Frage von Nothin, 73

Was würdet Ihr bevorzugen: Kommunismus oder Kapitalismus?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berkersheim, 13

Man kann eine reale Wirtschaftsordnung nicht mit einer Utopie vergleichen. Die Vorstufe zur Utopie war der Sozialismus, und der ist bis jetzt - wie nicht anders zu erwarten - an den Menschen und der Selbstüberforderung gescheitert.

Eigentlich gibt es auch keine Wahl. Auch der Kapitalismus ist aus sehr unterschiedlichen feudalen Strukturen und deren auch nirgends gleichen makantilen Wirtschaft gewachsen. Die neue Qualität des kapitalistischen Wirtschaftssystems, das sich durch die Befreiung der Wissenschaft zur Zeit der Aufklärung und vielfältige Anwendungen in ein Industriezeitalter gewandelt hat mit Massenproduktion und einer Umwertung der Produktionsfaktoren ist von Land zu Land verschieden. Das hat niemand geplant. Wie so oft haben die einen die Zeichen der Zeit erkannt und sind erfolgreich mitgeschwommen und die anderen hat es weggespült. Die Illusion von Marx, der bis zum Kapitalismus die Entwicklung als Prozess dargestellt hat, war, dass der Mensch diesen Prozess, in dem er mehr Beifahrer als Lenker ist, steuern könnte. Zumindest hat es im Sozialismus nicht geklappt.

Der Erfolg des Kapitalismus (wenn man das so nennen kann) ist, dass da alle zu ihrem Vorteil mitgeschwommen sind aber niemand wirklich gesteuert hat - und wenn, ging es auch in die Hose. Es sieht ganz so aus, als ob uns das wieder drohen würde, weil einige scheinsozialistische Politiker und moralische Weltenretter erneut glauben, erfolgreiche Steuerleute zu sein. Mal schauen, ob das gut geht. Das einzige, was unzugegebenermaßen funktioniert, ist, dass der Reichtum vom Mittelstand zu den ganz Reichen fließt. Das ist jetzt neu-sozialistisch. Wie in den brasilianischen, argentinischen und mexikanischen und, und ... Armenvierteln legen sich dann die Armen gegenseitig um. In den nordafrikanischen Staaten ist es ähnlich, nur dass es dort religiös gefärbt ist und weil es dort Energie zu holen gibt, die Großmächte mitmischen und angeblich für die Freiheit bomben, in Wirklichkeit aber auch damit Geld verdienen.

Was will ich? Popper hat mal gemeint, erst müssten die Menschen ihre großen Erlösungsansprüche aufgeben, die immer mehr Menschen ins Unheil gestürzt als befreit haben. Wenn die Menschen etwas emotionsloser sachlich an die Sache rangehen und damit beginnen würden, in einigermaßen funktionierenden Beziehungen die Fehler zu reparieren. Dann würde sich die Welt langsam zum besseren wandeln. Das glaube ich aber auch nicht mehr, weil die Menschen nicht emotionslos sein können und schon gar keine Geduld haben. Es wird einfach so weiterlaufen. Die Politiker werden weiter immer erst an sich danken und dabei WERTE beschwören, die andere erfüllen sollen - wie früher die Kirchen. Ich höre auf, ich bin arg pessimistisch. Optimistisch bin ich nur in der Gewissheit, dass es irgendwie weitergehen wird - aber wie???

Antwort
von zehnvorzwei, 29

Hei, Nothin, das kann man nicht vergleichen: Kommunismus ist eine Ideologie, Kapitalismus ein Wirtschaftssystem. Kommunisten bevorzugen die Planwirtschaft,, der man das System des freien Markes gegenüberstellen könnte. System A hat vollends versagt, System B ist dabei, sich kaputt zu wirtschaften, wenn ihm kein Korsett übergestülpt wird. Und so. Grüße! 

Antwort
von ClochardFranken, 46

Keines von beiden. Gebt mir ein Stück Land, wo ich von Regeln und Gesetzen befreit bin, und lasst mich alle in Ruhe! ;)

Kommentar von Nothin ,

Sowas würdej eder gerne haben, aber ist halt unmöglich.

Kommentar von Dracn ,

Wie willst du dann leben? Ohne Strom und fließendes Wasser? Was machst du, wenn du mal krank wirst? Was willst du anbauen ohne Samen von jemand anderes zu kaufen? Wie willst du eine ausgewogene Ernährung sicherstellen? Woher bekommst du Materialien um dir ein Unterschlupf zu bauen?

Kommentar von ClochardFranken ,

und lasst mich alle in Ruhe! 

Was ist an diesem Satz nicht zu verstehen? 

Ich bin 46 Jahre alt. Ich brauch niemanden, der sich ungefragt, und uneingeladen Gedanken um mich, und mein Leben macht. Ich bin fähig selbst die Verantwortung für mich zu tragen.

Leider sind wir so reglementiert, und die persönliche Freiheit ist so eingeschränkt, dass ich meine Lebensvorstellungen, nur sehr eingeschränkt verfolgen kann.

Zum Wohle einer Solidargemeinschaft, die mir nicht die Wahl lässt, zu wem ich solidarisch bin, und ich nicht gefragt werde ob, und in wie weit, ich ihr überhaupt angehören möchte.

Natürlich ist es in unserem Gesellschaftssystem schon fast utopisch zu nennen, solch eine Freiheit, Menschen zuzugestehen. Das ist mir bewusst, und ich bin nicht so naiv, wie es dein Kommentar an mich vermuten lässt.

Aber die Fragestellung, ging ja darum, welches System man bevorzugen würde. Wenn man die Wahl hätte.

