Frage von purehaate, 341

was würde passieren, wenn man vor einer OP Alkohol trinkt?

was würde passieren, wenn man eine Vollnarkose bekommt und kurz davor Alkohol trinkt? würde die Narkose dann nicht wirken oder würde man sterben?

Antwort
von aurora13, 287

Im schlimmsten Fall wirkt die Narkose nicht richtig, Du kannst Dich nicht bemerkbar machen aber Dein Körper ist gelähmt...dann musst Du alles mitbekommen was mit Dir gemacht wird ohne etwas sagen zu können...

Sterben wirst Du daran wohl nicht, aber psychisch könntest Du einen Schaden davontragen.

Kommentar von john201050 ,

stimmt, immerhin ist alkohol weder eine gefährliche droge, noch ist alkohol sowohl nerven als auch zellgift und vor allem wirkt alkohol nicht zentral dämpfend, kann also zu einer atemdepression führen.

oh moment mal, alkohol ist ja doch genau das.

würde ich keinesfalls während einer narkose einnehmen.

Antwort
von Yellowbee, 234

Es könnte die Narkose verstärken. Medikamente, die während der OP gegeben werden, können anders wirken als normal. Lieber nicht testen

Antwort
von Baltarsar, 222

Alkohol wirkt sich negativ auf die Narkose aus, weil es mit dem Narkosemittel reagiert.

Je nachdem, wieviel Alkohol du zu dir genommen hast, gibt es auch die Möglichkeit, dass du aus der Narkose nicht wieder aufwachst. Aber dieses Risiko besteht grundsätzlich immer, daher ja auch die Aufklärung durch den Narkosearzt vor jeder OP.

Auch kann es sich so auswirken, dass die Narkose nicht anhält und du während der OP wach wirst. Das kann bis dahin gehen, dass du alles mitbekommst, dich jedoch nicht bemerkbar machen kannst.

Dies kann traumatische Schäden in deiner Psyche auslösen.

Kommentar von purehaate ,

aber wenn man dann wach wird und sich aber nicht bemerkbar machen kann, hat man trotzdem keine schmerzen , oder?

Kommentar von Baltarsar ,

Es gibt Berichte von Leuten, die soetwas schon erlebt haben und diese Beschreiben, dass sie höllische Schmerzen hatten. Jeden Schnitt, jeden Stich und alles mitbekommen haben.

Das Problem ist eben, wenn der Körper gelähmt ist, sendet er auch keine Schmerzsignale nach außen, so das es die Ärzte mitbekommen würden, sondern du leidest vor dich hin.

Daher ja auch bei sowas die 100 Prozentige Wahrscheinlichkeit einer Traumatisierung.

Antwort
von seife23, 156

Da viele Narkosemittel an GABA-Rezeptoren wirken, ebenso Alkohol, könnte es bei gleichzeitiger Einnahme zu schweren bis hin zu tödlichen Komplikationen kommen. Die Wirkung der Narkose wird extrem verstärkt, was zum Beispiel zur übermäßigen Sedierung, Schwindel, oder Panik führen kann. Im schlimmsten Falle, gelangt Erbrochenes im bewusstlosen Zustand in die Lunge und man erstickt daran. Da man bei einer OP selbstverständlich im Kh ist, könnten die Ärzte so etwas sehr wahrscheinlich verhindern. Trotzdem könnte es zu Lungenödemen etc. kommen, wenn auch nur kleine Mengen an Erbrochenem in die Lunge gelangen. Ebenfalls könnte der Puls aussetzen und eine Atemlähmung eintreten, welche den Tod des Patienten zufolge haben könnte.

Antwort
von Lockederbo2s, 186

Da Alkohol bzw. Ethanol Blutverdünnend wirkt würde sich dies bei operativen Eingriffen negativ auf den Blutfluss auswirken.
Bsp. Man ist betrunken und kriegt einen ganz leichten Schlag auf die Nase Fazit : fängt stark an zu bluten!
Das Risiko zu verbluten ist sehr hoch aber die Chirurgen sehen dies schon bevor du überhaupt schon in Op-Saal bist.
Also ja man kann sterben
Mit freundlichen Grüßen

Antwort
von Barbdoc, 138

Wenn der Alkohol noch in deinem Magen ist, besteht die Gefahr, daß du bei der Narkoseeinleitung erbrichst , und der Alhohol gelangt sammt der Magensäure in deine Luftröhre und Lunge. Dann bekommst du eine lebensbedrohliche Lungenentzündung.

