Frage von SquareMatrice, 136

Was würdet ihr davon halten wenn sich angehende Lehrer/-innen vor dem Studium einer psychologischen Testung unterziehen müssen?

Hallo zusammen,

diese Frage richtet sich vor allem an derzeitige Schüler an allgemeinbildenden Schulen.

Ich lese hier so oft von Lehren ,die sich unangemessen verhalten und habe auch von früher selbst schlechte Erfahrungen sammeln müssen. Aus diesem Grund möchte ich, sobald es möglich ist einen Aufruf starten, dass es Abiturienten, welche Lehramt studieren möchten einen längeren psychologischen Test bestehen müssen um zum Studium zugelassen zu werden. In dem Test sollte geprüft werden, wie sich die Person unter enormen Stress verhält, wie gut der Gerechtigkeitssinn ausgeprägt ist, ob die Person ausreichend Empathie besitzt, ob er/sie wirklich gut und geduldig erklären kann, usw.

Damit sollen solche Leute mit Charakterschwächen oder gar Persönlichkeitsstörungen für diesen Beruf ausgeschlossen werden, damit es später noch genug Lehrer gibt sollte der NC gesenkt werden.

Würdet ihr eine Unterschrift leisten um das zu unterstützen?

Antwort
von Appelmus, 80

Nein. Was bedeutet längerer psychologischer Test? Wenn ich bedenke, wie ich vor dem Studium war und wie sehr mit jedes einzelne Semester gereift und geprägt hat, befürchte ich eher, dass gute zukünftige Lehrer von vornherein durchs Raster fallen. Wie man Unterrichtsstoff gut und geduldig erklärt, lernt man in der Regel ebenfalls erst während des Studium und vor allem in den Praxisphasen. Wenn ich an meine ersten Unterrichtsstunden zurückdenke, könnte ich die Hände über dem Kopf zuschlammenschlagen. Eine gute Unterrichtsstunde muss sich erst über einen gewissen Zeitraum entwickeln.

Ich bin heute teilweise bedient, welche Ergebnisse wir von psychologischen Gutachten von Kostenträgern bekommen. Menschen, die durchgefallen sind, sich aber wunderbar entwickelt haben. Menschen, die haushoch bestanden haben und völlige Katastrophen sind.

Kommentar von SquareMatrice ,

Ist auch egal, ich habe mir Antworten von Schülern gewünscht. Ist nicht eingetreten, von daher ist die Frage hinfällig.

Antwort
von Akka2323, 14

Jemand, der wirklich nicht geeignet ist, kommt nicht durch das Studium und das Referendariat. Ich kenne einige, die da aufgegeben haben und gemerkt haben, dass es nicht ihr Beruf ist. Das Problem liegt eher da, dass Lehrer, die hochmotiviert sind, auf die Dauer durch uninteressierte, respektlose Schüler und schreckliche Eltern fertig gemacht werden. Das ist am Gymnasium besonders schlimm. Schüler und Eltern beschweren sich ständig, drohen mit Anwälten, halten ihre Kinder für Genies und wollen keine schlechte Note akzeptieren. Und das sind nicht die Muslime.


Antwort
von suziesext06, 26

nein, leider kriegst du meine Unterschrift nicht. Es geht find ich am Problem vorbei; in allen sozialen Berufen gibt es welche, die sich unangemessen oder unprofessionell verhalten. Da hilft auch kein Psychotest vorher gegen.

Nur Psychologie-Stundenten werden an manchen Unis vorher Tests unterzogen, um rauszufinden ob sie an bestimmten Neurosen leiden, und dann kriegen sie ne Empfehlung, sich nicht einzuschreiben für das Fach.

Aber heutzutage sind Lehrer doch von allen Seiten bloss mies behandelt, sie sind wie Frontsoldaten ohne Schutz, die armen Schweine in Bezirken, wo 99% Moslems in der Klasse sitzen und bei allem rumstänkern und überall ihren Islam angegriffen fühlen, geht an beim Schwimmunterricht, bei Sexualkunde und hört bei der Entwicklungslehre in Bio noch lang nicht auf, So ne Lehrer haben keine Rückendeckung von oben, haben nur Stress mit den Schülern und Eltern und den Moscheevertretern vor den Schultür.