Und Anarchie scheint mir nicht schlechter, als Kommunismus oder Kapitalismus.

Kommentar von Trogon ,

Mit der Anarchie wird auch alles enden. Helmut Schmidt sagte kurz vor seinem Tod, dass die Welt eben vor ganz anderen Herausforderungen steht, als zu der Zeit als er geboren wurde.

Damals 1 Milliarde Weltbevölkerung , jetzt fast 9.

Vollkommen falsche Entwicklungshilfe, kath. Religion hat diese Katastrophe ausgelöst.

Stagnation ist manchmal gut. Wären wir immer noch bei einer Milliarde gäbe es genug von allem bis auf Umweltverschmutzung. Alles wäre gut, aber nein, man musste ja förmlich mich Gewalt dafür sorgen, dass es in den teils fast unbewohnbaren Zonen zu Bevölkerungsexplosion kam. Afrika. Und jetzt wundert man sich dass diese Milliarden auch etwas besser leben wollen. Indien etc ist auch nicht besser, also nicht nur die katholische Religion.


Fakt ist im Tierreich, wenn man zuviele Tiere in zu kleinen Käfigen hält kommt es zu Agression. Der stärkere will sich durchsetzen.


Was Solls es ist so wie es ist, deine Anarchie wird kommen, keine Angst.


P.s

Die Probleme zur Zeit mit dem Islam sind nix im Vergleich zu dem katastrophalen verhütungsverbot der kath. Kirche. Diese Religion ist am Untergang der Menschheit Schuld und kapiert es immer noch nicht. Naja, ist eh viel zu spät, kapiert haben sie es sicherlich, aber man müsste ja einen Fehler eingestehen. Und Religionen machen keine Fehler. Gilt für alle. Natürlich.

Antwort
von Trogon, 10

Im klassischen Kommunismus sind alle Menschen gleich. Die Putzfrau/Mann im Krankenhaus würde soviel verdienen wie der Chefarzt.

Wir sind aber nicht alle gleich. Fängt beim äußeren an, setzt sich beim IQ fort und endet beim Charakter. Sonst würde es keine Verbrecher geben oder wir wären alle Verbrecher.


In der Realität würden die intelligenteren und somit mit besseren Ausbildung , längeren, härteren es nicht akzeptieren nur soviel zu verdienen wie unausgebildete.


Es gäbe Streiks. Der kommunistische Staat bräuchte also etliche Leute die für Ordnung sorgen. Die sind dann schon wieder nicht gleich zu den anderen, bestenfalls im Einkommen.


Lange Rede kurzer Sinn, das ganze funktioniert nur mit einem Diktator.


Antwort. Ja, bin ich der Diktator ist der Kommunismus toll.

Gehöre ich zum Staatsapparat auch okay. Bin ich putzmann mit Chefarzteinkommen auch schön.

Bin ich irgendwo dazwischen fände ich die Demokratie/Kapitalismus  besser. 

Antwort
von Nemesis900, 36

Wenn der Kommunismus funktionieren würde wäre er besser, leider funktioniert er nicht, daher Kapitalismus.

Kommentar von Infomercial ,

Woraus leitest du ab, daß demgegenüber der Kapitalismus funktioniert? Denn das impliziert deine Antwort.

Kommentar von Nemesis900 ,

Wir leben in einem kapitalistischen Land und das ohne das es in einer Diktatur endet. Daraus kann man ableiten das es zumindest besser funktioniert als der Kommunismus.

Kommentar von Infomercial ,

Interessant, daß du der Ansicht bist, wir wären nicht in einer Diktatur geendet...

Ich erinnere mal an so paar Kleinigkeiten wie den Lissabonvertrag, die Euroeinführung, die Banken- und Griechenlandrettung, die Grenzöffnund für illegale Einwanderer, den Jugoslawienkrieg, den Afghanistankrieg, die Privatisierung von Bahn, Telekom und Energieversorgern,...

Sorry, aber du bildest dir nur ein, daß es besser funktioniert. Bzw. besser für wen eigentlich?

Antwort
von Mikkey, 9

Kommunismus, aber mit anderen Menschen.

Antwort
von Eddcapet, 39

Kommunismus ist deutlich besser. Leider aber nur in der Theorie, die Praxis sieht meist extrem schlecht aus. #20JahreAufEinAutoWarten

Kommentar von Nothin ,

Das gleiche denke ich auch ^^.

Antwort
von Liesche, 27

Auf keinen Fall den Kommunismus!

Antwort
von Infomercial, 24

Würdest du lieber ersticken oder verbluten?!?

Bist du dir denn überhaupt ersteinmal im Klaren darüber, was die beiden Formen jeweils bedeuten?

Kommentar von Nothin ,

Verbluten. Man kann danach noch evtl. eine Bluttransfusion machen, bzw. Blut gespendet bekommen.

Ersticken, würde auch gehen. Wenn man mich dann sofort mit einem Defibrillator wieder zum Leben bringen würde und auch durch Mund zu Mund Beatmung.

Antwort
von AlexChristo, 4

Keins von beidem.

Ich nehme die soziale Marktwirtschaft.

Antwort
von skminga, 9

Freie Marktwirtschaft ;)

Antwort
von JNHLRT, 26

Ganz klar Kapitalismus

Kommentar von Nothin ,

Kapitalistenschwein :o xD

Kommentar von Liesche ,

Deine Antwort ist beleidigend, so sollte man nie auf die Antwort des Anderen reagieren!

Kommentar von Liesche ,

Der Daumen sollte nach unten sein!

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