Frage von Barron, 602

Was würde denn passieren wenn kein Mensch wählen gehen würde?

Die können das ja nicht alleine entscheide wer jetzt an die Macht kommt und zwingen könnten die uns doch auch nicht oder ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PinguinPingi007, 175

Es gibt dann entweder 

  • Wahlzwang
  • Wahlfälschung durch Parteien
  • Absprachen
  • oder andere (außer Bürger) wählen.
Antwort
von paranomaly, 278

Vor Jahren kam einmal eine Frage an einen deutschen Politiker, welcher Politiker es war weis ich leider nicht mehr. Der Reporter hat ihn gefragt, was passieren würde wenn niemand mehr zum Wählen gehen würde. Dieser antwortete dann dass alles so bleiben würde wie es ist, denn man ginge dann davon aus dass alles so passt wie es ist. 

Es ist ja so wenn das gesammte Volk sagen würde es möchte eine Änderung eines Gesetzes, muss dass der Präsident absegnen. Wenn dieser aber sagt dass Deutschland dadurch beispielsweise weniger Geld durch den Waffenexport verdienen würde, dann wird er klar nein sagen. Sobald es ums Geld geht, heißt es immer nein.

Antwort
von Wissensdurst84, 119

Guten Abend,

Wenn nur 1 Person wählen gehen würde (und unterstellt, die Kandidatenlandschaft ist so, wie wir sie kennen), wird auch die Zusammensetzung des Bundestags recht exzentrisch ausfallen. Ein paar Aspekte: 

1. In mindestens 289 Wahlkreisen wird der Direktkandidat per Los zwischen den Bewerbern bestimmt. Das Ergebnis dürfte also ziemlich zufällig ausfallen. 

2. Angenehmer Nebeneffekt: Die 5%-Hürde bietet keine Probleme. Wer Stimmen hat, hat auch immer die Hürde genommen. 

3. Auch die Direktmandatsklausel macht keine praktischen Probleme, sondern nur theoretische: Da eine ganze Reihe von Parteien jeweils Null Stimmen haben werden, aber viele Direktmandate (siehe 1.), nehmen sie an der Verteilung der Mandate teil. Nützt ihnen allerdings nichts, da ihnen dort zuverlässig NULL Sitze zugewiesen werden. Damit haben wir allerdings schon mal eine große Zahl Zusatzmandate produziert. 

4. Schreiten wir zur Verteilung der Listenmandate. Höchstens Eine Partei hat eine Stimme erzielt.  Die CDU beispielsweise Resultat: Ihr stehen alle Mandate zu, die sie aber nur aus zwei oder drei Landeslisten besetzen kann. Die dürften eher erschöpft sein, so dass viele Mandate frei bleiben. 

Liebe Grüße

Wissensdurst84

Antwort
von djNightgroove, 248

Du vergisst, dass auch Politiker und Parteimitglieder wählen dürfen. Und da gerade die Politiker weiter ihre Diäten beziehen wollen, werden sie wohl auch wählen gehen. Die Partei, die so die meisten Stimmen erhält, darf regieren - selbst wenn es weniger als 1% der Bevölkerung wäre, die diese Partei gewählt hat. Sie können uns also zwingen, so ist das Gesetz, denn es gibt in Deutschland keine Mindestwahlbeteiligung. Selbst wenn nur ein Mensch wählen gehen würde, wäre das Ergebnis rechtlich gültig.

Kommentar von Wissensdurst84 ,

Wenn nur 1 Person wählen gehen würde (und unterstellt, die Kandidatenlandschaft ist so, wie wir sie kennen), wird auch die Zusammensetzung des Bundestags recht exzentrisch ausfallen. Ein paar Aspekte: 

1. In mindestens 289 Wahlkreisen wird der Direktkandidat per Los zwischen den Bewerbern bestimmt. Das Ergebnis dürfte also ziemlich zufällig ausfallen. 

2. Angenehmer Nebeneffekt: Die 5%-Hürde bietet keine Probleme. Wer Stimmen hat, hat auch immer die Hürde genommen. 

3. Auch die Direktmandatsklausel macht keine praktischen Probleme, sondern nur theoretische: Da eine ganze Reihe von Parteien jeweils Null Stimmen haben werden, aber viele Direktmandate (siehe 1.), nehmen sie an der Verteilung der Mandate teil. Nützt ihnen allerdings nichts, da ihnen dort zuverlässig NULL Sitze zugewiesen werden. Damit haben wir allerdings schon mal eine große Zahl Zusatzmandate produziert. 

4. Schreiten wir zur Verteilung der Listenmandate. Höchstens Eine Partei hat eine Stimme erzielt.  Die CDU beispielsweise Resultat: Ihr stehen alle Mandate zu, die sie aber nur aus zwei oder drei Landeslisten besetzen kann. Die dürften eher erschöpft sein, so dass viele Mandate frei bleiben. 

Antwort
von MrRayman, 120

Keiner wird gezwungen zu einer Wahl zu gehen. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass es nie passieren wird, dass keiner seine Stimme abgibt.