Ich hab n riesen Respekt vor so ne Lehrer, möcht nicht tauschen müssen mit ihnen. Ne, sowas ist kein Psychologie Problem, sondern n handfester gesellschaftlicher, politischer Skandal.

Antwort
von oxygenium, 64

auf der einen Seite keine schlechte Idee.

Denn was nützt mir ein psychisch kranker Lehrer, der mit der Situation vollkommen überfordert ist und selber psychologische Hilfe braucht?

Andererseits finde ich persönlich.... das Klassen heute mit so vielen Schülern einfach viel zu groß sind. Wäre sicherlich sinnvoller im Sinne eines einzelnen Schülers und den Nerven der Lehrer, die Klassen zu verkleinern und mehr Lehrkräfte einzustellen.

Da haben die Schüler viel mehr von und es geht nicht einer dabei unter oder bleibt auf der Strecke,wie es leider heute der Fall ist.

Das wäre für mich pädagogisch auch wertvoll

Kommentar von azallee ,

Warum nicht beides machen? Psychologischer Test UND Klassenverkleinerung?

Antwort
von Herpor, 28

Was hältst du davon, dass angehende Gymnasiasten vevor sie aufs Gymnasium gehen das Abitur machen?

Kommentar von thomsue ,

Genau, die meisten Schüler auf dem Gymnasium werden auch keine "Hochschulreife" erreichen

Antwort
von Nunuhueper, 19

Nein, solchen Test halte ich für unnötig.

Wenn doch, dann sollten Eignungstests auch bei den Schülern eingefordert werden.

Der theoretische Test, ob jemand für eine Tätigkeit geeignet ist oder nicht, ist nur ein grober Filter.

Der Fernsehfilms "Guten Morgen Herr Grothe" von 2007 zeigt eindrücklich, dass ein engagierter Lehrer in der Praxis und im Umgang mit Schülern von Kollegen, Schüler-Eltern und Freunden kritisiert wird.

Den Spiegel hält der Film aber auch den Kritikern vor.

Antwort
von extrapilot350, 74

Nein, weil die künftigen Pädagogen vorher schon auf Eignung getestet werden, während des Studiums auf Situationen in der Schule vorbereitet werden. Wenn es also zu einer wie Du meinst unangemessenen Situation kommt kann es auch daran liegen dass Pädagogen mit lernresistenten Schülern schon mal härter in der Gangart reagiere müssen damit das Klassenziel erreicht werden kann. Die meisten Probleme entstehen in den Schulen bei pubertierenden Schülern weil die Hormone im Kopf verrückt spielen und sich deren Gehirn erst an die Hormonausschüttung der Körpers gewöhnen muss.

Kommentar von SquareMatrice ,

wie alt bist du?

Kommentar von azallee ,

Er oder sie ist noch ein Kind. Kann nicht anders sein , bei so einer  Meinung.

Kommentar von Appelmus ,

Wenn ich mir deine verurteilenden und abwertenden Zeilen ansehe, kann mir dein Kind ernsthaft leid tun. extrapilot wurde mit keiner Silbe persönlich, während das was du schreibst keiner erwachsenen Person zugeschrieben werden sollte.

Kommentar von azallee ,

Ich kann so eine dumme Einstellung nicht nachvollziehen! Es geht um den Charakter eines Menschen, nicht um Lösungen für Situationen! Es gibt Menschen, die Freude daran haben, andere zu piesacken und welche, die sich nicht einfühlen können und darum geht es hier!

Kommentar von extrapilot350 ,

Aus der Sicht der Schüler schon, aber Pädagogen sind eben Profis in der Schule. Schüler nicht. Pädagogen unterrichten schon jahrelang Schüler und kennen auch deren Bedürfnisse und auch deren Verhalten. Meist mit Unaufmerksamkeit, Störungen im Unterricht verbunden um sich vor den Mitschülern zu profilieren.

 Darauf sind Pädagogen vorbereitet und setzen ihren Arbeitsauftrag um. Selbst wenn es Schülern nicht passt. Wie im echten Leben also.

Expertenantwort
von Kristall08, Community-Experte für Studium, 18

Sehr gute Idee.

Aber wer bliebe dann übrig, um zu unterrichten?

