Frage von PsychKG, 185

Was würde mit der Erde passieren, wenn von heute auf morgen alles Leben verschwinden würde?

Was würde dann theoretisch, physikalisch gesehen mit der Erde passieren? Was würde sich verändern?

Es gibt auch gar keinen Grund, warum das Leben verschwindet, stellt euch einfach mal vor, dass es von heute auf morgen einfach so passiert und das Leben weg wäre.

Antwort
von NoHumanBeing, 33

Also der Erde dürfte es ziemlich "egal sein", ob sie Leben beherbergt oder nicht. Sie ist nur ein "Ball" aus (hauptsächlich flüssigem) Gestein. ;-)

Ob sich an der chemischen Zusammensetzung, etwa der Atmosphäre, etwas ändern würde? Vermutlich schon. Es unterliegt ohnehin alles ständigen Änderungen. Beispielsweise ist der Weltraum ja nicht wirklich "leer". Er ist kein perfektes Vakuum. Er enthält Wasserstoffgas in sehr geringer Dichte. Dieser Wasserstoff "trifft" natürlich auch auf die Erdatmosphäre, dürfte dort oxidiert werden und neues Wasser bilden, wobei Sauerstoff verbraucht wird. Wenn es keine anderen Prozesse gäbe, die dagegen wirken, würde es also laaaaaaangfristig betrachtet keinen elementaren Sauerstoff mehr auf der Erde geben.

Alles in allem kennt man vermutlich nicht alle Prozesse hinreichend gut, um eine Aussage über die langfristigen Entwicklungen auf diesem Planeten machen zu können. Es gibt so einige Hypothesen, aber es dürfte sich als extrem schwierig herausstellen, sie zu validieren (oder abseits der rein logischen Ebene zu falsifizieren), schließlich können wir nicht einfach "abwarten, was passiert". ;-)

Antwort
von atoemlein, 41

Dann würde keiner merken und aufschreiben können, was passiert...

Von da an würde nichts mehr passieren.
Nur das Wetter würde weiterhin "passieren", und weiterhin die Berge in die Ozeane waschen, bis alles nur noch Wasser ist.
Oder die Sonne wird früher gross und heisser und verdunstet die Ozeane und verglüht die Erde.

Lies mal das Buch "Die Welt ohne uns" (also ohne Mensch) von Alan Weisman. Das ist eine interessante Sache!



Expertenantwort
von SlowPhil, Community-Experte für Physik, 67

Da ja von Leben und nicht vom Menschen die Rede ist, würde sich vermutlich die Erde dann zu einer ähnlichen Wüstenei entwickeln, wie es Venus und Mars heute sind, natürlich mit einigen wesentlichen Unterschieden, da die Erde zum Beispiel über ein Magnetfeld verfügt und über einen verhältnismäßig großen Mond, was auch nach dem Verschwinden des Lebens so bleiben würde.
Das Bild, das sie dann böte, würde vielleicht dem ähneln, das sie vor 250 Millionen Jahren einmal geboten hat

Antwort
von Roderic, 23

Die Atmosphäre würde sich beginnen zu verändern. Der Sauerstoff würde nach und nach verschwinden, Oxide bilden und in die Ozeane und in die Lithosphäre eingetragen werden.

Und da keine Pflanzen da sind, die ihn nachliefern, hätte die Erde irgendwannmal eine Stickstoff Kohlenstoff Atmosphäre. Vermutlich auch mit Methan.

Das würde auch langfristig das Klima verändern. Denn das wird zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Biosphäre geregelt.

Antwort
von claushilbig, 3

Rein physikalisch würde sich schlicht und einfach überhaupt nichts ändern.

Die Erdbewegung um die Sonne bliebe gleich, die physikalischen Gesetze auf der Erde blieben gleich usw.

Also:

Was würde mit der Erde passieren, wenn von heute auf morgen alles Leben verschwinden würde?

Das Leben wäre weg, sonst nix ...

