Frage von MeinTagebuch, 120

Was würde passieren, wenn ich wegen eines Klinikaufenthalts Prüfungen nicht mitschreiben kann?

Beim nächsten Termin beim Psychologen alles beichten über was ich denke und was ich ihm sonst immer verheimlicht habe unter anderem werde ich ihn erzählen, dass ich täglich an Selbstmord denke und mich umbringen will. Ganz sicher werde ich dabei stark weinen, weil einfach mein Leben so traurig und sche ist.

Nehmen wir mal an ich werde nach dem Gespräch sofort in die geschlossene Klinik eingewiesen wegen Selbstmordgefahr.
Problem ist, dass ich in der 10 Klasse bin und gerade eh schon wiederhole. Was würde passieren wenn ich wegen der Therapie die Prüfungen nicht mitschreiben kann? Weil man darf ja normalerweise nicht zweimal eine Klasse wiederholen. Für meine Krankheiten kann ich aber nichts...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von summersweden, 15

Also in die geschlossene kommst du nicht. Nur auf die Akut-Station. Es gibt gar nicht soviele geschlossene wie immer alle sagen. Das sind bloß Akut-Stationen. In den meisten Jugendpsychiatrien gibt es so etwas wie eine Schule. Wer kann geht da in die Schule. Und wenn die Ärzte einem vertrauen, darf man sogar in die eigene Schule. Zudem hat man genug Zeit zum lernen.

Des Weiteren bist du in der Zeit krank geschrieben. Dann wird individuell geklärt, wie das mit den Prüfungen aussieht. Aber du musst dir keine Sorgen machen, dass du durch fällst, weil du die Prüfung nicht machst. Darüber musst du dir keine Sorgen machen. 

Und auch mit dem Wiederholen ist das kein Problem. Da du entschuldigt bist, kannst du, wenn es sein muss, die Klasse nächstes Jahr einfach noch einmal machen. Das wird schon geklärt. 

Übrigens kenne ich Leute, die zwar in der Psychiatrie waren, aber gleichzeitig ihren Abschluss gemacht haben. Also mach dir darüber keine Gedanken. Und vor allem: sag was mit dir los ist. Was nützt dir diese Abschluss, wenn du dir etwas antust? Also! Ich kann dir auch sagen, die ganze Psychiatrie-Sache ist überhaupt nicht schlimm. Es ist eine Mischung aus Krankenhaus und Feriencamp.

Antwort
von conelke, 40

Ich bin zwar kein Psychologe, aber jemand, der wirklich suizidgefährdet ist, der denkt nicht darüber nach, was mit der Schule ist, denn das ist der Person in dem Moment sch...egal. Vielleicht kreisen Dir diese Gedanken im Kopf herum, weil Du Dich im Moment in einer Situation befindest, die alles andere als schön ist. Aber diese Gedanken hat jeder vielleicht schon mal zu irgendeinem Zeitpunkt gehabt, würde es aber niemals in die Tat umsetzen. Wenn Du zu einem Psychologen gehst, sollte es normalerweise auch so sein, dass Du ihm alles anvertraust, was Dich quält oder gedanklich beschäftigt, denn nur so hat er die Möglichkeit zu verstehen, was in Dir vorgeht, kann seine Schlüsse daraus ziehen und Dir helfen. Also meine Empfehlung, alles, was Dich belastet, quält etc. beim nächsten Termin herauslassen, dann wird es Dir schon besser gehen, nur weil Du Dich ihm anvertraut hast und nicht mehr alleine mit Deinen Sorgen bist. Bis man in eine Klinik eingewiesen wird, muss schon Holland in Not sein, Dein Psychologe wird schon feststellen können, ob Du auch in der Lage bist, Deine Probleme mit seiner Hilfe in den Griff zu bekommen.

Ich würde sagen, dass die Schule erst mal an zweiter Stelle steht und das Du zuerst einmal wieder so stabil sein solltest, dass Du aus eigenem Antrieb Dein Leben wieder in die Hand nehmen kannst. Wenn Du aus psychischen Gründen die Schule nicht weitermachen kannst, dann ist das eben so, dann machst Du sie halt später weiter, wenn es Dir wieder besser geht.

Deine Zukunft bekommst Du nur in den Griff, wenn es Dir seelisch wieder besser geht.