Antwort
von azallee, 63

Ich bin absolut dafür! Das ist eine dringende Notwendigkeit - Lehramtsstudenten vor dem Studium auf charakterliche Tauglichkeit überprüfen! In anderen Ländern ist das Gang und Gäbe, nur in Deutschland ist man noch so rückständig! In D wird nichtmal ein Vorstellungsgespräch geführt, indem man herausfindet, welche Intentionen der Kandidat hat - dies ist in Finnland schon längst usus!

Am Gymnasium meines Kindes gibt es eine Musiklehrerin, die die Kinder regelrecht tyrannisiert .Frau T., Frau T. gibt 4en mit großer Freude, auch wenn ein Kind eine 3 verdient hätte. Sie verteilt sie wie Bonbons, es ist schwer, bei ihr eine gute Note zu bekommen. Sie gibt jedem eine schlechtere Note als er verdient hat und beschimpft und beleidigt die Kinder.

Kann mir jemand sagen, was man gegen so eine Lehrerin unternehmen kann? Die Schulleiterin sieht zu und macht nichts.

Kommentar von Appelmus ,

Eltern denken meistens, dass das Kind eine bessere Noten verdient hat. Doch wer sind wir, das wirklich fachlich einschätzen zu können?

Kommentar von azallee ,

Das denken nicht nur die Eltern! Sondern auch viele Kinder! Diese Frau lässt die Kinder langweilige alte Lieder singen, während im Nachbarzimmer die Parallelklasse tolle beliebte Songs singt. Sie beleidigt die Kinder mit "Versag.r" "Halt die Fre..e"

Wenn du mal sehen könntest, was die für ein Gesicht zieht! Ich habe sie noch nie lachen gesehen. Sie schaut muffelig drein und ist meistens schlecht gelaunt.

Das nennst du dann okay?

Kommentar von Appelmus ,

Ich habe als Schüler damals auch gedacht, eine bessere Note verdient zu haben. Das ist menschlich. Welche Qualifikationen bringst du mit, um die Schwierigkeit einer gerechten Benotung einschätzen zu können? Das ist nämlich gerade in den ersten Jahren für Absolventen überhaupt nicht einfach.

Beleidigungen, wie du sie als Beispiel nennst, haben von einer Lehrerin in der Schule nichts zu suchen. Da gebe ich dir völlig recht. Aber kreidest du ihr ernsthaft an, dass sie muffelig dreinschaut? Du meine Güte, gibt es nichts wichtigeres? Kannst genau dieser Umstand nicht eine logische Ursache haben? Was spricht dagegen, wenn ihr als Eltern ein sachliches (!) Gespräch mit der Lehrerin führt und euch auch mal in sie hineinversetzt. Empathie sollte nicht nur der Lehrkörper haben. Zum Wohle der Kinder eben auch die Eltern.

Kommentar von SquareMatrice ,

Danke für deine Antwort und die weiteren Informationen! Naja auf Antworten von Leuten die es betrifft, muss ja nix geben.

Kommentar von extrapilot350 ,

Ich gebe auf die Meinung derjeniger die subjektiv eine Einzelerfahrung vielleicht noch darstellen absolut nichts. Diese Angabe der frustrierten Mutter weil das Kind schlechte Leistungen bringt und wie immer ist die Lehrerin schuld daran. Wer auch sonst.

Keiner sagt aus wie sich das Kind im Unterricht verhält.

Kommentar von Appelmus ,

Stellst du die Frage als Schüler, als Lehrer oder als Elternteil? Deine eigentliche Motivation dahinter interessiert mich. Und vor allem, für welche Zielgruppe du das Thema ansprichst.

Antwort
von grubenschmalz, 32

Ein Lehrer muss gar nicht "gut und geduldig erklären".

Kommentar von thomsue ,

Doch, gerade das sollte er können!

Antwort
von azallee, 34

Ja, ich würde unterschreiben, denn ich denke, unter den Lehrern sind zu viele, die psychisch nicht geeignet sind. Charakter kann man an keiner Uni lernen und Menschen, die kein Einfühlungsvermögen besitzen oder Spaß daran haben, anderen Menschen weh zu tun, gehören nicht auf Kinder losgelassen.

Die Schüler von heute sind unsere Zukunft.

Antwort
von thomsue, 19

Nein. Das ist doch total unangemessen.

Antwort
von Schocileo, 15

Aufjedenfall!

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