Spielen wird den Fall dass keiner Wählen geht mal durch: Wenn keiner Wählen geht, gründe ich eine Partei und wähle mich selber. Also irgendeiner geht immer wählen.

Die Erfahrung zeigt, dass besonders die extremen Parteien einen hohen Anteil der Anhänger/Sympathisanten mobilisieren können. Je kleiner die Wahlbeteiligung, desto stärker fällt dieser Punkt ins Gewicht. Mit anderen Worten: je weniger Menschen wählen gehen, desto stärker werden extreme Parteien.

Antwort
von Monsunschauer1, 262

Also so weit ich weiß waren die Wahlteilnehmer in Europa immer ausreichend.  Ich glaube 2013 gab es in Bangladesch eine wiederholte Wahl weil die Wahlteilnahme nur bei 30% lag, daraufhin brachen sofort Unruhen an, als die Partei mit den höchsten Stimmen an die Macht wollte.

Also zusammengefasst: Das so etwas passiert ist, auch wenn es viele Nichtwähler gibt, nach wie vor eher unwahrscheinlich.

Antwort
von goali356, 292

Wenn wirklich kein einziger wählen würde, würde die Wahl wahrscheinlich wiederholt werden. Es ist aber sehr sehr unwahrscheinlich, dass das jemals eintritt, dafür ist die Bevökerung viel zu groß. Soetwas würde womöglich auch von rechts orrientierten Parteien ausgenutzt werden.

Kommentar von lucool4 ,

Wieso rechts orientierte Parteien? Die werden dann doch auch nicht gewählt!?

Kommentar von Reagan81 ,

und wieder einmal wird nur auf die Rechte Politische seite Geschaut wir Haben doch  schon eine Linksextreme und Sozialistische Partei im Bundestag Die Linke. die Linksextremen  sind kein deut besser als die Rechtsextremen  

Kommentar von CircusMaximus ,

Dein Name ist anscheinend Programm

Antwort
von voayager, 125

Nun, der bürgerliche Staat wäre dann ziemlich rat,- und kopflos, weil so etwas einfach nicht vorgesehen ist. Das ewig gleiche Ritual wird durchgezackert, damit die demokratische Fassade aufrechterhalten werden kann. Durch diesen legitimiert sich der staatliche Herrschaftsapparat.

Kommentar von PeterLammsfelde ,

Der einzige Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur
besteht darin, dass man in einer Demokratie wählen darf, bevor man
gehorcht.

Kommentar von MrMcSauerkraut ,

Ohne einen Beweis durch Quellen zu haben, würde ich das doch anzweifeln. Man kann in einer Demokratie auch Petitionen einreichen, die, zumindest im theoretischen Fall, auch an die Politiker geht, von ihnen gehört werden und wodurch gegebenfalls Änderungen vorgenommen werden.

Eventuell gibt es noch mehr Unterschiede. Ich glaube, so einfach kann man es sich hier nicht machen.

Kommentar von voayager ,

Petitionen sind bloße Bittbegheren, die bei Bedarf aufgegriffen werden oder auch nicht. Das habe ich persönlich mehrmals erfahren und nie was Tolles dabei erfahren. Petitionen sind das Pendant zu den bloßen Almosen, mehr nicht.

Antwort
von Gordon313, 19

Die machen doch nie was sie versprechen, egal wen man wählt. Und ich glaube auch nicht das wählen gehen irgendwas bringt. 

Antwort
von FooBar1, 152

Es wählen zumindest die, die gerne gewählt werden wollen oder?

Kommentar von TimeosciIlator ,

!! :))

Antwort
von FreundGottes, 157

Je geringer die Wahlbeteiligung ist, umso leichter macht man es den etablierten Parteien die Wahl zu fälschen. In Deutschland gibt es leider schon jetzt viel zu viele nachgewiesene Wahlfälschungen und längst nicht jede Wahlfälschung ist so plump, dass sie sich nachweisen lässt. 

Antwort
von TimeosciIlator, 227

Meine Familie und ich bekämen dann am Wahlsonntag kein Eis - denn ich fahre regelmäßig immer nach dem Wählen zu Aachens beliebtester Eisdiele, die auf dem Weg liegt.

Bleibt zu hoffen, dass es niemals soweit kommt !

Antwort
von Undsonstso, 80

Keine Sorge, dies wird nicht passieren, denn dann wählen sich  die Parteien und somit  ihre Kandidaten selbst....

Das ist legitim, denn Deutschland hat m.E. nach keine Mindestbeteiligung.

Kommentar von Barron ,

Sorgen das, das nich passieren wirt hab ich ja garnicht. Ich meine nur bei dieser korupten sch. politik, müsste man an und für sich was gegen machen, aber das bringt ja alles nichts. 

Kommentar von TimeosciIlator ,

Eine eigene Partei versuchen zu gründen, wäre immerhin ein Weg -  unabhängig davon, wie gut das klappen kann. LG "Time"

Kommentar von Barron ,

Ja eine möglichkeit währe das, nur erstmal fehlt mir das geld, und zweiten habe ich nicht so die ahnung davon, und ich bin auch nicht so der Büro Typ. Das man da was gegen machen müsste, das ist doch eigentlich so klar wie kloßbrühe.

