Frage von RocknRolla1, 63

Was würdet ihr bei depressiver leere und Posttraumatischem Belastungssyndrom machen ,Medikamente lehne ich ab.Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von verquert, 15

"Depressive Leere" und PTBS können zusammengehören (Symptom), müssen aber nicht. Das heißt, wenn Du Dein aktuelles Leben kaum strukturiert bekommst und Dich aktuell kaum als handlungsfähig empfindest, so würdest Du auch ohne PTBS große Probleme bekommen.

Daher schau auf Deine aktuellen Bedürfnisse und auch Belastungen. Was kann Dich stabilisieren? Was destabilisiert Dich im Alltag? Wenn Du dies benennen kannst, dann sind es bereits wertvolle Schritte zu Deiner Frage hin, was für Dich nun gut ist.

Wenn Dich nämlich eher Flashbacks und so weiter hindern - und depressiv werden lassen, weil Du Dich ihnen ausgeliefert und hilflos fühlst, dann sind dies Themen, woran zu arbeiten ist. Was könnte somit helfen, dass diese Flashbacks weniger in das Leben eingreifen!? - Oftmals ist auch hier wieder "Ankerung im Alltag" wichtig.

Selbstbewusstsein ist auch oftmals geschwächt. Und der Aufbau eines sozialen Umfeldes tut oft gut.

Mit anderen Worten: das eigene aktuelle Leben 'stabilisiert' bekommen. Einen Umgang mit den Symptomen bekommen. Wenn es Dir komplett mies geht, so eventuell auch eine psychosomatische Klinik aufsuchen. Die Kitzberg-Klinik (Bad Mergentheim) zum Beispiel arbeitet wohl viel mit traumatisierten Menschen und greift eher auf andere  Methoden zurück, als auf Medikamente. Aber auch andere Kliniken dürfen keine Medikamente auferzwingen. Allerdings wird dann leider manchmal (selten) ein "Abbruch wegen fehlender Mitarbeit" ..... 'eingeredet' würde ich sagen. Trotzdem lass' Dich nicht beirren. Sage lieber im Voraus, dass Du unter keinen Umständen Medikamente nehmen magst, sodern Deine Probleme ohne diese bewältigen magst. Das ist Dein gutes Recht. Und wenn sie Dir etwas anderes sagen, dann ist es nicht 'Deine Klinik'.

Sonst eine Psychotherapie, wo es auch verschiedene Richtungen gibt.

Im Vorfeld ist aber eine Grundstabilisierung erforderlich. Sonst kann nicht aufgearbeitet werden. Weil bei der Aufarbeitung wirst Du viel mehr Flashbacks bekommen und es arbeitet noch mehr in Dir. Und wenn Du Dich so schon kaum 'gefangen bekommst'... bitte tu' Dir das nicht an.

Ergotherapie kann noch hilfreich sein.

Beschäftigungstherapie, für Alltagsstrukturierung,.... Beispiel Begegnungsstätte,...


Alles Gute auf Deinem Lebensweg....


Kommentar von RocknRolla1 ,

Sehr fachmännische Antwort vielen dank.Habe Mutter und Beziehung verloren kein Auto oder Job also somit dürfte die Ursache klar sein.Was dagegen tun ist schwer wenn man mal ganz unten ist und keine Perspektiven hat.Sport und Ernährung hält mich über Wasser mehr aber auch nicht.

Kommentar von verquert ,

Würdest Du aus Deinem Ort wegziehen? Weil in anderen Orten gäbe es gewiss dann Perspektiven. Allerdings ist es dann hilfreich zu wissen, was Du aus Deinem Leben machen magst. Danach können sich Wege finden....

Kommentar von RocknRolla1 ,

Ja würde ich ich suche auch gerade fernjobs.Aber es leben wird immer härter ....

Kommentar von verquert ,

Kennst Du auch die Unterstützungsnetze? Weil bei Deinen Diagnosen und Deiner 'Vergangenheit' (meine allein diesen Kampf im aktuellen Leben, gar nicht die Entstehung der PTBS).... ist schon eine enorm hohe Belastung. Und dann in einem neuen Ort noch einen neuen Beruf - und Wohnung zu haben, kann erneut "runterziehen". Weil es neue Kämpfe braucht. Wenn Du hier keine 'Gefahr' der Destabilisierung siehst, dann ist alles gut.

Wenn aber doch, dann vielleicht auch überlegen, ob eine Form des ambulant betreuten Wohnens hilfreich sein kann. Du also Deine eigene Wohnung hast, aber mit Unterstützung (die/der hoffentlich auch emphatisch ist). 

Eventuell auch in eine Fachklinik gehen, wo Du Zeit für Dich hast, Perspektiven für Dich zu überlegen. Auch hier ist natürlich es wichtig eine geeignete Klinik zu finden und vor allem die Wartezeiten zu überbrücken. Eine Klinik habe ich bereits im obrigen Text genannt. Wie lang allerdings die Wartezeiten sind, das weiß ich nicht. Aber sie nutzen andere Formen als Medikamente, soweit ich es mitbekommen habe. Zum Beispiel Duftöle.

