Frage von mali1234, 97

was würde geschehen, wenn ich auf alg2 verzichten würde?

Also, ich möchte auf ALG2 verzichten, meine Wohnung kündigen und den Standort wechseln. Was würde dann passieren hinsichtlich der Krankenversicherung etc.? Kann ich meine Wohnung einfach kündigen, ohne dem A-Amt etwas zu sagen?

Würde ich Schulden aufbauen, wenn ich nicht mehr versichert bin? Ich möchte wegziehen. Es wird mir hier zu eng. Ich möchte in Berlin neu starten.

Antwort
von kevin1905, 37

Wenn das Jobcenter deine KV nicht mehr bezahlt und du nicht innerhalb von 1 Monat durch versicherungspflichtige Arbeit etc. wieder pflichtversichert wirst (§ 19 SGB V), so wirst du ab dem 1. Tag des Wegfalls der Leistung freiwilliges Mitglied der Krankenkasse und auch Beitragsschuldner (§ 188 Abs. 4 SGB V).

Der Beitrag wird - sofern du nachweist kein Einkommen zu haben - auf ein fiktives Einkommen von 968,- € p.M. berechnet (§ 240 SGB V).

Weist du nichts nach, muss die Kasse davon ausgehen, dass du 4.125,- € im Monat verdienst und darauf den Beitrag festsetzen.

Du hast nicht das Recht keine Krankenversicherung zu haben, so lange du in Deutschland wohnhaft bist.

Du kannst deine Wohnung kündigen mit 3-Monatiger Kündigungsfrist und nach Berlin ziehen. Meines Wissens müssten zwischen 2 ALG II Anträgen 2 Monate Leistungsfreiheit liegen, bevor der neue Antrag als Neu- und nicht als Folgeantrag behandelt werden darf. Laut Jobcenter darfst du nämlich deine Hilfebedürftigkeit nicht erhöhen durch Umzug in eine teurere Wohnung.

Kommentar von mali1234 ,

das sind irre gesetze. ich bin quasi an den ort gebunden, da ich nicht das geld habe für eine kv? muss ich nachweisen, dass ich kein einkommen habe? das ist so abstrus. denn die krankenkasse möchte doch geld sehen. warum weist sie mir nicht nach, dass ich ein einkommen habe? andernfalls soll sie davon ausgehen, dass ich kein einkommen habe.

Kommentar von kevin1905 ,

Weil Menschen, die Leistungen der Sozialbehörden wollen oder benötigen, sei es ALG II oder Versicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicherung, grundsätzlich Mitwirkungspflichten haben (§§ 60 ff SGB I).

Eine Kopie der besagten §§ erhält jeder ALG II Empfänger zusammen mit dem Bewilligungsbescheid.

Hör auf dich mit Dingen auseinanderzusetzen, die du nicht beeinflussen kannst (außer durch zwei Kreuze bei der nächsten Bundestagswahl) und konzentrier dich lieber darauf deine allgemeine Lebenssituation zu verbessern.

Viel Erfolg! =)

Antwort
von haufenzeugs, 26

wenn du auf alg2 verzichtest, dann bekommst du keine sozialen leistungen mehr. deine krankenversicherung musst du dann über eine freiwillige versicherung selber bezahlen.

du kannst deine wohnung kündigen, du kannst umziehen, du kannst auswandern. du musst einfach nur deinen leistungsbezug abmelden.

Antwort
von schleudermaxe, 22

Nichts, was soll auch geschehen. Es geht nichts mehr ein und gut ist. Die "GEZ" kommt ggf. und fordert den Beitrag. Die KV packt Dich ggf. in die Basisversicherung. Viel Glück..

Kommentar von Apolon ,

 Die KV packt Dich ggf. in die Basisversicherung.

oh je.... was hier mal wieder für ein Unsinn geschrieben wird!

Kommentar von Laury95 ,

Basisversicherung.

Was ist das denn bitteschön??

Antwort
von poldiac, 59

ohne alg 2 kostet dich die Kasse rund 170€ pro Monat, wenn Du kein Einkommen hast. Wohnung kannst kündigen.

Kommentar von mali1234 ,

habe ich nicht. das ist so schwachsinnig dieses gesetz. man wird quasi dazu gezwungen und dann muss man sich schickanieren lassen.

Kommentar von poldiac ,

Wieso denn das? Dafür hast die Garantie, das Gesundheitssystem im Notfall immer nutzen zu können. Damit das System nicht zusammenbricht gibts eben diesen Minimalsatz.