Antwort
von Satanundso, 103

Wenn es kein Wurzelwerk mehr gibt entstehen Erdrutsche ect.. Flüsse verändern ihren lauf was zu Überschwämungen führen könnte. Ähhhm keine Ahnung was noch.

Antwort
von dompfeifer, 8

Die vegetarische Verödung würde zu regionalen Klimaveränderungen führen, das wäre alles. Aber das würde dann auch niemand mehr interessieren.

Antwort
von JohnnyAppleseed, 64

Das war mal in irgendeiner Zeitung genau aufgelistet was immer nach so und so viel Jahren passiert und am Ende stand, dass etwa nach 500 Jahren die Natur sich das zurück geholt hat, was der Mensch ihr je genommen hat.

Kommentar von JohnnyAppleseed ,

Das heißt, dass nach 500 Jahren nichts mehr daran erinnert, dass es den Mensch jemals gegeben hat.

Kommentar von AppleTea ,

Ohne Leben würde es keine Natur geben du schlaukopf :)

Antwort
von Spirit528, 44

Das Leben auf der Erde wird nicht verschwinden. Allerhöchstens dann wenn die Sonne stirbt und dann werden die Planeten entweder durch die vorherige Ausdehnung und dann das Zusammenziehen der Sonne hinweg gefegt oder erstarren im ewigen (wirklich ewigen!) Eis. Selbst dann werden Mikroorganismen und Kakerlaken überleben.

Doch was passiert wenn die Menschen endlich vom Anglitz der Erde verschwinden? Die Natur tritt ihren Siegeszug an und der Planet regeneriert sich - also erholt sich von dem Krebsgeschwür Mensch.

Besonders schön wird es sein, wie die Pflanzenwelt Betonbauten umschlingen und sich die Städte zurück holen wird. 

Antwort
von peterobm, 62

nichts, die Erde kommt ohne uns viel besser klar

Kommentar von PsychKG ,

Physikalisch und chemisch gesehen würde sich schon einiges verändern, nichts passiert also nicht. Und der Erde ist es auch vollkommen egal, ob es ihr mit uns ''besser'' oder ''schlechter'' geht, was immer du auch damit meinst, denn sie hat kein Bewusstsein. 

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Doch, sie hat ein Bewußtsein -

Beweis:

Sagt die Erde zum Mars "Mann geht´s mir schlecht, ich habe Homo Sapiens" antwortet der Mars, "Mach Dir nichts draus, das hatte ich auch mal, das geht schnell vorbei."

Antwort
von AppleTea, 38

Dann würde es nur noch wasser, steine und unseren hinterlassenen Müll geben. Der Müll würde sich irgendwann zersetzen und dann bleibt eben nicht viel. Existieren kann die Erde sicher auch ohne Leben

Kommentar von Benedikt19 ,

Müll kann sich ohne Leben nicht zersetzen.

Kommentar von AppleTea ,

Auch wieder war.. :)

Antwort
von kinglion6200, 16

Dann würde der Planet einfach verwildern und sich von uns Menschen Erholen . Wenn die Erde überlebt ist es auch garnicht so verkehrt zu denken das erneut Leben auf ihr ensteht. Wenn also alles was von Menschhand geschaffen unter der Erde Liegt ,gibt es vlt eine neue Spezies die unsere Versteinerten Fernseher im Museum Austellt. Möglich ist alles ;))

LG lion

Antwort
von Wuestenamazone, 50

Das kam schon in n-tv. Die Natur würde sich alles zurückholen. Ist ja keiner mehr da der das Grün zurück schneidet und so breitet es sich ungehindert aus. Alles würde unter grün verschwinden

Kommentar von PsychKG ,



Ich glaube du hast da etwas nicht so recht verstanden. Ich meine mit Leben nicht nur die Menschen, ich meine damit alles Leben. Pflanzen, Bakterien, Einzeller, Insekten, Fische usw. 


