohnung, finanziele Stütze, Bekleidungsgeld, Arztbesuche, Suchthilfe etc etc .....

Antwort
von FeeGoToCof, 46

Nicht jeder Obdachlose möchte ein Obdach. Bitte, Du musst da differenzieren.

Kommentar von Powergirl2222 ,

Ich weiß. Aber die die eines wollen?

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