Was würde es ausmachen, wenn England aus der EU raustritt?

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6 Antworten

1. Die EU ist nach 1990 sehr schnell gewachsen. Jetzt, da
Zusammenhalt und Solidarität bei der Bewältigung großer Probleme gefragt
sind, zeigt sich, dass die EU zu schnell gewachsen ist und einige
Länder erst noch lernen müssen, in einer Staatengemeinschaft zu leben,
in der der einzelne Mitgliedsstaat nicht nur Rechte, sondern auch
Pflichten hat!

2. Wenn unsolidarische Länder wie GB und auch einige östliche Staaten
die EU verlassen würden, dann könnte die EU ohne diese Länder gut
leben. Aber können diese Länder ohne die EU gut leben? Alle
Vergünstigungen und bevorzugten Handelsverträge mit der EU wären am Tage des Austrittes erledigt, müssten neu verhandelt werden; die
Einbeziehungen in den Schengenraum und z. T. in den Euroraum wären damit erledigt. Alle Länder, die aus der EU aussteigen, müssen dann wieder
als kleine Nationalstaaten versuchen, sich in der globalisierten Welt
zurechtzufinden.

3. Die EU als Staatengemeinschaft besteht erst kurze Zeit, sie kann nicht perfekt sein und wird, weil Menschen mit ihr und an ihr arbeiten, auch immer mal wieder Rückschläge erleiden. Der Austritt GB.s und/oder anderer Länder wäre ein solcher Rückschlag. Jedoch muss man die EU als langfristiges Projekt betrachten. Eine EU, reduziert auf ca. 20 Staaten, wäre nach wie vor ein wirtschaftlich und politisch mächtiger Akteur, der mächtigste in Europa, mächtig in der Welt. Das werden alle europäischen Nicht-EU-Staaten zu spüren bekommen - spätestens in einigen Jahrzehnten werden sie wieder der EU angehören. Wer sich mit der EU befasst, sollte endlich einmal begreifen, dass es sinnlos ist, sich wie die kleinen Kinder auf die sofortige Erfüllung aller ihrer Wünsche zu versteifen. Die EU ist ein
Langzeitprojekt, das Geduld erfordert! In 100 Jahren gibt es den "Staatenbund von Europa" als einen der zentralen Mächte der Weltpolitik, weil er auch die USA, die in die zweite oder dritte Reihe zurücktreten werden, und Russland an sich binden und zu einer engen Kooperation bewegen wird. Alles, was auf der Welt geschieht, kann nicht gegen diese starke Macht geschehen!

4. Noch gibt es keine Austritte aus der EU. GB hat schon einmal
versucht, der EU - ihrem Vorläufer EWG - fernzubleiben und autonom
weiterzuwursteln. Sehr bald wollte es seinen Fehler korrigieren - und
wurde dann vom französischen Präsidenten De Gaulle noch für eine Reihe
von Jahren ausgebremst. Diese historische Erfahrung sollte bedacht
werden! Der britische Premier Cameron will im Juni dem Volk Ihrer Majestät die Entscheidung über die EU-Mitgliedschaft überlassen. Gewiss: auch die
Briten, die die Entscheidung treffen sollen, kennen die Geschichte ihres
Landes ebensowenig wie andere Völker die Geschichte des eigenen Landes. Darin liegt eine große Gefahr - für den Wohlstand des ganzen britischen Volkes. Man sollte es ihm mitteilen.  :-))

MfG

Arnold

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Schlussendlich, ob sie in der EU bleiben oder nicht ändern würde es nicht viel. Man siehe die Schweiz. Zwar eigenständig und nicht dabei und trotzdem wird nach brüssels Pfeiffe getanzt. Anders würde es gar nicht gehen. Also eigentlich sind sie dann ofiziell nicht mehr dabei aber inofiziell wird trotzdem noch die EU regieren.

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Es hätte für England ziemliche Nachteile, für Deutschland einige Vorteile. Der Finanzplatz London müßte nach Frankfurt verlegt werden. Und Deutschland müßte nicht mehr für England bezahlen und Engländer bräuchten ein Visum für alle Länder des europäischen Festlandes, Deutsche nur Für England.

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Kommentar von rikki102
21.02.2016, 14:31

Warum bräuchten Engländer ein Visum nach Europa? Die Schweizer brauchen doch auch kein Visum, um nach Länder in Europa zu fahren, oder?

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Kommentar von Akka2323
21.02.2016, 14:50

Die haben inzwischen ein Extraabkommen mit der EU. Sie mussten lange z.B. auf deutschen Flughäfen bei der Einreise immer an den Schalter für Nicht-EU-Einreisende, und ewig warten.

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Geld hauptsächlich.

Und natürlich ist es so, dass je weniger europäische Länder EU-Mitglied sind desto ferner rückt die Idee "ein Europa" zu haben.

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Hei, rikki102, wenn´s nach mir ginge: Die Briten rausschmeißen, bevor sie den Austritt beschließen  und nie wieder reinlassen. Sie haben sich seit ihrem Beitritt (und schon vorher) als reine Störenfriede erwiesen und der europäischen Idee stets einen dicken Haufen ge..., wenn´s ihnen nicht gerade nützlich war. Und die einkassierten EU-Milliarden sollen sie zurückzahlen, um damit Griechenland zu sanieren. Und so. Grüße!

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Das könnte eine Kettenreaktion hervor rufen so dass weitere Länder aus der EU austreten.

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