Antwort
von sarlenklo, 9

Hey! Also erstmal kann ich dir sagen, dass deine Gesundheit wohl wichtiger sein sollte, als die Schule. Natürlich, Schule = Zukunft, Arbeit etc. Aber deine Gesundheit ist um einiges wichtiger. Sollte dein Psychologe die Meinung haben, dass ein sofortiger Klinikaufenthalt notwendig wäre, wirst du also erstmal eingewiesen sein, was auch nicht weiter schlimm und problematisch wäre. Da ich kein Psychologe bin, kann ich nicht einordnen WIE schlecht es dir geht und auch, was genau los ist. Das kann sicher nur der Psychologe. Auf jeden Fall ist es in den meisten Fällen so, dass der Psychologe meint, dass es EVENTUELL eine Idee wäre, eine Klinik in Erwägung zu ziehen. Allerdings ist es in den meisten Fällen so, dass es, WENN es in eine Klinik gehen sollte, keine sofortige (Zwangs-)Einweisung ist, sondern eine Einweisung, die ein paar Wochen, wenn nicht sogar Monate, dauern kann, da du dann erst auf eine Warteliste kommen würdest. Die meisten Kliniken haben aber auch eine Notfall-Anlaufstelle. Und da kann dich jeder sofort einweisen, und da bist du wirklich auf der Geschlossenen. So bin ich damals reingekommen. Und da bist du wirklich von jetzt auf gleich eingewiesen. Wie auch immer.. zur Schule: Normalerweise kannst du das mit den Lehrern relativ absprechen. Schließlich kannst du ja nichts dafür, dass du "krank" bist bzw keine Möglichkeit hast, da zu sein. Normalerweise akzeptieren die Lehrer das auch, und du kannst die Prüfungen entweder später schreiben, oder in einer klinikeigenen Schule. Generell wirst du ja auch eine ärztliche Bescheinigung haben, wieso du weg bist, von daher sollte es auch überhaupt kein Problem sein. Du/deine Eltern solltest/sollten es halt nur gerne im Vorweg oder während du in einer Klinik bist, mit deiner/deinem Klassenlehrerin/Klassenlehrer und der Schulleitung + den übrigen Lehrern absprechen, damit sie Bescheid wissen und eine Lösung gefunden werden kann. Auf jeden Fall sollte es überhaupt kein Problem sein! Es kommt halt generell auch darauf an, wie lange du da bist, da es viele verschiedene Dauern von Therapien gibt - liegt natürlich an dem jeweiligen Menschen. Außerdem würde ich gerne nochmal erwähnen wie es wirklich in einer normalen Klinik ist.. Hier ist ein User, der ziemlich merkwürdige Sachen geschrieben hat. Ich war in einer Kinder-und Jugendpsychiatrie und es war bei weitem nicht so, wie beschrieben. Ich war dort ungefähr einen Monat. Ich war auf einer geschlossenen Sation, die Fenster und Türen waren rund um die Uhr mehrfach verriegelt. Auf der Station waren wir hauptsächlich Mädchen, im Alter 13-17 Jahre. Und da waren rund um die Uhr Betreuer, meistens zwei Stück. Ausgang mussten wir uns "erarbeiten". Jo besser es dir geht bzw desto stabiler dich dein Therapeut einordnet, desto länger darfst du raus. Ich zB. durfte erst nach eineinhalb Wochen überhaupt raus. Es waren bei uns Zweimann-Zimmer. Einmal die Woche hatten wir eine Einzeltherapie Stunde, einmal die Woche Gruppentherapie, und ansonsten Bewegungstherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, therapeutisches Reiten usw. je nachdem was du gerne haben möchtest. Die Menschen waren alle total freundlich, und lieb, sowohl die Patienten, die Betreuer und die Psychologen. Falls du in eine Klinik ab 18 (Klinik für Erwachsene) kommen solltest, kann ich dir auch nur sagen, dass es dort ähnlich ist. Dort hast du in der Regel ein Einzelzimmer, und es sind natürlich viele verschiedene Menschen dort, mit allerhand "Krankheiten". Dazu kommt einfach, dass das Alter stark unterschiedlich sein kann.. Und natürlich kann es auch immer passieren, dass man mit manchen Personen überhaupt nicht klarkommt und dass man sie überhaupt nicht leiden kann. Generell kann es auch passieren, dass du mit der Klinik überhaupt nicht warm wirst. Schließlich gibt es auch viele verschiedene Kliniken und Therapeuten. Und manche können echt total schlecht sein, aber so etwas gibt es ja immer. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg.. du packst das alles. Und mache dir nicht so viele Gedanken um die Schule, das wird schon!