Antwort
von voayager, 12

Dann gibt es zumindest kein gf-Forum mehr. Das Tippen hier hätte dann ein abruptes Ende. Nimm das mal als Erkenntnis mit audf deinen weiteren Lebensweg.

Antwort
von Niklas140102, 35

Sauerstoffmangel
Erdkühlung

Meinst du auch gebäude?

Antwort
von kugelgnu, 64

eigentlich verhältnismäßig wenig sonst... biss auf vermehrte Erdrutsche usw wie hier schon geschrieben..

Antwort
von Aktionaer0010, 98

Es würde sich innert kürzester Zeit neues Leben entwickeln und nach 200 Millionen Jahren würde eventuell wieder etwas existieren, was wie wir aussieht.

Kommentar von PsychKG ,

Soweit ich weiß ist es nur eine Theorie, dass das Leben auf der Erde sich durch anorganisches Material durch Zufall entwickelt hat. Es gibt auch welche die der Meinung sind, dass das Leben aus dem All hierher kam. 

Kommentar von MARLBOROpink ,

von....Gooooooott

Kommentar von kugelgnu ,

unbeweisbar....

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Das ist der weitverbreiteste Irrtum der modernen Geschichte:

Das Verständnis, die Evolutionstheorie würde behaupten, daß alles   - auch das Leben selbst - durch Zufall entstehen würde.

Der Zufall spielt eine wichtige Rolle in der Theorie, wie Veränderung entsteht, aber es sind alles sehr gesetzmäßige Prozesse die da ablaufen bei der Entwicklung der Lebesnformen, Bildung der Arten, usw.

Kurz gesprochen: Die Evolutionstheorie behauptet NICHT, das aus dem Nicht plötztlich rein zufällig ein Baum, eine Blume, eine Mensch, ein Bakterium aus einem Schlammloch heraus springt.

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Die Kreationisten bauen auf diese Behauptung "Evolution heißt: alles entseht durch Zufall." ihre Hauptargumentation gegen die Evolutionstherie auf. Das ist aber reine Polemik und basiert mindestens auf Unverstehen meist aber als absichtlicher Verdrehung der Theorie.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Er spricht nicht von der (biologischen) Evolution, sondern von der Abiogenese, also wie aus anorganischem Material Leben entstehen kann. Und das ist in der Tat ein Zufallsprozess.

Die (biologische) Evolution setzt erst an, wenn Leben bereits existiert.

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Wir wollen doch das Thema jetzt nicht auf die korrekte Wortwahl reduzieren. Mir ist schon klar, was Abiogenese ist.

Schau Dir mal den Artikel in Wikipedia an
https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Evolution.

Da wird davon gesprochen wie man sich die Gesetzmäßigkeiten einer Entstehing der Grundbaustein des Lebens vorstellt. Immer sind initiale Momente beteiligt die mal "Zufällig" auftreten, aber die Schaffung einer stabilen Basis von langkettigen Aminsäuren als Grundbausteine sind nicht einfach zufällig, sondern ein durch Gesetzmäßigkeiten gesteuerter Prozeß, in dem sicherlich einelen zufällig auftretende Events eine wichtige Rolle spielen.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Die Naturgesetze, nach denen Physik und Chemie funktionieren, sind natürlich nicht "zufällig", es gibt schließlich keine "Verteilung" davon (oder zumindest kennen wir nur eine konkrete Ausprägung).

Kommentar von NoHumanBeing ,

Soweit ich weiß ist es nur eine Theorie, dass das Leben auf der Erde sich durch anorganisches Material durch Zufall entwickelt hat. Es gibt auch welche die der Meinung sind, dass das Leben aus dem All hierher kam.

Dann hat es sich eben wo anders durch anorganisches Material durch Zufall entwickelt.

Irgendwann war das hier alles mal Wasserstoff. Die schwereren Elemente sind dann durch Kernfusion in Sternen entstanden.

https://xkcd.com/1123/

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