Du schreibst auch, dass Dein Leben immer härter wird. Was kann Entlastung bringen? Was kann Dich stabilisieren!?.... hm...

Lieben Gruß an Dich.

Kommentar von RocknRolla1 ,

Bin aus Österreich weiß nicht ob es die selben Hilfen gibt wie Deutschland.Ich höre mich mal aber durch meinen Zustand bin ich sehr Antriebslos und Dauermüde oder ständig angespannt.Ich bin eigentlich Kraftsportler aber zur Zeit geht kein Training weil ich bei Anstrengungen Panikattacken bekomme.Ein Teufelskreis.Naja ohne allein zu Weihnachten mit kurzen Tagen gibt einen den Rest.Geld Auto Abwechslung und Ablenkung würde vl helfen aber das Leben ist kein Wunschkonzert.Leb mit 150 Euro im Monat du kannst dir ausmalen wie man da lebt. Lieben gruß zurück

Kommentar von verquert ,

Hallo RocknRolla,

eventuell kannst Du in einem Selbsthilfeforum (Österreich) mehr Unterstützung erfahren. Also wohin wenden und so. Ein Beispiel:

https://www.psychotherapiepraxis.at/pt-forum/

Wahrscheinlich ist es nötig, dass Du Dein gesamtes Leben neu sortierst. Damit der Teufelskreis ein Ende haben darf. Dies wünsche ich Dir sehr.

Lieben Gruß an Dich
von mir.

Antwort
von NutpotD, 12

Psychologen. 

Diese haben keine berechtigung dir Medikamente zu verschreiben. Ich selbst würde auch keine Medikamente empfehlen.

Es klingt etwas komisch aber hilft wirklich: Bau was. 

Bau irgendetwas. Bei mir wars zuerst ein Longboard und jetzt ist es ein Pokertisch. Das gefühl etwas fertig zu stellen. Etwas das einem was bringt und freude macht bei der Herstellung ist so viel wert. In der Zeit kannst du abschalten vom Altag und in ruhe und stressfrei dich erholen, ohne danach das Gefühl zu haben, nicht Produktiv gewesen zu sein.

Dies sind nur ein Paar Möglichkeiten. Alles in Allem, versuche dich so interessant als möglich zu machen, dann findest du auch Gefallen an dir selbst und deiner Umwelt.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen

-LG NutpotD

Antwort
von fernandoHuart, 12

Ein allgemein gültige Lösung dazu gibt es leider nicht. Manche bekommt ein Therapie gut, der Andere nicht.

Zuerst würde ich sagen ein begleitete Auszeit (Psychotherapie) und, wenn es hilft, den Körper stärken.

Mit ein Umstellung des Lebensstyle und/oder ein Ortwechsel und /oder  manchmal der Ernährungsweise klappt es auch ab und zu.

Es geht darum das Negative maximal zu verringern und das Positive zu optimieren.

Alles was Dir positive Erfahrungen und Erfolge bringt, auch die kleinsten, ist angesagt. Eine Portion gesunde Vitaminen (Nicht medikamentös) hilft dabei sehr. Vitaminen Präparate sollten nur eine Woche lang genommen werden wenn die natürliche Sachen nicht ausreichen.


Antwort
von Saraaaaaaaaaaah, 25

ganz ganz viel ablenkung, falls du medikamente nicht nehmen willst aber wieso willst du denn keine es gibt auch ganz 'leichte' die schon helfen und rezeptfrei sind helfen mir manchmal

Kommentar von lamarle ,

Ablenkung hilft nicht bei Posttraumatischer Belastungsstörung. Das Trauma muss aufgearbeitet werden, nur so verliert es seinen Schrecken. Der Kranke muss sich damit beschäftigen.

Kommentar von mindlessinfi ,

ablenkung hilft aber halt auch nur zeitweise, weil man das "problem"  verdrängt... verarbeiten tut man es dadurch nicht... man verschiebt es nur in die zukunft...(meistens)

Antwort
von mindlessinfi, 21

ich hab selbst nur laienwissen aber es gibt wohl nur 2 anerkannte behandlungsmethoden... 

die eine ist die medikamentöse, die andere die psychotherapeutische (in der du mit einer vertrauensperson der ursache auf den grund gehst und diese sukzessive durch selbsterkenntnis und kommunikation nach außen selbst zu verstehen und damit "zu kontrollieren" lernst.)

Antwort
von bikerin99, 22

Suche dir eine/n Psychotherapeutin/en. Außerdem ist es sinnvoll, wenn du viel Bewegung machst und alles tust, was deiner Seele gut tut.

Antwort
von lamarle, 12

Eine Psychotherapie.

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