Was würde passieren wenn der Staat einen Mindestpreis für Milch festlegen würde?

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5 Antworten

Das hatten wir schon so ähnlich als "Milchquote". Da wurde zwar nicht direkt der Preis geregelt aber durch die Vorgaben, eine gewisse Menge an Milch zu produzieren hatte das indirekt Einfluss auf den Preis. Momentan können sie so viel produzieren wie sie wollen, das drückt aber die Milchpreise und den Landwirten geht es schlecht. Ich würde einen Mindestpreis begrüßen, sodass ein Mindestmaß an Einkommen für Landwirte vorhanden ist. Klar hebele das den Markt aus aber wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft.

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Kommentar von Nogli
03.05.2016, 09:54

Mindestpreis leert keine vollen Lager, im Gegenteil könnte dieser sogar annimieren zur Mehrproduktion. Die Milchquote wurde im Laufe der 30 Jahren 64 mal geändert oder ergänzt. Die Milchquote wurde nicht zur Preisstabilität der Erzeuger eingesetzt. Durch die Aufweichung, Saldierung, Umrechnungsfaktor etc. ist ein effektive Mengenregulierung im Sinne der Milchbauern verhindert worden. Nicht die Höhe der Quote ist preisentscheidend, sondern die angepasste Nachfrage (ohne die Souveränität zu unterlaufen).

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Das hebelt den Markt aus, und kommt einer Subventionierung gleich.

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Kommentar von Nogli
03.05.2016, 09:29

Es gibt fast keinen Wettbewrb um Rohmilch. Durch die Andienungspflicht und Kündigungszeit von 2 Jahren ist der Bauer so flexibel wie eine Eisenbahnschiene. Außerdem schwinden die Abnehmer durch Fusionen. Beste Beispiel die DMK. Die Aufkaufstelle von maroden Unternehmen nach dem Motto - x - = +. Hier besteht keinen Anlass zur weiteren Subventionierung (Zielsteuerung), da Ziel fast erreicht. (Allokation der Recourcen für Dritte). Der Verbraucher frißt die Recourcen der Ldw auf Kosten der Bauern auf.

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Dann müsste dieser Staat das erst einmal mit der EU abklären .....

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Kommentar von Nogli
03.05.2016, 09:31

Agrarpolitik wird in Brüssel gestaltet.

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Wenn der Mindestpreis nicht zu niedrig ist würden sich die Landewirte freuen.

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Kommentar von Nogli
03.05.2016, 09:35

Der Bauer würde sich über ein Einkommen freuen, und nicht über ein Auskommen durch Mindestpreis. Man muß am Markt agieren und nicht produzieren auf Halde, um anschließend zu jammern.

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Haben wir z.Z. durch einen garantierten Interventionspreis (Ankauf für Lagerhaltung). Intervention macht nur Sinn, wenn der Verursacher (Milchbauer)die Kosten trägt, und bei der Auslagerung auch daran profitiert. Was nützt eine Produktion fernab von der Nachfrage. Eine Produktion am Markt heißt die Devise für die Milchbauern um endlich auch ein Marktbeteiligter zu sein und nicht nur billiger Rohstofflieferant. Verbraucher, Politik, LEH, Milchindustrie, Verarbeiter profitieren von der momentanen Situation, die eben nicht "Gottgegeben" ist, sondern massiv beeinflußt wurde (Stallbauförderung). Bauern: Beendet die Überproduktion, dann klappt es auch mit den Preisen.

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