Antwort
von DeathwishA, 24

Naja erstens mal wirst du höchstwahrscheinlich nicht sofort eingewiesen aber es wird vermutlich bald passieren.

Deine Schule wird dann aber auch informiert und es wird versucht einen Weg zu finden dass du nicht ganz den Anschluss verlierst. Auch in der Klinik wirst du , sobald du dazu im Stande bist, unterrichtet werden und dir wird Material von deiner Schule zugeschickt. 

Ja nach dem wie es dir geht kannst du sogar dort manche Prüfungen schreiben, ansonsten wirst du die wichtigsten nach der Behandlung nachschreiben. 

Wie das ist mit dem zwei mal wiederholen bei Krankheiten weiß ich gerade selbst nicht, aber das Schuljahr ist ja zum Großteil vorbei und ich weiß jetzt nicht wie deine Noten und Leistungen so sind aber ich denke mal du könntest deinen Realschulabschluss noch dieses Jahr schaffen :) (wenn du es wirklich willst und dich nochmal anstrengst und trotz der Behandlung gut lernst)

Ich wünsch dir auf jedwn Fall viel Erfolg und gute Besserung. 

Und denk immer daran: Deine Genesung ist erstmal wichtiger als die Schule... 

Antwort
von zzuuzzzii, 15

Hey du :) ich denke es kommt auf die länge deines klinikaufenthaltes an. Wenn du ca 30 tage dort bist dann ist es möglich die arbeiten nachzuschreiben, wenn du 3 Monate dort bist dann eher nicht, aber du kannst ja mit deinen Lehrern reden ob du alle arbeiten nachschreiben kannst, weil du nicht wiederholen willst

Ich wünsche dir alles gute & hoffe dass es dir bald besser geht & du wieder in der lage bist das leben positiv zu sehen & dich nicht umbringen willst :/

Antwort
von sunrise222, 22

Sagen wir mal so: so schnell kommt man NICHT in eine geschlossene klink. Ich selbst war mit 18 in einer und ich glaube du unterschätzt das. Da geht es echt krass zu und ich garantiere dir, dass du verstörter wieder raus kommst als du davor warst. Die Leute sind echt harte Fälle, die in einer geschlossenen sind. Hab mich da total fehl am Platz gefühlt. An unonterbrochenes schreien bis zu Leuten die sich neben dir einen runterholen und Realität vom handeln unterscheiden können- das ist eine enorme Belastung. Ist natürlich überall unterschiedlich. Möchte dir keines falls Angst machen, aber überleg dir doch besser eine andere Möglichkeit, weil es dir im Endeffekt NICHTS außer schlechte Erfahrung beigen wird. Therapien gib es in der geschlossenen nicht. Du machst den ganzen Tag abspult nichts und die einzige Erlösung ist ein 20 min Ausgang. (Wenn überhaupt, das ist unterschiedlich) ich glaube aber beim besten Willen nicht, dass er dich in die geschlossene steckt. In eine normale offene Psychiatrie könnte ich mir durchaus vorstellen

Kommentar von DeathwishA ,

Du sagst du warstmit 18 in der Psychatrie also nehme ich mal an auf der Erwachenenstation? 

Da der Fragesteller wahrscheinlich noch minderjährig ist wird er/sie aber wenn in die (Kinder)Jugendpsychatrie kommen.

Dort ist es anders und allgemein etwas lockerer :) Das heißt nicht dass man dort nicht mitunter auch verstörende oder belastene Dinge miterlebt, aner es ist meistens leichter als bei den Erwachsenen.

Das soll kein Hate oder so sein, ich möchte nur nicht dass der/die FragestellerIn noch verunsicherter wird, denn solange man noch etwas erzählen und hilfe dazu holen möchte,  sollte man es auch tun, befor es zu spät ist...

Antwort
von Sunnycat, 60

Wenn du zur Prüfung krank bist, gibt es Nachschreibetermine.

Kommentar von MeinTagebuch ,

Wie soll ich lernen wenn ich in einer geschlossenen Klinik bin ?

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