Kommentar von pas19zh ,

Für derartige Notfälle (zB alkoholisierter Autofahrer nach schwerem Verkehrsunfall) gibt es für die Anästhesisten die Möglichkeit der 'Crash-Intubation', um die Gefahr einer Aspiration von Mageninhalt gering zu halten.

Kommentar von Barbdoc ,

Es handelt sich nicht um einen Notfalleingriff, wenn ein Patient nüchtern zur OP einbestellt wird und heimlich vorher noch Alkohol getrunken hat. Wenn er zugibt, nicht nüchtern zu sein, wird er nicht operiert. Die Möglichkeit einer Ileuseinleitung ist mir durchaus bekannt.

Antwort
von ede45, 88

Es gibt viele Gründe warum man dem Anästhesisten sagen sollte, dass man raucht, Alkohol trinkt oder Drogen nimmt. 1.) Die Narkoseeinleitung und die Intubation könnte schwieriger werden weil die erforderliche Tiefe der Narkose für eine Intubation möglicherweise nicht erreicht wird. Der Pat. könnte wieder aufwachen während der OP. Weiterhin besteht erhöhte Aspirationsgefahr weil beim Rauchen die Magensäureproduktion gesteigert wird. Das heißt, der Pat. ist nicht nüchtern. Man sollte mindestens 6 Std. vor der Narkose nicht mehr rauchen. 2.) Unabhängig davon schwächt rauchen das Immunsystem und schädigt alle Organe vor allem die Lunge. Darum erhöhte Gefahr einer Lungenentzündung nach der OP wegen der künstlichen Beatmung während der Narkose. Weiterhin sind die Bronchien eines Rauchers verschleimt weil Nikotin die Flimmerhärchen lähmt die den Schleim abtransportieren sollen. Auch deswegen ist die Lunge anfälliger für eine Lungenentzündung. 3.) Falsche Werte bei der Sauerstoffanzeige weil dass an Hb-gebundene Kohlenmonoxid fälschlicherweise miterfasst wird. Es gaukelt eine falsche Sauerstoffsättigung vor. Es zeigt 99% an, ist aber in Wirklichkeit niedriger weil Kohlenmonoxid fälschlicher Weise auch als Sauerstoff gemessen wird. 4.) Minderdurchblutung des OP- Gebietes bzw. des ganzen Körpers auf Grund der Gefäßverengenden und Gefäß schädigenden Wirkungen des Nikotins. Auch Alkohol schädigt die Gefäße. Daraus resultieren Wundheilungsstörungen u. Infektionen. 5.) Raucher u. Alkoholiker (wenn die Leber noch nicht geschädigt ist) benötigen mehr Narkosemedikamente. Die Toleranz für diese Med. ist größer. Bei längeren Genuss von Alkohol oder Drogen passt sich die Leber an und kann diese Gifte immer schneller und besser abbauen. Das bedeutet, dass diese Menschen mehr Narkosemedikamente benötigen weil auch die Narkosemedikamente schneller abgebaut werden. Sonst könnten diese Pat. während der Narkose plötzlich aufwachen. 6.) Alkoholiker und Kiffer haben mehr Rezeptoren bzw. die Rezeptoren werden unempfindlicher an denen auch die Narkosemed. andocken. Darum benötigen sie mehr Narkosemedikamente bis alle Rezeptoren besetzt sind. Diese Aussage trifft aber nur zu, wenn vor der OP kein Alkohol oder THC/CBD-Spiegel vorhanden war. War ein Spiegel vorhanden, verstärken sie die Wirkung der Narkosemedikamente (additive Wirkung). Dies führt zu einer tiefen Narkose und kann das Aufwachen verzögern sowie die Atmung beeinträchtigen (Atemdepression). Eine zu tiefe Narkose führt zu einer Hypotonie. Dies kann Lebensbedrohlich werden. Bei Rauchern ist vor allem durch die vorgeschädigte Lunge die Sauerstoffaufnahme in den Lungenbläschen reduziert. Wenn zur Aufrechterhaltung der Narkose ein Gas verwendet wird, benötigen Raucher eine höhere Konzentration an Gas um die gewünschte Wirkung zu erzielen weil der Gasaustausch durch die geschädigten Lungenbläschen beeinträchtigt ist. Im Zweifel wählt der Anästhesist eine TIVA. Nikotin und Alkohol lösen im gesamten Körper Stress aus. Darum haben sie einen erhöhten Stoffwechsel, Bluthochdruck und mehr Adrenalin im Blut. Durch den erhöhten Stoffwechsel und den hohen Adrenalinspiegel werden auch Narkosemedikamente schneller verstoffwechselt bzw. abgebaut. Auch darum benötigen Raucher mehr Narkosemedikamente damit sie während der OP nicht aufwachen (Awareness). Auch sehr ängstliche bzw. aufgeregte Pat. haben einen erhöhten Adrenalinspiegel bzw. ein erhöhtes HZV. Dadurch fließt ein geringerer Anteil Blut also auch weniger Sauerstoff und Narkosemed. zum Gehirn. Darum benötigen aufgeregte, ängstliche Patienten auch mehr Hypnotikum und Schmerzmittel. 7.) Alkohol schädigt jede Körperzelle. Aber besonders Leber, Gehirn, Herz und Knochenmark. Durch die giftigen Abbauprodukte des Alkohols (Acetaldehyd etc.) werden die Leber und das Gehirn besonders geschädigt. Daraus resultiert nach längerem Genus: Sodbrennen, Gastritis, Pankreatitis, Hypertonie, Leberzirrhose, Aszites, Ösophagusvarizen, Blutungen, Nierenschäden, Eiweißverlust, Arteriosklerose, Peritonitis, Schädigung der Herzzellen u. Herzkranzgefäße. Folgen: Herzschwäche, Herz-Rhythmusstörungen, Herzinfarkt. 7.2) Durch Alkohol wird der Tonus des unteren Speiseröhrenschließmuskels herabgesetzt sowie die Peristaltik der Speiseröhre (Aspirationsgefahr). 7.3) Die Leber hat einen erhöhten Sauerstoffverbrauch (Abbau von Alkohol, Fetten etc.). Eine Sauerstoffunterversorgung des empfindlichen Gehirns im Rahmen einer Narkose könnte die Folge sein. 7.4) Durch die Schädigung der Leber kommt es zu Gerinnungsstörungen. Dadurch kann es zu Blutungen bzw. Nachblutungen kommen. 7.5) Bei Rauchern kann es zu Adhäsionen von Blutzellen kommen. Das heißt, Blutzellen können verklumpen und so eine Thrombose, einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie auslösen. Also unbedingt alles angeben. Hierbei ganz wichtig! Ein Anästhesist mit viel Erfahrung der die ganzen Komplikationen ausreichend beherrscht bzw. angemessen entgegen wirken kann! LG