Kommentar von mali1234 ,

Es gibt nunmal Menschen in Deutschland, die haben kein Geld um sich zu versichern. Davon gibt es mehr, als Andere denken, die das Glück haben einen geregelten Job zu machen.....

Kommentar von poldiac ,

Ganz genau, für diese Menschen gibt es Unterstützung durch den Steuerzahler. Wer sich um nichts kümmern will, der muss ins Ausland gehen, wo es kein Sozialsystem in dieser Form gibt.

Antwort
von AntwortMarkus, 48

Du bist dann nicht mehr Krankenversichert.  Sich sekbst versichern kostet ca 200 im Monat.

Du kannst machen was du willst, so lange du keine finanzielle Last für andere bist. Wenn du es dir leisten kannst sann mache was du für richtig hälst. 

Natürlich bekommst du keine staatliche  Hilfe.

Kommentar von mali1234 ,

kann ich auch nach berlin ziehen? wie könnte ich das begründen.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Wenn du keine Sozialleistungen  erhältst, kannst du dich in ganz Europa  aufhalten  mit deutschem  Pass. Da muß  man nicht um Erlaubnis  fragen. 

Es sei denn,  du hast Auflagen bezüglich Asylantrag. 

Kommentar von dermick74 ,

Mit nem JOB ! Der ewige Kreislauf eben

Kommentar von AntwortMarkus ,

Muss nicht sein. Wenn er nicht arbeiten will und Geld genug hat. ...

Kommentar von mali1234 ,

Ich will arbeiten, habe sogar ein fünfjähriges Studium. Aber niemand will mich einstellen. Es ist schon schwer als "Deutscher" einen Job zu bekommen, da hat man als Migrant keine Chancen in Deutschland. Gerade jetzt. Die AFD nimmt immmer mehr zu, d.h. immer mehr Menschen lehnen Ausländer ab. Dies trifft auch auf Chefetagen zu.

Ich sehe keine Chance zur Zeit einen Job zu bekommen. Deswegen will ich mir zumindest woanders etwas versuchen.

Und ja, ich habe einen deutschen Pass! Schon seit 28 Jahren. Nutzt mir eh nix.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Die Afd ist nicht an der Macht,  hat also  mit Deiner Arbeitslosigkeit nichts zu tun. 

Wieso gehst du nicht zu deiner Sachbearbeiterin ins JobCenter undie sagst,  du bist bereit für Arbeit nach Berlin zu ziehen. 

Es heißt  ja fordern und fördern.  Jetzt  wäre die Zeit des Förderns.  

Man kann dir da vielleicht  helfen. Aber mal was ganz anderes : Berlin hat mehr Arbeitslose  als viele andere Bundesländer.  

Die brauchen dich da nicht unbedingt.  Deine Sachbearbeiterin  soll dir landesweit vakante Stellen anbieten. 

Kommentar von mali1234 ,

sie machen nix. ich bekomme nur ab und zu einen vorschlag. seit ich arbeitslos geworden bin, habe ich ca. 100 bewerbungen wieder herausgeschickt. ich glaube, dass es nicht nur meine zeugnisse sind, sondern einfach rassismus bzw. schlicht auch angst vor dem anderen. ich bin aus osteuropa. es ist schlimm, wenn man ständig abgelehnt wird. man kann beobachten, wie andere an einem vorbeiziehen, förmlich die jobs aussuchen können und eine familie gründen und man selbst bekommt nicht einmal einen job angeboten.

es ist einfach nur verlogen und peinlich, wenn sich deutschland anders darstellt und so tut als seien andere hier willkommen. das ist nicht so. ich denke, dass das deutschland einholen wird.

die afd ist nur ein indiz für die einstellung der deutschen gegenüber ausländern bzw. migranten. diese einstellung war schon immer da und hat sich nun manifestiert.

ich würde gerne wieder weg (aus Deutschland oder Bayern), allerdings fehlen mir wegen fehlender arbeit die finanziellen mittel wegzukommen.

Kommentar von haufenzeugs ,

wenn du kein geld hast, warum willst du dich dann aus dem bezug abmelden? wie willst du dann nach berlin ziehen? wovon zahlst du das?

Kommentar von haufenzeugs ,

du brauchst garnichts begründen. du gehst morgen zum amt und sagst, dass du ab übermorgen keine leistungen mehr willst. dazu gibts ein verzichtsfomular, dass füllst du aus, musst es nicht begründen und gibst es ab. dann werden die leistungen eingestellt und zurückgefordert und gut ist.

dann kannst du hinziehen wo du willst, suchst dir ne wohnung, umzugsunternehmen und ziehst eben um. krankenversicherung zahlst du selber. wenn du einkommen hast, dann ist das doch in ordnung.

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