Kommentar von Undsonstso ,

Dann schimpfe oder jammere  auch nicht herum. Es finden sich immer genug Gründe , etwas nicht zu tun.........

Kommentar von Socat5 ,

Darf man nicht unzufrieden sein und das äußern, ohne gleich in die Politik gehen zu wollen oder zu können?

Kommentar von djNightgroove ,

Wäre es nicht, wenn man das System ändern möchte.

Kommentar von djNightgroove ,

Da hilft nur ein Putsch - was nicht heißt, dass es hinterher besser wird, aber die Möglichkeit bestünde zumindest.

Antwort
von Zeitnot, 145

Damit wäre das System der Demokratie wohl oder übel zum Scheitern verurteilt :-/

Kommentar von medmonk ,

Damit wäre das System der Demokratie wohl oder übel zum Scheitern verurteilt :-/

Das wäre nicht per se der Fall. Vielmehr eine unmissverständliche Nachricht an die Parteien des Landes, dass das Volk nicht von dessem Kader im Bundestag vertretet werden will und eben jene ablehnt. Den Politiker sind lediglich des Volkes Vertreter. So sollte es eigentlich sein. Leider ist genau das faktisch nicht der Fall.    

Kommentar von Zeitnot ,

Völlig richtig. Dennoch lebt das System der Volksdemokratie durch regelmäßige Wahlen. Sollten diese aber keinen Anklang mehr finden, fällt dadurch ein elementarer Teil ebendieses Systems weg. Durch das politische Desinteresse / Trotzzeigen durch Nichtwählen wird also das gesamte System infrage gestellt. Was dann passieren könnte, wenn einige strategisch kluge Köpfe am Werke wären, haben uns die Jahre ab 1930-1945 bereits gezeigt... 

Kommentar von djNightgroove ,

Nachhilfe in Geschichte: Die Nationalsozialisten sind nicht an die Macht gekommen, weil keiner wählen gegangen ist, sondern sie haben mit Abstand die meisten Stimmen erhalten. Im übrigen erhalten aktuell gerade rechte Parteien wieder mehr Zulauf und wenn die an die Macht kommen, dann weil VIELE sie wählen und nicht, weil keiner mehr wählen geht. In Deutschland gibt es keine Mindestwahlbeteiligung, also müsste nur einer wählen gehen und das System läuft weiter wie bis her. Und du glaubst ja wohl nicht, dass diejenigen, die in der Politik tätig sind, sich nicht selbst wählen.

Kommentar von Zeitnot ,

Die Anspielung auf den Nationalsozialismus war eher in Bezug auf das Reichsermächtigungsgesetz gemeint. Mit meinem Kommentar wollte ich keinesfalls ausdrücken, dass durch Nichtwahlen direkt politisch rechts orientierte Parteien an die Macht kommen... 

Kommentar von medmonk ,

Was dann passieren könnte, wenn einige strategisch kluge Köpfe am Werke wären, haben uns die Jahre ab 1930-1945 bereits gezeigt... 

Das ist schon ein großer Fehler. Der Mensch kann mit Macht nicht umgehen. Das ist fakt! Genau deshalb darf es nicht ein paar wenigen Menschen überlassen sein, über ein ganzes Volk hinweg zu entscheiden. 

 Durch das politische Desinteresse / Trotzzeigen durch Nichtwählen wird also das gesamte System infrage gestellt. 

Das System wird schon seit Jahren und das immer mehr in Frage gestellt. Von politischem Desinteresse zu sprechen, ist gelinde gesagt murks. Das Gegenteil ist viel mehr der Fall. Immer mehr Menschen wachen aus ihrem aufgedrückten Dornröschenschlaf auf. Und eines ist gewiss, wenn wir bald nicht etwas unternehmen und uns zu wehr setzen, treiben uns die USA mit uns an der Speerspitze geradewegs in den dritten Weltkrieg. Putin ist sicher kein Engel, ich bin auch kein großer Pro-Russia Sympathisant. Aber wir können alle von Glück reden, das Russland bisher besonnen geblieben ist. All das trotz des ständigen Herumzündeln aus Washington. 

LG medmonk 




Antwort
von MobyDickDarm, 140

Keine Angst unsere Pensionäre und Milliardäre und andere armen gehen mit Sicherheit wählen.

Ansonsten gibt es Neuwahlen.

Auch würde ich aus besonderen Gründen  bei den nächsten Wahlen Wahlbeobachter hinschicken , denn viele Politiker ist nicht mehr zu trauen !!

Antwort
von Lipstique, 98

Und was würde passieren, wenn alle Menschen der EU ihr Geld aus den Banken nach Hause nehmen? Das wäre noch schlimmer:-)))

Antwort
von billdarahmen, 6

Dann gäbe es Neuwahlen, schätze ich :D

Antwort
von Mavoras, 39

Die Politiker werden es noch leichter haben ihre Macht durchzusetzen.

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