Antwort
von tiergartennbg, 135

Du wirst vor jeder OP gefragt ob und wieviel du trinkst. Das ist wichtig damit die Narkose richtig wirkt. Wenn man vorher was getrunken hat sollte man das auf jeden Fall den Narkosearzt sagen.

Antwort
von dandy100, 84

Sozusagen, man wacht nicht mehr auf, denn Alkohol ist ja auch ein Narkotikum, dass die Narkose noch verstärkt

Antwort
von bachforelle49, 79

war doch noch bis vor ca. 150 Jahren bei Amputationen etc. üblich, bis die lindernde betäubende Wirkung des Äthers zugunsten der leidenden zu operierenden Delinquenten festgestellt wurde. Auch in der Zahnmedizin war die Quälerei mit dem Leder oder bei den Seeleuten mit dem Stöckchen zwischen den Zähnen und dem dazugehörigen Quantum Rum alltäglich. Aber auch in neuerer Zeit während der Frostperiode 1941 im 2. Weltkrieg und danach in Stalingrad war (fast) jeder Landser an der Front dankbar, wenn er sich wenigstens mit Alkohol und Schnaps volllaufen lassen konnte bzw. man ihn verordnungsweise (vom Arzt mangels anderer Alternativen..) volllaufen ließ, damit er von der Operation (angeblich) nichts spürte. Hauptsache, es war überhaupt was zum Saufen da...



Antwort
von john201050, 65

gerade im hinblick auf die zentral dämpfende wirkung von alkohol in kombination mit der narkose hätte ich höllische angst.

würde ich keinesfalls machen.

Antwort
von herzgefuehle, 93

das könnte sich negativ auf die Narkose auswirken

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